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Pädagogischer Schwerpunkt

Unsere Kindertageseinrichtung besuchen hauptsächlich Kinder im Alter von 3-6 Jahren. Bei freien Kapazitäten nehmen wir auch gerne Kinder unter drei Jahren auf. Die breite Altersmischung bereichert unsere Gemeinschaft und trägt maßgeblich zum Erwerb der sozialen Kompetenzen bei.

Kinder sind Selbstgestalter (Akteure) ihrer Entwicklung. Sie lernen bei uns diese selbständig und selbst organisiert umzusetzen. Das pädagogische Personal bietet dazu ein anregendes Umfeld, um diesen Prozess zu unterstützen. Dabei sind wir zuerst einmal Beobachter und unterstützen das Kind dann bei seinem Lern-, Entwicklungs- und Bildungsprozess.

Uns ist es wichtig, dass wir die Kinder im Alltagsleben bei Entscheidungen die sie betreffen durch Kinderkonferenzen mit einbeziehen, damit sie demokratische Teilhabe erleben und leben lernen.

Unsere Räume sind in verschiedene kindgerechte Schwerpunkte aufgeteilt (Bauraum und Brotzeitraum, Kreativraum, Rollenspielraum, Bewegungsraum, Forscher-und Ruheraum). Eine entspannte Atmosphäre hilft den Kindern sich in einer Lebens- und Lerngemeinschaft verstanden zu fühlen.

Das Personal schafft die Strukturen für einen lernenden Spielraum.

Die Einrichtung ist während der Freispielzeit ein gruppenübergreifender Spiel- und Lernort. Die Kinder entscheiden nach ihren Bedürfnissen, wo, wann, wie lange, mit wem sie spielen und an welchen Aktivitäten sie sich beteiligen möchten.

Eine verbindliche Teilnahme an den Bildungsangeboten gewährleistet eine umfassende Förderung. Die gezielten Angebote finden in Kleingruppen statt. Wir berücksichtigen die Ideen und Wünsche der Kinder zur Gestaltung der Lernangebote, der Exkursionen und wecken das Interesse der Kinder für neue, ihnen bisher noch unbekannte Themen.

Durch die Pädagogik der Offenheit werden die Kinder selbstständiger und offener gegenüber Neuem und sie können sich besser auf unterschiedliche Personen und neue Situationen einlassen. Das Konzept fördert besonders die Teamfähigkeit und das eigenständige Denken und Handeln, sowie das soziale Lernen in der Gruppe.

Feste Strukturen geben den Kindern Sicherheit, Ordnung und fördern den Gemeinschaftssinn.

Ein weiterer Schwerpunkt bei uns ist das projekthafte Arbeiten. Projektarbeit zeichnet sich durch Erfahrungs- und Entdeckungslernen aus. Sie richtet sich nach den Interessen der Kinder, ihre Themen werden aufgegriffen und gemeinsam ausgeschöpft. Eine intensive Beobachtung der Kinder im Vorfeld zeigt uns, was die Kinder wirklich interessiert. Ist ein Thema gefunden, beginnt die Zeit des Forschens. Fragen tun sich auf und wir machen uns mit den Kindern auf den Weg, Antworten darauf zu finden. Kinder sollen lernen, wie sie notwendige Informationen beschaffen können. („Lernen, wie man lernt“) Entscheidend ist hierbei die Intensität nicht die Menge. Verschiedene Lösungswege werden von den Kindern ausprobiert. Dieses experimentelle Lernen beinhaltet Erfolge, wie Misserfolge.

Durchhaltevermögen und Widerstandskraft (Resilienz) können wachsen, wenn wir den Kindern in diesem Lernprozess motivierend zur Seite stehen. Wir setzen Impulse und achten auf eine Struktur, die das Projekt lebendig hält.

Das Thema und der Verlauf können sich während eines Projektes ändern. Der Erwachsene ist Beobachter und Begleiter. Seine Aufgabe ist es, das eigentliche Thema der Kinder zu erkennen. (Hinter dem Thema „Auto“, kann sich z. B. das eigentliche Thema „rollen - Bewegung“ verstecken.)

Das Ende des Projektes zeichnet sich ab wenn das Interesse der Kinder am Thema ausgeschöpft ist. Ein Projektabschluss (Fest, Ausstellung, Exkursion…) rundet das Projekt ab.

Eine bildliche Dokumentation ermöglicht den Kindern ihre Lernerfahrungen zu reflektieren.