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„Meine Stadt, Social Media und ich“ - Ein online Kurzfilm Projekt

Das Projekt von „Künstler an die Schulen e. V.“ fand in Kooperation mit dem Stadtmuseum Ingolstadt unter der Leitung von Nicole Titus statt.

„Learning by doing“ war das Motto von Theaterpädagogin Nicole Titus.
Die Teilnehmer*innen im Alter von 15 bis 72 Jahren, aus Ingolstadt, Eichstätt, Neuburg a. d. D., Köln, Kassel, Innsbruck (Österr.), Sevilla (Spanien) und San Sebastián (El Salvador), setzten sich aktiv mit verschiedenen Fragestellungen auseinander: Was bedeutet Heimat? Wie steht jeder Einzelne zu seiner Heimat? Ist Heimat da, wo ich lebe? Wie benutzen die Teilnehmer*innen Social Media Kanäle? Wie viel „online“ tut gut? Wie verhalte ich mich „online“ und wie „offline“? Ist da ein Unterschied? Ist Heimat ein realer Ort oder eine Webseite/ein Videospiel etc.?
Wie finde ich Heimat in mir? Wie präsentiere ich mich und meine Heimat in den sozialen Medien? In einem Kurzfilm? Wie entsteht ein Kurzfilm? Wie entwickle ich mein eigenes Drehbuch und schlüpfe in verschiedene Rollen? Worauf ist beim Camera Acting zu achten?

Gemeinsam mit der Theaterpädagogin Nicole Titus traf sich die bunt gemischte Gruppe ca. fünf Wochen lang mehrmals pro Woche für 3-4 Stunden online via Zoom. Auf Grund der SARS-CoV-2 Pandemie war dies nicht anders möglich. Die Zusammenarbeit mit Hilfe von digitalen Kommunikationsplattformen hat klare Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite ist es möglich mit Menschen auf der ganzen Welt zu kommunizieren und auf der anderen Seite birgt die digitale Kommunikation für den ein oder anderen eine gewisse Hemmschwelle. Von digital natives bis komplette Anfänger war alles in der Gruppe vertreten.
Wenn es in Ingolstadt 10 Uhr vormittags war, war es bei Aída in El Salvador 02:00 morgens. Die Teilnehmer*innen gründeten eine WhatsApp Gruppe und bildeten Teams. Falls mal jemand krank war oder kein Internet hatte, konnte er sich bei seinem/r Partner*in darüber informieren, was gemacht wurde.
ChaBé, die in Ingolstadt lebt, war mit einem Künstler aus El Salvador verheiratet, den Aída auch kannte. So wurden gleich wieder (neue) Verbindungen geknüpft.
Die Gruppe bekam auch Zuwachs. Julia, die ebenfalls in Ingolstadt lebt, war im 9. Monat schwanger und bekam im Laufe des Projektes ihr Baby, welches am Schluss mit dabei war. Da sie in der Zeit, als sie noch schwanger war, nicht mehr aus dem Haus ging, spannte sie kurzerhand ihre Mutter für Außenaufnahmen ein.

Zu Beginn stand, nach der Einführung in die Technik (Zoom, Dropbox), die Ensemble Bildung im Mittelpunkt. Die Teilnehmer*innen lernten sich durch verschiedene theaterpädagogische Spiele und Übungen kennen, bauten Vertrauen zueinander auf und Ängste ab. Die Projektleitung förderte die Stärken eines jeden Einzelnen. Die Gruppe erhielt eine spielerische Einführung in die Bereiche: Camera Acting, Sprechtechnik, Drehbuch Entwicklung, Kameraführung, Licht und Schnitt und das alles über Zoom. Dadurch lernten sie ihre eigenen Kurzfilme zu schreiben und zu drehen.
Bei Führungen durch das Stadtmuseum erhielten die Teilnehmer*innen einen Einblick in die Geschichte Ingolstadts. Pro Führung durften auf Grund der damals geltenden Regeln maximal 5 Personen nach vorheriger Anmeldung teilnehmen. Die Führer*innen traten in Dialog mit den Teilnehmer*innen und gingen auf Ihre Interessensschwerpunkte ein. Wer nicht in Ingolstadt lebte und ein Museum in seinem Wohnort besuchen konnte, tat dies auch. Die Ergebnisse flossen in Form von Aufnahmen, Gedichten, Liedern, Texten etc. in die Kurzfilme mit ein.

Bei einem Streifzug durch die Stadt wurden neue Blickwinkel, Lieblingsorte oder geheime Ecken etc. in Ingolstadt/Innsbruck/Kassel/Köln/Sevilla etc. erforscht und mit den anderen filmisch geteilt.
Die Teilnehmer*innen wurden zu Schauspieler*innen, Regisseur*innen, Cutter*innen, Drehbuchautor*innen usw..

Der „Resilienz Workshop“ mit Kunsttherapeutin Ute Dungel stärkte die Gruppengemeinschaft sowie die soziale Eingebundenheit. Die Teilnehmer*innen lernten sich noch besser kennen und teilten ihre Erfahrungen und Geschichten miteinander. Kunst dient als Ventil und Resilienz hilft in Stresssituationen gelassen zu bleiben. Eine ideale Kombination.

Im Laufe der Treffen wurden die Kurzfilm Ideen immer konkreter. Manche arbeiteten in zweier Teams, manche schlossen sich für den Dreh zu einer Gruppe zusammen und manche arbeiteten lieber alleine. Jede/r bekam Feedback zu seiner Arbeit sowohl von der Projektleitung als auch von den anderen in der Gruppe. Am Schluss wurden alle Kurzfilme gemeinsam angeschaut – ja, auch das geht mit Hilfe von YouTube – und besprochen. Den Aufbau der Abschlusspräsentation legte die Gruppe gemeinsam fest. Hier sehen Sie nun die Ergebnisse

Inhaltsangabe Abschlusspräsentation (Auswahl):

1. Teil:

    a. „Mein Ingolstadt und Ich“ - Film von Martin Stoll, Christina Stefan, Monika Theiss, Manuel Theiss, Carline Stefan, Brigitte Renner und pÜNKTcHEN
    b. „Was ist Heimat für mich?“ – Film von Anna Ach, Lied von Thomas Rotter
    c. „HEIMAT.“ – Film von Verena M. mit Lea M. und Lisa, Lied "I still stay" (YouTube), "Nothin Yet" (YouTube, von MicoTha Great)
    d. „HEIMAT – Meine Stadt, Social Media und Ich“ – Film von ChaBé

2. Teil:

    a. „El Salvador“ – Film von Aída Maria Bernal
    b. “Meine Schwangerschaft” – Gedichts Verfilmung von Julia Pfeiffer
    c. Video von Laura Haupenthal

3. Teil:

    a. Film von pÜNKTcHEN und fEE
    b. „My Home – CORONA TIME“ ein Film von Aída María Bernal

Das Projekt fand im Rahmen von gesundmitkunst statt, ein Projekt von STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V., gefördert von der AOK Bayern – Die Gesundheitskasse.

Weiterführende Links:

Logo der AOK Bayern

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