...war mal wieder im Kino

mit Marieluise Fleißer

Ausstellungsplakat: ...war mal wieder im Kino

21. April – 30. September 2013

(Fleißerhaus)

Die Ausstellung „… war mal wieder im Kino“ lädt ein zu einem Blick durch die literarische Brille auf ein Bildmedium, das seit seinen Anfängen bis in die Gegenwart Menschen aller Gesellschaftsschichten und Nationalitäten fasziniert.

Kaum erfunden, zogen bewegte Bilder massenhaft Männer, Frauen, Kinder zuerst in anrüchige Kneipenkintopps, dann in respektable Lichtspielhäuser, schließlich in pompöse Kinopaläste. Auch Literaten reagierten, eben weil sie ihre Bildlichkeit als Herausforderung ihrer Wortkunst betrachteten, von Beginn an auf die die menschliche Wahrnehmung revolutionierende Kinematographie. Teils ablehnend, teils begeistert, doch immer hellsichtig beobachteten und beschrieben oft detailreich kulturkonservative wie kulturprogressive Schriftsteller die Welt, die sich in und um das Kino entwickelte.

Ihre Notizen und Berichte, die in der Ausstellung kennen zu lernen sind, verraten, warum und wie wirklichkeitsgetreue Dokumentaraufnahmen und phantasiegeborene Spielfilme zur unwiderstehlichen Attraktion wurden. Ihre Äußerungen enthüllen zugleich, aus welchen Gründen das cineastische Angebot sie in Kinofreaks und Kinomuffel spaltete.

Die Reaktionen von Schriftstellern auf die Bilder in Bewegung bilden den roten Faden durch die Ausstellung, die anhand von repräsentativen Exponaten die Entwicklung des Kinos vom sensationellen Jahrmarktskuriosum zur seriösen Kunst sehen lässt.

Zu entdecken ist dabei ebenfalls, dass Filme sowie ihre Stars und ihre Macher die Schriftsteller zu literarischen Thematisierungen unterschiedlichster Art animierten – auch Marieluise Fleißer.

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