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Digitales Rathaus - smarte Stadt

Schwerpunkte E-Government und IT-Ausstattung der Schulen

Der Ausbau digitaler Behörden- und Verwaltungsangebote sowie die Ausstattung der Ingolstädter Schulen mit digitaler Infrastruktur sind zwei Schwerpunkte der Stadt im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie. Vor gut einem Jahr hat der Stadtrat mit dem Grundsatzpapier „Digitales Ingolstadt – zukunftsfähiges Ingolstadt“ die Digitalisierungsstrategie für Ingolstadt beschlossen. In der städtischen Pressekonferenz zog Christian Siebendritt, Referent für IT-Management, eine Zwischenbilanz und stellte die nächsten Schritte vor.

„Momentan ist eine Projektgruppe dabei, den Internetauftritt der Stadt zu überarbeiten, damit wir in Zukunft noch mehr Online-Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stellen können“, so Siebendritt. Hier gehe es insbesondere auch darum, das 2017 vom Bund beschlossene Online-Zugang-Gesetz (OZG) umzusetzen. Es verpflichte Bund, Länder und Kommunen mehr als 590 Verwaltungsleistungen bis 2022 digital anzubieten. „Fünf Jahre sind eine große Herausforderung“ betont Siebendritt. „Vor allem hängen wir hier auch davon ab, was sich im Bund tut.“ Kernstück des OZG ist der Portalverbund zwischen Bund, Ländern und Kommunen. „Das heißt, wenn Sie auf den städtischen Internetseiten sind, möchten aber Elterngeld – eine Leistung der Länder – beantragen, sollen Sie automatisch auf die entsprechenden Internetseiten des Freistaats Bayern bzw. Ihres Regierungsbezirks umgeleitet werden“, nennt der IT-Referent ein Beispiel. Als weiteres Ziel des OZG ist geplant, dass jeder Nutzer ein individuelles Nutzerkonto erhält, mit dem er sich identifizieren und mit den Behörden kommunizieren kann.

Die neueste Dienstleistung, die die Stadt Ingolstadt im Bereich E-Government anbietet, ist der Kita-Finder, der am 5. Februar an den Start gegangen ist. Bereits am ersten Tag haben 1.500 Eltern ihre Kinder online für einen Kita-Platz angemeldet. Mittlerweile werden die ersten verbindlichen Zusagen verschickt.

An der städtischen Sind- und Musikschule wurde die Software iMikelGo eingeführt, um die Verwaltung zu vereinfachen und die Kommunikation zwischen Schule, Schülern und Lehrern zu verbessern. Es können kurzfristig Nachrichten ausgetauscht werden, auch die Arbeitsnachweise erfolgen nun digital. „Eine ähnliche Software wäre auch beispielsweise für Schulkantinen denkbar, um die Essensbestellung zu vereinfachen“, meint Christian Siebendritt.

Bereits im vergangenen Jahr hat der Stadtrat einen Beschluss gefasst, alle Ingolstädter Schulen mit zukunftsfähiger digitaler Infrastruktur auszustatten. 2018 konnten bereits siebzig zusätzliche interaktive Tafeln und Displays (mit PC, Monitor und Dokumentenkamera) beschafft werden. Außerdem wurden 96 WLAN Access Points installiert und fünf Tablet Koffer mit je 16 iPads angeschafft.

Der Rahmenvertrag für die Miet-Lizenzen für Windows 10 und Office 365, von dem alle Lehrkräfte und Schüler der berufliche Schulen, der Fach- und Berufsoberschule, Gymnasien und Realschulen profitieren, wurde mittlerweile geschlossen. Damit darf auf jedem Gerät der Schule dieses Programm installiert werden und kann auch zu Hause von Schülern und Lehrern genutzt werden.

Für das Jahr 2019 stehen viele weitere Projekte an, unter anderem werden noch einmal zehn Schulen im Rahmen der Digitalisierungs-Strategie an das Daten-Netz angeschlossen.
Mit diesem Konzept verfolgt die Stadt Ingolstadt die Strategie, dass alle Ingolstädter Schulen, egal um welche Schulart es sich handelt und egal in welchem Stadtteil sie sich befindet, eine Standardausstattung für einen zukunftsorientierten und modernen Unterricht erhalten. Dadurch schafft die Stadt Ingolstadt als Sachaufwandträgerin die Grundvoraussetzungen, damit die Lehrerinnen und Lehrer entsprechend der pädagogischen Konzepte des Freistaats Bayern die neuen digitalen Unterrichtsmethoden anwenden und umsetzen können.