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Wie entstanden die artenreichen Magerrasen im Projektgebiet?

Nach der letzten Eiszeit konnten sich über Lech und Donau, sowie über die Ausbreitung durch den Wind, Pflanzen aus den Alpen im Projektgebiet ansiedeln. Auf den humusarmen Jurahängen und den Kiesbänken (Brennen) der damals frei fließenden Donau, fanden diese speziellen Pflanzenarten einen Lebensraum. Durch regelmäßige Beweidung und Mahd blieben einige Flächen frei von Gehölzen und die seltenen Tier- und Pflanzenarten konnten dort überdauern.

Bis heute können auf manchen Magerrasen im Projektgebiet etwa 100 verschiedene Pflanzenarten gefunden werden. Darunter sind etwa 50 Arten, die ausschließlich dem Biotoptyp Magerrasen angehören. Viele davon sind gefährdet, wie die Herbst-Drehwurz, eine heimische Orchideenart. Auch zahlreiche Insekten finden auf den Magerrasen ein Zuhause. So zum Beispiel die Blauflügelige Ödlandschrecke, die auf dem Boden sitzend leicht übersehen wird. Im Flug zeigt sie ihre beeindruckenden blauen Flügel.