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Maximilian I. von Bayern - 1573-1651
Die beiden Ehefrauen

Lothringen und Österreich - Die beiden Ehefrauen

 

Elisabeth Renata von Lothringen
(1574-1635)

Maximilian und Eisabeth
Am 6. Februar 1595 heiratete Maximilian in Nancy die Tochter Herzog Karls II. von Lothringen, seine um ein Jahr jüngere Cousine.
Die Quellen heben ihre fromme, bescheidene, geradezu asketische Lebensweise sowie ihr Engagement für Arme und Sterbende besonders hervor.
Strahlte sie in ihrer Jugend Heiterkeit und Liebenswürdigkeit aus, scheinen mit fortschreitendem Alter Schwermut und Resignation von ihrem Wesen Besitz ergriffen zu haben. Eine Ursache dafür ist in der Kinderlosigkeit der ansonsten sehr harmonisch verlaufenden Ehe zu sehen.
Verbindendes Band der beiden Eheleute war ihre tiefe Frömmigkeit. Mit ihren Gebetsübungen und der wöchentlichen Beichte stand Elisabeth Maximilian in nichts nach.
Politischen Einfluß hatte ihr der Kurfürst nicht eingeräumt.
Am 4. Januar 1635 starb sie nach längerer Krankheit im Kloster Ranshofen bei Braunau, wohin der bayerische Herrscher mit seiner Gemahlin infolge der Pestgefahr Ende Oktober 1634 geflohen war.

 

Eisabeth, Maria Anna

 

Maria Anna von Österreich
(1610-1665)

Nur wenige Monate nach dem Tod Elisabeth Renatas heiratete Maximilian Mitte Juli 1635 in Wien seine erst 25 Jahre alte Nichte, die Tochter Kaiser Ferdinands II. und seiner gleichnamigen Schwester. Hauptmotiv für diese schnelle Wiederverheiratung waren weniger politische Gründe als vielmehr die Hoffnung, doch noch einen Erbprinzen zu erhalten.
Die Habsburgerin wird allgemein als klug, umsichtig, tatkräftig, streng, sparsam und in Fragen der Wirtschaft erfahren charakterisiert.
Im Gegensatz zur ersten Ehefrau des Kurfürsten war Maria Anna an politischen Dingen sehr interessiert und über die Vorgänge gut unterrichtet. Dabei war sie keineswegs habsburghörig, sondern vertrat durchaus den bayerischen Standpunkt.
Zudem unterhielt sie einen regen Meinungsaustausch mit hohen Beamten des Münchner Hofes und nahm an Sitzungen des Geheimen Rates teil.
Nach dem Tod Maximilians übernahm sie die Vormundschaft für den ältesten Sohn.
Am 25. September 1665 verstarb die Kurfürstin-Witwe 55jährig in München.

Text: Genoveva Rausch, 2001
Maximilian I. von Bayern - 1573-1651 - Fürst der Zeitenwende
Ausstellung im Stadtmuseum Ingolstadt



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