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24.09.2026

Laufen für die Umwelt

Plogging stärkt Umweltbewusstsein und Gemeinschaftssinn

Laufen und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun: Bei der diesjährigen Plogging-Aktion der Stadt Ingolstadt und der Audi Stiftung für Umwelt gingen zwölf Läuferinnen und Läufer gemeinsam auf Abfallsammeltour. Am Ende kamen zwölf gefüllte Müllsäcke zusammen.

Die Ingolstädter Kommunalbetriebe (INKB) stellten Säcke und Handschuhe zur Verfügung und übernahmen anschließend die Entsorgung. „Eine saubere Stadt entsteht nicht allein durch die Arbeit unserer Kommunalbetriebe und der Müllabfuhr. Sie entsteht auch durch das Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen“, sagt Bürgermeister Christian De Lapuente und betont: „Die Plogging-Aktion zeigt auf sehr anschauliche Weise, dass jeder einen Beitrag leisten kann. Zwölf Menschen, zwölf Säcke Müll – das ist ein sichtbares Zeichen für gemeinsames Engagement und für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt.“

Bewegung trifft Umweltschutz
Plogging verbindet Sport, Gemeinschaft und Umweltbewusstsein. Während des Joggens sammeln die Teilnehmenden Müll entlang der Strecke ein. So entsteht nicht nur zusätzliche Bewegung, sondern auch ein unmittelbarer Nutzen für die Natur. „Plogging verbindet viele Dinge, die für eine nachhaltige Stadtgesellschaft wichtig sind: Bewegung, Gesundheit, Naturerlebnis, Gemeinschaft und Umweltschutz“, sagt Bianca Krauser, Leiterin der Stabsstelle Nachhaltigkeit der Stadt Ingolstadt. „Besonders schön ist, dass die Wirkung sofort sichtbar wird. Die Aktion regt aber auch zum Nachdenken an: Was wir selbst mitbringen, sollten wir auch wieder mitnehmen. Jeder einzelne kann dazu beitragen, dass unsere Stadt und ihre Naturräume sauber bleiben.“

Wenig Müll am Donauufer
Die Teilnehmenden waren in diesem Jahr im Klenzepark sowie am renaturierten nördlichen Donauufer unterwegs. Erfreulicherweise fanden sie in beiden Bereichen vergleichsweise wenig Müll. Besonders am Nordufer werteten die Organisatoren dies als positives Zeichen, da dort keine Abfallbehälter vorhanden sind. Deshalb appellieren sie an Besucherinnen und Besucher, ihren Müll wieder mitzunehmen.

Auch bei Passantinnen und Passanten stieß die Aktion auf positive Resonanz. Viele erkundigten sich nach dem Projekt oder bedankten sich bei den Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz.

Zeichen gegen die Wegwerfmentalität
Beim Plogging werden neben leeren Chipstüten, Getränkedosen und anderem Verpackungsmüll immer wieder auch ungewöhnliche Gegenstände entdeckt. In vergangenen Jahren wurden beispielsweise Einkaufswagen oder sogar eine verrostete Spülmaschine aus der Umwelt entfernt. Damit setzt die Aktion auch ein Zeichen gegen die Wegwerfmentalität und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Abfall. Unsachgemäß entsorgter Müll kann über Gewässer in die Umwelt gelangen oder durch Zerfall zu Mikroplastik werden.

„Plogging verändert nicht die Welt – aber es verändert ein Stück unserer Stadt und hoffentlich auch ein Stück unserer Einstellung“, sagt Dr. Joachim Wloka von der Audi Stiftung für Umwelt. „Wenn Menschen beim Laufen Müll sammeln, werden sie unmittelbar darauf aufmerksam, wie viel Abfall in unserer Umgebung achtlos zurückgelassen wird. Gleichzeitig erleben sie, dass gemeinsames Engagement etwas bewirken kann. Genau diese Verbindung aus Bewegung, Umweltbewusstsein und Gemeinschaft macht den besonderen Charakter des Ploggings aus.“

Die Audi Stiftung für Umwelt organisiert seit 2019 von März bis Oktober monatliche Plogging-Aktionen auf wechselnden Laufstrecken. Unterstützt werden die Veranstaltungen in Ingolstadt von den INKB im Rahmen der Ramadama-Aktion. Die diesjährige Veranstaltung zum World Cleanup Day verdeutlicht einmal mehr: Umweltschutz beginnt im Alltag. Oft reichen dafür schon Laufschuhe, Handschuhe und ein Müllsack.