Magischer Türkis

Schmuck und Kunsthandwerk der Indianer

Magischer Türkis

18. November – 28. Januar 2001

(Stadtmuseum Ingolstadt)

Nach der großen Jubiläumsausstellung „Geschichten und Gesichter“ sind im Stadtmuseum Ingolstadt ab dem 18. 11. 2000 alle Abteilungen wieder zugänglich. Außerdem zeigt das Stadtmuseum bis zum 28. 1. 2001 die Sonderausstellung „Magischer Türkis – Kunsthandwerk nordamerikanischer Indinaner“. Basis der Ausstellung ist die Sammlung vom Emma Maria Kuster vom Bernstein-Museum Bad Füssing. Frau Kuster unterstützte mit ihrer wunderbaren Bernsteinsammlung bereits maßgeblich die Ausstellung „Das Geheimnis des Bernstein-Colliers“.

Die Faszination von Schmucksteinen verbindet die Menschen aller Kontinente. Viele alte Kulturen schätzten Türkis als Schmuck- und Schutzsteine, so auch die Ägypter, Griechen und Römer. In Amerika verwendeten bereits die präkolumbianischen Völker Türkis, besonders die Indianerstämme im Südwesen der USA. Er ist den Indianern wichtiger als der Diamant. Denn der „magische“ Türkis, der hauptsächlich in trockenen Wüstengebieten zu finden ist, repräsentiert für sie den Himmel und das Wasser.

Der Türkis ist im Leben der Indianer in vieler Hinsicht von Bedeutung. Türkis-Schmuck ist „Zahlungsmittel“ und „Bankkonto“. Er ist aber auch in Religion und Medizin unentbehrlich. Über den Türkis vermittelt die Ausstellung einen Zugang zu Kultur und Lebensweise der Indianer des amerikanischen Westens. Gezeigt werden neben Schmuck Jagdwaffen und Kleidungsstücke, Fetische und Produkte der hoch entwickelten, indianischen Töpferkunst. Bei den Pueblo-Indianern blickt das Töpferhandwerk auf eine mehr als 2000-jährige, ununterbrochene Tradition zurück.

Indianer

Die Ausstellung trägt nicht zuletzt auch zum Verständnis unserer eigenen Geschichte bei. Denn sie vermittelt einen ganz besonderen Blick auf die Natur, auf ihre Geheimnisse und ihre Schönheiten. Diese Wahrnehmung kennzeichnet die Naturvölker Alt-Europas und Amerikas.

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