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15.09.2026

Achtung Geisterradler

Stadt und Polizei kontrollieren und klären auf

Die Verkehrspolizeiinspektion Ingolstadt hat vergangene Woche gemeinsam mit der Fahrradbeauftragten und dem Amt für Verkehrsmanagement und Geoinformation der Stadt Ingolstadt eine Schwerpunktaktion gegen das sogenannte Geisterradeln durchgeführt.

Dazu hatten sie an mehreren Standorten an der Münchener Straße optische Hinweise auf dem Radweg aufgebracht und Verkehrskontrollen durchgeführt. Ziel der Aktion ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Zahl der Unfälle zu reduzieren.

Die aufgesprühten Hinweise machen Radfahrerinnen und Radfahrer eindringlich darauf aufmerksam, dass sie den Radweg entgegen der zulässigen Fahrtrichtung benutzen. Sie wurden unter anderem an der Einmündung zur Weningstraße und an der Kreuzung Windbergerstraße / Apianstraße / Münchener Straße aufgebracht.

Kontrollen der Polizei begleiteten die Aktion. Dabei führten die Beamten Aufklärungsgespräche und sprachen fallbezogen auch gebührenpflichtige Verwarnungen aus. Gleichzeitig kontrollierten sie Fahrräder auf Diebstahl.

„Viele Radfahrerinnen und Radfahrer wählen den scheinbar kürzeren Weg und fahren auf der falschen Straßenseite. Dabei wird häufig unterschätzt, welche Gefahren dadurch entstehen. Autofahrerinnen und Autofahrer rechnen an Kreuzungen nicht mit Radverkehr aus der falschen Richtung“, erläutert Theresa Schneider, Fahrradbeauftragte der Stadt Ingolstadt.

Die Notwendigkeit der Aktion wird auch durch das Unfallgeschehen im Stadtgebiet deutlich. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei Ingolstadt einen Anstieg der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Radfahrerinnen und Radfahrern auf insgesamt 451. Polizei und Stadt setzen deshalb neben Kontrollen bewusst auf Prävention und Aufklärung, um ein Fehlverhalten dauerhaft zu reduzieren.

Hintergrund
Grundsätzlich dürfen nur Radwege auf der rechten Straßenseite benutzt werden. Eine Benutzung entgegen der Fahrtrichtung ist nur dort zulässig, wo dies durch entsprechende Verkehrszeichen zugelassen ist.