5. Wie zuverlässig sind diese Kostenangaben?
Große Bauprojekte werden schrittweise geplant, nach den Leistungsphasen der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure). Die aktuelle Zahl von 180 Millionen Euro ist eine Kostenschätzung auf Basis der Vorplanung (Leistungsphase 2). Sie beruht auf Flächenmodellen, Erfahrungswerten, ersten Plänen und angenommenen Baukosten. Da die Bauleistungen zu einem späteren Zeitpunkt erbracht werden, wurde dies indiziert, um die zu erwartenden Baupreissteigerungen abzubilden (21,5 Millionen Euro).
Da zum Ende der Leistungsphase 2 noch Informationen fehlen und weitere Untersuchungen nötig sind, wurde ein Risikobudget in Höhe von 40 Millionen Euro gebildet. Dieses gilt es in den folgenden Leistungsphasen zu bewerten und zu reduzieren.
Die in der Beschlussvorlage aufgezeigten Kosten zeigen einen realistischen Kostenrahmen für die notwendige Sanierung inklusive Nebenkosten.
Bitte beachten Sie: Hierbei sind noch keine Fördermittel berücksichtigt.
Mit der nächsten Stufe, der Entwurfs- und Genehmigungsplanung (Leistungsphasen 3 und 4), wird das Projekt deutlich konkreter: Räume, Funktionen, Materialien, Technik, Energiebedarf und Bauabläufe werden genau durchgeplant. Daraus entsteht eine belastbare Kostenberechnung, die Grundlage für den Förderantrag und einen endgültigen Beschluss des Stadtrats ist.
Erst dann wird verbindlich entschieden, ob und wie saniert wird. Das ist ein üblicher und bewährter Prozess bei öffentlichen Großvorhaben – damit verantwortungsvoll und auf belastbarer Grundlage über hohe Investitionen entschieden werden kann.
