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„Tod Mariens“ für städtische Sammlung

Werk des Ingolstädter Malers Melchior Feselen ersteigert

Die Stadt Ingolstadt hat ein Gemälde mit dem Thema Tod Mariens des Ingolstädter Malers Melchior Feselen ersteigert.
Das Bild stellt neben dem Gemälde der Geburt Christi im Stadtmuseum und dem Kreuzigungsaltar im Münster eines der wichtigen Werke Feselens dar. „Wir hatten das Gemälde schon länger für unsere Sammlung im Blick“, erklärt Kulturreferent Gabriel Engert. „Aber der Preis, den der Vorbesitzer zunächst verlangt hat, war uns zu hoch.“
Über eine Versteigerung des Auktionshauses Lempertz, Köln, gelangte das Werk nun doch noch in den Besitz der Stadt, für 32.000 Euro (netto), mit Gebühren kostet es rund 41.000 Euro.
Feselen (* um 1495 wahrscheinlich in Passau; † 10. April 1538 in Ingolstadt) zählt zu den herausragenden Meistern seiner Zeit und wird auf dem Kunstmarkt so gut wie nicht angeboten. Die Möglichkeit, ein Hauptwerk des spätmittelalterlichen Ingolstädter Malers für die Gemäldesammlung der Stadt zu erwerben, stellt einen außergewöhnlichen Glücksfall dar.
Museumskurator Hans Zech freut sich, dass das Gemälde (Öl auf Holz; 70,5 x 55 cm) noch so gut erhalten ist: „Abgesehen von einem kleinen Riss muss es eigentlich nur noch gründlich gesäubert werden.“