Beteiligung der Kinder
Wir sind ein Offenes Haus und ein starkes Gemeinschaftsgefühl ist uns wichtig. Die Beteiligung der Kinder im Alltag stärkt dieses Gemeinschaftsgefühl und steigert die Verantwortungsübernahme jedes Einzelnen. Wir binden die Kinder in Entscheidungsprozesse ein, ohne sie zu überfordern, d.h. wir lassen sie dort entscheiden, wo sie auf Grund ihres Wissens und ihrer Entwicklung fähig sind, Entscheidungen zu treffen. Kinder sollen lernen, dass wir in einer Demokratie leben und Entscheidungen durch gemeinschaftliche Konsensfindung und Abstimmungsverfahren ermöglicht werden. Regelmäßige Kinderkonferenzen sind ein geeignetes Gremium hierfür. Hier lernen sie, Vorschläge und Gesprächsbeiträge einzubringen. Sie lernen unterschiedliche Abstimmungsverfahren kennen und üben demokratische Verhaltensweisen. Hierzu gehört auch, Standpunkte anderer abzuwägen und gegebenenfalls zu akzeptieren. Die Kinder werden erkennen, dass sie manchmal zum Wohle der Gemeinschaft auf eigene Vorstellungen verzichten müssen.
Wir beteiligen unsere Kinder in allen Fragen, die unser Haus und das Zusammenleben betreffen. So finden die Ideen und Wünsche der Kinder zur Gestaltung der Lernangebote ebenso Platz, wie die Gestaltung der Räume und die Auswahl des Spielmaterials. Unsere Kinder wachsen in einer demokratischen Gesellschaft auf, darauf wollen wir sie gut vorbereiten. Sie sollen sich engagieren, für die Gemeinschaft einsetzen, eigene Meinungen vertreten und auch überprüfen lernen. Projektarbeit lebt vom Engagement der Beteiligten.
Je intensiver die Beteiligung, desto lebendiger das Projekt. Der demokratische Gedanke erfährt in der Projektarbeit einen hohen Stellenwert. Gemeinsam muss geplant, diskutiert, erforscht, gearbeitet und wenn nötig verändert werden. Hierzu bedarf es guter Absprachen und der Fähigkeit zur Konsensbildung. Der gemeinsame Abschluss eines Projektes wirkt verbindend und soll den Erfolg der Gruppe unterstreichen.
