Städtische Finanzen

Stadtrat beschließt Haushaltssicherungskonzept – Maßnahmen zeigen Wirkung

Der Ingolstädter Stadtrat hat in seiner Sitzung Ende Oktober das Haushaltssicherungskonzept (HSK) mit großer Mehrheit beschlossen. Das Konzept bündelt die bisherigen Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung, dokumentiert deren finanzielle Wirkung und bildet den verbindlichen Rahmen für die weiteren Schritte zur Stabilisierung der städtischen Finanzen. Es wird nun der Regierung von Oberbayern als zuständiger Rechtsaufsichtsbehörde vorgelegt.

Die bisherigen Konsolidierungsmaßnahmen zeigen Wirkung: Für das Haushaltsjahr 2026 wird gegenüber dem ursprünglichen Haushaltsentwurf eine Verbesserung um voraussichtlich rund 50 Millionen Euro erwartet. Auch für die kommenden Jahre zeichnet sich eine Entlastung ab. Das für 2027 bis 2029 erwartete jährliche Defizit konnte von durchschnittlich 75 Millionen Euro um rund ein Drittel auf etwa 50 Millionen Euro reduziert werden.

„Das ist ein beachtlicher Fortschritt, reicht aber noch lange nicht aus“, betont Oberbürgermeister Dr. Michael Kern. „Wir müssen unseren Konsolidierungskurs fortsetzen, Investitionen überprüfen, Verwaltungsabläufe verbessern und die örtliche Wirtschaft stärken. Unser Ziel bleibt, die Finanzen zu stabilisieren und die Handlungsfähigkeit unserer Stadt zu sichern.“

Das Haushaltssicherungskonzept wurde auf Anforderung der Regierung von Oberbayern erarbeitet. Es fasst die bereits beschlossenen und umgesetzten Konsolidierungsmaßnahmen zusammen, darunter die Konsolidierungspakete I und II sowie den Dachbeschluss zur Haushaltssicherung vom Dezember 2025. Zugleich zeigt es den weiteren Handlungsbedarf auf und beschreibt, wie die Konsolidierung künftig gesteuert und fortgeschrieben wird.

Angesichts der weiterhin erheblichen Haushaltsdefizite bleiben zusätzliche Anstrengungen notwendig. Dazu gehören die Überprüfung städtischer Aufgaben und Ausgaben, die Priorisierung von Investitionen, die Optimierung von Verwaltungsabläufen und die Stärkung der wirtschaftlichen Basis Ingolstadts. Weitere konkrete Maßnahmen sollen ausgearbeitet und den politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt werden.

Das Haushaltssicherungskonzept und seine künftigen Fortschreibungen bilden eine wesentliche Grundlage für die aufsichtsrechtliche Bewertung der städtischen Konsolidierungsbemühungen und für Entscheidungen über weitere Kreditgenehmigungen.