Beobachtung von Entwicklungsverläufen und deren Dokumentation
Ab dem ersten Kindergartentag werden die Kinder regelmäßig beobachtet.
Die Beobachtungen werden durch Beobachtungsbögen dokumentiert. Wir führen folgende Beobachtungsbögen: SISMIK, SELDAK und KOMPIK.
SISMIK - Beobachtungsbogen (für Kinder nichtdeutschsprachiger Herkunft) wird bis Dezember mit den Kindern durchgeführt, die im übernächsten Jahr im September Vorschulkinder sind. Der Bogen stellt den Sprachstand der Kinder fest und zeigt auf, ob eine Vorkurs-Deutsch-Empfehlung besteht.
SELDAK – Beobachtungsbogen für Kinder, die von Geburt an mit Deutsch als Erstsprache (Muttersprache) aufwachsen. Mit dem Bogen wird die Sprachentwicklung der Kinder von ca. 4 Jahren bis zum Schuleintritt gezielt beobachtet und begleitet.
KOMPIK – Beobachtungsbogen für Kinder ab 3,5 Jahren bis zum Schuleintritt, der die sozial-emotionale Entwicklung begleitet und unterstützt.
Alle Beobachtungsbögen sind Bestandteile für die Entwicklungsgespräche mit den jeweiligen Eltern. Die Eltern haben das Recht auf zwei Elterngespräche im Jahr.
Die Beobachtungsbögen werden in einer Akte für das Kind angelegt.
Von jedem Elterngespräch wird ein Gesprächsprotokoll geführt, in dem Inhalte und Vereinbarungen festgehalten werden. Dieses unterschreiben Erzieherin und Eltern. Ein Exemplar bekommen die Eltern und eins verbleibt in der Kinderakte.
Jedes Kind hat seinen eigenen, unverwechselbaren Weg seiner Entwicklung und des Lernens. Wir sehen es als wichtige Aufgabe gemeinsam mit Kindern die individuelle Entwicklung und Lernwege zu dokumentieren. Das eigene Portfolio steht dem Kind während des Kindergartenalltages zur Verfügung. Selbstständig oder mit Hilfe der Erwachsenen, kann es daran arbeiten, es verändern oder vervollständigen. Bei Elterngesprächen wird in Absprache mit den Kindern das Portfolio verwendet. Die Lernschritte und Lernerfolge der Kinder werden mit den Eltern besprochen.
Im letzten Jahr vor der Einschulung übertragen wir den Kindern entwicklungsgemäß mehr Verantwortung. Neben den schulnahen Kompetenzen, legen wir großen Wert auf die soziale und emotionale Reife. Zusammen mit den Werken und Arbeiten der Kinder ergibt sich ein umfassendes und aussagekräftiges Bild von der Entwicklung und vom Lernen des Kindes. Wir können so relativ schnell auf besondere Situationen in der Gruppe reagieren und passende Unterstützung für einzelne Kinder anbieten. Mit schriftlichem Einverständnis der Eltern, kann bei Bedarf mit den erforderlichen Fachdiensten Kontakt aufgenommen werden.
Wir arbeiten mit dem Gesundheitsamt, dem Allgemeinen Sozialdienst, der Erziehungsberatungsstelle, dem Sprachheilkindergarten oder der Sprachheilschule, Ergotherapeuten und Logopäden zusammen. In gemeinsamen Gesprächen (Fachdienst, Eltern, Kindergarten) wird beraten, welche Unterstützung oder Förderung das Kind benötigt.
