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KI in Bild und Design
Wie kreativ kann Künstliche Intelligenz sein?
Die sich rasch entwickelnde Landschaft der generativen Künstlichen Intelligenz (KI) im Hinblick auf Kreativität und die Konsequenzen für Kunst- und Kreativschaffende nahm der Vortrag von Prof. Dr. Manuel Casasola Merkle (TH Nürnberg Georg Simon Ohm) in den Blick, zu dem das Wirtschaftsreferat der Stadt Ingolstadt ins Ingol-städter Collegium Georgianum geladen hatte.
Der Einladung folgten gut 65 Kunst- und Kreativschaffende ins Collegium Georgianum. Der Referent befasste sich mit den technischen Grundlagen neuronaler Netze und beleuchtete ihre aktuelle und zukünftige Anwendung im Design, wobei auch die rechtlichen Aspekte erörtert wur-den. Manuel Casasola Merkle ist Professor für Computer Generated Images an der Fakultät Design der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Seiner Auffassung nach, müsse man verstehen, was Künstliche Intelligenz sei, um sich ein Urteil darüber bilden zu können. Entsprechend diskutierte er abschließend mit den Zuschauenden auch Chancen und Herausforderungen, die die Einführung von generativer AI für Designerinnen und Designer sowie die Kreativwirtschaft insgesamt mit sich bringt.
KI als neue (Co-)Autorin?
Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutierten im Collegium Georgianum in Ingolstadt die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Literatur und Journalismus.
Künstliche Intelligenz (KI) ist nicht erst seit der Veröffentlichung der Open AI ChatGPT 2022 zunehmend im Alltag präsent. Algorithmen zur Text- oder Bildgeneration stellen auch kreative Arbeitsfelder in Literatur, bildender und darstellender Kunst, Musik oder Journalismus vor neue Chancen und Herausforderungen. Automatisierte Textentwicklung wirft für Schriftstellerinnen und Schriftsteller und andere Menschen, bei denen das Schreiben beruflich eine wichtige Rolle spielt, neue Fragen auf. Diese betreffen nicht nur die Themen Urheberschaft und Textqualität: Wie werden zukünftig Romane geschrieben? Wie könnte eine produktive Zusammenarbeit von Mensch und KI aussehen?
Über diese und weitere Fragen sprachen Expertinnen und Experten. Zum Einstieg gab Jenifer Becker, Autorin und Literatur- und Kulturwissenschaftlerin an der Universität Hildesheim, einen Überblick zu KI-Anwendungen und zeigte dabei, wie generative KI Schreiben sinnvoll unterstützen kann. Im anschließenden Gespräch wurden neben dem möglichen „Können“ der KI auch die Grenzen der Anwendungen mit Blick auf Kreativität, Glaubwürdigkeit und Sicherheit beleuchtet. Neben Jenifer Becker nahmen an der Gesprächsrunde Dr. Michael Graßl, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Journalistik mit Schwerpunkt Innovation und Transformation an der KU, Michael Häußler, stellvertretender Leiter der Donaukurier-Lokalredaktion Ingolstadt, und Prof. Dr. Cornelia Rémi, Inhaberin des Lehrstuhls für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der KU, teil.
KI und Recht
KI und Recht – vom Umgang mit geistigem Eigentum
Zu einer Veranstaltung mit Vortrag, Diskussion und Austausch unter dem Titel „KI und Recht – vom Umgang mit geistigem Eigentum“ lud das städtische Wirtschaftsreferat zusammen mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt ins Collegium Georgianum ein.Bei der dritten Auflage der Veranstaltungsreihe zu Künstlicher Intelligenz in der Kreativwirtschaft ging es um die rechtlichen Aspekte von generativer KI. Der Einsatz im kreativen Prozess wirft wichtige Fragen auf.
Hat Künstliche Intelligenz ein Urheberrecht? Können KI-generierte Werke geschützt werden? Muss ich akzeptieren, dass die Ergebnisse meiner Arbeit, meine Texte, meine Bilder, mein Design von KI-Systemen analysiert und weiterverwendet werden?
Der Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, Sebastian Deubelli, gab Antworten. Deubelli vertritt und berät vorwiegend Agenturen, kreative Unternehmen und Selbstständige. Er ist Verbandsanwalt mehrerer Urheberverbände und geschäftsführender Gesellschafter der SLD Intellectual Property RA GmbH. Er ist zudem seit Jahren in der juristischen Erwachsenenbildung tätig und hält Vorträge mit Expertise im Bereich KI.
Workshop Anwendung von KI bei Bild und Design
KI für Kreativschaffende - Utopie oder Dystopie?
Die rasante Entwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz eröffnet Kreativen immense Möglichkeiten, kann aber auch Ängste im Hinblick auf das eigene kreative Schaffen hervorrufen.
In diesem Workshop wollten wir erste Schwellenängste abbauen und zeigen, wie KI kreatives Arbeiten unterstützen und erleichtern kann. Anhand einer interaktiven Auseinandersetzung mit dem Thema folgte ein Praxisteil, bei dem unter Anleitung erste Anwendungen ausprobiert werden können.
André Eckert ist freier Designer für visuelles Storytelling, Dozent und Speaker. Durch seine Workshops, gestaltet er positive Zukunfts-Narrative, erschafft immersive Welten und strebt danach, die Rolle Kreativschaffender durch den Einsatz neuer Technologien, Verantwortungsbewusstsein und kontinuierlichen Austausch ständig weiterzuentwickeln und neu zu gestalten.
Workshop: Kreatives Schreiben mit KI mit Jenifer Becker
Der Workshop führte in kreative Schreibverfahren mit großen Sprachmodellen, wie ChatGPT, ein. Dafür wurden verschiedene Dimensionen des kollaborativen Schreibens erprobt, um herauszufinden, ob der Einsatz von Sprachmodellen im eigenen Schreibprozess sinnvoll erscheint. Es wurde ebenso aufgezeigt, welche Limitationen und Fallstricke große Sprachmodelle aufweisen. Wie lässt sich mit großen Sprachmodellen kreativ schreiben? Welche Schreibverfahren gibt es? Und welche Geschichten können wir mit ChatGPT erzählen?
Jenifer Becker(*1988) ist eine in Berlin lebende Autorin, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin. Sie schreibt über Ambivalenzen des Digitalen, Gegenwartsphänomene und Popkultur. Ihr Debütroman „Zeiten der Langeweile“ erschien 2023 bei Hanser Berlin. Sie lehrt seit 2015 am Literaturinstitut Hildesheim, wo sie 2021 promovierte. In aktuellen künstlerisch-wissenschaftlichen Projekten forscht sie zum Einfluss lernfähiger Technologien (KI) auf Schreibprozesse.
