Dialog mit Marieluise Fleißer

Skulpturen von Franz Josef Geier

Ausstellungsplakat: Dialog mit Marieluise Fleißer

21. Oktober 2012 – 7. April 2013

(Fleißerhaus)

Zum erkundenden Zwiegespräch mit der Schriftstellerin aus Ingolstadt animieren ausgewählte Skulpturen eines Bildhauers aus Altusried.
Franz Josef Geiers Interesse gilt der Künstlerpersönlichkeit Marieluise Fleißer, weil sie pioniergleich in neue Denk-, Handlungs- und Schreibräume eindrang, in fortschrittlichen Feuilletons mit modernen Thematisierungen brisanter Zeitfragen auf die Frontseiten vorrückte, in konservativen Milieus zwischen die Fronten geriet, in progressiven Kreisen zur Frontfrau avancierte.

Weiche Fraulichkeit und männliche Kantigkeit, die Fleißers Wortkunst ihre kreative Originalität verleihen, finden kongeniale Entsprechungen in spannungsvollen Kreationen aus scharfen Kanten und schwingender Weichheit, die Geiers Bildhauerkunst prägen.

Geiers bildhauerische Abstraktionen des menschlichen Körper sind einerseits gewachsenen Naturformationen nachempfunden, verfolgen aber zugleich eine bewusste Entnaturalisierung. Durch diese Kontrastierung schreibt Geier seinen Marmor-Kompositionen eine vielschichtige Assoziationsoffenheit ein, die ihre Wirkung im (Wort-)Raum des Fleißerhauses dynamisch realisiert.

Die Dynamik von bewegter Skulptur und bewegendem Wort, die in dieser Ausstellung zusammengeführt werden, bewirken und befördern ungewöhnliche Erkundungen des Bildhauers Geier wie der Wortkünstlerin Fleißer.

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