Seiteninhalt

Neues Quartalsprogramm des Bürgerhauses

Schwerpunkt Senioren im Mehrgenerationenhaus

Aufgrund des demografischen Wandels wird auch in Ingolstadt der Anteil der Menschen ab 60 Jahren in den nächsten Jahren ansteigen. Diese Entwicklung sollte als Chance betrachtet werden, denn Seniorinnen und Senioren werden nicht nur zahlreicher, sondern sie sind auch länger fit und aktiv. Gemeinschaft und soziales Engagement sind für ältere Menschen besonders wichtig. Im Bürgerhaus – Mehrgenerationenhaus können sie nicht nur an Angeboten teilnehmen, sondern auch das gesellschaftliche, soziale und kulturelle Leben aktiv mitgestalten.

Engagement der Seniorinnen und Senioren
Der Anteil der Älteren an den aktiven Ehrenamtlichen im Bürgerhaus ist hoch – und die Möglichkeiten genauso vielfältig wie das bunte Programm. Auch generationenübergreifend gibt es hier viele Möglichkeiten. So können sich ältere Menschen zum Beispiel als „Bildungspate“ engagieren und mit Kindern lernen und lesen. Wer möchte, kann neue Hobbys kennenlernen – und dabei vielleicht selbst ganz neue Fähigkeiten an sich entdecken, beispielsweise bei den Angeboten der „Senioren ins Netz“ oder den Neuruheständlern.

Seniorengemeinschaften und offene Treffs
Bei anderen Angeboten sind die Senioren weitgehend unter sich. Dies ist beispielsweise bei den städtischen Seniorengemeinschaften der Fall, wo sich Ältere und auch Hochbetagte zusammenfinden. Das Bürgerhaus ist aktuell Anlaufstelle für zwölf Seniorengemeinschaften und fünf offene Treffs. Deren Angebote beinhalten neben vielfältigen Freizeitaktivitäten auch Selbsthilfe durch gegenseitige Hilfestellungen. Unter dem Motto „gemeinsam – statt einsam“ treffen sich die Mitglieder regelmäßig in der Cafeteria des Bürgerhauses oder in Einrichtungen in verschiedenen Stadtgebieten. Für rund 1.500 Seniorinnen und Senioren sind diese Zusammenkünfte zu einem festen Bestandteil ihrer Wochenplanung geworden. Die Gemeinschaften kümmern sich um ihre Mitglieder, planen Aktivitäten und Ausflugsfahrten. Für einige Mitglieder sind die regelmäßigen Treffen und der Austausch vorrangig, andere kommen wegen der gemeinschaftlichen Unternehmungen wie Museumsbesuchen, Wanderungen oder Radtouren. Seniorengemeinschaften haben außerdem die Rolle eines zusätzlichen und niederschwelligen Hilfssystems in den Stadtteilen. Die Vorsitzenden sind Multiplikatoren und erste Ansprechpartner der vielen Mitglieder der Gemeinschaften bei Fragen, die das Älterwerden betreffen und auch in Notsituationen. Dazu finden themenorientierte Schulungen der Vorsitzenden statt, bspw. zu Demenz und Alzheimer. Zudem kann durch das sozialräumliche Konzept der Gemeinschaften eine Verbindung zu professionellen Stellen hergestellt werden.
Der offene Neuruheständler-Treff führt neben einer Vielzahl an kulturellen, sportlichen und sozialen Aktivitäten auch Angebote zum Thema „Philosophie im Alter“ sowie die Disco „Oldies für Oldies“ durch. Aktuell wird eine Begegnung mit Senioren/-innen aus der Partnerstadt Grasse vorbereitet. Ein Treffen hierzu findet am Montag, 20. Januar, um 15 Uhr im Bürgerhaus statt. Am Montag, 13. Januar, startet um 10 Uhr das Projekt „GUSTO – Gesund älter werden mit Genuss“ zum Thema gesunder Ernährung.

Seniorenbüro – die zentrale Anlaufstelle
Die Beratung im Seniorenbüro wurde in den letzten Jahren bei Fragen der persönlichen Vorsorge intensiv in Anspruch genommen. Das Büro ist Anlaufstelle für alle Fragen des Älterwerdens. Neben seiner beratenden und präventiven Tätigkeit hat es auch eine Lotsenfunktion. Wochentags steht das Seniorenbüro von 9 bis 17 Uhr (freitags bis 14 Uhr) zur Verfügung. Im Rahmen einer Dienstleistungsdrehscheibe wird dem hohen Bedarf nach Vermittlung von gewerblichen haushaltnahen Hilfen entsprochen.

Gesundheit und Fitness als Prävention
Auch „Fit und Aktiv“ ist ein wichtiges Thema, denn Sport und Bewegung haben eine Vielzahl positiver Wirkungen und ein Mangel an körperlicher Aktivität stellt ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. Aus diesem Grund bietet das Bürgerhaus verschiedene Kurse im Bereich Gesundheit und Fitness für die Generation 50+ an. Regelmäßige Aktivität sorgt nicht nur für körperliche und geistige Fitness, sondern auch für eine Verbesserung der Kondition und Koordination. Wichtig ist dabei eine qualifizierte Anleitung. Die Kurse werden deshalb von lizenzierten Übungsleitern des Bayerischen Landes-Sport-Verbandes durchgeführt. Derzeit gibt es 28 Gruppen im gesamten Stadtgebiet in Schulsporthallen, Schwimmbädern und im Bürgerhaus. Aktuell wurden neue Angebote wie die Qi Gong und Rückenschule eingeführt.