KuBi und ELFI
Kultur- und Bildungsrathaus sowie Kreativwirtschaftszentrum nehmen Betrieb auf
Man kommt sich näher und das ist gut so. Im neuen Kultur- und Bildungsrathaus, kurz KuBi, in der Donaustraße 11 sind der städtische Kultur- und Bildungsbereich sowie Teile der Theaterverwaltung unter einem Dach vereint. Die Vorteile dieser neuen Hausgemeinschaft stellte Oberbürgermeister Dr. Michael Kern am Freitag bei der offiziellen Einweihung heraus.
Im Beisein von Kulturreferent Marc Grandmontagne, Stadtbaurätin Ulrike Wittmann-Brand, dem Bauherren Achim Schlafke, Architekt Christian Neuburger sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betonte der Oberbürgermeister die Chancen, die sich aus den kurzen Wegen und der gemeinsamen Nutzung von Räumen und Infrastruktur ergeben. Das erleichtere die Zusammenarbeit zwischen den Ämtern und schaffe zugleich Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger. Wer Anliegen an das Schulverwaltungsamt oder das Amt für Kinderbetreuung und -bildung hat, findet nun eine zentrale Anlaufstelle: „Es ist nicht einfach ein weiterer Verwaltungsstandort. Es ist vielmehr ein Ort, der vieles verbindet, was in unserer Stadt wichtig ist: Verwaltung und Kreativwirtschaft, Kultur und Bildung, Arbeiten und Begegnung.“
Das fünfstöckige Gebäude, hat die Stadt im März 2026 angemietet. Dadurch konnten bisher auf mehrere Standorte verteilte Dienststellen zusammengeführt und elf Mietobjekte aufgegeben werden. Die Umzüge wurden bis zum Sommer abgeschlossen. Heute sind im KuBi das Referat für Kultur und Bildung, das Amt für Internationale Beziehungen und Kulturverwaltung, das Kulturamt, das Amt für Kinderbetreuung und -bildung, das Schulverwaltungsamt sowie Teile der Theaterverwaltung untergebracht.
Auch an die Geschichte des Gebäudes wurde bei der Eröffnung gedacht. Das ehemalige Verlagshaus des Donaukuriers wurde Anfang der 1950er Jahre von den Architekten Josef Elfinger und Franz Xaver Proebst errichtet. Als sichtbares Zeichen der neuen Nutzung wurden bei der Einweihung der Schriftzug „KUBI“ enthüllt. Er setzt sich – mit einer leichten Abwandlung – aus dem früheren Schriftzug des Verlagshauses zusammen.
ELFI Creative Space
Nur einen Tag später stand im selben Gebäude die nächste Eröffnung an. Mit dem „ELFI Creative Space“ nahm das neue Kreativwirtschaftszentrum offiziell seinen Betrieb auf. Der Name ELFI verweist auf den Architekten Josef Elfinger. Dabei handelt es sich um den Treffpunkt und Arbeitsort für die Ingolstädter Kreativwirtschaft. Hier stehen bis zu 25 Co-Working-Plätze zur Verfügung. 19 davon sind bereits vermietet – an zwölf Unternehmen, Freiberufler und Vereine aus den Bereichen Musikwirtschaft, darstellende Künste, Designwirtschaft und Werbemarkt. Dazu kommen eine rund 100 Quadratmeter große Pop-up-Fläche und ein 70 Quadratmeter großer Multifunktionsraum für Workshops, Seminare und Veranstaltungen. Betrieben wird es vom Verein Neue Sicht e. V. im Auftrag der IFG Ingolstadt.
Oberbürgermeister Michael Kern eröffnete das ELFI im Rahmen der Art & Beat Party, zu der die Stiftung für Konkrete Kunst und Design und das Museum für Konkrete Kunst gemeinsam mit Audi ArtExperience eingeladen hatten. In seiner Rede unterstrich Kern die Bedeutung der Kreativwirtschaft für den Standort Ingolstadt: „Mit dem ELFI - Creative Space wollen wir die Kreativwirtschaft als eigenständiges Wirtschaftsfeld weiterentwickeln. Wir wollen sie sichtbar machen und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken. Was nämlich oft vergessen wird: In den schöpferischen und gestalterischen Berufen wird nicht nur etwas Kreatives und Innovatives geschaffen. Es wird auch eine beträchtliche volkswirtschaftliche Leistung generiert.“
