Gutes bewirken
Erster Ingolstädter Stiftungstag
Es war viel los beim ersten Stiftungstag der Stadt Ingolstadt am Donnerstag in der Kolping-Akademie. Sowohl Vertreter von Stiftungen als auch interessierte Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um sich über die Vielfalt und die Möglichkeiten der Stiftungen in Ingolstadt auszutauschen.
Stiftungsreferent Dirk Müller begrüßte die Gäste zu einem Abend mit Impulsreferat, Podiumsdiskussion und zwanglosem Austausch. Der erste Ingolstädter Stiftungstag unter dem Motto „IN Zukunft stiften“ fiel auf den europaweiten Aktionstag am 1. Oktober. Dabei zeigte sich eindrucksvoll, wie sich Stiftungen in Ingolstadt für die Gesellschaft engagieren.
Oberbürgermeister Dr. Michael Kern hob in seiner Rede die lange Stiftertradition in Ingolstadt hervor: „In Ingolstadt wurde schon vor mehr als 700 Jahren die Heilig-Geist-Spital-Stiftung gegründet. Etwa 200 Jahre später folgte die Waisenhausstiftung von Petrus Steuartius. Bis heute wirken diese jahrhundertealten Stiftungen in und für unsere Stadtgesellschaft.“ Er würdigte die besondere Form des gesellschaftlichen Engagements: „Mit einer Stiftung wird Verantwortung für die Zukunft und für künftige Generationen übernommen. Es werden Ideen weitergegeben. Es werden bleibende Werte geschaffen. Und es wird etwas ermöglicht, das über die eigene Lebenszeit hinausreicht.“
Stiftungen leisten einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl. Ihr Wert zeigt sich gerade auch dann, wenn Herausforderungen wachsen. Kommunen, so auch Ingolstadt, stehen heute vor vielfältigen Aufgaben. Vor allem in Zeiten knapper werdender öffentlicher Haushalte wird es zunehmend anspruchsvoller, das soziale, kulturelle und wirtschaftliche Leben der Stadt in gewohnter Breite aufrechterhalten zu können.
Der Stiftungstag hat das Ziel, Brücken zu bauen zwischen denen, die etwas geben können oder wollen, und denen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Oberbürgermeister Michael Kern erklärt: „Wir wollen Menschen und Institutionen zusammenbringen, die gemeinsam Nützliches und Gutes bewirken wollen.“
In Ingolstadt gibt es rund 40 unterschiedliche Stiftungen. Zehn von ihnen stellten sich am Stiftungstag im Spiegelsaal vor. Zudem hielt der renommierte Stiftungsexperte Dr. Rupert Graf Strachwitz einen Vortrag darüber, wie Stiftungen als zivilgesellschaftliche Akteure ein neues, starkes „Kraftfeld“ für unsere Stadt bilden können. In der anschließenden Podiumsdiskussion gaben Prof. Dr. André Habisch (KU Eichstätt-Ingolstadt), Dr. Matthias Rossmann (Audi Stiftung für Umwelt), Gerhard Necker und Antje Hahmann (HIJK-Stiftung) interessante Einblicke in die gelebte Praxis von Stiftungen.
Weitere Informationen zu den teilnehmenden Stiftungen sind unter www.ingolstadt.de/stiftungstag zu finden.
