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Münzkabinett im Stadtmuseum
Franz Streber: Regenbogen-Schüsselchen

 
Üeber die
sogenannten
 
Regenbogen-Schüsselchen.
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Erste Abtheilung.
Von der Heimath und dem Alter
der sogenannten Regenbogen-Schüsselchen
 
von
Franz Streber.
 
Mit 9 Tafeln Abbildungen.
 
 
München 1860.
Verlag der k. Akademie


Streber untersucht in der Ersten Abtheilung "Von der Heimath und dem Alter", München 1860, anhand von literarischen Quellen, welche Völker in welcher Zeit die im heutigen Süddeutschland aufgefundenen Regenbogenschüsselchen geprägt haben könnten. Er stellt fest, dass es sich um keltische Völker gehandelt haben muss. Dabei gibt er die schriftlichen Quellen zu den Stämmen der Vindeliker, Tektosagen, Helvetier und Bojen an. (S. 53 bis 96.)
Das Alter der Münzen versucht er sowohl aus den schriftlichen Aufzeichnungen als auch aus der Beschaffenheit der Münzen selbst näher zu bestimmen. (S. 96-110.).

In der Zweiten Abtheilung "Beschreibung der s. g. Regenbogen-Schüsselchen", München 1862, gibt Streber jeweils einen Erklärungsversuch ihrer Typen, die er in sieben Gruppen unterteilt und diese genau entsprechend der Tafelabbildungen aufführt. (S. 21-159.)
(Die Statere der Gruppen eins bis sechs werden heute den Vindelikern, die Muschelstatere der siebten Gruppe den Boiern zugeordnet.)

Vom Gewicht her ordnet er die Statere in drei Gruppen. (S. 159-168.)
Für die Mehrzahl der Stücke ermittelt er ein Durchschnittsgewicht von 7,514 Gramm (mit einer Streuung von 7,57 bis 7,47 g).
Schwerer sind die Nummern 16 bis 18 und 90 bis 101 mit 7,59 bis 7,73 und die Viertelstatere 1,8 bis 1,9 Gramm.
Als leichter gibt er besonders die Nummer 84 mit 7,04 g und lediglich 12karätig an (heute den Rheingermanen im Frankfurter Raum zugeordnet).

Kurt Scheuerer


Siehe auch:
  • Die Bildtafeln dieses Werkes
  • Zu den Kreuzmünzen der Tectosagen
  • Numismatik - Antike, Bayern (Link)
  • Der keltische Goldschatz von Manching (Link)

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