Veit Keller. Ein Neuburger und Wanderprofessor.
von Gerd Treffer
Historische Blätter Ingolstadt - Jahrgang 16 - Ausgabe Nr.205 vom 01.01.2026
Keller stammt sozusagen aus der Nachbarschaft. Er wird am 12. Mai 1725 in Neuburg an der Donau geboren. Als 16jähriger tritt er dem Jesuitenorden bei, wird ins Landsberger Noviziat geschickt, kommt aber rasch, schon 1743, in die Region zurück und nimmt an der Universität Ingolstadt das Studium an der philosophischen Fakultät auf. Wie üblich hat er nach dem Abschluss des Grundstudiums selbst zu unterrichten: 1746/1747 in Straubing, 1748/1749 in Eichstätt das Fach Grammatik und anschließend die Humaniora.
1750 nimmt er dann in Ingolstadt das Studium der Theologie auf, das er 1754 erfolgreich abschließt. Dann ist er kurz (1754/1755) Pater tertiae probationis in Altötting und (bis 1757) Lehrer für Grammatik am Jesuiten-Gymnasium in Freiburg.
Als Lehrender gut geschult und im Schwung übernimmt er dazu den Philosophie-Unterricht 1756/1757 in Mindelheim und 1757 bis 1759 in Ellwangen, 1759 bis 1761 in München. Für die Jahre 1761 bis 1763 kehrt er nach Ingolstadt zurück und wechselt dann nach Dillingen als Inspector des Seminars, Studienpräfekt und Professor der Geschichte.
Schließlich kehrt er heim und übernimmt das Ministeramt der Niederlassung in seiner Geburtsstadt, die am 26. Februar 1774 auch sein Todesort wird.
