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Tag des offenen Denkmals

Am 13. September unter dem Motto: “Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.”

Am 13. September 2020 findet der Tag des offenen Denkmals unter besonderen Voraussetzungen statt. Aufgrund der Umstände wird diese Veranstaltung unter dem Motto: “Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.” in digitaler Form stattfinden. Mit diesem Thema möchte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz eine bewußtere Auseinandersetzung mit den vorhandenen Ressourcen, unserem eigenen Handeln im Umgang mit dem Planeten Erde in den Fokus rücken.

Welche Bedeutung können dabei die historischen Denkmäler zum Thema Nachhaltigkeit beitragen?

Das Motto ist ganz unterschiedlich auslegbar und kann folgende Themenschwerpunkte umfassen:

  • Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit von Denkmäler i.V.m. traditioneller Handwerkskunst
  • Neue Nutzungskonzepte für Denkmäler
  • Natur trifft auf Kultur: Grünflächen, Parkanlagen oder Friedhöfe als landschaftliche Freiräume und moderne Naturoasen

Diese Ansätze werden in den Denkmälern Georgianum und Kavalier Dalwigk in besonderem Maße und auf unterschiedliche, der künftigen Nutzung angepasste Weise umgesetzt.

Das Collegium Georgianum

Das Collegium Georgianum, gestiftet von Herzog Georg dem Reichen von Bayern-Landshut als erste Stipendienstiftung an der Universität Ingolstadt, wurde in den Jahren 1494 bis 1496 erbaut. 1817 wurde das Gebäude in eine Brauerei umgewandelt und 1921 als Verwaltungsgebäude für diese umgebaut. Die dazugehörige 1803 Kapelle wurde ab dem 19. Jahrhundert für Brauereizwecke und zuletzt als Lager genutzt.

In enger Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden werden Substanz schonende Umbauarbeiten unter Wieder- / Weiterverwendung vorhandenen Inventars wie Böden, Türen, Fenster usw. vorgenommen. Die überkommene Struktur wird weitestgehend in die neue Nutzung transportiert.

Nach seiner Instandsetzung wird das Georgianum in weiten Teilen wieder einer universitären Nutzung zugeführt.

Ein Informationsfilm soll das Denkmal dem interessierten Betrachter näherbringen:

Ein "Spaziergang durch die Zeit - Collegium Georgianum"

Zum Aktivieren des Videos bitte auf den Link unten klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Youtube übermittelt werden.

Das Kavalier Dalwigk

Das Kavalier Dalwigk, eine im Zuge der Hauptumwallung der Stadt von 1828 bis 1841 gebaute Kasematte, erhielt wegen seiner Position an der östlichen Anschlussstelle der Mauer an die Donau eine besondere Bauform. Es wurde in die Ecke eingeplant: von dem erhaltenen, parallel zur Donau geführten Gebäudeflügel ging im Osten ein bogenförmiger Trakt nach Norden ab.
Der dazugehörige Wasserturm, der 1916/1917 über dem Westteil als dreigeschossiger, runder Aufbau errichtet wurde, versorgte die Gießerei mit Industrie- und Kühlwasser. Der zweigeschossige kastenförmige Aufbau von 1917 auf der Ostseite des Kavaliers diente als Stromverteiler.

Unter Erhalt der inneren Struktur des Kavaliers, seiner Aufbauten und der Ausstattung (Metallfenster, Böden, usw.) wird das beeindruckende Festungs- und Industriedenkmal saniert und umgebaut.

Im Kavalier Dalwigk findet durch das Gründerzentrum eine moderne Nutzung ihren Platz.

Im Rahmen eines virtuellen Spaziergangs kann das Denkmal besichtigt werden:

Ein 3D-Spaziergang durch das Kavalier Dalwigk

[Text]

Informationen über den Veranstalter und das deutschlandweite Programm finden Sie unter www.tag-des-offenen-denkmals.de