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Bildung 4.0 schon im Kindergarten

Digitalisierungskonzept für Schulen und Kitas

Der digitale Wandel macht vor Schulen und sogar vor den Kindergärten nicht Halt. Die Digitalisierung verändert Lehren und Lernen und stellt Schulen und Schüler vor neue Aufgaben. „Deshalb brauchen wir eine IT-Ausstattung, die im Unterricht nicht nur eine reine Wissensvermittlung ermöglicht, sondern alle Schülerinnen und Schüler beim Erwerb von zukunftsfähigen Kompetenzen wie Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz unterstützt“, sagt Kultur- und Bildungsreferent Gabriel Engert. „Die Kinder und Jugendlichen müssen optimal auf die Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Berufswelt vorbereitet werden.“ Bereits im Februar hat der Stadtrat den Grundsatzbeschluss „Digitales Ingolstadt – Zukunftsfähiges Ingolstadt“ gefasst. Er sieht sowohl Investitionen in die technische Ausstattung als auch das notwendige Personal in den städtischen Kitas und Schulen bzw. die Lehrerfortbildung vor. Ab dem 2. Mai wird das Digitalisierungskonzept dem Stadtrat sowie dem Schul- und dem Finanzausschuss zur Abstimmung vorgelegt.

„Die IT-Ausstattung unserer Schulen ist bereits gut – jetzt soll sie noch besser werden“, kündigt IT-Referent Christian Siebendritt an. Rund 3.900 PCs gibt es an den Ingolstädter Schulen, dazu mehrere hundert Multimedia-Endgeräte wie Beamer, Whiteboards oder Dokumentenkameras. Im laufenden Haushaltsjahr werden knapp 500.000 Euro für Neu- und Ersatzbeschaffungen in den Schulen ausgegeben. In den kommenden beiden Jahren sollen die Mittel noch einmal deutlich aufgestockt werden, so dass bis 2020 rund 4 Millionen Euro für die Digitalisierung der Kindertagesstätten und Schulen aufgewendet werden. Dabei sollen natürlich die Fördermöglichkeiten aus dem Digitalpakt II des Freistaats ausgeschöpft werden. Geplant ist unter anderem die Grundausstattung aller Schulen mit Tablets, auch alle Kitas sollen jeweils mindestens ein bis zwei Tablets erhalten. Außerdem werden die Schulen mit dem Office 365-Paket ausgestattet, die Lizenz dafür wird nicht auf die Schulen beschränkt sein, sondern darf auch auf den privaten Endgeräten der Schüler genutzt werden. Die Multimedia-Verkabelung der Gebäude ist bald abgeschlossen, dann geht es mit dem Ausbau der erforderlichen WLAN-Infrastruktur weiter.

Gabriel Engert bezeichnet Ingolstadt als eine wichtige Bildungsregion und sieht die Stadt deshalb in der Pflicht: „Wir wollen weiterhin an der Spitze bleiben, auch in Sachen Digitalisierung.“ Deshalb sei es wichtig, schon Kinder im Umgang mit digitalen Medien zu schulen. „Wir wollen Chancen und Risiken der Digitalisierung vermitteln und den Erwerb von Medienkompetenz fördern. Den Kindern muss die Möglichkeit gegeben werden, sich auf eine digitalisierte Zukunft vorzubereiten und einen kreativen und risikobewussten Umgang damit frühzeitig zu erlernen.“