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Die Behindertenbeauftragte der Stadt Ingolstadt

Die Beauftragte

  • berät die Stadt Ingolstadt bei der Umsetzung der Aufgaben und Ziele des Bayerischen Behindertengleichstellungsgesetzes (BayBGG)
  • ist Anlaufstelle für Menschen, die Information, Hilfestellung und Unterstützung benötigen
  • setzt die Gleichberechtigung von Frauen und Männern durch und berücksichtigt die besonderen Belange behinderter Frauen, beseitigt bestehende und verhindert künftige Benachteiligungen (vgl. Art. 3 BayBGG)
  • beachtet insbesondere die Verpflichtung zur Herstellung der Barrierefreiheit in den Bereichen Bau und Verkehr des BayBGG
    wirkt bei allen Aktivitäten der Stadt mit, welche sich auf Menschen mit Behinderungen auswirken und greift von sich aus Angelegenheiten auf
  • ist weisungsungebunden, betreibt Öffentlichkeitsarbeit und fördert die Netzwerkarbeit

Aufgaben der Behindertenbeauftragten

Antrag Schwerbehindertenausweis

Eine Behinderung im Sinne des Gesetzes liegt vor, wenn die
• körperliche Funktion,
• geistige Fähigkeit oder
• seelische Gesundheit
eines Menschen mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht und daher seine Teilhabe am Leben der Gesellschaft beeinträchtigt ist (§ 2 Abs. 1 Sozialgesetzbuch IX).

Die Schwere der Behinderung wird durch den Grad der Behinderung (GdB) ausgedrückt. Schwerbehindert sind demnach Personen, die
• einen GdB von wenigsten 50
• und ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt rechtmäßig in Deutschland haben.

Menschen mit einer Schwerbehinderung erhalten auf Antrag einen Schwerbehindertenausweis.

Ob eine Schwerbehinderung vorliegt, wird durch das Zentrum Bayern Familie und Soziales (Versorgungsamt) festgestellt.

Anträge können beim Bürgeramt der Stadt Ingolstadt, beim Zentrum Bayern Familie und Soziales oder online eingereicht werden. 

Wichtige Ansprüche und Rechte für Menschen mit Behinderungen sowie die Anschriften der zuständigen Stellen kann man diesem Wegweiser entnehmen.

Ansprechpartner für Menschen mit Behinderung

Ansprechpartner in der Stadtverwaltung

Amt Name Telefon (0841) Raum / Ort
Amt für Soziales Frau Lukas 305-1621 113 SR
Amt für Verkehrsmanagement Herr Reichenstetter 305-2327 328 TR
Bauordnungsamt Herr Kellermeier 305-2215 106 TR
Bürgeramt Frau Müller 305-1503 EG NR

Gesundheitsamt

Herr Woelk 305-1477 210 Esplanade
Personalamt
Behindertenbeauftragter des Arbeitgebers
Herr Athes 305-1068 403 NR
Stadtplanungsamt Herr Rieger 305-2117 112 TR
Standes- und Bestattungsamt Herr Weber 305-1584 213 AR
Tiefbauamt Herr Eckert 305-2356 422 TR
Versicherungsamt Frau Lang 305-1615 314 NR

Ansprechpartner bei den im Stadtrat vertretenen Parteien

Amt Name
CSU-Stadtratsfraktion Frau Klein
SPD-Stadtratsfraktion Frau Volkwein
UDI-Stadtratsfraktion Herr Dr. Werding
FW-Stadtratsfraktion Herr Reichhart
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN-Stadtratsfraktion
Frau Leininger

BGI-Stadtratsfraktion

Herr Niedermeier
ÖDP-Stadtratsfraktion Herr Thöne
FDP
Herr Ettinger
Die Republikaner
Herr Bannert

Ansprechpartner beim Bezirk Oberbayern

Erwachsene mit Behinderung

Der Bezirk Oberbayern ist der Träger der Eingliederungshilfe für Menschen mit körperlichen und/oder geistigen sowie seelischen Behinderungen.
Sein Ziel ist die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben der Gemeinschaft.

Seine Aufgaben sind beispielsweise:

  • Hilfen zur Ausbildung
  • Hilfen im Bereich Arbeitsangebote in Werkstätten und Zuverdienstbetrieben
  • Wohnen
  • Mobilität
  • Freizeit
  • Gesundheit

Die Behindertenbeauftragten des Bezirks Oberbayern sind die Ansprechpartner für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige in Oberbayern. Sie bringen die Anliegen von Menschen mit Behinderungen in die Arbeit des Bezirks Oberbayern ein.
Derzeit sind es

Claudia Hausberger, E-Mail: claudi.hausberger@gmx.de

Jan Halbauer, E-Mail: mail@jan-halbauer.de

Beratung/Anlaufstellen

Erste Anlaufstelle für Fragen zu den Sozialen Hilfen

Servicestelle des Bezirks Oberbayern
Telefon: 089 2198-21010 und -21011
E-Mail: servicestelle@bezirk-oberbayern.de
Internet: www.bezirk-oberbayern.de/Soziales/Erwachsene-mit-Behinderungen

 

Ansprechpartner in den Bezirksausschüssen

Bezirksausschuss Name
I - Mitte
Frau Gruber
Herr Lachner
II - Nordwest
Frau Schmoll
III - Nordost
Herr Krieglmeier
IV - Südost
Frau Huber-Nischler

V - Südwest

Frau Majehrke
Herr Thierschmann
VI - West
Herr Dier
VII - Etting
Herr Hufsky
VIII - Ober-/Unterhaunstadt
Herr Hoffmann
IX - Mailing/Feldkirchen
Frau Eiba-Wilhelm
X - Süd
Herr Freund
XI - Friedrichshofen/Hollerstauden Herr Buchhold
XII - Münchener Straße Herr Meier

Rechtsgrundlagen

1. Artikel 3 Absatz 1 und 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(3) …Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

2. Bayerisches Gesetz zur Gleichstellung, Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderung (Bayerisches Behindertengleichstellungsgesetz - BayBGG)

Ziel des BayBGG ist es, das Leben und die Würde von Menschen mit Behinderung zu schützen, ihre Benachteiligung zu beseitigen und zu verhindern sowie die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten, ihre Integration zu fördern und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen.

3. Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen (§ 1 AGG)

Ausbildung, Beratung & Begleitung im Beruf

Das Berufsbildungsgesetz und die Handwerksordnung bestimmen, dass Menschen mit Behinderung genauso wie Menschen ohne Behinderung grundsätzlich eine Ausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen erhalten sollen. Wenn es behinderungsbedingte Einschränkungen gibt, sollen diese durch spezielle Regelungen für die Durchführung der Ausbildung ausgeglichen werden. Dazu gehören z. B. eine Adaption der zeitlichen und sachlichen Gliederung der Ausbildung, eine Verlängerung der Schreibzeit in Prüfungen oder auch der Einsatz von Hilfsmitteln.

Agentur für Arbeit

Reha-Berater

Ein Reha-Berater ist ein Arbeitsvermittler, der auf Menschen mit Behinderungen aller Art spezialisiert ist. Er muss feststellen, welche Tätigkeiten ein Betroffener trotz seiner Behinderung ausüben kann und bemüht sich ein passendes Arbeitsangebot zu finden.

Gleichstellung

Wenn der Festgestellte Grad der Behinderung größer als 30 und kleiner als 50 ist, kann man sich einem Schwerbehinderten gleichstellen lassen. Das bedeutet, dass man

  • besonderen Kündigungsschutz
  • Hilfen zur Arbeitsplatzausstattung
  • Betreuung durch spezielle Fachdienste
  • Beschäftigungsanreize für Arbeitgeber (wie Lohnkostenzuschüsse)

in Anspruch nehmen kann. Nicht dazu zählen Zusatzurlaub, unentgeltliche Beförderung und besondere Rentenvoraussetzungen. Durch Gleichstellung kann man sich den Arbeitsplatz sichern. Falls dieser beispielsweise durch häufiges Fehlen aufgrund der Behinderung geringere Belastbarkeit eingeschränkte berufliche und/oder regionale Mobilität gefährdet ist.

Der Gleichstellungantrag ist bei der Agentur für Arbeit zu stellen.

Hilfen im Berufsalltag

Unterstützung bei der Ausstattung des Arbeitsplatzes

Die Kosten für Arbeitshilfen, die für die Ausübung des Berufes notwendig sind, können unter Umständen von der Agentur für Arbeit übernommen werden. Beispielsweise

  • spezielle Maschinen
  • Werkzeuge
  • Sitzhilfen
  • Software für den PC

Der technische Beratungsdienst der Agentur für Arbeit berät beispielsweise über die Gestaltung eines Arbeitsplatzes und die Hilfsmittelversorgung.

Kraftfahrzeughilfe

Wer keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen kann und dauerhaft auf ein Auto angewiesen ist, um zu der Arbeits- oder Ausbildungsstelle zu kommen kann einen Anspruch auf Kraftfahrzeughilfe haben. Diese gibt es als Zuschuss oder Darlehen für:

  • den Kauf eines Fahrzeugs
  • die behindertengerechte Ausstattung
  • den Erwerb des Führerschein

Unterstützung am Arbeitsplatz

Eine Arbeitsassistenz unterstützt Menschen mit Behinderungen bei einer Ausbildung, Weiterbildung oder direkt am Arbeitsplatz. Das kann zum Beispiel eine Fachkraft sein, die Gebärdensprache übersetzt. Die Agentur für Arbeit übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten dafür.

Kontakt

Agentur für Arbeit

Heydeckplatz 1
85049 Ingolstadt
Telefon: 0800 4555500

Persönliche Beratungstermine kann man telefonisch oder online vereinbaren:

 

Berufsbildungswerke

In Berufsbildungswerken können spezielle Berufe für beeinträchtigte Menschen erlernt werden. Weiter bieten die Berufsbildungswerke Förderlehrgänge, Maßnahmen zur Berufsfindung, Arbeitserprobung und zum Teil auch blindentechnische und vergleichbare Grundausbildungen an. Des Weiteren tragen sie zur persönlichen, sozialen und gesellschaftlichen Integration bei.

Link zu den Berufsbildungswerke von A bis Z

Berufsförderwerke

Berufsförderungswerke helfen beim Wiedereinstieg nach Unfall oder Krankheit ins Arbeitsleben. Beispielsweise durch:

  • Hilfestellung durch eine ambulante Wiedereingliederung
  • Care-Manger vor allem bei Schlaganfallpatienten (weitere Hinweise >> hier)

Kostenträger für eine Rehamaßnahme im Berufsförderwerk

Als Kostenträger kommen folgende Leistungsträger in Frage:

  • Rentenversicherung (in der Regel nach 15 Jahren Beitragszahlung)
  • Bundesagentur für Arbeit (für ALG I-Empfänger)
  • SGB II-Dienststellen, z. B. Jobcenter (für ALG II-Empfänger)
  • Berufsgenossenschaft (meist bei Berufskrankheit / Arbeits- oder Wegeunfall)

Integrationsfachdienst - Außenstelle Ingolstadt

Der Integrationsfachdienst ist der Ansprechpartner für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bei allen Fragen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben. Das Angebot richtet sich an:

  • Schwerbehinderte, behinderte und von Behinderung bedrohte Arbeitnehmer mit einem besonderen Bedarf an arbeitsbegleitender Betreuung
  • Arbeitgeber, Schwerbehindertenvertreter, Betriebsräte, betriebliche Integrationsteams, Vorgesetzte und Kollegen
  • Arbeitssuchende Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen
  • Förderschüler (G-Schule) mit Potenzial für den ersten Arbeitsmarkt
  • Schüler mit Handicap
  • Werkstattbeschäftigte

Voraussetzungen

Der Integrationsfachdienst arbeitet in der Arbeitsvermittlung unter anderem mit den Rentenversicherungsträgern, der Agentur für Arbeit und den Jobcentern zusammen. Um das Angebot des Integrationsfachdienstes nutzen zu können, ist ein entsprechender Auftrag des Leistungsträgers (z. B. Agentur für Arbeit) notwendig.

Link zur Broschüre ABC - Behinderung und Beruf

Kontakt

ifd München-Freising
- Außenstelle Ingolstadt -
Haunwöhrer Straße 11
85051 Ingolstadt

Telefon 0841 142670-0
Fax 0841 142670-10
E-Mail: info@ifd-muenchen-freising.de

Barrierefreiheit, Mobilität, Bauen & Wohnen

Beratung zum Thema Barrierefreiheit

Wohnberatungsstelle

Menschen möchten auch im Alter oder trotz Behinderung unabhängig und in Ihrer angestammten Umgebung wohnen bleiben.
Die Wohnberatungsstelle informiert über die technischen Voraussetzungen bei Wohnraumanpassungen und informiert über mögliche Förderungen und deren Voraussetzungen.

>> Hier geht's zu den Seiten der Wohnberatungsstelle

Kontakt

Tel.: 0841 305-2152
Fax: 0841 305-2159
E-Mail schreiben
oder Kontaktformular
Raum: 033

Beratungsstelle Barrierefreiheit der Bayerischen Architektenkammer

Die Beratungsstelle Barrierefreiheit der Bayerischen Architektenkammer unterstützt die Umsetzung der Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen. Bayernweit können kostenfreie Beratungen angeboten werden, und zwar für alle, die Unterstützung bei Fragestellungen rund um die Barrierefreiheit benötigen.

Die freiberuflichen Experten geben grundlegend, neutral und unabhängig Auskunft, halten Vorträge und bieten Schulungen. Vor Ort arbeiten sie eng mit Selbsthilfeverbänden, kommunalen Behindertenbeauftragten, Wohnberatungsstellen und weiteren Partnern zusammen. Anfragenden bestmöglich weiterzuhelfen.

Kontakt

Fördermöglichkeiten

Pflegekasse

Voraussetzung ist ein Pflegegrad. Bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme. Zuschüsse müssen vor Baubeginn bewilligt worden sein. Ändert sich die Pflegesituation, was eine weitere wohnumfeldverbessernde Maßnahme erforderlich macht, kann nochmals ein Zuschuss von bis zu 4.000 Euro gewährt werden.

Amt für Soziales / Kriegsopferfürsorge

Unter Umständen kann auch das Sozialamt oder die Kriegsopferfürsorge einen Zuschuss zur Barrierefreiheit gewähren.

Mobilität im Alltag & in der Freizeit

Tipps zur Mobilität von Rollatornutzern und Rollstuhlfahrern

Die INVG bietet auf ihrer Hompage Tipps zum Einsteigen in den Bus für Rollatornutzer und Rollstuhlfahrer. Die Tipps sind in Zusammenarbeit mit der Behindertenbeauftragten der Stadt Ingolstadt entstanden.

Mobilitätstraining durch die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen

Immer mehr Senioren oder Menschen mit einer gesundheitlichen Einschränkung nutzen einen Rollator. Oftmals können jedoch Betroffene mit diesem Hilfmittel nur schwer in einen Bus einsteigen. Um dies im „trockenen“ zu üben, bietet die Behindertenbeauftragte der Stadt Ingolstadt ein so genannten Mobilitätstraining an.

Nach Anmeldung von mindestens zehn Personen kann ein gemeinsamer Termin vereinbart werden. Bitte melden Sie sich an unter:
Telefon: 0841 305-1205, E-Mail: inge.braun@ingolstadt.de

Barrierefreies Reisen mit der Deutschen Bahn

Die deutsche Bahn hat ihr Angebot für Menschen mit Behinderungen ausgebaut. Weitere Informationen kann man den Internetseiten der Deutschen Bahn entnehmen. Eine ausführliche Broschüre finden Sie >> hier.

ADAC – Barrierefrei mobil

Der ADAC bietet ein Faltblatt mit zahlreichen hilfreichen Hinweisen zu

  • Führerschein und Fahrzeug
  • Vergünstigungen
  • Reise & Urlaub

Barrierefreies wohnen & bauen

Barrierefreies Bauen

Planungsgrundlagen - Leitfaden für Architekten, Fachingenieure, Bauherren und Interessierte zur DIN 18040. Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude

Planungsgrundlagen - Leitfaden für Architekten, Fachingenieure, Bauherren und Interessierte zur DIN 18040. Teil 2: Barrierefreie Wohnungen

Barrierefreie Wohnungen

Oberste Baubehörde

Flyer: Barrierefreies Wohnen – Mehr Wohnwert im Alltag
Barrierefreiheit heißt, Wohnungen so zu gestalten, dass sie in verschiedenen Lebenssituationen und bis ins hohe Alter gut nutzbar sind. Ziel der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern ist es deshalb, dass die Barrierefreiheit im Wohnungsbau als Qualität wahrgenommen und beim Bauen selbstverständlich wird.
Dieses Faltblatt möchte auf die barrierefreie Gestaltung der wichtigsten Bereiche eines Wohnhauses aufmerksam machen, es ist aber kein Ersatz für die Bestimmungen der DIN18040 Teil 2. Die Illustrationen vermitteln auf Grundlage der Norm bauliche Lösungsvorschläge.

Wohnen

Wohnungsamt Ingolstadt

Frühe Förderung, Schule & Bildung