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Ausstellung 2018:
Mary Shelleys Frankenstein Kreatur - zurück in Ingolstadt
Frankenstein - Zwei Editionen

 
Frankenstein
Zwei Editionen

Mary Shelley publiziert im Jahr 1818 zunächst anonym ihr Manuskript, das sie 1816 begonnen hatte. Percy Bysshe Shelley schreibt das Vorwort, das sich mit dem Gedanken einer neuen Rasse (species) beschäftigt.

Lord Byron und sein Verleger weigern sich, das Werk zu veröffentlichen. Stattdessen erscheint es bei Lackington in dem damals üblichen Format einzelner Bände. Dieser Verleger hat sich auf ein modernes Antiquariat spezialisiert und auch – gegen Vorkasse – auf phantastische Geschichten. In einer zweiten Ausgabe wird das Thema unter dem Titel „Presumption or the Fate of Frankenstein“ 1823 für die Bühne adaptiert und zu einem großen Erfolg. Knapp zehn Jahre später kommt die bis heute populäre Fassung auf den Markt, die Mary Shelley weitgehend überarbeitet und dem viktorianischen Zeitgeschmack angepasst hat.

Mary Wollstonecraft Shelley publiziert unter ihrem Namen und verfasst eine ausführliche Beschreibung über die Entstehung des Romans. Sie nimmt den radikalen Ansatz des ersten Vorwortes zurück und legt den Schwerpunkt auf die Experimente Galvanis und Aldinis. Zwischen der Fassung des Jahres 1818 und der des Jahres 1831 liegen gesellschaftliche Welten: Das Leben Mary Shelleys wandelt sich von der jungen Geliebten eines adeligen Enfant terrible zur Gattin, dann Witwe des Baronet Shelley.
 

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