Nachwuchs forscht erfolgreich
Der Historische Verein lobt seit 2017 den Preis „Junge Historiker“ aus, an dem sich Schülerinnen und Schüler mit Arbeiten und Projekten beteiligen können. Die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs wurden im Juli bei einer Feierstunde im Neuen Schloss geehrt. Bürgermeisterin Dr. Dorothea Deneke-Stoll lobte in ihrer Festrede die Begeisterung der jungen Menschen für die Geschichte ihrer Heimat und würdigte die herausragenden Arbeiten der Schülerinnen und Schüler.
Fünf Teams aus vier verschiedenen Schulen können sich in diesem Jahr über eine Prämierung freuen. Unter dem Titel „Alle Wege führen nach Gaimersheim“ befassten sich Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Gaimersheim mit der Migrationsgeschichte der Marktgemeinde. Ein weiteres Projektteam der Schule setzte sich mit dem Thema „Flucht nach Ingolstadt“ auseinander. Das Projekt „Stolpersteine“ hat die Arbeitsgruppe am Christoph-Scheiner-Gymnasium umgesetzt und leistet damit einen wertvollen Beitrag für die Erinnerungskultur in Ingolstadt. Auch Grundschulen haben erfolgreiche Forschung betrieben. So gewinnen die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Ringsee, die eine Zeitzeugenbefragung anlässlich des 120. Schuljubiläums durchgeführt haben, einen Preis. Ebenso wie das Team der Grundschule St. Anton, das das Leben im „Antonviertel vor 100 Jahren“ wieder in Erinnerung ruft.
Beim „Förderpreis für junge Historiker“ werden die besten Arbeiten mit einem Geldpreis prämiert und finden Einzug in das „Sammelblatt“ des Historischen Vereins – sofern ein Lokalbezug besteht. Die Jury setzt sich aus Historikern des Stadtmuseums, des Bayerischen Armeemuseums, des Fördervereins Bayerische Landesfestung sowie des Historischer Vereins Ingolstadt zusammen.
Mit dem Wettbewerb soll nicht nur Begeisterung für Geschichte insgesamt geweckt werden, sondern auch ein tieferes Verständnis für die Heimat gefördert werden. So lernen die jungen Leute, sich mit ihrer Heimat auseinanderzusetzen und zu identifizieren.
