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Behördenwegweiser

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AIDS; Beratung

AIDS-Beratung und HIV-Testung

Nach Jahren, in denen sich die Anzahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland auf einem relativ gleichbleibenden Niveau von circa 2000 pro Jahr bewegte, lässt sich derzeit ein Aufwärtstrend feststellen, der einer wachsenden Sorglosigkeit mit verändertem Risikoverhalten zugeschrieben wird.
Das HI-Virus wird am häufigsten durch ungeschützte hetero- und homosexuelle Sexualkontakte und durch gemeinsamen Spritzengebrauch bei intravenös Drogenabhängigen übertragen. Möglich ist auch eine Virusübertragung auf das Kind während Schwangerschaft oder Geburt oder beim Stillen.
HI-Virushaltige Körperflüssigkeit, das bedeutet Blut, Samenflüssigkeit, Scheidensekret oder Muttermilch, muss direkt über eine Verletzung oder durch Spritzen bzw. indirekt über Schleimhautkontakt (an Augen, Nase, Mund, Genitalien oder Darm) in die Blutbahn gelangen, um eine Ansteckung zu verursachen.

Schutz vor Infektion bietet neben partnerschaftlicher Treue in erster Linie die konsequente Nutzung von Kondomen bei Sexualkontakten bzw. die Nutzung eines eigenen, sterilen Spritzenbestecks bei intravenösem Drogenkonsum, außerdem das Tragen von Einmalhandschuhen bei jedem Kontakt zu möglicherweise infektiösen Körperflüssigkeiten.

Wenn ein Ansteckungsrisiko gegeben war, ist eine gezielte ärztliche Beratung und eine Blutuntersuchung zu empfehlen, wobei ein zuverlässiges Ergebnis des Bluttests erst sechs Wochen nach dem eventuellen Infektionszeitpunkt zu erwarten ist.
Ein HIV-Test ist zu folgenden Öffnungszeiten ohne Anmeldung möglich:

Öffnungszeiten für HIV-Testung:  
Montag und Dienstag 08:30 - 11:30 Uhr
  14:00 - 15:30 Uhr
Donnerstag 08:30 - 11:30 Uhr
Mittwoch Vormittag und
Donnerstag Nachmittag
nur nach Vereinbarung

Weitere Informationen:

>> Fremdsprachige Informationen
>> Robert-Koch-Institut
>> Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
>> Deutsche AIDS-Hilfe e.V.

Weiterführende Links

Beschreibung

Acquired-Immune-Deficiency-Syndrome (= Erworbenes Immun-Mangel-Syndrom, hervorgerufen durch das HI-Virus).

Für AIDS-Kranke und HIV-Infizierte sowie für deren Angehörige, Partnerinnen und Partner und alle Personen, die zum Thema Fragen haben, stehen neben den 76 staatlichen und kommunalen Gesundheitsämtern 10 psychosoziale AIDS-Beratungsstellen und die AIDS-Hilfen zur Information über HIV/AIDS zur Verfügung. Mit zumindest einer psychosozialen AIDS-Beratungsstelle in jedem Regierungsbezirk hat Bayern ein flächendeckendes, spezialisiertes Aufklärungs- und Beratungsangebot aufgebaut. Die Beratungsstellen, Gesundheitsämter und die AIDS-Hilfen beraten telefonisch und persönlich und führen Aufklärungsveranstaltungen über HIV/AIDS durch. Darüber hinaus bieten die Gesundheitsämter bei Bedarf kostenfreie, anonyme HIV-Antikörpertests an.

Durch die Beratung und Betreuung sollen direkt oder indirekt vom HI-Virus Betroffene mit ihrem Schicksal nicht allein gelassen werden und die Motivation zu gesundheitsbewusstem, verantwortungsvollem Handeln gestärkt werden.

Vermittlungen an Gesundheitsämter, Ärzte oder andere infrage kommende Beratungsstellen (Suchtkrankheiten, Hilfen bei, Schwangerschaft, Hilfen bei, Psychisch Kranke, Hilfen für) erfolgen von Fall zu Fall.

Verbände der freien Wohlfahrtspflege einschließlich der örtlichen AIDS-Hilfen; Gesundheitsämter

www.patientenportal.bayern.de

www.mitsicherheitbesser.de

www.testjetzt.de

Redaktionell verantwortlich

Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (siehe BayernPortal)
Stand: 27.09.2019