Ausgezeichnete Musiker
OB ehrt Igor Loboda und Franz Zäch mit Johann-Simon-Mayr-Medaille
Igor Loboda und Franz Zäch gehören zu den Persönlichkeiten, die das Musikleben in Ingolstadt seit Jahrzehnten prägen. Der Stadtrat hatte deshalb beschlossen, beiden für ihre Verdienste um die Stadt Ingolstadt im Bereich der Kultur die Johann-Simon-Mayr-Medaille zu verleihen.
In feierlichem Rahmen hat Oberbürgermeister Dr. Michael Kern die Medaillen und Urkunden Ende Oktober im Historischen Sitzungssaal des Alten Rathauses verliehen. In seiner Rede erinnerte er an Johann Simon Mayr, der vor rund 250 Jahren (1773–1787) in Ingolstadt lebte und schon damals einer der berühmtesten Opernkomponisten war. Nach ihm ist die Auszeichnung benannt, die die Stadt seit 25 Jahren verleiht.
Oberbürgermeister Kern betonte, dass Franz Zäch bereits Mitte der 1970er-Jahre zu den Gründungsvätern der Simon-Mayr-Sing- und Musikschule gehörte und von 2008 bis zu seinem Ruhestand 2015 deren Leiter war. Er unterrichtete sämtliche Blechblasinstrumente – Trompete, Posaune, Horn, Tenorhorn und Tuba. „Unter seiner Leitung wurde die Schule im Turm Baur zur größten Musikschule der Region mit einem umfangreichen und qualitativ hochwertigen Unterrichtsangebot“, erklärte der Oberbürgermeister und ergänzte: „Wichtig war ihm aber nicht nur der Unterricht. Er wollte die Musik zu den Menschen bringen.“ Dabei trugen Zächs Schülerinnen und Schüler die Musik regelmäßig nach draußen: in den Festsaal des Theaters, den Barocksaal des Stadtmuseums, ins (ehemalige) KiK im Klenzepark und sogar in die Fußgängerzone.
Zäch ist auch nach dem Eintritt in den Ruhestand musikalisch aktiv. Er war lange Leiter der „Zandter Blasmusik“. Zudem spielt er im Original-Klangensemble „Kleine Harmonie“. Hier bearbeitet er Werke alter Meister, damit diese wieder mit Originalinstrumenten und Originalarrangements gespielt werden können.
Ebenso bekannt und engagiert wie Franz Zäch ist auch Igor Loboda. Der Geiger, Jazzmusiker, Instrumentallehrer und Komponist war jahrzehntelang Mitglied des Georgischen Kammerorchesters. 41 Jahre lang (1982 bis 2023) gehörte er dem Orchester an. Oberbürgermeister Kern hob in seiner Laudatio hervor, dass Igor Loboda maßgeblich zur künstlerischen Qualität und Ausstrahlung des Georgischen Kammerorchesters beigetragen habe. „Damit wurde er auch zu einer der prägenden Musikerpersönlichkeiten in Ingolstadt.“
Seit seinem Ruhestand vor drei Jahren widmet sich Loboda vorwiegend dem Komponieren. Er hat zahlreiche Arrangements für Violine und (Kammer-)Orchester geschrieben, von denen einige in Ingolstadt, aber auch an bedeutenden Orten wie der New Yorker Carnegie Hall aufgeführt wurden.
Oberbürgermeister Kern dankte den beiden Musikern für ihr langjähriges Wirken und wünschte ihnen weiterhin viel Freude an der Musik.