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20.05.2018

Raum für Kunst - und für Familien

Der erste Familientag im Lechner Museum

„Ich möchte am liebsten jeden Tag wie Alf Lechner malen“, erklärte die zehnjährige Bente nach ihrem Besuch im Lechner Museum. Anlässlich des internationalen Museumstags hatte das Team um Claudia Borgmann, seit Februar Leiterin für Veranstaltungen und Kunstvermittlung für die Alf Lechner Stiftung, ein vielseitiges Programm für den Familientag gestaltet. Gerade neu aufgestellt, freuten sich die Organisatoren über die positiven Rückmeldungen. Auch Kurator Daniel McLaughlin ist nicht nur über fast 180 Besucher, sondern auch das Programm und die Atmosphäre überglücklich: „Jetzt ist das Lechner Museum in den Herzen der Kinder angekommen!“ fasste er den Familientag zusammen.

Neben zwei Familienführungen durften die Familien an verschiedenen Stationen selbst kreativ werden. Die alten Mauern der ehemaligen Fertigungshalle bieten dafür reichlich Raum – und der durfte zur Begeisterung der Besucher voll ausgenutzt werden. Hocker wanderten mit ihren großen und kleinen Besitzern durch die gesamte Etage, wurden vor die verschiedensten Werke der Landschaftsmalerei, die derzeit im Museum zu sehen ist, gerückt. Kniend, stehend, sitzend, wurden die Bilder dann regelrecht inspiziert. Ob nachgemalt oder „neu interpretiert“: die Pastellkreide war der Renner bei den Kindern. Die Originalpastellkreiden Lechners hatten die kleinen Künstler voller Ehrfurcht stets im Blick. Den Kindern wohnt offensichtlich eben die Freiheit inne, auf die McLaughlin später in seinem Gespräch zum Thema „Wie geht Kunst?“ als ein wichtiges Element bei der Entwicklung der eigenen Kreativität verwies. In lockerer Runde, gruppiert um das Projekt „Street Work“ (von Maike Dominik), fanden sich viele Interessierte ein. Umgeben von dem Holz-Modell aus 101 Doppel-T-Trägern, das dem Besucher die „Freiheit“ zur eigenen Gestaltung gab, und vor sich das Original „Labyrinth“ aus 101 Doppel-T-Trägern aus Stahl von Alf Lechner, erzählte McLaughlin von Kunst im allgemeinen und der seines Vaters.