Museumspädagogische Angebote im Stadtmuseum im Kavalier Hepp

Kontakt: museumspaedagogik@ingolstadt.de

Stadtmuseum Ingolstadt als außerschulischer Lernort und Partner

Das Stadtmuseum Ingolstadt begrüßt sehr die stärkere Vernetzung zwischen Schule und außerschulischen Institutionen, wie sie vom Kultusministerium beschlossen wurde.
In der Oberstufe der bayerischen Gymnasien werden ab dem Schuljahr 2009/10 sogenannte P- und W-Seminare (Projekt- und Wissenschafts-Seminare) durchgeführt, die den Schülern mehr Studien- und Berufsorientierung an die Hand geben sollen.
Das Stadtmuseum Ingolstadt bietet als Projekt-Partner für Schulen vielfältige Möglichkeiten einer Kooperation.

Flyer P- und W-Seminare (PDF – 87 KB)

Phantier

Schanzi – ein Projekt der
Kunst- und Kulturgarage für
das Stadtmuseum Ingolstadt

Museumspädagogische Angebote im Stadtmuseum

  1. Das Haus
  2. Das Programm
  3. Die Möglichkeiten
  4. Die Räume
  5. Die Themen
  6. Die Sonderausstellungen
  7. Die Aktionen
  8. Das „Museum im Koffer“
  9. Das Kindermuseum
  10. Der Umfang
  11. Gebühren
  12. Arbeitsblätter für Grund- und Hauptschulen

Weitere Informationen und Downloads

zurück zum Stadtmuseum

Das Haus

Den besten Überblick über die Geschichte der Stadt Ingolstadt und der Region bekommt man im Stadtmuseum Ingolstadt. In über 40 Räumen kann man sich über eine der reichsten archäologischen Fundlandschaften in Deutschland, über die alte Residenz-, Universitäts- und Festungsstadt Ingolstadt und über ihren Weg zur modernen Industriestadt informieren.

Kinderführung im Stadtmuseum

Nach Oben

Das Programm

Das Stadtmuseum Ingolstadt bietet sein museumspädagogisches Programm ganzjährig an. Eingeladen sind vor allem Kinder vom Vorschul- bis zum Teenageralter.

Nach Oben

Die Möglichkeiten

Ausgangspunkt unserer Erlebnisvormittage, Kinderführungen, Kindergeburtstage und Sonderaktionen sind die originalen Ausstellungsstücke in unserem Museum, wie etwa das rätselhafte Bernstein-Collier, die Stadtmodelle Jakob Sandtners, das berühmte Pferd des Schwedenkönigs Gustav Adolf oder die wuchtige Tabakstampfe.

Kinder beim Mosaik-Legen

Nach Oben

Die Räume

Museumspädagogische Räume sind eigens für Kinder zum Basteln, Spielen und Experimentieren eingerichtet.

Nach Oben

Die Themen

Altersgerechte Themenangebote

  • Steinzeit
  • Bronzezeit
  • Zeit der Römer
  • Zeit der Bajuwaren
  • Mittelalter in Ingolstadt: Ritter und Bürger
  • Zeit des 30-jährigen Krieges
  • Handwerk in Ingolstadt
  • Frankenstein
  • Brauchtum durchs Jahr
  • Heilige für Kinder
  • Münzen
  • Kunst der alten Meister
  • Mosaik
  • Zeitgeschichte

Weitere Themen sind nach Absprache möglich.

Nach Oben

Die Sonderausstellungen

Eigene Führungen werden zu den Sonderausstellungen im Stadtmuseum angeboten, auf Wunsch auch mit Bastelprogramm.

Nach Oben

Die Aktionen

Kindergartengruppen und Schulklassen laden wir zu besonderen Themen immer wieder zu Sonderaktionen ein. Dabei kann zum Beispiel der Alltag im antiken Rom oder die Arbeit in der Weihnachtsbäckerei erlebt werden.

Nach Oben

Das „Museum im Koffer“

Für unsere jüngsten Freunde kommt das „Museum im Koffer“ in den Kindergarten, zur Kindergruppe oder in die Schule.

Nach Oben

Das Kindermuseum

„Du darfst alles anfassen“ heißt es im Spielzeug- und Kindermuseum. Bei offenen Vitrinen lässt sich viel besser „begreifen“, wie die Kinder früher spielten und lebten. Vom mittelalterlichen Tonpüppchen bis zum Gameboy ist alles da. Dazu werden regelmäßig Treffen für Jung und Alt in lockerer Runde angeboten wie z. B. beim Spiele-Nachmittag.

Nach Oben

Der Umfang

  • Kinderführungen ca. 1 Stunde
  • Kinderführung mit Basteln ca. 1½ bis 2 Stunden
  • Kindergeburtstag ca. 2 Stunden
  • Museum im Koffer ca. 1 Stunde

Sonderaktionen mit individueller Dauer nach Absprache möglich.

Nach Oben

Gebühren

Der Eintritt für Kinder bis 16 Jahre ist frei.
LehrerInnen und ErzieherInnen haben als Begleitpersonen und bei einem vorbereitenden Besuch freien Eintritt.

Kinderführungen
Dauer ca. 1 Stunde
1,50 Euro pro Kind
Kinderführung mit Bastelprogramm
Dauer ca. 1,5 bis 2 Stunden
3,– Euro pro Kind
Kindergeburtstag
Dauer ca. 2 Stunden
70,– Euro
Museum im Koffer
Dauer ca. 1 Stunde
1,50 Euro pro Kind

Je nach Dauer und Zusammenstellung verschiedener Programmpunkte können sich auch abweichende Gebühren ergeben. Mindestgebühr 15,–/30,– Euro.

Führungen (mit und ohne Bastelteil), Kindergeburtstage und „Museum im Koffer“ nur nach Voranmeldung unter 0841 305-1885.

Termine für Erlebnisvormittage, Sonderaktionen und Treff im Spielzeug- und Kindermuseum sind den Programmen, dem Internet oder der Tagespresse zu entnehmen.

Nach Oben

Arbeitsblätter für Grund- und Hauptschulen zum Stadtmuseum Ingolstadt

Museumspädagogische Arbeit mit Kindern: Archäologische Ausgrabung

  1. Geologie
  2. Steinzeit (bis ca. 2200 v. Chr.)
  3. Bronzezeit (bis ca. 800 v. Chr.)
  4. Ältere Eisenzeit (bis ca. 450 v. Chr.)
  5. Jüngere Eisenzeit (bis 12  v. Chr.)
  6. „Keltenstadt“ Manching
  7. Römer an der Donau (bis ca. 400 n. Chr.)
  8. Die ersten Bayern
  9. Die Stadtmauer
  10. Das Herzogtum
  11. Die Universität
  12. Der 30-jährige Krieg

zurück zum Stadtmuseum

1. Geologie

Die Stadt Ingolstadt befindet sich inmitten einer Beckenlandschaft, die durch den Donaustrom und die ihn umgebenden Auen geprägt ist. Im Norden markieren die Fränkische Alb, im Süden das Terziärhügelland die Ränder des Beckens. Im Osten und Westen wird es durch die „Donaudurchbrüche“ bei Neuburg und Weltenburg begrenzt. Mit dieser Landschaft befaßt sich die archäologische Abteilung des Museums, während sich die übrigen Abteilungen stärker auf die Stadt Ingolstadt konzentrieren.
Anhand des Schichtenmodells in Raum 1 soll ein Überblick über diese Landschaft und die obertägig sichtbaren archäologischen Denkmäler ermöglicht werden.
Seine besondere Bedeutung erhält das Ingolstädter Becken einerseits durch die fruchtbaren Böden und die günstigen Wasserverhältnisse. Besonders wichtig ist andererseits die Tatsache, daß sich hier zwei Verkehrswege von europäischem Rang kreuzen: die Donau und eine Nordsüdstraße, die heute noch durch die Autobahn markiert wird.

Nach Oben

2. Steinzeit (bis ca. 2200 v. Chr.)

Während der Alt- und Mittelsteinzeit lebte der Mensch als Jäger und Sammler ohne Ortsbindung in Lagerplätzen, bisweilen auch in Höhlen. Seine Gebrauchsgegenstände wie Werkzeuge und Geräte, Kleidung etc. stellte er aus Stein, Knochen, Holz, Tierfellen etc. her. Vor allem die Steinwerkzeuge blieben über die Jahrtausende erhalten, wodurch die Epoche ihren Namen bekam.
Seit der Jungsteinzeit lebt der Mensch als Bauer in Siedlungen mit festen Gebäuden. Er betrieb Ackerbau und Viehzucht. Als ersten „Kunststoff“ produziert er Keramik. Damals begann der Mensch, die Natur nach seinen Vorstellungen zu formen.
Die jungsteinzeitliche Lebensweise, die sich so grundlegend von der der Alt- und Mittelsteinzeit unterscheidet, wird im zweiten Raum besonders augenfällig.

Nach Oben

3. Bronzezeit (bis ca. 800 v. Chr.)

Das Metall als neuer Werkstoff bewirkte einen tiefgreifenden Wandel im Leben der Menschen. Kupfer und Zinn mußten in unsere Gegend importiert werden. Die eigenen Rohstoffe in der Umgebung reichten nicht mehr aus. Handelswege zu den Abbaugebieten von Kupfer und Zinn entstanden. Verschiedene Berufe bildeten sich zunehmend heraus: Bergleute, Händler, Fuhrleute, Metallhandwerker etc.. Durch das Metall kam es zu einer stärkeren Ausdifferenzierung der Gesellschaft. Ausgedehnte Befestigungsanlagen aus dieser Epoche und mit großem Geschick hergestellte Waffen,
z. B. Schwerter, weisen darauf hin, daß es zu Aggressionen und Krieg, sicher auch im Zusammenhang mit dem Metall kam. In einer Vitrine sind Dinge des häuslichen Alltagslebens ausgestellt, die sich über Jahrtausende kaum verändert haben: Mahlsteine für Getreide, Tongewichte für Webstühle, Spinnwirtel etc..

Nach Oben

4. Ältere Eisenzeit (bis ca. 450 v. Chr.)

In dieser Epoche kennen wir erstmals den Namen des Volkes, das damals in unserem Gebiet wohnte. Es sind die Kelten. Die beeindruckendsten Hinterlassenschaften der Älteren Eisenzeit in der Umgebung von Ingolstadt sind die Grabhügelfelder, z. B. im Gerolfinger Eichenwald oder im Köschinger Forst. Ein besonders interessantes Fundstück ist ein Menhir, der wohl ursprünglich auf einem Grabhügel bei Mailing stand und eventuell den Bestatteten symbolisierte. Mit dem Hinkelstein von Obelix verbindet ihn nur die Form. In der Älteren Eisenzeit wurden den Toten zahlreiche Gegenstände ins Grab mitgegeben. Große Vorratsgefäße und Speisegeschirr sind auch im Museum zu sehen. Offensichtlich glaubten die Kelten, daß ihre Toten im Jenseits weiterlebten, selbst aßen und tranken und auch als Gastgeber auftraten, wie sie es im Diesseits getan hatten.

Nach Oben

5. Jüngere Eisenzeit (bis 12 v. Chr.)

Diese Epoche ist uns durch die historische Überlieferung schon recht gut bekannt. Viele Dinge, die für uns heute selbstverständlich sind, wurden damals in unserem Raum eingeführt. Von großer Bedeutung ist die erstmalige Verwendung von Geld, auch wenn die Naturalwirtschaft noch weit verbreitet war. Antike Schriftsteller schildern uns die Kelten als Männer mit Schnauzbärten und bunten Gewändern. so daß der Eindruck aus den Asterixheften nicht ganz falsch ist. Die Frauen trugen prächtigen Schmuck, wobei die gläsernen Armringe und die kunstvollen Gürtelketten besonders bemerkenswert sind.

Nach Oben

6. „Keltenstadt“ Manching

Die „Keltenstadt“ Manching verdankt ihre Entstehung wohl, wie später auch Ingolstadt, seiner verkehrsgünstigen Lage an einem Kreuzungspunkt an der Donau. Viele Dinge, die zu einer Stadt gehören, waren in dieser Großsiedlung vorhanden: eine gewaltige Befestigungsmauer und dicht besiedelte Bereiche mit Handwerkervierteln, Münzstätten und Kultbauten. Die Verwendung von Schrift hingegen, eines der Merkmale einer Hochkultur, ist bei den Kelten nur sehr selten anzutreffen. Bis auf die Wehrmauer bestand die gesamte Siedlung aus Holzbauten. Eine der wenigen Ausnahmen ist ein gemauerter Schacht, der en bloc ins Museum überführt worden war. Die Steine liegen noch so, wie sie die Kelten vor über 2000 Jahren verbaut hatten.
Zahlreiche Gerätschaften illustrieren Leben und Arbeit in der „Keltenstadt“. Einige haben ihre Form bis heute kaum verändert.

Nach Oben

7. Römer an der Donau (bis ca. 400 n. Chr.)

Ob die Römer das Gebiet um Ingolstadt erobern mußten, oder ob das Land kaum bevölkert war und dementsprechend nur neu besiedelt wurde, ist noch nicht ganz geklärt. Die Anlage mehrerer Kastelle im Raum Ingolstadt könnte jedoch für ein gewisses Schutzbedürfnis sprechen. Ein gut erforschtes Beispiel ist das Kastell bei Oberstimm. Es entstand in recht früher Zeit, als die Donau noch Reichsgrenze war. Später überschritten die Römer die Donau und gründeten Kastelle wie Kösching oder Pförring. Kastelle sind umwehrte Truppenlager, in deren Zentrum sich das Stabsgebäude mit der Truppenkasse und das Haus des Kommandanten befanden. Die Soldaten wohnten in Baracken um diese Kerngebäude. Die Truppen waren in vieler Hinsicht in der Lage, sich selbst zu versorgen. Das zeigen vor allem die Werkstätten und das Krankenhaus. Über das ganze Donautal um Ingolstadt waren römische Gutshöfe verstreut. Ein besonders prunkvoller Bau wurde bei Westerhofen gefunden. Sein Mosaikfußboden befindet sich heute in der Prähistorischen Staatssammlung in München. Einzelne Motive aus dem Mosaik sollen einen Eindruck von der Pracht der Anlage vermitteln.

Nach Oben

8. Die ersten Bayern

Bayern ist eines der ältesten Staatsgebilde Europas. Der Raum Ingolstadt spielte darin von Anfang an eine bedeutende Rolle. Besonders die Gräber der Bajuwaren mit ihren zahlreichen Beigaben geben uns einen Eindruck vom damaligen Leben. Die Männer behielten auch im Tode ihre Waffen. Besonders die Waffengürtel waren reich mit Silber verziert. Im Museum finden sich zahlreiche Beispiele dafür. Vom aufwendigen Schmuck der Frauen wurde bei uns leider nur vergleichsweise wenig gefunden. Im Früh- und Hochmittelalter war im Raum Ingolstadt offenbar die Verhüttung von Eisen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Schlackestücke und Fragmente von Ofendüsen , wie sie ebenfalls ausgestellt sind, weisen darauf hin. Ein zentraler Ort scheint sich im Ingolstädter Becken erst sehr spät entwickelt zu haben.

Nach Oben

9. Die Stadtmauer

Mit der Gründung der Stadt Ingolstadt in der Mitte des 13. Jahrhunderts erhielt das Ingolstädter Becken erstmals seit keltischer Zeit wieder ein klares Zentrum. Die Siedlung Ingolstadt wird zwar schon 806 erwähnt und ist damals offenbar schon sehr bedeutend. Über ihr Aussehen ist jedoch kaum etwas bekannt. Einen hervorragenden Eindruck vom spätmittelalterlichen Ingolstadt vermitteln die Modelle des Schreinermeisters Jakob Sandtner. Das große Sandtnermodell Ingolstadts steht im Bayerischen Nationalmuseum in München, in Ingolstadt befindet sich nur ein Nachbau. Das kleine Stadtmodell ist jedoch ein Original. Im kleinen Sandtnermodell kann man noch die vier Türme der ältesten Stadtmauer entdecken. Der Straßenverlauf zeigt, daß es sich um eine planmäßig angelegte Stadt mit etwa rechteckigem Grundriß gehandelt hat. Die älteste Stadtmauer ist heute aus dem Stadtbild verschwunden. Die Modelle zeigen den zweiten Mauerring, vor dem die Befestigungen der frühen Neuzeit mit einem zusätzlichen Wall mit vorgelagertem Wassergraben und einer Reihe von Bollwerken zu erkennen sind.

Nach Oben

10. Das Herzogtum

Da die Wittelsbacher Bayern wie ihr Privateigentum untereinander aufteilten, wurde Ingolstadt 1392 Haupt- und Residenzstadt eines Herzogtums, das sich im Süden bis nach Tirol erstreckte. Es umfaßte jedoch kein geschlossenes Gebiet, sondern war in mehrere Teile zerrissen. Die Stadt Ingolstadt verdankt dieser Zeit ihre beeindruckendsten Gebäude: das Münster als zweite Pfarrkirche neben St. Moritz und als Grablege der Wittelsbacher, das Neue Schloß, das den Herzogskasten ablöste, und das Pfründnerhaus. Die heute noch stehende Stadtmauer wurde in dieser Zeit vollendet.
Der berühmteste der Ingolstädter Herzöge, Ludwig der Gebartete, versuchte, durch fromme Stiftungen sein Seelenheil zu sichern. Das Pfründnerhaus beherbergte arme Menschen, die als Gegenleistung für den Herzog beteten.

Nach Oben

11. Die Universität

Das Pfründnerhaus wurde 1472 Sitz der bayerischen Landesuniversität. In der Zeit der Reformation wurde sie durch Dr. Eck, den großen Gegenspieler Martin Luthers, eine Hochburg der alten Lehre. Der Stuhl des Professor ist heute nur noch als Nachbau im Museum zu sehen. Astronomie, Mathematik und Geographie waren weitere Schwerpunkte der Universitätsforschungen. Die erste, auf exakten Messungen beruhende Landkarte wurde 1568 für Bayern in Ingolstadt von Philipp Apian hergestellt. Auch der berühmte Botaniker Leonhard Fuchs lehrte an unserer Universität.
Neben dem Hauptgebäude gehörten noch zahlreiche weitere Gebäude zur Universität: das Münster als Universitätskirche, das Georgianum, die Anatomie etc…

Nach Oben

12. Der 30-jährige Krieg

Im Jahr 1618 brach im Deutschen Reich ein Krieg aus, der dreißig Jahre dauern sollte. Es war ein Bruderkrieg und ein Religionskrieg, der sich verheerend auf die Bevölkerung auswirkte. Ganze Landstriche wurden verwüstet, die Bevölkerung getötet und vertrieben. Die Fürsten und Könige kämpften um die Macht mit Hilfe von angeworbenen Söldnern, die durch Plünderungen das Land noch mehr drangsalierten. Gustav Adolf, der schwedische König, mischte sich ins Kriegsgeschehen ein und zog durch das Deutsche Reich. Vor der Stadt Rain traf er auf die Truppen des bayerischen Herzogs unter ihrem Feldherrn Tilly. Als dieser schwer verwundet wurde, zog er sich nach Ingolstadt in die Festung zurück. Die Stadt war damals zur stärksten Festung in Bayern ausgebaut gewesen, so daß der Schwedenkönig nach wenigen Tagen die Belagerung der Stadt aufgeben mußte. Während dieser Zeit wurde ihm das Pferd unter seinem Hinterteil weggeschossen.
Bayern stand ihm zwar danach noch offen. An Ingolstadt war der „Löwe aus Mitternacht“ jedoch gescheitert - eine wichtige moralische Stärkung der katholischen Sache. Im Museum erzählen vor allem der Schimmel Gustav Adolfs und einige Waffen und Ausrüstungsgegenstände eindrucksvoll von diesen schweren Zeiten.

Nach Oben