Ingolstadt ist zertifiziert
Ingolstadt als Gründungsmitglied in der AGFK Bayern e. V. hat sich verpflichtet, den besonderen Anforderungen im Radverkehr gerecht zu werden und sich in einem Bewertungsdurchlauf zur fahrradfreundlichen Kommune in Bayern zertifizieren zu lassen.
Wie wird man zertifiziert?
Jede Kommune, die sich zur fahrradfreundlichen Kommune in Bayern zertifizieren lassen möchte, wird durch eine Bewertungskommission, die sich aus Vertretern der AGFK Bayern, des ADFC Landesverband, der Polizei und der Obersten Baubehörde in München zusammensetzt, bewertet. Grundlagen sind hier die in der Gründungsversammlung im Jahr 2012 festgelegten Bewertungskriterien. Wenn diese Bewertung positiv ausfällt, schlägt die Bewertungskommission die geprüfte Stadt oder Kommune beim Staatsministerium des Innern für die Verleihung „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ vor, das dann die Auszeichnung vergibt.
Wie ist der Stand in Ingolstadt?
Ingolstadt als „fahrradfreundliche Kommune“ ausgezeichnetBayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann hat am 24. Oktober 2016 die Stadt Ingolstadt mit dem Zertifikat „Fahrradfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Bürgermeister Albert Wittmann und Baureferent Alexander Ring nahmen die Auszeichnung im Schloss Nymphenburg in München entgegen.
Die „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen“ (AGFK) hatte Ingolstadt nach einer umfangreichen Überprüfung und der Hauptbereisung im April zur Zertifizierung empfohlen. Mit der jetzt erfolgten Auszeichnung honorieren das Innenministerium und die AGFK die umfangreichen Bemühungen Ingolstadts zur Förderung des Fahrradverkehrs. Staatsminister Herrmann lobte das Engagement Ingolstadts unter anderem beim Bau von Fahrradabstellanlagen und für den Mängelmelder.
Am 27. April 2016 wurde durch die Bewertungskommission der AGFK Bayern, die sogenannte Hauptbereisung durchgeführt.
Vertreter der AGFK Bayern, der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, dem ADFC Landesverband und der Polizei machten sich ein abschließendes Bild von der Radverkehrspolitik in Ingolstadt. Die "Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen" (AGFK) (hat Ingolstadt jetzt als fahrradfreundliche Kommune beim Bayerischen Innenministerium vorgeschlagen. Die offizielle Zertifizierung erfolgt am 24. Oktober 2016 in München.
Im April 2014 wurde damit begonnen, einen Fragenkatalog mit 51 Fragen zur Radverkehrsförderung in Ingolstadt auszuarbeiten. Dieser wurde im Juni 2014 bei der Bewertungskommission zur Auswertung eingereicht.
Im Oktober 2014 wurde durch die Bewertungskommission eine Befahrung des Radwegenetzes in Ingolstadt vorgenommen. An dieser Befahrung nahmen für die Bewertungskommission zwei Vertreter der AGFK Bayern e.V., ein Vertreter des ADFC Bayern und ein Vertreter der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr teil. Von Seiten der Stadt Ingolstadt waren ein Vertreter des Stadtrats, ein Vertreter des Amts für Verkehrsmanagement und Geoinformation und vier Vertreter des Tiefbauamtes sowie ein Vertreter der Polizeiinspektion Ingolstadt mit dabei.
Von Seiten der Bewertungskommission wurde das Radwegenetz als gut bewertet. Besonders hervorgehoben wurden,
- dass Bürger mit dem sogenannten „Mängelmelder“, der seit Juni 2014 auf der Internetseite der Stadt Ingolstadt sowie als App für das Smartphone zur Verfügung steht, Verbesserungen im Radwegenetz melden können. Diesen Service können nur wenige Städte und Kommunen in Bayern ihren Bürgern bieten,
- dass ein aufwendiges Erfassen und Archivieren von Verkehrsunfällen mit Radfahrerbeteiligung - um Unfallschwerpunkte im Straßennetz zu erkennen und Lösungen zu finden - erfolgt,
- dass das Konzept für die interne Abwicklung von Verbesserungen im Radwegenetz überdurchschnittlich gut ist und
- dass eine große Anzahl an qualitativ hochwertigen Fahrradabstellanlagen zur Verfügung stehen.
