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Kita Villa Rosa

In der städtischen Kita Villa Rosa werden 118 Kinder von null bis sechs Jahren in einem Krippen- und einem Kindergartenhaus, mit jeweils drei Gruppen, betreut.

Die Kindertageseinrichtung liegt im Nordosten von Ingolstadt, zum einen mit optimaler Verkehrsanbindung und zum anderen in unmittelbarer Nähe zu den grünen Donauauen.

Die Kita liegt zentrumsnah, die Ingolstädter Innenstadt ist von der Kita aus gut zu erreichen.

 

Bring- & Abholzeiten

Die Bringzeit ist in beiden Häusern von 07:00 bis 08:30 Uhr.

Die Abholzeit richtet sich nach der Stundenbuchung.

Zur Abholung der Kinder sind berechtigt:

  • Personensorgeberechtigte des Kindes
  • Abholberechtigte durch Auflistung im Betreuungsvertrag
  • Personen, die nicht als abholberechtigt im Betreuungsvertrag aufgelistet sind, benötigen das schriftliche Einverständnis der Personensorgeberechtigten und müssen am Tag des Abholens ihren Personalausweis mit sich führen
  • Geschwister, die mindestens 13 Jahre alt sind

Schließzeiten

Tag/Zeitraum Grund der Schließung

Fr., 04.10.2019

Brückentag
Mo., 21.10.2019 ab 12 Uhr Personalversammlung
Fr., 20.12.2019 Kita schließt um 14 Uhr

Mo., 23.12.2019 bis

Fr., 03.01.2020

Weihnachten

Mo., 30.03. bis

Di., 31.03.2020

Konzeptionstage

Mo., 06.04. bis

Fr., 17.04.2020

bedarfsorientierte Betreuung

Di., 02.06. bis

Fr., 05.06.2020

bedarfsorientierte Betreuung

Mo., 08.06. bis

Fr., 12.06.2020

Pfingstferien

Mo., 29.06. bis

Di., 30.06.2020

Planungstage
Fr., 24.07.2020 Kita schließt um 12 Uhr

Mo., 27.07. bis

Fr., 14.08.2020

Sommerferien

Es ist jeweils der erste und letzte Ferientag angegeben.

Während der Sommerferien hat immer mindestens eine städtische Kindertageseinrichtung geöffnet, so dass Kindergartenkinder (ausgenommen Krippenkinder) bei Bedarf in einer anderen städtischen Kita betreut werden können.

Tagesablauf

Vormittag

Bringzeit

Eine aufmerksame Begrüßung der Kinder und deren Familien sowie die zugewandte Gestaltung des Übergangs von Familie in die Kita, leiten den Tag für das Kind ein.

Gleitende Brotzeit

Die Mahlzeit findet in einer wertschätzenden Atmosphäre statt und die individuellen Bedürfnisse der Kinder stehen im Mittelpunkt.

Morgenkreis in den Stammgruppen

Der Morgenkreis fördert das Zugehörigkeitsgefühl und bietet Orientierung. Lieder, Geschichten, Spiele und Gespräche über den Verlauf des Tages, über die Ideen und Themen der Kinder, finden statt.

Freie Lern- und Spielzeit

Die Pädagogen/-innen beobachten aufmerksam und feinfühlig die Spielsituationen und lassen sich aktiv von den Kindern in ihr Spiel einbinden. Auf der Basis dieser Beobachtungen setzt die Fachkraft Impulse zu weiteren Entwicklungsschritten.

Gezielte Aktivitäten

Lerninhalte werden für die Kinder altersentsprechend aufbereitet und fokussieren unterschiedliche Bildungsbereiche, wie z. B. Schulvorbereitung oder Bewegung. Die Pädagogen/-innen motivieren und begleiten.

Gartenzeit und Spaziergänge

Aktivitäten außerhalb der Kita geben den Kindern die Möglichkeit, ihr Wissen über die Natur und die Umwelt zu erweitern. Bewegung ist für die gesamte Entwicklung der Kinder bedeutsam. Der natürlichen Bewegungsfreude des Kindes wird viel Raum gegeben.

Begleitung der Körperpflege

Die Körperpflege und das Wickeln der Kinder finden in liebevollem Umgang statt und werden begleitet von einer respektvollen Haltung und sprachlichem Dialog.

Mittagszeit

Gemeinsames Mittagessen

Mahlzeiten bieten den Kindern die Möglichkeit zur Begegnung und zur Bildung. Eine angenehme Atmosphäre bei Tisch entsteht, wenn Kinder selbstbestimmt für sich und für die Tischgemeinschaft agieren können.

Ruhe-/Schlafenszeit

Eine Ruhezeit ist für die Entwicklung der Kinder unabdingbar. Ruheinseln und feste Schlaforte bieten Antworten für die individuellen Bedürfnisse der Kinder. In dieser Zeit ist eine Abholung nicht sinnvoll.

Begleitung der Körperpflege*

Nachmittag

Freie Lern- und Spielzeit* / Gezielte Aktivitäten* / Gartenzeit* / Gleitende Brotzeit* / Begleitung der Körperpflege*

* wie oben beschrieben

Abholzeit je nach Buchung

Ein kurzer Austausch zwischen Erzieherin, Kind und Abholberechtigten gibt die Möglichkeit Wichtiges zu übermitteln.

Team

Das Team der Kindertageseinrichtung setzt sich, entsprechend der gesetzlichen Vorgaben, zusammen aus einer Leitung, einer stellvertretenden Leitung, pädagogischen Fachkräften, pädagogischen Ergänzungskräften sowie mindestens einer/m hauswirtschaftlichen/m Mitarbeiter/in. Die Stadt Ingolstadt bildet Personal aus und somit sind stets auch Praktikanten und Praktikantinnen aller pädagogischen Berufsgruppen in unseren Einrichtungen vertreten.

Räumlichkeiten & Außenanlage

Räumlichkeiten

Die „Villa Rosa“ besteht aus zwei Häusern mit jeweils drei Krippen- und drei Kindergartengruppen.

In der Krippe grenzen die Schlafräume an die jeweiligen Gruppenräume an und es gibt einen großen Spiel- und Bewegungsflur sowie einen Sanitärbereich mit Wickelmöglichkeit.

Der Kindergarten verfügt über zwei zusätzliche Nebenräume. Die Funktion dieser Räume kann dabei variieren, z. B. Bauraum, Werkraum oder Rollenspielbereich.
Es gibt ein Bistro im Flurbereich, in dem das Mittagessen eingenommen wird, eine große Turnhalle, die auch von den Krippenkindern genutzt wird, zwei Sanitärbereiche und eine gemütliche Bücher- und Leseecke, ebenfalls im Flurbereich.

Außenanlage

Beide Häuser haben einen separaten Garten mit altersgerechtem Spielmaterial.

Den Kindern stehen Sandkästen mit Matschanlagen, Klettermöglichkeiten, Rutschen, eine Wippe und Vogelnestschaukeln sowie Fahrzeuge für die verschiedenen Altersgruppen zur Verfügung.

Die öffentlichen Spielplätze in der Umgebung, die Spazierwege im Wohngebiet, die Donauauen oder die Innenstadt werden regelmäßig für Ausflüge genutzt.

Kooperation & Vernetzung

Zusammenarbeit mit der Schule

Die Kindertageseinrichtung pflegt einen engen Kontakt zur Grundschule im Stadtteil.
Die Kooperationspartner der Einrichtung besprechen gemeinsame Aktivitäten, die den Übergang für die Vorschulkinder erleichtern sollen. Erzieher/innen und Grundschullehrer/innen tauschen sich regelmäßig aus, die Einwilligung der Eltern vorausgesetzt.
Der Seh- und Hörtest und die Vorschuluntersuchung durch das städtische Gesundheitsamt finden jährlich in der Kindertageseinrichtung statt.

Fachdienste

Die Kooperation mit anderen fachlichen Einrichtungen und Diensten ist ein fester Bestandteil der Arbeit in der Kindertageseinrichtung. Bei Bedarf und in Absprache mit den Eltern wird mit mobilen Fachdiensten, Beratungsstellen, Logopäden, Ergotherapeuten, Ärzten zusammengearbeitet.

Kontakte im Umfeld

Die Kindertageseinrichtung Villa Rosa ist eng mit der Grundschule Gotthold Ephraim Lessing und der Grundschule an der Pestalozzistraße vernetzt.

Die städtische Simon-Mayr-Sing- und Musikschule bietet als externer Anbieter „Musikalische Frühförderung“ in den Räumen der Kita an.

Zudem besteht ein enger Kontakt zu folgenden Einrichtungen:

  • Stadtbücherei
  • Feuerwehr

Essen & Trinken

Frühstück

Die Kinder bringen ihr Frühstück von zu Hause mit.

In beiden Häusern gibt es einmal im Monat ein gesundes Frühstück, die Lebensmittel hierfür bringen die Eltern in Absprache abwechselnd mit.

Mittagessen

Die städtischen Kindertageseinrichtungen bieten täglich ein warmes Mittagessen mit einem Bioanteil von mindestens 50 Prozent an.
Die Speisen werden nach dem Cook & Freeze-Verfahren vom Essensanbieter bis zu einem bestimmten Punkt vorgegart und anschließend in den „Tiefkühlschlaf“ versetzt, um die Frische der Produkte zu bewahren. In den Kitas werden diese dann auf den Punkt fertig zubereitet.
Ergänzend dazu gibt es Obst, Rohkost, Salate oder Milchprodukte. Gesundheitliche und religiöse Bedürfnisse werden berücksichtigt.
Die Abrechnung des Mittagessens erfolgt auf den Tag genau. Der Preis für ein Mittagessen ist der Gebührensatzung (§ 4 Abs. 5) zu entnehmen.

Nachmittagsbrotzeit

Die Kinder bringen ihre Brotzeit von zu Hause mit.

Getränke

Jeden Tag stehen den Kindern Getränke zur Verfügung, die von der Kita bereitgestellt werden. In den Wintermonaten wird zusätzlich ungesüßter Tee angeboten.

Frischkost: Obst, Gemüse als Rohkost, Milchprodukte

Über den Tag verteilt essen die Kinder zu den meisten Mahlzeiten entweder frisches Obst oder Gemüse als Rohkost oder Milchprodukte.

Pädagogische Konzeption

Kindergarten

Die Stadt Ingolstadt ist als Träger der Städtischen Krippen, Kindergärten, Häuser für Kinder und der Horte verantwortlich für die Betriebsführung, die Finanzierung und die Qualitätssicherung der Häuser.

Sie übernimmt die Verantwortung für die Beachtung und Umsetzung der gesetzlichen Grundlagen (z. B. Grundgesetz, SGB VIII, BayKiBiG, BayIntG und der Ausführungsverordnung AVBayKiBiG), sowie der UN Kinderrechtskonvention (1989) und der UN Behindertenrechtskonvention (2009).  

Die pädagogische Konzeption aller städtischen Kindertageseinrichtungen orientiert sich am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP), der als Grundlage der pädagogischen Arbeit im Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) verankert ist und an der Handreichung Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren, sowie der Bayerischen Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit und der pädagogischen Empfehlung für die Arbeit in bayerischen Horten.

Wir gehen hierbei davon aus, dass das Kind von Geburt an seine Entwicklung und Bildung aktiv mitgestaltet. Die natürliche Wissbegier des Kindes wird dabei als wertvolle Voraussetzung angesehen. Die Kita bietet dazu eine anregende Umgebung, welche eine gute Voraussetzung für den Erwerb personaler, sozialer und physischer Kompetenzen ist.

Wichtig ist uns dabei, das Spiel als die elementarste Form des Lernens anzusehen. In der wertschätzenden Atmosphäre unseres Hauses  kann sich das Kind seinem individuellen Stand entsprechend entwickeln.

Das Kind kommt in den Kindergarten

Mit Beginn der Kindergartenzeit hält sich ein Kind oft zum ersten Mal ohne seine Eltern in einer neuen Umgebung auf. Dies ist ein bedeutender Schritt für das Kind und die Eltern.

Neue Erfahrungen sammeln, Beziehungen zu anderen Kindern und Erwachsenen aufbauen, seinen Platz in der Kindergruppe finden – bei der erfolgreichen Bewältigung dieser Herausforderungen erwirbt ein Kind wertvolle Kompetenzen für den Umgang mit zukünftigen neuen Situationen.

In Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Eltern gestalten wir den Übergang von der Elternbetreuung zur Betreuung im Kindergarten.

Vor der Aufnahme des Kindes findet statt:

  • Anmeldegespräch und Hausführung durch die Leiterin (dabei Austausch über päd. Schwerpunkte der Kita, Erwartungen der Eltern, Ablauf des Kindergartenalltags usw.)
  • Abschluss des Betreuungsvertrages und Anamnesegespräch mit den Eltern
  • Informationselternabend für die neuen Familien (mit Informationen zu Eingewöhnungszeit, Tagesablauf usw.)
  • Schnupperbesuch des Kindes in Begleitung mit einem Elternteil bzw. Eltern im Kindergarten
  • Besprechen und Aushändigen der Informationsmappe für die Eltern zur Gestaltung des Überganges

Bei der Aufnahme des Kindes findet statt:

  • Persönlicher Empfang für jedes Kind mit vorbereitetem Platz in der Garderobe
  • Begleitung des Kindes durch ein Elternteil während der ersten Tage
  • Je nach Befindlichkeit des Kindes steigert sich die Dauer der Betreuungszeit
  • Unterstützung der Eltern bei der Trennung vom Kind mit Hilfestellungen zum Eingewöhnen und Informationen über den Verlauf

Vom Kindergarten in die Schule

Die Vorbereitung der Kinder auf die Schule ist eine wesentliche Aufgabe des Kindergartens und beginnt ab der Aufnahme des Kindes.

Während der gesamten Kindergartenzeit vermitteln wir den Kindern notwendige Kompetenzen für die kommende Schulzeit.

Eine intensivierte Schulvorbereitung durch gezielte und regelmäßige Lernangebote und Projekte erfolgt im letzten Kindergartenjahr.

Für eine gelingende Schulvorbereitung und Übergangsbewältigung ist die Zusammenarbeit von Eltern, Kindertageseinrichtung und Grundschule erforderlich. Wir führen mit den Eltern der Schulanfänger Gespräche zum Entwicklungsstand, der Schulfähigkeit und der Schulvorbereitung der Kinder.

Für die Kooperation und den fachlichen Austausch mit der Grundschule benötigen wir eine Einwilligung der Eltern. Diese wird zu Beginn – bei Vertragsabschluss - eingeholt.

Ein Elternabend zur Einschulung, der Besuch der Kinder in der Grundschule und die Teilnahme an einer Unterrichtsstunde sind feste Bestandteile der Schulvorbereitung.

Eine zusätzliche intensive Zusammenarbeit mit der Grundschule findet im Rahmen des Vorkurses statt. Dieser ist ein Sprachkurs für angehende Schulkinder mit Migrationshintergrund, um deren Deutschkenntnisse zu verbessern.

Zum Ende der Kindergartenzeit werden die Kinder vom Kindergarten verabschiedet.

Pädagogischer Schwerpunkt

„Angenommen sein – Sich wohlfühlen“ – dies erfahren die Kinder, die in unseren Kindergarten kommen, um dort ihren Platz in der Gemeinschaft zu finden. Jedes Kind wird in seiner Persönlichkeit wahrgenommen und akzeptiert. Durch die Zugehörigkeit zur Gruppe werden das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen des Kindes, „die personalen Kompetenzen“, gestärkt.

Der respektvolle und freundliche Umgang miteinander schafft eine Atmosphäre, die es den Kindern ermöglicht, stolz auf die eigenen Fähigkeiten, Kultur und Herkunft zu sein. Im täglichen Umgang mit verschiedenen Sprachen und Kulturen lernen die Kinder gegenseitige Akzeptanz, Wertschätzung und Rücksichtnahme.

Ein bedeutender Schwerpunkt in unserer Bildungsarbeit ist der Erwerb von Sprachkompetenz. Denken, Sprechen, und die Fähigkeit, zielgerichtet zu handeln, hängen eng zusammen und werden daher intensiv gefördert. Nachdem unser Kindergarten von vielen fremdsprachigen Kindern besucht wird, ist das Erlernen der deutschen Sprache von großer Bedeutung. Dazu bieten wir ein eigenes Sprachförderkonzept der städt. Einrichtungen an, über das wir Sie gerne zusätzlich informieren.

Unser Ziel ist Bildung von Anfang an und dabei die unterschiedlichen Begabungen, Fähigkeiten und Anlagen jedes Kindes zur Entfaltung zu bringen.

Unser Betreuungskonzept bietet den Kindern alle Gruppen- und Nebenräume, den Flur und den Turnraum als Spielfläche an.

In den „Stammgruppen“ werden die Lernangebote durchgeführt. Dort finden Eltern und Kinder jeweils auch ihre vertrauten Ansprechpartnerinnen.

Wertorientiert und verantwortungsvoll handelnde Kinder

In unserer Einrichtung erleben die Kinder verschiedene Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Kompetenzen, Emotionen und sozialen Fähigkeiten.

In diese Vielfalt gilt es nun seine eigene Persönlichkeit in das Gruppenleben zu integrieren:

Die Kinder

  • erleben Freundschaften;
  • lernen, sich zu behaupten;
  • erleben sich als einen Teil der Gemeinschaft;
  • nehmen teil an Versammlungen und Projekten;
  • wirken aktiv an der Gestaltung im Kindergarten mit.

Diese Einbindung stärkt das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl.

Im Umgang miteinander lernen die Kinder Rituale des Tröstens und der Versöhnung kennen, und werden unterstützt beim Aushandeln von konstruktiven Konfliktlösungen (z. B. Teilen, Mitspielen lassen, Hilfe anbieten).

Hier in der „Villa Rosa“ begegnen sich Kinder unterschiedlicher Herkunftskulturen. So finden täglich und selbstverständlich interkulturelle Situationen und Begegnungen zwischen Kindern und Erwachsenen statt.

Dabei lernen die Kinder, die eigene Kultur und Sprache zu schätzen und gleichzeitig Fremdes zu achten. Mittels Liedern, Spielen, Gesprächen, Brauchtumspflege und Informationen vermitteln wir den Kindern Einblicke, die ein besseres Verständnis für das Kulturgut verschiedener Länder fördern (Zum Beispiel:  Ramazan Bayrami = Fest des Fastenbrechens, Advents- Weihnachtszeit, Fasching und weitere).

Neben diesen Besonderheiten achten wir auf die alltägliche Berücksichtigung der unterschiedlichen religiösen und gesellschaftlichen Werte. Dieses notwendige Verständnis für Traditionen, Erstsprache, Glaubensanschauungen und Essensbräuche trägt zur gegenseitigen Achtung und einem harmonischen Umgang miteinander bei.

Auch ein verantwortungsvoller Umgang mit Materialien und Gegenständen ist uns in unserer erzieherischen Arbeit wichtig und wird den Kindern vermittelt, z. B. die sorgsame Handhabung und die Reparatur von defektem Spielmaterial.

Sprach- und medienkompetente Kinder

Durch die Sprache teilen wir uns Anderen mit, können Gedanken, Wünsche und Gefühle ausdrücken. Sie ist die Grundlage für jeden Bildungsbereich und spielt eine wesentliche Rolle bei allen Lernprozessen. Deshalb bieten wir regelmäßig sprachfördernde Angebote wie Geschichten, Verse, Fingerspiele, Reime, Rätsel raten an. Dazu gehört auch ein beständiger Dialog mit den Kindern und eine Gestaltung des Tagesablaufes, der eine Vielfalt an kommunikativen Situationen entstehen lässt. Bei der Auswahl von Spielmaterial achten wir auf sprachanregende Materialien z. B. Telefone, Handpuppen.

Unseren Kindergarten besuchen viele fremdsprachige Kinder. Hier bieten wir zum Erlernen der deutschen Sprache zusätzliche Angebote zur sprachlichen Bildung an. In Kleingruppen werden neue Begriffe gelernt und der Wortschatz erweitert. Der Vorkurs in Zusammenarbeit mit der Grundschule dient den angehenden, fremdsprachigen Schulkindern zur Intensivierung ihrer Deutschkenntnisse. Im vorletzten und im letzten Kindergartenjahr wird der Sprachstand der Kinder mit einem speziellen Spracherhebungsbogen erfasst.

Das Projekt „Hören-Lauschen-Lernen“ wird für alle Kinder im letzten Kindergartenjahr angeboten. Nach vorheriger Überprüfung nehmen jene Kinder, die Schwierigkeiten beim Erkennen von Lauten und Lautverbindungen haben, am Programm teil, sofern das Einverständnis der Eltern vorliegt.

Wir wollen das Interesse der Kinder an der Schrift und an Zeichen wecken und sie mit Alltagsmedien vertraut machen. Ebenso sollen sie an den selbständigen Umgang damit herangeführt werden. Wir bieten den Kindern Erfahrungen rund um Buch-, Erzähl- und Schriftkultur – Literacy. Das heißt, die Kinder haben jederzeit Zugang zu Bilderbüchern, Sachbüchern, Lexika. Ihnen wird daraus vorgelesen oder erzählt oder sie erzählen selbst dazu.

In jedem Gruppenraum hängt eine Anlauttabelle und wir verwenden unterschiedliche Symbole z. B. Wochenkalender, Jahresuhr in unserem Kindergarten.

Der Bereich der auditiven (=hören) Medien nimmt einen geringeren aber nicht unbedeutenden Teil der Sprach- und Medienerziehung ein. Durch das Hören von mehrsprachigen Geschichten- und Lieder-CDs werden die Kinder spielerisch an den Umgang dieses Mediums herangeführt.

Fragende und forschende Kinder

Wir wollen die Kinder im alltäglichen Kindergartenleben zur aktiven Beteiligung anregen, die Neugierde der Kinder wecken, erhalten und ein vielfältiges Spektrum an Erlebnissen in der Natur bzw. Umwelt bieten. Dazu stellen wir den Kindern unterschiedlichste Materialien zur Verfügung, die zum Forschen und Experimentieren anregen (z. B. Magnete, Lupen, Schrauben, Mikroskop, jegliches Sinnesmaterial usw.) Wir zeigen den Kindern einfache Experimente, die sie auch selbst ausführen können.

Durch Spaziergänge und Ausflüge erweitern wir das Erfahrungsfeld der Kinder und vermitteln den richtigen Umgang im Straßenverkehr (Verkehrserziehung).

Mathematische Grunderfahrungen finden sich im Alltag und werden zusätzlich in Lernangeboten vermittelt. Dazu gehört der Umgang mit Farben, Formen, Mengen, Zahlen, Größen durch verschiedene Materialien. Etwas Ordnen, Sortieren, in eine Reihenfolge bringen, vergleichen, messen, wiegen, abzählen, erkennen von Ziffern und Würfelbildern sind Tätigkeiten unserer Kinder.

Handwerker, die im Kindergarten arbeiten, die Müllabfuhr und weitere Gelegenheiten im Alltag sind für unsere Kinder sehr interessant und werden als Impulse für Fragen und Nachforschungen genutzt.

Umweltbezogenes Denken und Handeln beziehen wir in den Alltag mit ein (z. B. Mülltrennung, Umgang mit Trinkwasser, die Werthaltung gegenüber anderen Lebewesen) und nutzen unseren Garten bzw. die nahe gelegenen Donauauen für Naturbegegnungen.

Künstlerisch aktive Kinder

Die Kinder haben vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten. Wir unterstützen und wertschätzen die Entwicklung der bildnerischen, musikalischen und tänzerischen Fähigkeiten. In jedem Gruppenraum stehen verschiedene Materialien zum Malen, Zeichnen, Kneten, Werken und Gestalten frei zugänglich zur Verfügung. Wir zeigen den Gebrauch des Materials und geben Anregungen zu Handhabung und Anwendungsmöglichkeiten. Die Werke der Kinder werden im Flur ausgestellt und über die gesamte Kindergartenzeit in einem Portfolio für das Kind gesammelt.

Das Erleben von kulturellen Aktionen, z. B. Theater, Museum, Puppenspieltheater sind im Kindergartenjahr feste Bestandteile.

Die Kinder spielen mit Musikinstrumenten, lernen Liedgut und Tänze kennen und erfahren Anerkennung für ihren Mut bei Festen.

Starke Kinder

Kinder sollen die Möglichkeit haben, ihren Körper kennen zu lernen und die dazu notwendigen Erfahrungen machen, um sich selbst besser einschätzen zu können.

Um die Freude an der Bewegung bei den Kindern zu wecken, gibt es verschiedene Bewegungsangebote (Turnraum, Garten-Spielzeit, Bewegungsspiele, Tanzen, Turnen). Dabei werden Bewegungserfahrungen gesammelt, motorische Fähigkeiten erprobt und verfeinert (z. B. Grob- Feinmotorik, Gleichgewicht, Koordination von Armen und Beinen).

Täglich stellen wir frisches Obst und Gemüse am Brotzeittisch bereit und achten auf ein ausgewogenes Mittagessen für unsere Ganztagskinder. Getränke stehen den Kindern jederzeit zur Verfügung. Immer montags können die Kiner von zuhause ein Müsli mitbringen. Die Bio-Milch dazu erhalten die Kinder vom Kindergarten.

Durch die Beachtung von allgemeinen Hygieneregeln, wie Händewaschen und einer gepflegten Esskultur vermitteln wir den Kindern notwendige, gesellschaftliche Grundkenntnisse.

Bedürfnisse nach Aktivität und Ausruhen sind individuell. Es gibt Rückzugsmöglichkeiten im Gruppenraum, die Geborgenheit vermitteln und trotzdem eine Nähe zum Gruppengeschehen ermöglichen. Für die Ganztagskinder bieten wir im Schlafraum die Möglichkeit zum Ausruhen bzw. Mittagsschlaf an.

Wir wollen das Selbstbewusstsein und die Widerstandskraft der Kinder stärken. Dazu gehört, dass die Kinder ein positives Selbstbild entwickeln und wir uns mit ihnen über neue Entwicklungsschritte freuen. Das selbstständige Handeln der Kinder in allen Belangen erachten wir als äußert wichtig. Kinder entwickeln ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten an Herausforderungen. Wir geben Unterstützung bei schwierigen Situationen und helfen Frustrationen, Trauer, Angst auszudrücken und zu ertragen.

Beteiligung der Kinder

In Gesprächsrunden und Versammlungen beteiligen wir die Kinder möglichst umfassend an Entscheidungen und Planungen. Dabei werden Ideen, Meinungen und Vorschläge, die die Kinder äußern, von den Erzieherinnen aufgenommen, beraten und gemeinsam mit den Kindern umgesetzt. Sie lernen abzustimmen, erfahren die Grundzüge von demokratischem Verhalten und das Wertschätzen von Meinungen.

Jedes Kind hat das Recht, in unserer Einrichtung im Kindergartenalltag mitzuwirken, mitzugestalten und mitzubestimmen.

Durch die projektorientierte Arbeit sind die Kinder unmittelbar an der Gestaltung der Lernangebote, der Raumgestaltung und der Erkundungsgänge/Spaziergänge beteiligt.

Beschwerdemöglichkeiten für Kinder

Werden Beschwerden und Klagen der Kinder direkt an das Personal herangetragen, so sehen wir uns in der Verantwortung, die Ursachen zu ergründen und eine Lösungsmöglichkeit zu suchen. Dabei sind die Kinder aktiv eingebunden und tragen ihre Vorstellungen und ihre Erfahrungen (evtl. Lösungswege aus ihrem Lebensumfeld) bei.

Bei den Versammlungen und anderen Gruppentreffen wird jedes Kind gehört und ernst genommen – das einzelne Kind erfährt somit konstruktive Gesprächskultur und erlebt einen positiven Umgang mit den Anliegen aller Gruppenmitglieder.

Ein aufmerksamer und wachsamer Blick auf die Bedürfnisse der Kinder hilft, die indirekten Sorgen und Probleme zu erkennen. Persönliche Einzelgespräche vermitteln den Kindern die unbedingte Vertrautheit.

Dabei ist es uns wichtig, sofort und zeitnah zu reagieren, zu trösten, Rückhalt zu bieten und ernsthaft zu handeln.

Das Kindergartenteam tauscht sich in kollegialer Beratung und auf der Grundlage von Beobachtungen aus, in welchen Bereichen die Mitbestimmung der Kinder vertieft werden muss und kann.

Kinderschutz

Die Städtischen Kindertageseinrichtungen sind geschützte und sichere Räume für Kinder. Die Mitarbeiter*Innen sind sich der besonderen Verantwortung für das Wohl der Kinder bewusst, reagieren frühzeitig und sensibel auf Gefährdungsanzeichen und haben ein Handlungskonzept, wie in einer Gefährdungssituation vorzugehen ist. Dabei ist die frühzeitige Einbeziehung der Eltern sicher zu stellen und  auf die Beseitigung der Gefährdung hinzuwirken. In Kooperation mit den jeweiligen Beratungsdiensten können entsprechende Hilfsangebote gemacht werden bzw. kindeswohlsichernde Maßnahmen eingeleitet werden (§ 8a ff SGB VIII).

Kinder haben ein eigenständiges Recht auf altersentsprechende Beteiligung und  ein Recht sich in eigenen Angelegenheiten zu beschweren. Das Beschwerderecht gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Sorgen und Anliegen  den pädagogischen Mitarbeiter*Innen anzuvertrauen und dabei die Erfahrung zu machen, ernst genommen zu werden und Hilfe zu erhalten. Sie wissen, an wen sie sich wenden können und wie mit ihren Anliegen umgegangen wird. Das pädagogische Personal ist dafür verantwortlich eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder trauen, sich für die eigenen Interessen einzusetzen und das Recht der Beschwerde für eigene Belange wahrzunehmen.

Inklusion und Vielfalt

Inklusion ist ein Menschenrecht und eröffnet den Weg für Vielfalt, Zugewinn und Chancengleichheit. „In der Behindertenrechtskonvention geht es nicht mehr um die Integration von Ausgegrenzten, sondern darum, von vornherein allen Menschen die uneingeschränkte Teilnahme an allen Aktivitäten zu ermöglichen „(UN- Behindertenrechtskonvention)“.

Jedes Kind verfügt über Fähigkeiten, welche die Gemeinschaft in unseren Kindertageseinrichtungen bereichern. Das Lernen wird reichhaltig und bietet allen Kindern gleiche Entwicklungschancen, egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft und unabhängig von ihren körperlichen oder kognitiven Voraussetzungen.

Persönliches Potenzial findet Berücksichtigung, sodass sich das Kind in seiner Individualität wahrgenommen fühlt und seine Stärken entwickeln kann.

Die kulturelle Vielfalt in unseren Kindertageseinrichtungen spiegelt das reichhaltige Leben unserer Gesellschaft wider. Unser Bestreben richtet sich stets danach aus, dass Inklusion gelingen kann. Unsere Fachkräfte lassen sich auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes und seiner Familie ein und richten ihr pädagogisches Handeln danach aus.

Selbstbestimmtes Spielen und Lernen

Eine wichtige und die elementarste Lernform für alle Kinder ist das Spiel. Dabei werden Alltagseindrücke verarbeitet und die Fantasie der Kinder entwickelt sich. In Spielprozessen lernen Kinder beiläufig. Deshalb ist für uns die Freispielzeit von großer Bedeutung.

Als Voraussetzung für Lernfreude ist das Bedürfnis nach Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen zu stillen. Ausgehend hiervon ist es uns wichtig Bezugspersonen als Ansprechpartner anzubieten und das Geschehen im Kindergarten überschaubar zu organisieren.

Kinder lernen beständig und besitzen grundsätzlich die Motivation zu lernen und sich zu entwickeln. Sie sind aktive Gestalter. Unsere Aufgabe ist es den Kindern täglich Anregungen und ein vielfältiges Erfahrungsfeld zu bieten. Wir unterstützen die Kinder in ihrer Freude am Ausprobieren, Denken und Problem lösen. Dabei vermitteln wir den Kindern, auf welchen Wegen sie sich Informationen zur Erweiterung ihres Wissens beschaffen können und hinterfragen: „wie haben wir das gelernt“. Dieser Prozess zeigt den Kindern wie sie „lernen zu lernen“.

Wir respektieren die Entscheidung jedes Kindes, ob es an einem Projekt teilnehmen möchte oder nicht.

Dokumentation der pädagogischen Arbeit

Täglich werden die verschiedenen Lernangebote und Aktivitäten der Kinder dokumentiert.  Vor jeder Gruppentüre finden die Eltern einen Wochenplan, sowie eine ausführlichere Tagesdokumentation. Die regelmäßigen Vorschultreffen werden zeitnah dokumentiert und zur Einsichtnahme ausgelegt.

Eine weitere Information zur pädagogischen Arbeit sind die Projektaushänge.

Die Inhalte, Lernschritte und Ergebnisse der verschiedenen Gruppen werden regelmäßig  auf Plakaten dokumentiert und im Flurbereich vor den Gruppenräumen präsentiert.

Die verschiedenen Lerninhalte, sowie Materialien der gezielten Sprachförderung (sprachliche Bildung) und des Vorkurses (Teil Kindergarten) werden ebenfalls im Flur veröffentlicht.

Für die Eltern stehen digitale Bilderrahmen in jedem Gruppenraum zur Verfügung. Die Fotodokumentation vermittelt einen Einblick ins Tagesgeschehen der Kinder.

Die Portfoliomappen dokumentieren auf positive Weise die Entwicklungsschritte der Kinder und halten alle wichtigen Ereignisse der Kindergartenzeit fest. Gerne dürfen sich Eltern an der Gestaltung der Ordner beteiligen.

Jedes Kind hat seinen individuell gestalteten Ordner mit Name und Foto versehen.

Die Portfoliomappen stehen den Kindern in ihren jeweiligen Gruppenräumen durchgängig zur Verfügung.

Beobachtung von Entwicklungsverläufen und deren Dokumentation

Die Beobachtung von Lern- und Entwicklungsprozessen der Kinder bildet die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit.

Hierzu führen wir für jedes Kind einen Beobachtungsbogen, der Einblick in Stärken, Kompetenzen und Schwächen der Kinder gibt und im Laufe der Kindergartenzeit den Entwicklungsverlauf und die Entwicklungsschritte des Kindes verdeutlicht. Bei allen Kindern erfassen wir zusätzlich die (deutschen) Sprachkenntnisse.

Bei der Findung von Projektthemen kommt der Beobachtung der Kinder, z. B. bei Spielsituationen und dem Erfassen von Neigungen, Interessen, Bedürfnissen der Kinder, eine entscheidende Bedeutung zu.

Die Eltern können sich regelmäßig mit den Erzieherinnen in Form eines Elterngespräches über die Lernschritte des Kindes anhand des Beobachtungsbogens austauschen.

Wir beraten und besprechen mit Eltern Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten ihrer Kinder, die sie zuhause durchführen können.

Gegebenenfalls informieren wir auch über weitere zusätzliche Förderangebote (z. B. Logopädie, Ergotherapie und Beratungsdienste).

Beteiligung der Eltern

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit mit den Eltern steht das gemeinsame Bemühen um die Entwicklung und das Wohlbefinden der Kinder. Deshalb streben wir eine Erziehungspartnerschaft auf der Grundlage gegenseitiger Akzeptanz an.

Die Kooperation findet in vielen unterschiedlichen Kommunikationsformen statt. Hierzu gehören Tür- und Angelgespräche und der kurze Austausch aktueller Informationen ebenso, wie geplante und terminierte Elterngespräche zum Entwicklungsverlauf der Kinder.

Die Eltern haben in unserer Einrichtung die Möglichkeit, die Kindergruppe zu besuchen, am Gruppengeschehen teilzunehmen und den Gruppenalltag kennen zu lernen. Dabei erhalten Sie Gelegenheit, ihr Kind in der Einrichtung zu beobachten und Erfahrungen mit dem Erzieherpersonal auszutauschen.

Eine Teilnahme am Kindergartengeschehen ist auch durch aktives Mitwirken der Eltern in der Einrichtung möglich, z. B. den Kindern aus dem eigenen Kulturkreis Tänze oder Lieder vorzustellen, oder den Kindern Einblicke in berufliche Tätigkeiten zu geben.

Auch bei der Gestaltung und Durchführung von Festen sind Eltern unsere Partner.

Jährlich zu Beginn des Kindergartenjahres wählen die Eltern ihre Elternvertreter, den Elternbeirat. Dieser hat eine beratende Funktion und ist ein wichtiges, in unserer Arbeit uns unterstützendes Gremium.

Die Eltern werden einmal jährlich nach ihrer Meinung zur Einrichtung, über ihre Zufriedenheit und nach Anregungen befragt. Die Ergebnisse werden im Kindergarten veröffentlicht.

Details zu unserer jeweils aktuellen Elternbefragung finden Sie hier.

Krippe

Die Stadt Ingolstadt ist als Träger der Städtischen Krippen, Kindergärten, Häuser für Kinder und der Horte verantwortlich für die Betriebsführung, die Finanzierung und die Qualitätssicherung der Häuser.

Sie übernimmt die Verantwortung für die Beachtung und Umsetzung der gesetzlichen Grundlagen (z. B. Grundgesetz, SGB VIII, BayKiBiG, BayIntG und der Ausführungsverordnung AVBayKiBiG), sowie der UN Kinderrechtskonvention (1989) und der UN Behindertenrechtskonvention (2009).

Die pädagogische Konzeption aller städtischen Kindertageseinrichtungen orientiert sich am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP), der als Grundlage der pädagogischen Arbeit im Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) verankert ist und an der Handreichung Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren, sowie der Bayerischen Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit und der pädagogischen Empfehlung für die Arbeit in bayerischen Horten.

Wir gehen hierbei davon aus, dass das Kind von Geburt an seine Entwicklung und Bildung aktiv mitgestaltet. Die natürliche Wissbegier des Kindes wird dabei als wertvolle Voraussetzung angesehen. Die Kita bietet dazu eine, in Bezug auf die personalen, sozialen und physischen Kompetenzen, anregende Umgebung die eine gute Voraussetzung für Lernen und Entwicklung darstellt. Wichtig ist uns dabei, das Spiel als die elementarste Form des Lernens anzusehen. In einer wertschätzenden Atmosphäre kann sich das Kind seinem individuellen Stand entsprechend entwickeln.

Eingewöhnung - erster pädagogischer Schwerpunkt in der Krippe

Der Übergang von zu Hause in die Krippe bedeutet für das Kind eine neue Herausforderung. Das Kind erlebt die erste, längere Trennungsphase. Das Kind hat in dieser Zeit einiges zu bewältigen. Es muss sich an neue Räume gewöhnen, Kontakte knüpfen, einen neuen Tagesablauf kennenlernen und sich als Teil einer neuen Gruppe zurechtfinden. Wir möchten der Eingewöhnung genügend Raum geben, da in dieser entscheidenden Phase viele wichtige Lernprozesse getätigt werden.

Portfolioarbeit

Das Portfolio ist ein Entwicklungsbuch, das in kindgerechter und positiver Form die Entwicklung und die Lernschritte des Kindes dokumentiert. Das Portfolio darf auch von den Eltern mitgestaltet werden und verbleibt bis zum Ende der Krippenzeit in der Einrichtung.

Orientierung am Jahreskreis und den Festen

Natürlich möchten wir den Kindern Traditionen und Gebräuche näherbringen und vermitteln.  Deshalb feiern wir mit den Kindern St. Martin, Weihnachten und Ostern. Für die Vorbereitung nehmen wir uns  einige Wochen Zeit und greifen die Anlässe als Themen in unserem pädagogischen Alltag auf.

Entwicklungsgemäßer Ansatz

Jedes Kind entwickelt sich in Phasen, die aufeinander aufbauen. Die Lern- und Bildungsaktivitäten orientieren sich an dem jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes und der Kindergruppe. Hierbei gilt es, die von den Kindern eigene Lernfreude, Experimentierlust und Neugierde zu nutzen und zu fördern.

Sprach- und medienkompetente Kinder

Sprachkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation und sie ist eine wesentliche Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg, sowie für eine volle Teilhabe am gesellschaftlich-kulturellen Leben.

Unsere Kinder erfahren eine Gesprächsatmosphäre, die durch Akzeptanz, Offenheit, Vertrauen und Freundlichkeit gekennzeichnet ist. Wir hören jedem Kind aufmerksam zu und bestärken es dadurch seine Erlebnisse, Ideen und Vorstellungen zu äußern. Durch die vorbereitete Umgebung während der Freispielzeit und durch gezielte Lernangebote mit (Bilder-)Büchern, Versen, Reimen, Geschichten, Fingerspielen und Märchen entwickeln Kinder in ihrer Altersgruppe Sprachkompetenz, die ganz wesentlich zur Sprachentwicklung beiträgt.

Fragende und forschende Kinder

Der Forscherdrang der Kinder ist unerschöpflich. Mit großem Interesse experimentieren, beobachten und erforschen sie.

Wir unterstützen die Kinder dabei, indem wir sie mit unterschiedlichen Materialien experimentieren und bauen lassen.

Wir beobachten mit ihnen die Natur mit ihren Veränderungen, indem wir regelmäßige Spaziergänge unternehmen.

Die Welt der Kinder ist voller Mathematik, da sich geometrische Formen, Zahlen und Mengen überall verbergen, ob beim Zählen der anwesenden Kinder im Morgenkreis oder beim Sortieren der Mengen nach Farben, Formen und Größe.

Künstlerisch aktive Kinder

Jedes Kind besitzt von Geburt an die Anlage zu Musikalität und Kreativität. Es hat Freude daran, den Geräuschen, Tönen und Klängen in seiner Umgebung zu lauschen und diese selbst zu produzieren. Gehörte Musik setzt es in der Regel spontan in Tanz und Bewegung um.

Bei uns im Haus wird jedes Kind täglich mit Musik konfrontiert, sei es allein ein morgendliches Lied zur Begrüßung. Regelmäßig setzen wir die verschiedensten Musik- und Rhythmusinstrumente ein, mit denen die Kinder auch frei experimentieren dürfen. Uns ist bewusst, wie wichtig Musik für das Wohlgefühl und für das Erlernen von sozialen Kompetenzen ist, wie sehr sie sprachliche Fähigkeiten verbessern kann und das aufmerksame Zuhören schult, sowie intellektuelle Fähigkeiten und das Körperbewusstsein positiv verstärkt.

Ästhetische Bildung und Erziehung hat immer auch mit Kunst und Kultur zu tun. Kinder sind von Natur aus neugierig, experimentierfreudig und zeigen Freude am schöpferischen Tun.

Um kreatives, phantasievolles Spielen voraussetzen zu können, ist es wichtig, dass unsere Kinder Wertschätzung und Anerkennung ihrer Gestaltungsideen erfahren. Neugier, Lust und Freude am eigenen schöpferischen Tun sind Motor der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung und fördern die personale Kompetenz. Den Kindern stehen verschiedene Materialien zur Verfügung: Papier, Pappe, Naturmaterialien, Zeitungen, Farben usw. Der Weg führt vom spielerischen Umgehen über das Experimentieren zum schöpferischen Tun. Alle Kinderbilder und Zeichnungen erfahren in unserer Einrichtung Wertschätzung. Die „Kunstwerke“ werden regelmäßig ausgestellt und in einer eigenen Zeichenmappe gesammelt.

Starke Kinder

Gesundheit ist mehr als nur das Freisein von Krankheit, sie ist ein Zustand von körperlichem, seelischem, geistigem und sozialem Wohlbefinden.

Bewegung ist stark verbunden mit Fühlen und Denken. Durch Bewegung werden Denkprozesse der Kinder angeregt, die natürliche Bewegungsfreude der Kinder unterstützt, die motorischen Fähigkeiten gestärkt, sowie eine gesunde Entwicklung gewährt.

Folgendes tun wir im Einzelnen, damit die Kinder gesund, stark und selbstbewusst werden:

  • Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft unter Beachtung zweckmäßiger Kleidung
  • Anbieten von Obst und Gemüse
  • Ausgewogenes Mittagessen
  • Mittagsschlaf, Ruhezeiten zwischendurch

Beteiligung der Kinder

Beteiligung bedeutet Partizipation im Sinne von Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung. Das Alter spielt für die Beteiligung keine Rolle, lediglich die Form der Beteiligung sollte dem Alter der Kinder angemessen sein.

Beteiligung der Kinder muss nicht auf einem verbalen Dialog beschränkt sein, je jünger die Kinder sind, desto wichtiger ist das Beobachten der Signale, die sie durch Mimik, Gestik und Körpersprache aussenden.

Kinder bringen einen Reichtum an Ideen und Perspektiven ein, welche wir aufnehmen und in praktischer Form umsetzen.

Beschwerdemöglichkeiten für Kinder

Unsere erzieherische Haltung bezieht die Kinder in die für sie altersentsprechenden Entscheidungsprozesse mit ein. Wir befürworten die Mitgestaltung und Mitentscheidung eines Kindes bei der Gestaltung des Tagesablaufes. Durch anregendes Spielmaterial, die Flexibilität auch den Gruppenraum zu wechseln, möchten wir für die Kinder eine Umgebung schaffen, in der sie Ihre individuellen Lernwege gehen können. Allein die Gestaltung des Morgenkreises, indem die Kinder Lieder selbst wählen dürfen, Vorschläge machen können, sich äußern können und ihnen genug Zeit gegeben wird und sie gehört werden, bedeutet für die Kinder ein großes Maß an Mitspracherecht.

Auch Kinder die sich verbal noch nicht ausdrücken können, zeigen durch eine ganz klare Mimik und Gestik, ob sie zufrieden sind oder nicht. Die Bezugspersonen in den Einrichtungen erkennen ganz  deutlich die Signale. So zeigt jedes Kind Vorlieben und Abneigungen z. B. beim Mittagessen. Beim Erstellen der Speisepläne wird dies stets berücksichtigt.

Wir sind dankbar und offen für jede Rückmeldung von Seiten der Eltern, die als Sprachrohr für ihre Kinder fungieren. Das Feedback macht es uns möglich, Änderungen, Verbesserungen und Wünsche aufzunehmen und diese nach Möglichkeit umzusetzen.

Auch die alljährliche Elternbefragung ist ein bewährtes Mittel, zu reflektieren und Anregungen zu geben.

Kinderschutz

Die Städtischen Kindertageseinrichtungen sind geschützte und sichere Räume für Kinder. Die Mitarbeiter*Innen sind sich der besonderen Verantwortung für das Wohl der Kinder bewusst, reagieren frühzeitig und sensibel auf Gefährdungsanzeichen und haben ein Handlungskonzept, wie in einer Gefährdungssituation vorzugehen ist. Dabei ist die frühzeitige Einbeziehung der Eltern sicher zu stellen und  auf die Beseitigung der Gefährdung hinzuwirken. In Kooperation mit den jeweiligen Beratungsdiensten können entsprechende Hilfsangebote gemacht werden bzw. kindeswohlsichernde Maßnahmen eingeleitet werden (§ 8a ff SGB VIII).

Kinder haben ein eigenständiges Recht auf altersentsprechende Beteiligung und  ein Recht sich in eigenen Angelegenheiten zu beschweren oder ihre Sorgen mitzuteilen. Das Beschwerderecht gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Sorgen und Anliegen  den pädagogischen Mitarbeiter*Innen anzuvertrauen und dabei die Erfahrung zu machen, ernst genommen zu werden und Hilfe zu erhalten. Sie wissen, an wen sie sich wenden können und wie mit ihren Anliegen umgegangen wird. Das pädagogische Personal ist dafür verantwortlich eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder trauen, sich für die eigenen Interessen einzusetzen und das Recht der Beschwerde für eigene Belange wahrzunehmen.

Inklusion und Vielfalt

Inklusion ist ein Menschenrecht und eröffnet den Weg für Vielfalt, Zugewinn und Chancengleichheit. „In der Behindertenrechtskonvention geht es nicht mehr um die Integration von Ausgegrenzten, sondern darum, von vornherein allen Menschen die uneingeschränkte Teilnahme an allen Aktivitäten zu ermöglichen „(UN- Behindertenrechtskonvention)“.

Jedes Kind verfügt über Fähigkeiten, welche die Gemeinschaft in unseren Kindertageseinrichtungen bereichern. Das Lernen wird reichhaltig und bietet allen Kindern gleiche Entwicklungschancen, egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft und unabhängig von ihren körperlichen oder kognitiven Voraussetzungen.

Persönliches Potenzial findet Berücksichtigung, sodass sich das Kind in seiner Individualität wahrgenommen fühlt und seine Stärken entwickeln kann.

Die kulturelle Vielfalt in unseren Kindertageseinrichtungen spiegelt das reichhaltige Leben unserer Gesellschaft wider. Unser Bestreben richtet sich stets danach aus, dass Inklusion gelingen kann.

Unsere Fachkräfte lassen sich auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes und seiner Familie ein und richten ihr pädagogisches Handeln danach aus.

Selbstbestimmtes Spielen und Lernen

Spielen und Lernen sind keine Gegensätze. Spielen ist die elementarste Form des Lernens, in der Kinder Erfahrungen und Lernprozesse verarbeiten können. Was für das Kind das Freispiel ist, ist für uns Erwachsene die Arbeit. Die Kinder haben die Möglichkeit in der Freispielzeit selbstständig zu entscheiden mit wem, mit was, wie lange und wo sie spielen möchten.

Das Personal begleitet diese Zeit durch aktives Mitspielen. In dieser Zeit werden vor allem soziale Kompetenzen wie Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Konfliktfähigkeit, gegenseitige Hilfestellung erlernt und vertieft.

Dokumentation der pädagogischen Arbeit

Uns ist es wichtig unsere Arbeit so transparent wie nur möglich für Sie zu gestalten. Damit Sie einen Einblick bekommen was wir gemeinsam mit ihrem Kind am Tag erlebt, erlernt und neu entdeckt haben, befindet sich im Eingangsbereich ein kurzer Tagesrückblick.

Einblick in den Tagesablauf erhalten Sie zudem über unsere digitalen Bilderrahmen die Sie vor jedem Gruppenraum finden.

Zusätzliche Informationen über die nächste Zeit erhalten Sie in unserer Monatspost und durch Aushänge an der Infowand.

Besondere Aktionen wie Ausflüge, Geburtstage, Spaziergänge und Feiern werden durch  Aushänge bekannt gegeben.

Individuell gestalten wir mit jedem Kind einen Portfolioordner, mit Fotos der pädagogischen Arbeit und Entwicklungsabläufen.

Beobachtung von Entwicklungsverläufen und deren Dokumentation

Die Beobachtung von Lern- und Entwicklungsprozessen bildet eine wesentliche Grundlage für unser pädagogisches Handeln in der Krippe. Sie gibt uns Einblick in die Entwicklung und das Lernen des Kindes, informiert über Verlauf und Ergebnis von Entwicklungs- und Bildungsprozessen. Beobachtungen werden in einem Beobachtungsbogen, welche der Altersstufe entsprechend ausgerichtet ist, festgehalten und sind die Grundlage für regelmäßige Entwicklungsgespräche mit den Eltern im Rahmen einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. Diese Gespräche werden protokolliert, mit den Eltern reflektiert und absolut vertraulich behandelt.

Wir bieten ihnen einmal im Jahr ein großes Entwicklungsgespräch und regelmäßige Sprechzeiten an.

Wo es notwendig ist werden Fördermaßnahmen eingeleitet, oder in Zusammenarbeit mit den Eltern, Fachdienste eingeschaltet. Wir kooperieren mit dem mobilen heilpädagogischen Fachdienst, dem Gesundheitsamt, der Erziehungsberatungsstelle und dem Jugendamt.

Wertorientiert und verantwortungsvoll handelnde Kinder

Die Vermittlung von Werten und Normen findet sich in unserer täglichen Arbeit mit Kindern, Personal und Eltern stets wieder. Als pädagogische Fachkräfte sind wir Vorbilder und verpflichtet wertschätzend miteinander umzugehen.

Ziel ist es, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Wertigkeit der eigenen Person und der Wertigkeit anderer Menschen, sowie der Umwelt zu entwickeln und in diesem Zusammenhang Mitgefühl und Einfühlungsvermögen aufbringen zu können.

Wir begleiten die Kinder dabei zu lernen Konflikte aushalten und austragen zu können und bereit zu sein, gemeinsam Lösungen zu finden, Nachsicht zu üben und die eigenen Fehler zuzugeben.

Beteiligung der Eltern

Unser Ziel ist es, das Sie als Familie und wir als Krippe offen füreinander sind, zusammenarbeiten und unsere Erziehungsvorstellungen austauschen und zum Wohl der Kinder kooperieren.

Durch die Mitarbeit im Elternbeirat können Sie aktiv als Bindeglied zwischen dem pädagogischen Personal und den Familien agieren. In regelmäßigen Sitzungen werden aktuelle Themen der Krippe besprochen und gemeinsame Aktionen des Elternbeirates und der Krippe geplant.

Details zu  unserer jeweils aktuellen Elternbefragung finden Sie hier.

 

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