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Ansprechpartner im Stadtteiltreff - das Quartiersmanagement

Auch nach Beendigung der Förderung für die Soziale Stadt wird die Stadtteilarbeit im Piusviertel durch die Stadt Ingolstadt weitergeführt. Aus diesem Grund wurde ein neues Stadtteilzentrum gebaut, das seit Dezember 2011 in Betrieb ist.

Zweck des Stadtteiltreffs ist es, soziale, kulturelle und integrative Angebote für die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers anzubieten sowie entsprechende Räumlichkeiten und Ausstattungen für ehrenamtliches Engagement und verschiedene Interessensgruppen vorzuhalten. Die Räume des Stadtteiltreffs werden vorrangig für Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Programm Soziale Stadt, für Veranstaltungen von gemeinnützigen Vereinen oder städtischen Dienststellen und Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Sie können auch für andere öffentliche Veranstaltungen vermietet werden.

Der Stadteiltreff Piusviertel steht allen Bewohnerinnen und Bewohnern als Anlaufstelle zur Verfügung. Die Angebote, die dort gemacht werden, sollen dazu beitragen, die Lebensqualität im Stadtteil nachhaltig zu verbessern.

Die Quartiersmanager/innen

Die Quartiersmanager/innen im Stadtteiltreff Piusviertel verbessern die Rahmenbedingungen, die für eine nachhaltige Entwicklung des Quartiers notwendig sind. Die Entwicklung von Verantwortung für das eigene Stadtquartier soll langfristig gestärkt und selbsttragende Bewohnerorganisationen geschaffen werden. Dazu gehört die Vernetzung von lokalen Akteuren, vor allem aus Wirtschaft, Vereinen, Schulen, Kirchen, Bewohnern und der Politik. Durch das Zusammenwirken der verschiedenen Teilnehmer am Entwicklungsprozess werden neue Anreize zur Bildung und Weiterentwicklung des Quartiers geschaffen. Bürger werden angeregt, sich aktiv im Quartier zu beteiligen und mitzuwirken. Eine weitere Aufgabe ist die Gewinnung finanzieller Mittel sowie personeller und materieller Ressourcen zur Umsetzung von Projekten im Quartier.

Karl Hofmann (Quartiersmanager)

Ehrenamt und Engagement im Stadtteiltreff

Bringen Sie sich mit Ihren ganz persönlichen Fähigkeiten und Interessen als Ehrenamtliche/Ehrenamtlicher im Stadtteil ein und ermöglichen Sie sich und Anderen Freude, Gemeinschaftserlebnisse und Teilhabe am sozialen Leben des Stadtteils. Im Piusviertel gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren. Unsere Ehrenamtlichen werden bei ihrer Arbeit professionell unterstützt und begleitet.

Folgende ehrenamtlich unterstütze Projekte gibt es derzeit:

Bei uns erhalten Sie Beratung, Begleitung und Weiterbildungen auf ihrem Weg ins Ehrenamt. Während ihrer Tätigkeit stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und vermitteln Ihnen das passende Handwerkszeug um Ihnen die Arbeit als Ehrenamtlicher/ Ehrenamtliche zu erleichtern.
Sie haben eine Idee und wissen nicht wie Sie diese umsetzen sollen - sprechen Sie uns an. Wir unterstützen Sie auch beim Aufbau neuer Projekte im Stadtteil.
Nähere Informationen und Termine für ein Erstgespräch können Sie im Stadtteilbüro Piusviertel erhalten. 

Geschichte des Piusviertels


Statistische Zahlen aus dem Piusviertel Stand:
Lage im Nordwesten der Stadt Ingolstadt
Größe

107 Hektar

Einwohner

13.000 Einwohner, davon 44 % Deutsche, 28 % Aussiedler, 28 % Ausländer

Entstehung

Das Piusviertel wurde in unmittelbarer Nähe zur Audi AG in den 50er, 60er und 70er Jahren errichtet


Städtebau  
              

Zu finden ist verdichteter Geschosswohnungsbau in Form von Zeilenbebauung, Punkthäusern und weiteren Großformen; der Großteil der Bebauung weist 4 bis 5 Geschosse auf; teilweise gibt es auch Häuser mit bis zu 11 Geschossen. Zwischen den Gebäuden liegen ausgedehnte, wiesenartige Freiflächen als „Abstandsflächengrün“

Nutzung                    

Überwiegend Wohnnutzung; das Gebiet umfasst heute ca. 5.800 Wohnungen, davon sind knapp die Hälfte sozialer Wohnungsbau; die Wohnungen sind im Besitz von drei großen Wohnungsbaugesellschaften. Im Rahmen des Programms Soziale Stadt soll die Qualität des Wohnens und Lebens im Piusviertel verbessert werden. Die Förderung des Zusammenlebens ist ein weiteres wichtiges Ziel der Sozialen Stadt. Dazu gehört es, die Nachbarschaften zu entwickeln, die Integration zu fördern, Orte als Treffpunkte zu schaffen, Konflikte abzubauen und das bürgerschaftliche Engagement zu fördern. Das Viertel sollte baulich-gestalterisch aufgewertet und das Image verbessert werden.

Projektchronologie Soziale Stadt Piusviertel  
Herbst 1999 Aufnahme in das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt
1. Halbjahr 2000 Durchführung der vorbereitenden Untersuchungen
28. Juli 2000 Konstituierende Sitzung der "Kommission Soziale Stadt"
Seit August 2000 Aufbau der Stadtteilkoordination im Piusviertel
März 2001 Zukunftswerkstatt mit Bürgern aus dem Piusviertel
Mai 2001 Ausweisung des Sanierungsgebietes
September 2001 Verabschiedung des Integrierten Handlungskonzeptes als "roter Faden" der Quartiersentwicklung
Dezember 2011 Eröffnung des neu gebauten Stadtteiltreffs

 

    
     

 

 

Handlungskonzept, Untersuchungen

Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ muss jede teilnehmende Kommune ein umfassendes Handlungskonzept, das sogenannte Integrierte Handlungskonzept, entwickeln. Der ganzheitliche Ansatz des Förderprogramms soll sich auch im Integrierten Handlungskonzept und in der Organisation auf kommunaler Ebene widerspiegeln. Das Integrierte Handlungskonzept stellt ein Planungs- und Umsetzungskonzept mit Zielen, konkreten Maßnahmen, Kosten- und Finanzierungsübersicht sowie mit Prioritäten dar. Wesentliche Kriterien für die Organisation sind das vernetzte Denken und das gemeinsam abgestimmte Handeln sowie die zielgerichtete Bündelung von Fördermittel und kommunalen Geldern. Es sind neben hohem Engagement der Beteiligten neue Formen des Zusammenarbeitens und prozessorientiertes Handeln innerhalb aller Verwaltungsebenen und mit den Bürgern notwendig.

Integriertes Handlungskonzept Piusviertel aus dem Jahr 2001 bzw. 2004

Neues Integriertes Handlungskonzept 2015

 

 

Soziale Stadt Piusviertel: Abgeschlossene bauliche Maßnahmen

  • Schulvorplatz Grundschule Ungernederstraße (jetzt Christoph-Kolumbus-Grundschule)
    Im September 2005 wurde der Schulvorplatz an der Grundschule Ungernederstraße offiziell an die Bürger des Piusviertels übergeben. Ein wichtiger öffentlicher Platz ist damit umgestaltet worden. Schon 2001 wurde die Ungernederstraße wegen Konflikten zwischen Autoverkehr und Schulkindern für den Durchfahrtsverkehr probeweise gesperrt. Was zunächst als Versuch gedacht war, hat sich als sinnvolle Dauerlösung herausgestellt. Der neu gestaltete Platz zeichnet sich aus durch unterschiedliche Bereiche mit hoher Aufenthaltsqualität. Dies gilt insbesondere für die Ausstattung mit Bänken und Steinquadern, Spielgeräten sowie für die wechselnde Oberflächengestaltung und Bepflanzung. Der Platz dient als Auftakt für den nördlich angrenzenden Quartierspark.

  • Wohnumfeldverbesserung im "Leharhof"
    (Ottmann GmbH & Co. Südhausbau KG) Die Umgestaltung des "Leharhofes" an der Leharstraße war eine der ersten Maßnahmen im Piusviertel mit dem Ziel die Qualität der Wohnungen und des Wohnumfeldes zu erhöhen, die Attraktivität des Viertels und damit die Wohnzufriedenheit der Bewohner zu steigern. Die Baumaßnahme umfasst folgende Punkte: Anbringen von Balkonen und Renovierung bestehender Balkonbauten; Fassadenanstrich mit neuem Farbkonzept, Neugestaltung der Hauseingangsbereiche, umfassende Neugestaltung der Freiflächen mit Schaffung von Spielflächen für die Kinder, Errichtung einer Tiefgarage mit 43 Stellplätzen und Errichtung 28 oberirdischer Stellplätze.

  • Punkthochhäuser
    (Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH) Insgesamt sind von dieser Maßnahme rd. 800 Wohneinheiten betroffen. Das aus dem Ergebnis eines Plangutachtens entwickelte Programm wird in einem stufenweisen, 6-jährigen Programm umgesetzt. Dieses umfasst die Sanierung und verbesserte Ausstattung der Wohnungen, Verbesserung der Hauszugangssituation, Umgestaltung von Wegeverbindungen, Lärmschutzmaßnahmen, Fassadensanierung, Energiesparmaßnahmen, Errichtung von Nebengebäuden.

  • Wohnumfeldverbesserungsmaßnahmen
    (St. Gundekar Werk) Das St. Gundekarwerk führt an verschiedenen Standorten im Gebiet der Sozialen Stadt in ihrem Bestand Wohnumfeldverbesserungsmaßnahmen durch. An den Gebäuden, die aus den 60er Jahren stammen, wurden Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, wie z.B. Dach- und Fenstersanierungen oder die Instandsetzung der Fassaden. Zur Ergänzung dieser Sanierungsmaßnahmen wird das Wohnumfeld gestalterisch aufgewertet. Dazu zählt: Neue Grünordnungskonzepte nach Möglichkeit mit Erhalt des Bestandes; standortgerechte Neupflanzungen, neue Wegeführungen, neue Fahrradständer, Einhausung der Mülltonnenstandplätze, Spielplätze für Kleinkinder u.a.

  • Spielpark Nordwest
    Am 18. Juli 2004 wurde der Spielpark Nordwest an der Gaimersheimer Straße offiziell an die Bewohner des Piusviertels übergeben. Auf rund 25.000 m² entstanden verschiedene Spiel-, Aufenthalts- und Bewegungsbereiche, insbesondere für die Jugendlichen des Piusviertels: Eine Skaterbahn mit unterschiedlichen Ausstattungen, ein Skaterplatz, Rodelhügel, ein Hartplatz für verschiedene Ballsportarten, Liegewiesen und Volleyballplätze, Boulebahnen, ein Aussichtsturm, eine Seilbahn u.a. Aufgeschüttete Wälle schirmen den Lärm der angrenzenden Straße ab. Schneefall vorausgesetzt, können sie im Winter als Schlittenberg genutzt werden. Strukturgebende symmetrische Pflanzbereiche außen, eine aufgelockerte Bepflanzung im Inneren, eine Ausstattung mit verschiedenen Bänken und Ruhebereichen sowie ein Bolzplatz runden das Angebot ab. Bei dem Bauvorhaben waren Jugendliche sowohl in der Planungs- als auch in der Bauphase eingebunden.

  • Spielplatz Corelliweg
    Als erste Spielfläche wurde 2001 am Corelliweg ein Spielplatz für Kinder als Ergänzung zu einem bestehenden Bolzplatz angelegt. Der Spielbereich liegt mitten in einem Wohngebiet und ist für die Kinder von allen Seiten gut zu erreichen. Der Bolzplatz ist seit Jahren ein Standort des Ingolstädter Spielmobils des städtischen Jugendamtes. Es wurde eine intensive Bürgerbeteiligung mit Kindern und Anliegern durchgeführt. Der Spielplatz wurde unter dem Motto "Weltraum-Abenteuer" entwickelt und erhielt den Namen „Kinderplanet Corelli“. Dementsprechend wurden auch die Spielgeräte als UFO und als Rakete gestaltet.

  • Spielplatz Pionierhölzl
    Das Areal befindet sich an der Waldeysenstraße am nordöstlichen Rand des Sanierungsgebietes. Es sind neue Spielmöglichkeiten vor allem für ältere Kinder und Jugendliche geschaffen worden. Ein Kletterwald lädt zu Erkundungstouren ein. Eine zweite Tischtennisplatte, eine überhohe Schaukel und eine Korbballfläche bieten zusätzliche Spielmöglichkeiten. Der vorhandene Bolzplatz wurde durch die Aufstellung neuer Tore und die Verlegung eines querenden Trampelpfades aufgewertet. Obst- und Laubbäume sowie Sitzbänke steigern den Erholungswert des ca. 1,5 ha großen Gebietes. Bei dem Bauvorhaben waren Jugendliche sowohl in der Planungs- als auch in der Bauphase eingebunden.

  • Rastbänke für Senioren
    Für Senioren mit Gehbehinderung oder anderen gesundheitlichen Einschränkungen ist es wichtig, nach kurzen Strecken pausieren und sich kurz hinsetzen zu können. Zu diesem Zweck ist auf Zugangswegen zu Geschäften und anderen für Senioren wichtigen Institutionen die Aufstellung von Rastbänken sinnvoll. Der AK Senioren hat zehn Standorte im Gebiet der Sozialen Stadt ausgesucht. Die Rastbänke werden so gestaltet, dass sie lediglich zum kurzen Hinsetzen geeignet sind, nicht aber von mehreren Personen gleichzeitig „besetzt“ werden können. Die zehn Bänke wurden unter fachlicher Anleitung durch die Schüler der Praxisklasse der Hauptschule an der Herschelstraße angefertigt. Das Gießen der notwendigen Betonfundamente erfolgte durch das Gartenamt der Stadt Ingolstadt. Die Verankerung der fertigen Bänke in den Fundamenten wurde ebenfalls von den Schülern der Praxisklasse der Hauptschule an der Herschelstraße zusammen mit den Mitgliedern des AK Senioren unter fachlicher Anleitung des Gartenamtes vorgenommen.

  • Spirale der Völkerfreundschaft
    Eine Bewohnerin und Künstlerin des Piusviertels hatte die Idee, im Spielpark Nordwest einen künstlerischen Beitrag zu installieren, der sich mit der Vielfalt der Nationalitäten im Piusviertel beschäftigt. Das von Siglinde Bottesch entwickelte und umgesetzte Kunstwerk trägt den Titel "Spirale der Völkerfreundschaft". Es symbolisiert, dass das Piusviertel seine Zukunft darin sieht, dass die unterschiedlichen Nationalitäten und Bevölkerungsgruppen friedlich und freundschaftlich miteinander umgehen. Es handelt sich um senkrechte Stangen bis zu 6 m Höhe, die in Spiralform angeordnet sind. Die Stangen sind farblich gestaltet. Sie tragen die Farben der Flaggen der im Piusviertel lebenden Nationalitäten. Die bunte Vielfalt der Stangen, die durch das gemeinsame Fundament miteinander verbunden sind, bringt zum einen Freude und Fröhlichkeit zum Ausdruck, aber auch das verbindende Element eines gemeinsamen Lebens in diesem großen Stadtteil.

 

Soziale und kulturelle Projekte

  • Sprachkurse
    Sprachförderung für Eltern in Kindertageseinrichtungen in der Sozialen Stadt: Die Maßnahme läuft unter dem Titel „Mama lernt Deutsch“. Zielgruppe der Maßnahme sind Eltern und Angehörige, die Kinder betreuen und unzureichende deutsche Sprachkenntnisse haben, so dass sie den Erwerb der deutschen Sprache ihrer Kinder nicht oder nur mangelhaft unterstützen können. Sprachförderung Deutsch für Kinder an der Grundschule an der Ungernederstrasse: Die Sprachförderung ist ausgelegt für Kinder mit Sprachdefiziten in deutscher Sprache, d.h. aber nicht, dass daran nur ausländische Kinder teilnehmen können.

  • Suchtprävention für russisch sprechende Aussiedler
    Angesiedelt in der Sozialen Stadt gibt es Angebote zur Suchtprävention und zur Beratung drogengefährdeter russisch sprechender Aussiedler.

  • Streitschlichterprojekt
    Beim Streitschlichterprojekt handelt es sich um eine Maßnahme der Gewaltprävention. Schülern und Lehrern an der Hauptschule an der Herschelstraße wurden Konfliktlösungsstrategien vermittelt, um in Konfliktsituationen an der Schule als Schlichter und Streitminderer auftreten zu können.

  • LOS - Lokales Kapital für Soziale Zwecke
    Das Programm LOS - Lokales Kapital für Soziale Zwecke - ist ein Programm des Europäischen Sozialfonds und wird unterstützt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Stadt Ingolstadt wurde mit dem Gebiet der Sozialen Stadt im Piusviertel von 2004 bis 2008 in das Förderprogramm aufgenommen. Der Grundgedanke besteht darin, mit Hilfe von Mikroprojekten zur Entwicklung schwieriger Stadtteile positiv beizutragen. LOS richtet sich an Personen im Gebiet der Sozialen Stadt, die besonders von fehlender sozialer und beruflicher Integration betroffen sind. LOS fördert vorrangig Maßnahmen, die Menschen dabei unterstützen, wieder in Arbeit zu kommen. Ziel von LOS ist es, besonders benachteiligte Personen durch Erschließung vor allem lokaler Ressourcen die Möglichkeit zur Wiedereingliederung in das Erwerbsleben zu geben. Dies soll über lokale Akteure als Träger der Mikroprojekte erreicht werden. Durch LOS sollen insbesondere gefördert werden: sozial benachteiligte Jugendliche, Aussiedler/innen, Migranten/innen, Alleinerziehende, Arbeitslose, straffällige Menschen u.a.Folgende Projekte wurden im Piusviertel bisher durchgeführt.

  • Stadtteilzeitung Piusviertel
    Zur Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit im Piusviertel wird die „Stadtteilzeitung Piusviertel“ herausgegeben. Die Stadtteilzeitung greift Themen auf, die das Piusviertel und das Programm Soziale Stadt betreffen. Um alle Bevölkerungsgruppen zu erreichen, werden Texte, die sich besonders an türkische Bewohner richten, ins Türkische übersetzt; entsprechend werden Texte für die Gruppe der Aussiedler russisch abgedruckt. Die Stadtteilzeitung erscheint vierteljährlich. Sie hat einen Umfang von acht Seiten und wird kostenlos an alle Haushalte verteilt.
    Hier können Sie die aktuelle und auch vergangene Ausgaben der Stadtteilzeitung herunterladen

  • Fotoausstellung "Es hat sich viel verändert."
    Zur Eröffnung des Stadtteiltreffs im Piusviertel im August 2000 fand die Fotoausstellung „Es hat sich viel verändert – Menschen und Meinungen aus dem Piusviertel" statt. Das Fotoprojekt entstand in Kooperation mit dem Stadtplanungsamt Ingolstadt und wurde von dem Münchner Journalisten und Medienwissenschaftler Rudolf Stumberger konzipiert und durchgeführt.
    Im Mittelpunkt der Fotoserie stehen die Bewohner des Piusviertels – dargestellt in der Alltagswelt der eigenen Wohnung, der öffentlichen Plätze und Straßen. Die Fotos wurden in der Ausstellung durch Kurzinterviews in Deutsch, Türkisch und Russisch ergänzt. Insgesamt wurden 27 (Gruppen-)Portraits angefertigt. In ihrer Zusammensetzung spiegeln sie in etwa die altersmäßige Struktur und die drei Hauptgruppen im Viertel (einheimische Deutsche, Ausländer, Aussiedler) wider.

  • Videoprojekt "8 days"
    Das Videoprojekt ist ein dokumentarischer Spielfilm, der das Piusviertel aus der Sicht einer Gruppe von Jugendlichen im Alter von 14 bis 20 Jahren darstellt. An dem Film haben sich Jugendliche aus unterschiedlichem kulturellen Kontext beteiligt. Sie haben den Film mit seinen Inhalten unter der Anleitung der Schauspielerin Francesca Pane weitgehend selbst gestaltet. Am 13.10.2003 fand im Stadtteiltreff La Fattoria im Piusviertel der Premierenabend statt.

  • 50 Jahre Piusviertel
    Im Jahr 2008 konnte das Piusviertel seine Geschichte und seine Erfolge in besonderer Weise präsentieren: Der Stadtteil im Nordwesten der Stadt feierte sein 50-jähriges Jubiläum. Zwei wichtige Einrichtungen im Piusviertel konnten im Jahr 2008 auf ihr 50-jähriges Bestehen zurückblicken: 1958 wurde zum einen die Pfarrei St. Pius gegründet und es wurde die katholische Kirche St. Pius eingeweiht; zum anderen kann der evangelische Kindergarten St. Johannes sein 50-jähriges Jubiläum feiern. Das Jubiläumsjahr bot die Möglichkeit, dass die Bewohner des Piusviertels sich trafen, miteinander feierten und sich besser kennenlernen konnten. Sie konnten sich als Gemeinschaft sehen, entsprechend dem Motto „Wir sind Pius!“. Das Programm konnte einen Beitrag zum Gemeinschaftsleben im Piusviertel leisten. Das Programm umfasst religiöse, kulturelle, gesellschaftliche und sportliche Veranstaltungen. Es wurden über ein facettenreiches Programm die unterschiedlichen Gruppen im Piusviertel angesprochen (Familien, Kinder, Jugendliche, Senioren, Migranten). Gleichzeitig konnten auch Bewohner aus dem Piusviertel, z.B. im Rahmen des Konzertes „Musik aus aller Welt“, ihr künstlerisches Können zeigen.

  • Jugendkultursommer - Jugend macht Theater jährlich seit 2006
    Bei dem Jugend-Theater-Projekt „Jugend macht Theater“ geht es um Inklusion von Jugendlichen mit Handikap (Caritaszentrum St. Vinzenz, Sonderpädagogisches Förderzentrum) und um Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund aus den drei strukturell benachteiligten Soziale-Stadt-Quartieren Ingolstadts (Pius-, Konrad- und Augustinviertel) sowie unterschiedlichen Schularten (Mittelschulen, Realschule und Gymnasium) sowie Auszubildende in der Einstiegsqualifizierung (EQ) der Audi AG und um minderjährige Flüchtlinge (Asylbewerber). Das sind Jungen und Mädchen zwischen 13 und 17 Jahren. Man will sie an ihnen bislang unbekannte Kulturformen heranführen sowie das Selbstbewusstsein und die Selbstorganisation stärken. Darüber hinaus wird Integration und Inklusion gelebt. In der Zusammenarbeit mit professionellen Künstlern werden Schlüsselqualifikationen erworben. Es gibt Szenenentwicklung, Proben und Vorstellungen für ein Theaterstück, zwei- und eintägige Workshops mit Theaterprofis, Aktionen in Stadtteilen und Gemeinschaftstage. Etwa 80 Jugendliche und ca. 20 Erwachsene (KünstlerInnen, LehrerInnen, OrganisatorInnen und AssistentInnen) gestalten das Projekt.
    Die Stiftung Jugend fragt e.V. hat in Kooperation mit der Sozialen Stadt bisher folgende Theaterprojekte durchgeführt: "Romeo und Julia" (2006), "RAP-Messe" (2007) „Elektras Traum“ (2008), „unbedingt! Antigone.“ (2009), „Überflieger“ (2010), "Die Fremde und der König" (2011), "Wildwuchs" (2012), "Grenzenlos!" (2013), „Traumwandler“ (2014), „Grand Café Europa (2015) und "Louvre" (2016). In den jeweils 8-monatigen Projekten geht es um die Einstudierung eines Theaterstücks, dessen Präsentation und begleitende Maßnahmen. Seit 2010 sind auch Jugendliche aus bis zu 5 Partnerstädten beteiligt.
      
  • JUWILL - Jugend willkommen im Programm JUGEND STÄRKEN im Quartier   
    Das ESF-Modellprogramm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ wird in Ingolstadt mit JuWill in den Stadtteilen Konradviertel, Augustinviertel und Piusviertel eingesetzt. Mit diesem neuen Programm werden junge Menschen im Alter von 12 bis einschließlich 26 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund unterstützt, die zum Ausgleich ihrer sozialen Benachteiligungen und/oder individuellen Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf sozialpädagogische Unterstützung angewiesen sind. Dies wird durch sozialpädagogische Betreuung und zahlreiche praktische Mikroprojekte geschehen. Die Mikroprojekte dienen der Aktivierung, Kompetenz- und Persönlichkeitsstärkung der jungen Menschen mit dem Ziel, ihnen einen leichteren Einstieg in berufsvorbereitende Maßnahmen, Ausbildung und Arbeit zu ermöglichen.
    Bei den Mikroprojekten geht es insbesondere um soziale Kompetenzen wie Team- und Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Selbstorganisation. Zudem ermöglichen sie Austausch mit und Beratung durch junge(n) Menschen in ähnlichen Lebens- und Problemlagen. Zugleich soll durch die Mikroprojekte ein Mehrwert für die Stadtteile geschaffen werden.

    Jugendliche und junge Erwachsene der Zielgruppe können sich beraten lassen durch
    Frau Juliana Stanglmaier (Sozialpädagogische Beratung, Casemanagement) 
    0162 429 36 73   oder
    Dienstags 10.30 – 12.30 Uhr Stadtteiltreff Piusviertel, Pfitznerstraße 19a
    Donnerstags 12.00 - 14.00 Uhr Stadtteiltreff Augustinviertel, Feselenstraße 18 
    Freitags 12.00 – 14.00 Uhr Stadtteiltreff Konradviertel, Oberer Taubentalweg 65
    Infos gibt es auch auf Facebook unter „Jugend stärken Ingolstadt“

    Kontakt zu Mikroprojekten:
    Christoph Bittlmayer (Projektkoordinator) 0841 305 45843 

    Weitere Infos gibt es auch im Stadtteilbüro Piusviertel
    und bei “Jugend stärken im Quartier“    

Kommission

Kommission Soziale Stadt Piusviertel

Aufgaben:

Das Programm „Soziale Stadt“ als Städtebauförderungsprogramm für soziale Brennpunkte geht von einem umfassenden Ansatz aus. Neben dem baulichen Bereich sollen Maßnahmen aus dem sozialen Bereich, der Wirtschaftsförderung, der Belegungspolitik, ect. aufeinander abgestimmt, initiiert und gefördert werden. Damit soll die Lebenssituation der Bewohnerinnen und Bewohner im Augustinviertel verbessert werden.

Der Stadtrat bildete im Jahr 2000 im Rahmen des Programms „Stadt- und Ortsteile mit besonderem Erneuerungsbedarf - Die soziale Stadt“ zu seiner Beratung eine Kommission für das Piusviertel.

Die Kommission hat die Aufgabe,
- für den Stadtrat und die Ausschüsse die Leitziele für das Piusviertel vorzuberaten,
- bei der Abstimmung des Maßnahmenkonzeptes mitzuwirken und Prioritäten festzulegen,
- die Projektsteuerung und die Quartiersorganisation zu unterstützen und verantwortlich zu lenken sowie
- eine breitere öffentliche Basis für das Projekt zu schaffen.

Mitglieder der Kommission Soziale Stadt im Piusviertel