Weitere Beschlüsse zur Aufgabenkritik
Stadtrat beschließt weitere Maßnahmen zur Personalkostenkonsolidierung
Verwaltung setzt Aufgabenkritik konsequent fort – weitere Entlastung des Haushalts
Der Stadtrat hat in seiner Juli-Sitzung weitere Maßnahmen zur Personalkostenkonsolidierung beschlossen. Grundlage ist die im Rahmen des Dachbeschlusses zur Haushaltskonsolidierung fortgeführte verwaltungsweite Aufgabenkritik. Dabei wurden sämtliche Aufgaben der Stadtverwaltung, ob gesetzlich verpflichtend oder freiwillig, systematisch erfasst und werden nun schrittweise daraufhin überprüft, wo organisatorische Verbesserungen sowie Einsparpotenziale bestehen.
„Unser Ziel ist es, die dauerhafte Leistungsfähigkeit der Stadtverwaltung zu sichern und gleichzeitig die finanziellen Handlungsspielräume der Stadt wieder zu vergrößern. Deshalb prüfen wir jede Aufgabe sorgfältig und setzen Einsparungen dort um, wo sie vertretbar sind und die Erfüllung unserer gesetzlichen Aufgaben gewährleistet bleibt“, betont Oberbürgermeister Dr. Michael Kern.
Mit den nun vom Stadtrat beschlossenen Maßnahmen wird der städtische Haushalt ab dem Jahr 2027 um rund 850.000 Euro entlastet. Im Jahr 2028 steigt der Konsolidierungsbeitrag auf rund 1 Million Euro, ab 2029 auf rund 1,3 Millionen Euro jährlich an. Personelle Ressourcen im Umfang von rund 11 Vollzeitäquivalenten (VZÄ) werden abgebaut bzw. nicht wiederbesetzt.
Zu den beschlossenen Maßnahmen gehören unter anderem eine konsequente Nutzung der natürlichen Personalfluktuation, der Einzug nicht mehr benötigter Stellen sowie organisatorische Anpassungen in verschiedenen Bereichen der Verwaltung. So werden beispielsweise bei den Städtischen Museen Führungs- und Verwaltungsstrukturen neu geordnet und personelle Ressourcen nach dem Ausscheiden von Beschäftigten reduziert. Das Stadtarchiv soll künftig organisatorisch dem Direktorium zugeordnet werden, um Synergien mit der digitalen Schriftgutverwaltung zu nutzen.
Auch bei den Beauftragten für Gleichstellung, Inklusion, Integration und Antidiskriminierung werden die Aufgaben und personellen Ressourcen neu strukturiert. Ziel ist es, die gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben weiterhin zuverlässig wahrzunehmen und zugleich die vorhandenen Ressourcen effizienter einzusetzen. Weitere Einsparungen ergeben sich durch den Einzug einzelner künftig entbehrlicher Stellen, etwa in den Bereichen Staatsangehörigkeitsrecht, Führerscheinwesen, Asylbewerberleistungen und Gesundheitsamt. Gleichzeitig werden die Ausbildungszahlen in den Jahren 2026 und 2027 an den künftig erwarteten Personalbedarf angepasst. Allein diese Reduzierung bei den Nachwuchskräften von 150 auf 90 VZÄ führt ab 2027 zu zusätzlichen Einsparungen von mehr als einer halben Million Euro jährlich.
Die beschlossenen Maßnahmen sind Teil des langfristig angelegten Konsolidierungsprozesses der Stadt Ingolstadt. Weitere Ergebnisse der Aufgabenkritik werden dem Stadtrat in den kommenden Sitzungen zur Beratung und Entscheidung vorgelegt.
