Seiteninhalt

Pädagogischer Schwerpunkt

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“, sagt ein afrikanisches Sprichwort. So wie das Gras einen guten Nährboden, Sonne und Wasser benötigt, brauchen Kinder ein reiches, vielfältiges Angebot und liebevolle Erwachsene, die das Lernen im Einklang mit ihren Erfahrungen unterstützen. So können wir die Kinder auf die vielfältigen Herausforderungen der Zukunft vorbereiten und sie in ihrer Entwicklung zu selbstbewussten, selbstbestimmten, wissbegierigen und weltoffenen Menschen begleiten.

Im Kindergarten und in der Krippe sind unsere Räume auf verschiedene Bereiche ausgelegt. Zu den sogenannten Funktionsräumen zählt jeweils ein Bauraum (Bauen, Mathematik, Naturwissenschaft), ein Atelier, in dem die kreativen und gestalterischen Kompetenzen durch ein großes und umfangreiches Materialangebot gefördert werden und ein Rollenspielraum mit verschiedenen Spielbereichen und Verkleidungsmöglichkeiten. Im Kindergarten befindet sich zusätzlich noch ein Bistro (Essen, Ernährung) und eine Turnhalle. Zudem gibt es Nebenräume, die zum Entspannen oder zur Arbeit mit Kleingruppen einladen. Durch die Funktionsräume haben die Kinder die Möglichkeit ihren persönlichen Interessen und individuellen Bedürfnissen nachzugehen. Durch Erkenntnisse aus der Hirnforschung wissen wir, dass ein Kind dann nachhaltig lernt und größtmögliche Entwicklungsschritte erzielt, wenn es mit Freude und Eifer dabei ist und eine Verknüpfung von Spielen und Lernen stattfindet.

Grundlegend dafür ist unsere „offene Arbeit“, die zum einen Zeit und Raum für freie Entfaltung bietet, aber auch einen notwendigen Rahmen und Sicherheit durch Stammgruppen, klare Grenzen und Regeln und einen strukturierten Tagesablauf schafft.

Unsere Haltung gegenüber den Kindern ist von Wertschätzung und Zutrauen geprägt. So schaffen wir eine vertrauensvolle Atmosphäre, die den Kindern Mitbestimmungsrechte eingesteht. Partizipation findet bei uns in fast allen Bereichen statt und es werden zu verschiedenen Themen Kinderkonferenzen einberufen, an denen auch die „Großen“ der Krippe teilnehmen. Nur in gemeinsamer Interaktion und im ko-konstruktiven Prozess kann Bildung stattfinden.

Auch im Krippenbereich sind die Kinder bei uns aktive Mitgestalter ihres Geschehens, die ebenso ihre Bedürfnisse äußern können. Bei Kindern bis drei Jahren bedeutet das, verstärkte Aufmerksamkeit auf die nonverbale Kommunikation zu richten. Bereits in den ersten Lebensjahren stärken wir die Basiskompetenzen in einem ganzheitlichen Bildungsverständnis, denn wenn kleine Kinder lernen, dann lernt immer das „ganze Kind“. Neben den Sinnen spielen dabei auch die Emotionen, geistige Fähigkeiten und Ausdrucksweisen eine ebenso wichtige wie zentrale Rolle. Bildung und Betreuung ermöglichen wir den Kindern zum einen in den Stammgruppen, die Sicherheit und Wärme bieten, im Hinblick auf die Vielfalt aber, auch in gruppenübergreifender Arbeit.

Ein weiterer Schwerpunkt in beiden Bereichen ist die Portfolioarbeit. Das Portfolio ist eine Dokumentationsform, die die Kinder vom ersten Kita-Tag bis zur Schule begleitet. Durch Fotos, Bilder, etc. wird die Entwicklung eines jeden Kindes, auf positive Art und Weise, transparent gemacht und orientiert sich dabei an den Stärken. Das Einordnen der Einträge und die Erkenntnis, dass das Portfolio ihr Eigentum ist, das die meisten Kinder von selbst wie ihren Schatz behandeln, führt dazu, dass die Kinder Selbstständigkeit und Verantwortungsübernahme für ihr eigenes Handeln und Tun erlernen.