Eingewöhnung - erster pädagogischer Schwerpunkt in der Krippe
Der Übergang von zu Hause in die Krippe bedeutet für das Kind eine neue Herausforderung. Das Kind erlebt die erste, längere Trennungsphase. Das Kind hat in dieser Zeit einiges zu bewältigen. Es muss sich an neue Räume gewöhnen, Kontakte knüpfen, einen neuen Tagesablauf kennenlernen und sich als Teil einer neuen Gruppe zurechtfinden. In der Eingewöhnung spielt Zeit eine große Rolle. Wir legen großen Wert darauf jedem Kind die Zeit einzuräumen die es braucht, um sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Viele Eltern sind beim Eintritt in die Kita das erste Mal mit dem Thema „Loslassen“ konfrontiert. Oft sind sie unsicher das Richtige zu tun. Sie sorgen sich, ob die pädagogischen Fachkräfte sich gut um ihr Kind kümmern. Durch ausreichend Zeit und ausführliche Gespräche wird das notwendige Vertrauen zwischen Fachkräften und Eltern aufgebaut und mögliche Sorgen ausgeräumt. Einen festen Zeitrahmen für die sogenannte Eingewöhnungszeit zu setzen ist schwer. Jedes Kind ist eine eigene Persönlichkeit, mit Wünschen, Bedürfnissen und Ängsten. Wir möchten der Eingewöhnung genügend Raum geben, da in dieser entscheidenden Phase viele wichtige Lernprozesse getätigt werden. Wenn für die Eltern ersichtlich ist, dass ihr Kind sich in der neuen Umgebung wohlfühlt, mit anderen Kindern spielt, auf die pädagogischen Fachkräfte zugeht und sich trösten lässt, können sich Eltern zurückziehen und ihr Kind mit einem guten Gefühl in der Einrichtung lassen. Dann kann man davon ausgehen, dass die Eingewöhnung abgeschlossen ist. Orientierung bietet das Berliner Modell bei der Eingewöhnung.
„Dein Kind sei so frei es immer kann. Lass es gehen und hören, finden und fallen, aufstehen und irren.“- Johann Heinrich Pestalozzi
