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Pädagogischer Schwerpunkt

Sprachbildung

„Sprachkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation und eine wesentliche Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg, sowie für eine Teilhabe am gesellschaftlich-kulturellen Leben.“

In unserer Kindertageseinrichtung leben Kinder unterschiedlicher Herkunftskulturen zusammen. Interkulturelle Situationen und Begegnungen zwischen Kindern und Erwachsenen finden täglich und selbstverständlich statt. Es gehört zu unseren Aufgaben, das interkulturelle Zusammenleben als wechselseitiges Lernen aller Kulturen aktiv zu unterstützen. Vor allem die Muttersprache spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Sie ist für Kinder sehr wichtig, es ist ihre Erstsprache, die Sprache, mit der sie sich identifizieren und die zu Hause gesprochen wird. Die Kinder lernen diese wichtige Sprache wertzuschätzen. Daher sind in unserer Kita alle Sprachen herzlich willkommen und wir versuchen diese in den Kita-Alltag zu integrieren. Wenn die Kinder sicher in ihrer Muttersprache sind, gelingt es ihnen leichter, eine Zweitsprache zu erlernen.

Für alle Kinder ist das Thema Sprachentwicklung  ein lebenslanger Prozess, der nicht mit drei oder vier Jahren abgeschlossen ist. Uns ist es wichtig, jeder Sprache wertschätzend gegenüberzutreten und somit wird man in unserer Kita viele Sprachen hören und erleben.

Unterschiedliche Formen, miteinander in Kontakt zu treten, sind  im Alltag allgegenwärtig. Verständigung findet anfangs mit Händen und Füßen statt. In der Krippe wird lange Zeit nonverbal kommuniziert, die Kinder teilen uns ihre Bedürfnisse durch Mimik und Gestik mit. Auch Kinder mit einer anderen Muttersprache bedienen sich anfangs dieser Form der Kommunikation.

Diese Situation fordert uns dazu heraus, unterschiedliche pädagogische Konzepte und Methoden  anzuwenden, um den Kindern die Sprache zu entlocken und sie dazu anzuregen, Freude am Sprechen zu entwickeln. Es geht nicht darum, wie das Kind etwas sagt, sondern darum, dass es etwas sagt.

Sprachentwicklung findet in allen Alltagsituationen und bei allen Angeboten für jedes Kind statt. Der wichtigste Punkt hierbei ist uns, den Kindern Partizipation zu ermöglichen. Die Kinder haben die Möglichkeit sich aktiv an ihrem Alltag zu beteiligen, Entscheidungen mitzutreffen, Wünsche und Ideen zu äußern und eigene Vorstellungen zu realisieren. Bei all diesen Tätigkeiten findet Sprachentwicklung statt. Die Kinder brauchen eine Sprache, die verstanden wird, um ihre Wünsche mitzuteilen, ihre Ideen einzubringen, Entscheidungen zu treffen, Diskussionen zu führen und in Konfliktsituationen Lösungen zu finden.

Nur dadurch werden sie angeregt, sich mitzuteilen, sich verständlich zu machen, zu reden. Die Kinder haben somit ausreichend Gelegenheiten, Sprache zu entwickeln und zu benutzen. Unsere Aufgabe sehen wir darin, Beziehung zum Kind aufzubauen, das Kind wahrzunehmen und die Absichten des Kindes zu verstehen.

Umsetzung im pädagogischen Alltag:

  • Partizipation
  • Über Gefühle sprechen
  • Konflikte aushalten und selbst lösen
  • Offenes Raumkonzept und gruppenübergreifendes Lernen,
  • Beteiligung und Planung an allen, die Kinder betreffenden Angelegenheiten
  • Rituale, Gesprächskreise, Kinderkonferenzen, Kinderrat
  • Beschwerdeverfahren und Kindersprechstunde
  • Gemeinsame Feste erleben
  • Übertragung von Aufgaben
  • Verantwortung für sich und andere übernehmen
  • Achtung aller Religionen und Kulturen
  • Das Fachpersonal ist sich seiner Vorbildfunktion bewusst
  • Das Fachpersonal moderiert die Lern,- Prozesse für die Kinder

Das Fachpersonal arbeitet mit einer „Dialogischen Grundhaltung“