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BUNT, BUNTER, BLUMENWIESEN

Schnöde Rasenflächen und kilometerweite Schotter-Straßensäume waren gestern. Heute sind in Ingolstadt blühende Wiesen angesagt!

Gründe dafür gibt es zahlreiche:

  • Wiesen sind wunderschön anzuschauen und bringen einen herrlichen Duft mit sich.
  • Sie erhöhen die Biodiversität und sind ökologisch besonders wertvoll, weil sie von der ersten Blüte im zeitigen Frühjahr bis zur Fruchtreife im Herbst nicht nur das Nahrungsangebot für Insekten, Kleinsäuger oder Vögel erhöhen, sondern z.B. auch als Nistmaterial und Unterschlupf dienen.
  • Sie erleichtern dank der höchstens zwei Mal im Jahr notwendigen Mahd die Pflege und  tragen damit einer Senkung der kommunalen Unterhaltskosten Rechnung.
  • Wiesen bereichern zudem durch unterschiedliche Farbzusammenstellungen oder Höhenstrukturen auch das gärtnerische Gestaltungsspektrum der öffentlichen Grünflächen.     

Bei der Anlage neuer Wiesenflächen finden in Ingolstadt je nach Standortbedingungen, gestalterischen Vorgaben in Parks bzw. Sicherheitsvorschriften im Straßenraum verschiedene Ansaatmischungen Verwendung. Von mageren Kräuterrasen oder Feldsäumen bis hin zu üppigen Feuchtwiesen und Pflückmischungen, mit denen sich die Bürgerinnen und Bürger die Blütenvielfalt sogar ins Wohnzimmer holen können. Wichtig ist dem Gartenamt dabei nur, dass regionales Saatgut, also heimische Pflanzenarten, ausgebracht werden und dass sich die mehrjährigen Mischungen für mindestens drei bis fünf Jahre weiterentwickeln lassen.  
Bestehende Wiesen werden zur Erhöhung der Artenvielfalt mitunter durch Abmagerung (Abfahren des Schnittguts) über einen Zeitraum von mehreren Jahren extensiviert; in der Hoffnung, dass sich die bereits vorhandenen Wildblumen langfristig etablieren.     

Das 2016 mit einzelnen Testflächen zaghaft gestartete Pilotprojekt hat sich mittlerweile zu einem über 50 Hektar großen Blütenmeer im gesamten Stadtgebiet entwickelt. Und was uns besonders freut: Die Stadt geht nicht mehr nur als Vorbild für unsere Bürgerinnen und Bürger voran. Viele Gartenbesitzer und Landwirte ziehen mit und legen auf privatem Grund zusätzliche Wiesen an.

Also seien Sie kein Unkraut, machen Sie mit!