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Beobachtung von Entwicklungsverläufen und deren Dokumentation

„Wenn man Erziehung als ein permanentes Wechselspiel von Gedanken, Praxis, Reflexion der Handlungen, neuen Erkenntnissen, einem Wechsel der Perspektive und veränderter Praxis ansieht, kommt man konsequenterweise zur Methode der Dokumentation.“

(Carla Rinaldi)

Wir unterstützen die Kinder in ihren Bildungsprozessen und möchten ihnen geben, was sie hierzu benötigen. Grundlage dafür ist es, dass wir die Kinder wirklich kennen lernen, dass wir ein starkes Interesse daran haben, was sie gerade bewegt und was sie tun. Um die Bedürfnisse der Kinder zu sehen, ist Beobachtung unerlässlich.

Beobachten wollen wir nach Möglichkeit in der natürlichen Lebenswelt des Kindes und nicht in einer künstlichen Testsituation. Im offenen Haus erlebt jede Kollegin alle Kinder in den einzelnen Bereichen. Dies erleichtert eine differenzierte Wahrnehmung der Kinder, da aus vielen Blickwinkeln beobachtet wird.

Unsere Beobachtungen werden nach einem im Haus allgemeingültigen System schriftlich fixiert und in Entwicklungsbögen übertragen. Diese dienen als Grundlage für unsere regelmäßigen Entwicklungsgespräche mit den Erziehungsberechtigten. Einzelne Fallbesprechungen helfen das Bild einer Entwicklungsgeschichte abzurunden.

Für jedes Kind haben wir ein Portfolio angelegt, welches die individuellen Entwicklungsverläufe festhält. Portfolios ergänzen unsere Beobachtungsverfahren. Arbeiten der Kinder, Fotos, Kommentare der Kinder, , besondere Ereignisse zeigen die Entwicklung des Kindes auf. Die Portfolios werden jederzeit für die Kinder zugänglich aufbewahrt. Das Kind kann verfolgen, welche Fortschritte es in seiner Kindergartenzeit macht. Dies ermöglicht eine bessere Selbsteinschätzung und unterstützt ein positives Selbstbild.

Das Fachwissen um kindliche Entwicklung ist Grundlage unserer Beobachtungen.

Die individuelle Entwicklung der Kinder steht jedoch im Vordergrund. Wir unterstützen das Kind in den Bereichen, in welchen es noch mehr Zeit für seine Entwicklung benötigt. Bei Bedarf leiten wir in Kooperation mit den Eltern notwendige Fördermaßnahmen ein.

Im Beratungsgespräch empfehlen wir im Einzelfall auch notwendige Optimierungsmaßnahmen einzuleiten und vermitteln Eltern an Fachdienste und andere Institutionen, mit welchen wir kooperieren:

  • Jugendamt
  • Mobiler heilpädagogischer Fachdienst
  • Erziehungsberatungsstelle
  • Sprachheilschule/Logopäden
  • Gesundheitsamt
  • Ergotherapeuten
  • Psychologen
  • Heilpädagogische Tagesstätten
  • Schulkindergarten