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09.03.2020

Ingolstädter Literaturtage 2020

Neues Konzept und feste Säulen

Hochkarätige Autoren, abwechslungsreiche literarische Begegnungen im außergewöhnlichen Ambiente und ein neues Konzept – das bieten die 27. Ingolstädter Literaturtage vom 30. April bis 11. Mai.

Fleißerpreisträgerin Iris Wolff im Gespräch mit Autoren

Neu ist, dass es heuer und in Zukunft ein kleines Festival innerhalb des literarischen Festivals geben wird, gestaltet vom jeweils aktuellen Fleißerpreisträger respektive der Preisträgerin. Die erste Kuratorin der neuen literarischen Form ist Iris Wolff, die im vergangenen Jahr mit dem Marieluise-Fleißer-Preis der Stadt Ingolstadt ausgezeichnet wurde. „Ich habe mich bewusst für persönliche Leseempfehlungen entschieden und für Autoren, die sehr persönliche Themen behandeln“, sagt Wolff. „Themen wie Verlust und Tod, Träume, Erinnerungen, Angst oder Schuld.“

Neben den klassischen Lesungen wird es mehrere Gesprächsabende mit Autoren geben, die Iris Wolff für die Ingolstädter Literaturtage gewinnen konnte.

So spricht Wolff am Freitag, 1. Mai, mit dem Illustrator Mehrdad Zaeri über den Zauber seiner Bilder aber auch über seine Flucht aus dem Iran und seinen Weg als Künstler. (20 Uhr, Harderbastei).
Am Sonntag, 10. Mai, heißt Iris Wolffs Gesprächspartner Kai Wayand. Im Mittelpunkt stehen sein Roman „Die Entdeckung der Fliehkraft“ und die eigenwilligen Figuren, die er darin beschreibt. (15 Uhr, baby & bombe)

Weitere Gesprächsabende werden von der schweizer Literaturwissenschaftlerin und Programmleiterin der Literaturtage Zofingen, Julia Knapp, geleitet.
Am Dienstag, 5. Mai, spricht Knapp mit der Schriftstellerin Marica Bodrožić über ihren Roman „Das Wasser unserer Träume“. Protagonist: ein Koma-Patient, der ein Jahr lang versucht in die Welt zurückzukehren. Ort der Lesung: das Medizinhistorische Museum.
Am darauffolgenden Abend unterhält sich Knapp mit der ungarischen Autorin Zsusza Bánk über deren Briefroman „Schlafen werden wir später“. In E-Mails schildern sich die Freundinnen Márta und Johanna die Zumutungen ihres Alltags und fragen sich mit Mitte 40: „Soll das alles gewesen sein?“ (19.30 Uhr, Altstadttheater).

Iris Wolff ist stolz, dass alle Autoren, die sie angefragt hat, zugesagt haben. „Das spricht sehr für die Ingolstädter Literaturtage. Ich freue mich hier zu moderieren und mit den Autoren ins Gespräch zu kommen.“
Kulturreferent Gabriel Engert ist der Ansicht, dass die Literaturtage durch die Einbindung der Fleißerpreisträgerin noch attraktiver werden und ein unverwechselbares Gesicht erhalten. „Gleichzeitig wird die Verbindung des jeweiligen Preisträgers zu Ingolstadt gestärkt.“

Den Startschuss zu den 27. Ingolstädter Literaturtagen gibt am Donnerstag, 30. April, die Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Regisseurin Doris Dörrie. Mit ihrem Werk „Lesen, schreiben, atmen“ lädt sie ein zum Schreiben, gibt Tipps und Anleitungen und erzählt von ihrem eigenen Leben. (19.30 Uhr, Kleines Haus)

Spannend für kleine Bücherwürmer wird der darauffolgende Samstag, 2. Mai. Kinderbuchautor Paul Maar kommt mit seinem Helden, dem kleinen Troll Tojok, ins KAP 94, wo die Kinder dann mit Tojok und seinen Freunden den Troll-Wald durchstreifen. Die beiden Lesungen um 10.30 Uhr und um 15.30 Uhr werden vom Troll-Trio musikalisch begleitet.

„Das kann uns keiner nehmen“ ist der bislang persönlichste Roman von Matthias Politycki und zugleich eine Hommage an Afrika. Ein Roadtrip, eine Männerfreundschaft, die große Liebe … und auch der Tod fährt mit nach Afrika.
Moderiert wird der Abend, Donnerstag, 7. Mai, 19.30 Uhr im „Studio famos“ (Harderstraße) von Dirk Kruse, Bayerischer Rundfunk.

Mit seinem packenden und schockierend realistischen Politthriller „Die Spur der Schakale“ wird Michael Lüders das Publikum am Samstag, 9. Mai, fesseln. Schauplatz ist Norwegen, im Ermittlerteam eine norwegische Geheimdienstchefin, eine deutsche Journalistin und ein Geheimpolizist pakistanischer Herkunft. (20 Uhr, Kamerariat; Moderation: Literaturagent Thomas Kraft).

Tobias Klein, Veranstaltungsleiter, betont, dass trotz des neuen Konzepts die festen Säulen beibehalten wurden. „Gepaart mit neuen, interessanten Veranstaltungsorten, etwa dem Arzneipflanzengarten, dem Studio famos oder der Bar baby & bombe.“
Zu diesen festen Säulen gehören der Schülerschreibwettbewerb – Preisverleihung am Sonntag, 3. Mai, 11 Uhr in der Stadtbücherei im Herzogskasten, die Literarische Nacht des Ingolstädter Autorenkreises am Freitag, 8. Mai, um 19 Uhr in der Neuen Welt und zum Abschluss der Poetry Slam Abend am Montag, 11. Mai, 19 Uhr, ebenfalls in der Neuen Welt.

Karten für alle Veranstaltungen sind erhältlich an den Geschäftsstellen des Donaukurier, in der Tourist Information am Rathausplatz (Moritzstraße 19), beim Ticketservice im Westpark sowie unter www.eventim.de