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Texte im Stadtmuseum Ingolstadt - Raum 2
Siedlungsfunde, Keramikstile der Jungsteinzeit

 
Bei der für Nahrungsmittelproduktion nötigen Vorratshaltung kommt dem Tongeschirr hohe Bedeutung zu. Grobkeramik, Wirtschaftsgeschirr gröberer Machart und größerer Abmessungen ist daher bezeichnend für die Siedlungsplätze. Daneben erscheint aber von Anfang an Feinkeramik mit oft reicher Verzierung in großer Variation.
Die Dynamik des Neolithikums, der Ablauf der einzelnen Kulturphasen und der Vorgang ihrer Differenzierung lassen sich überhaupt am besten an den Keramikstilen darstellen.
Stadtmuseum Ingolstadt. Foto: Kurt Scheuerer
Die Exponate sind dabei von links nach rechts zu betrachten:
  • Für die Kultur mit Linearbandkeramik des Altneolithikums stehen so Rundbodengefäße aus dem Beginn dieser Phase von insgesamt einheitlichem Gepräge, -
  • Dann folgen Gefäße von Regionalgruppen des Mittelneolithikums von Stichbandkeramik und Münchshöfener Ware, deren Musterung an textile Ornamentstrukturen erinnert.
    Neben Rundbodenbildung gibt es jetzt Gefäßformen mit Standringen und Flachböden, -
  • Schließlich kommen Belege des Jung- und Endneolithikums und zwar der Altheimer Gruppe der Trichterbecherkultur sowie der der späten Regionalgruppe Goldberg III/Cham.
    Da werden u.a. glattwandige, weitgehenkelte Krugformen von metallischer Prägnanz eingeführt, künstliche Wandrauhung und andere plastische Gefäßbetonung als Stilmittel eingesetzt.

Dr. Rudolf Albert Maier, Tafeltext im Stadtmuseum Ingolstadt
Fotos: Kurt Scheuerer


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