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Kita Am Eichenwald

In der städtischen Kita Am Eichenwald werden 124 Kinder von null bis sechs Jahren in einem Krippenhaus mit zwei Gruppen und einem Kindergartenhaus mit vier Gruppen betreut.

Die Kita befindet sich im Westen von Ingolstadt am Ortsrand von Gerolfing. Die Felder und ein kleiner Wald in unmittelbarer Nähe werden für regelmäßige Spaziergänge und zum Erkunden der Natur und Umwelt genutzt. Eine gute Verkehrsanbindung ist gegeben.

Bring- & Abholzeiten

Die Bringzeit ist in der Kita von 07:00 bis 08:30 Uhr, in der Krippe von 07:30 bis 08:30 Uhr.

Die Abholzeit richtet sich nach der Stundenbuchung.

Zur Abholung der Kinder sind berechtigt:

  • Personensorgeberechtigte des Kindes
  • Abholberechtigte durch Auflistung im Betreuungsvertrag
  • Personen, die nicht als abholberechtigt im Betreuungsvertrag aufgelistet sind, benötigen das schriftliche Einverständnis der Personensorgeberechtigten und müssen am Tag des Abholens ihren Personalausweis mit sich führen
  • Geschwister, die mindestens 13 Jahre alt sind

Schließzeiten

Tag/Zeitraum Grund der Schließung
Fr., 11.05.2018 Brückentag

Mo., 28.05.2018 bis

Fr., 01.06.2018

Pfingstferien

Mo., 13.08. bis

Fr., 31.08.2018

Sommerferien

Es ist jeweils der erste und letzte Ferientag angegeben.

Während der Sommerferien hat immer mindestens eine städtische Kindertageseinrichtung geöffnet, so dass Kindergartenkinder (ausgenommen Krippenkinder) bei Bedarf in einer anderen städtischen Kita betreut werden können.

Tagesablauf

Vormittag

Bringzeit

Eine aufmerksame Begrüßung der Kinder und deren Familien sowie die zugewandte Gestaltung des Übergangs von Familie in die Kita, leiten den Tag für das Kind ein.

Gleitende Brotzeit

Die Mahlzeit findet in einer wertschätzenden Atmosphäre statt und die individuellen Bedürfnisse der Kinder stehen im Mittelpunkt.

Morgenkreis mit allen Kindern (Krippe) / Morgenkreis im Kindergarten in den Stammgruppen

Der Morgenkreis fördert das Zugehörigkeitsgefühl und bietet Orientierung. Lieder, Geschichten, Spiele und Gespräche über den Verlauf des Tages, über die Ideen und Themen der Kinder, finden statt.

Freie Lern- und Spielzeit

Die Pädagogen/-innen beobachten aufmerksam und feinfühlig die Spielsituationen und lassen sich aktiv von den Kindern in ihr Spiel einbinden. Auf der Basis dieser Beobachtungen setzt die Fachkraft Impulse zu weiteren Entwicklungsschritten.

Gezielte Aktivitäten

Lerninhalte werden für die Kinder altersentsprechend aufbereitet und fokussieren unterschiedliche Bildungsbereiche, wie z. B. Schulvorbereitung oder Bewegung. Die Pädagogen/-innen motivieren und begleiten.

Projektarbeit

Der Fokus liegt auf den Fragen der Kinder. Pädagogen/-innen greifen die Interessen der Kinder auf, geben Impulse und ermutigen dadurch weiter an einem Thema zu forschen. Ein Projekt entsteht.

Gartenzeit und Spaziergänge

Aktivitäten außerhalb der Kita geben den Kindern die Möglichkeit, ihr Wissen über die Natur und die Umwelt zu erweitern. Bewegung ist für die gesamte Entwicklung der Kinder bedeutsam. Der natürlichen Bewegungsfreude des Kindes wird viel Raum gegeben.

Begleitung der Körperpflege

Die Körperpflege und das Wickeln der Kinder finden in liebevollem Umgang statt und werden begleitet von einer respektvollen Haltung und sprachlichem Dialog.

Mittagszeit

Gemeinsames Mittagessen

Mahlzeiten bieten den Kindern die Möglichkeit zur Begegnung und zur Bildung. Eine angenehme Atmosphäre bei Tisch entsteht, wenn Kinder selbstbestimmt für sich und für die Tischgemeinschaft agieren können.

Ruhe-/Schlafenszeit

Eine Ruhezeit ist für die Entwicklung der Kinder unabdingbar. Ruheinseln und feste Schlaforte bieten Antworten für die individuellen Bedürfnisse der Kinder. In dieser Zeit ist eine Abholung nicht sinnvoll.

Begleitung der Körperpflege*

Nachmittag

Freie Lern- und Spielzeit* / Gezielte Aktivitäten* / Projektarbeit* / Gartenzeit* / Gemeinsame Brotzeit (Krippe)* / Gleitende Brotzeit (Kindergarten)* / Begleitung der Körperpflege*

* wie oben beschrieben

Abholzeit je nach Buchung

Ein kurzer Austausch zwischen Erzieherin, Kind und Abholberechtigten gibt die Möglichkeit Wichtiges zu übermitteln.

Team

Das Team der Kindertageseinrichtung setzt sich, entsprechend der gesetzlichen Vorgaben, zusammen aus einer Leitung, einer stellvertretenden Leitung, pädagogischen Fachkräften, pädagogischen Ergänzungskräften sowie mindestens einer/m hauswirtschaftlichen/m Mitarbeiter/in. Die Stadt Ingolstadt bildet Personal aus und somit sind stets auch Praktikanten und Praktikantinnen aller pädagogischen Berufsgruppen in unseren Einrichtungen vertreten.

Räumlichkeiten & Außenanlage

Räumlichkeiten

Die Kita Am Eichenwald besteht aus einem Krippenhaus mit zwei Gruppen und einem Kindergartenhaus mit vier Gruppen.
Die Gruppenräume erfüllen in jedem Haus eine bestimmte Funktion, es gibt einen Rollenspielraum, einen Bauraum und ein Atelier.
Der Kindergarten verfügt über ein Bistro, in dem alle Mahlzeiten eingenommen werden, einen Werkraum, einen Nebenraum, als Rückzugsbereich zur Entspannung, eine Turnhalle, die auch von den Krippenkindern genutzt werden kann, zwei Sanitärbereiche und einen Flur mit Spielecken.

In der Krippe befinden sich die Schlafräume neben den jeweiligen Gruppenräumen und es gibt einen großen Spiel- und Bewegungsflur sowie einen Sanitärbereich mit Wickelmöglichkeit.

Außenanlage

Beide Häuser haben einen gemeinsamen Garten. Unmittelbar vor dem Krippenhaus befindet sich ein separater Bereich mit altersgerechtem Spielmaterial, eine große, gepflasterte Fläche zum Bobby-Car- und Dreiradfahren und ein Sandkasten. Weiterhin ist eine großzügige, natürliche hügelige Rasenlandschaft vorhanden, ein Balanciergerät und eine Schaukel, eine Rutsche am Hang, ein Sandkasten mit Matschanlage, ein Klettergerüst, eine weitere gepflasterte Fläche für Dreiräder und Laufräder.
Die öffentlichen Spielplätze in der Umgebung sowie Spazierwege durch die Wohngebiete, Felder, Flur und Wald werden regelmäßig genutzt.

Kooperation & Vernetzung

Zusammenarbeit mit der Schule

Die Kindertageseinrichtung pflegt einen engen Kontakt zur Grundschule im Stadtteil.
Die Kooperationspartner der Einrichtung besprechen gemeinsame Aktivitäten, die den Übergang für die Vorschulkinder erleichtern sollen. Erzieher/innen und Grundschullehrer/innen tauschen sich regelmäßig aus, die Einwilligung der Eltern vorausgesetzt.
Der Seh- und Hörtest und die Vorschuluntersuchung durch das städtische Gesundheitsamt finden jährlich in der Kindertageseinrichtung statt.

Fachdienste

Die Kooperation mit anderen fachlichen Einrichtungen und Diensten ist ein fester Bestandteil der Arbeit in der Kindertageseinrichtung. Bei Bedarf und in Absprache mit den Eltern wird mit mobilen Fachdiensten, Beratungsstellen, Logopäden, Ergotherapeuten, Ärzten zusammengearbeitet.

Kontakte im Umfeld

Die Kindertageseinrichtung Am Eichenwald ist eng mit der Grundschule Gerolfing vernetzt.

Zudem besteht ein enger Kontakt zu folgenden Einrichtungen:

  • Verkehrsschule
  • Bücherei
  • Feuerwehr
  • Stadtmuseum
  • Stadttheater

Essen & Trinken

Frühstück

In der Krippe bringen die Kinder ihr Frühstück von zu Hause mit, für Müsli steht Milch zur Verfügung. Jeden Mittwoch gibt es ein Frühstücksbuffet, das in Kooperation mit den Eltern vorbereitet wird.

Mit Hilfe der Kinder wird im Kindergarten täglich ein frisches Frühstücksbuffet zubereitet. Die Eltern bringen die Lebensmittel in Absprache abwechselnd mit.

Mittagessen

Die städtischen Kindertageseinrichtungen bieten täglich ein warmes Mittagessen mit einem Bioanteil von mindestens 50 Prozent an.
Die Speisen werden nach dem Cook & Freeze-Verfahren vom Essensanbieter bis zu einem bestimmten Punkt vorgegart und anschließend in den „Tiefkühlschlaf“ versetzt, um die Frische der Produkte zu bewahren. In den Kitas werden diese dann auf den Punkt fertig zubereitet.
Ergänzend dazu gibt es Obst, Rohkost, Salate oder Milchprodukte. Gesundheitliche und religiöse Bedürfnisse werden berücksichtigt.
Die Abrechnung des Mittagessens erfolgt auf den Tag genau. Der Preis für ein Mittagessen ist der Gebührensatzung (§ 4 Abs. 5) zu entnehmen.

Nachmittagsbrotzeit

In der Krippe bringen die Kinder ihre Nachmittagsbrotzeit von zu Hause mit.
Am Nachmittag gibt es für die Kindergartenkinder ein vielfältiges Brotzeitbuffet, das gemeinsam zubereitet wird. Die Eltern bringen die Lebensmittel in Absprache mit.

Getränke

Jeden Tag stehen den Kindern Getränke zur Verfügung, die von der Kita bereitgestellt werden. In den Wintermonaten wird zusätzlich ungesüßter Tee angeboten.

Frischkost: Obst, Gemüse als Rohkost, Milchprodukte

Über den Tag verteilt essen die Kinder zu den meisten Mahlzeiten entweder frisches Obst oder Gemüse als Rohkost oder Milchprodukte.

Pädagogische Konzeption

Die pädagogische Konzeption aller städtischen Kindertageseinrichtungen orientiert sich am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP), der als Grundlage der pädagogischen Arbeit im Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) verankert ist.

Sie übernimmt die Verantwortung für die Beachtung und Umsetzung der gesetzlichen Grundlagen (z. B. Grundgesetz, SGB VIII, BayKiBiG, BayIntG und der Ausführungsverordnung AVBayKiBiG), sowie der UN Kinderrechtskonvention (1989) und der UN Behindertenrechtskonvention (2009).

Die pädagogische Konzeption aller städtischen Kindertageseinrichtungen orientiert sich am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP), der als Grundlage der pädagogischen Arbeit im Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) verankert ist und an der Handreichung Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren, sowie der Bayerischen Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit und der pädagogischen Empfehlung für die Arbeit in bayerischen Horten.

Wir gehen hierbei davon aus, dass das Kind von Geburt an seine Entwicklung und Bildung aktiv mit gestaltet. Die natürliche Wissbegier des Kindes wird dabei als wertvolle Voraussetzung angesehen. Die Kita bietet dazu, eine in Bezug auf die personalen, sozialen und physischen Kompetenzen, anregende Umgebung die eine gute Voraussetzung für Lernen und Entwicklung darstellt. Wir sehen das Spiel als die elementarste Form des Lernens. Eine wertschätzende Atmosphäre unterstützt  das Kind in seiner Entwicklung.

Unser Offenes Konzept ermöglicht den Kindern ihren individuellen Lerninteressen nachzugehen und ihre Potentiale zu entfalten. Die Kinder entscheiden die längste Zeit des Tages, welche Räume sie aufsuchen und an welchen Aktivitäten sie sich beteiligen. Ein gut strukturierter Tagesablauf bietet den Kindern hierbei die nötige Orientierung.

Unser Bild vom Kind

Jedes Kind hat seine eigene, vollwertige und individuelle Persönlichkeit. Es ist ein selbstständig denkender, handelnder Mensch und bestimmt durch Eigenaktivitäten sein eigenes Entwicklungstempo.

Jedes Kind lernt immer und überall, ist neugierig forschend, kreativ und kompetent.

Kinder können und wissen viel.

Wir achten das auf das Recht des Kindes auf bestmögliche Bildung, Entfaltung seiner Persönlichkeit und auf Mitsprache bei allen Angelegenheiten die das Kind betreffen. (UN- Kinderrechtskonventionen)

Übergänge

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Lebensphasen der Übergänge. Gelingen diese in frühen Lebensjahren ist dies eine positive Voraussetzung dafür, dass spätere Übergänge ebenso gelingen können.

Meist ist die erste Übergangsphase, die vom Elternhaus in die Krippe oder KiTa.

Das Kind kommt in den Kindergarten

Der Eintritt in den Kindergarten ist ein Ereignis, das die persönliche Entwicklung des Kindes voranbringt und Freude und Neugier auf das Neue weckt, aber auch mit Unsicherheiten und Ängsten einhergehen kann. Deshalb unterstützen wir Eltern und Kinder gezielt um sie bestmöglich auf diesen Übergang vorbereiten. An unserem Tag der Offenen Tür können sich alle Interessierten über unser pädagogisches Konzept informieren und die Räume besichtigen. In der darauffolgenden Anmeldewoche nehmen wir uns Zeit für ein ausführliches Anmeldegespräch. Unser Informationselternabend im Sommer bietet eine weitere Möglichkeit sich über alle Anliegen, die den Kindergartenbeginn betreffen auszutauschen.

Um einen gelingenden Übergang zu gestalten, nehmen wir die Kinder im Herbst gestaffelt auf, sodass wir uns für das einzelne Kind und deren Eltern Zeit nehmen können.

Um die Eingewöhnung zu erleichtern, versuchen wir die Wünsche der Eltern bei der Gruppenzusammensetzung so weit wie möglich zu berücksichtigen. Eltern unterstützen uns beim Kennenlernen ihrer Kinder mit einer kurzen schriftlichen Beschreibung ihres Kindes und seiner Vorlieben. Diese ist sogleich ein erster Eintrag in das persönliche Portfolio, "Entwicklungsordner“ des Kindes.

Auch unsere „Großen“ spielen bei der Eingewöhnung eine wichtige Rolle. Sie helfen den „Kleinen“, wenn es darum geht sich im Hause zu Recht zu finden, beim An- und Ausziehen, nehmen sie bei Ausflügen an der Hand und stehen als Spielpartner zur Verfügung. Den Ablauf der Eingewöhnungszeit gestalten wir flexibel. Da die Eltern ihr Kind am besten kennen, entscheiden sie selbst, ob sie ihr Kind bereits am ersten Tag alleine in der Einrichtung lassen, oder ob sie es mehrere Tage begleiten möchten und ihre Anwesenheitszeit langsam abbauen um sich schrittweise abzulösen. Das Wohl des Kindes steht dabei immer im Vordergrund. Wir stehen den Familien hier gerne beratend zur Seite.

Das Kind kommt in die Schule

Da die Einschulung für Eltern und Kinder gleichermaßen ein wichtiges Ereignis ist, bereiten wir diesen Übergang gut vor, indem wir bereits mit Beginn eines neuen Kindergartenjahres anfangen, die künftigen Schulkinder und deren Eltern auf diesen neuen Lebensabschnitt vorzubereiten.

Vorschulerziehung beginnt bereits mit der Geburt und endet mit der Einschulung, also jede Erfahrung, die „vor-der-Schule“ gemacht wird, ist als Vorbereitung auf die Schule zu verstehen.

Mit zunehmendem Alter, also je näher die Kinder dem Grundschulalter sind, wachsen die Herausforderungen, vor die wir sie stellen. Um dies möglichst ganzheitlich und durchgängig zu gestalten, vermeiden wir bewusst „Vorschulstunden“, in welchen sich Kinder z.B. einmal wöchentlich treffen. Altersangemessene Aktivitäten, sowie Projekte führen zum gleichen Ziel und wirken nachhaltiger.

Als Jahresaufgabe erhalten die Kinder mehrere schulrelevante Aufgaben, die in einem „Vorschulpass“ dokumentiert sind. Diese erledigen die Kinder selbständig, wobei ihnen das Fachpersonal unterstützend zur Seite steht. So machen die Kinder die Erfahrung, Verantwortung zu übernehmen, zu planen und sich ihre Zeit einzuteilen.

Der Übergang von der KiTa in die Schule ist eine sensible Phase, der wir die erforderliche Aufmerksamkeit schenken. Positive Erfahrungen im Zusammenhang mit der Schule schon während der Kindergartenzeit bieten Sicherheit und eine wichtige Basis für späteren Schulerfolg. Dabei ist eine gute Kooperation zwischen allen Beteiligten eine wichtige Voraussetzung.

Die Großen sind erfahrungsgemäß sehr stolz, bald in die Schule zu kommen, dieses Gefühl verbindet. Zu Beginn des letzten KiTa-Jahres unternehmen sie einen gemeinsamen Wandertag um dieses Gruppengefühl noch zu stärken.

Schon bald werden die Kinder ihren Schulweg alleine meistern. Um sie sorgsam auf den Straßenverkehr vorzubereiten, besuchen wir die nahe gelegene Jugendverkehrsschule, wo die Verkehrspolizei hier präventiv wertvolle Arbeit leistet und unseren Kindern die notwendigen Kompetenzen nahe bringt. Während des Kindergartenjahres wiederholen wir das Erlernte regelmäßig.

Entwicklungsgespräche zwischen Erzieherinnen und den Eltern finden vor der Schuleinschreibung statt.

Ein Austausch der Erzieherin mit der Lehrerin über das einzelne Kind findet nur mit dem schriftlichen Einverständnis der Eltern statt und konzentriert sich ausschließlich auf Informationen, die dem Wohl des Kindes dienen.

Pädagogischer Schwerpunkt

Um die Kinder auf die sich häufig ändernden, vielfältigen Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten und ihre Entwicklung zu selbstbewussten, selbstständigen, weltoffenen, wissbegierigen Menschen zu begleiten, liegt unser pädagogischer Schwerpunkt auf Offenheit und Achtsamkeit gegenüber jedem einzelnen Kind. Wir setzen an den Stärken der Kinder an und unser Handeln zielt darauf ab, den Kindern zu ermöglichen, ihre Potentiale zu entfalten.

Unsere Räume sind Lernbereiche, die jeweils einen Themenschwerpunkt haben. So findet man bei uns einen Rollenspielraum (Sprache/Musik), ein Bistro (Ernährung und Gesundheit), einen Bauraum (Bauen, Naturwissenschaften und Mathematik), ein Atelier (Kreativität) und einen Mehrzweckraum (Bewegung/Entspannung) Diese Themenräume bieten den Kindern ausreichend Möglichkeiten, sich zu entfalten z.B. bietet ein Atelier ein breiteres Spektrum zum kreativen Arbeiten, als ein Mal- und Basteltisch im geschlossenen Gruppenraum. Zusätzlich bieten Nebenräume die Möglichkeit für Geburtstagsfeiern und Aktionen in Kleingruppen, sowie der Entspannung.

Nach der morgendlichen Begrüßung können die Kinder entscheiden, welchen Bereich sie aufsuchen. Aus den Erkenntnissen der Gehirnforschung weiß man, dass Kinder dort am nachhaltigsten lernen, wo sie mit Eifer und Freude dabei sind. Wir bieten den Kindern die Möglichkeit, ihren individuellen Interessen und Bedürfnissen ausgiebig nachzugehen und damit größtmögliche Entwicklungsschritte zu erzielen. In den einzelnen Erfahrungsräumen nehmen die Kinder neben selbst gewählten Tätigkeiten auch an Projekten teil.

Das Lernen in Projekten ermöglicht Selbsttätigkeit, Kooperation, Partizipation, Entdecken und Forschen. In diesem Prozess reflektieren die Kinder immer wieder ihr Lernen und ziehen Schlüsse für weitere Arbeitsschritte. Es unterstützt das „Lernen, wie man lernt“, beinhaltet alle Bildungsbereiche und stärkt Basiskompetenzen.

Zusätzlich zu dem Erwerb von kognitiven Kompetenzen lernen die Kinder auch mit Veränderungen und Belastungen umzugehen, eigene Entscheidungen zu treffen, ihre Stärken und Interessen besser kennen zu lernen, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen und Mitsprachemöglichkeiten wahrzunehmen.

Hierbei beachten wir selbstverständlich den Entwicklungsstand der Kinder und lassen Kinder dort entscheiden, wo sie ihrem Alter und ihrer Entwicklung entsprechend auch Entscheidungen treffen können. Um in der „offenen Arbeit“ einen notwendigen Rahmen und Sicherheit für die Kinder zu gewährleisten sind die weiterhin bestehenden Stammgruppen, klare Regeln und Grenzen, überschaubare Räume und ein strukturierter Tagesablauf grundlegende Bestandteile unserer  pädagogischen Arbeit.

Wertorientiert und verantwortungsvoll handelnde Kinder

Unser Anliegen ist, die Kinder in ihrer motivationalen, emotionalen und sozialen Entwicklung zu begleiten. Wir bieten ihnen Orientierungshilfen an, sich in der immer komplexer werdenden Welt zu Recht zu finden. Zudem unterstützen wir das Kind in seinem Selbstwertgefühl und seiner Selbstbestimmung, in dem wir viel loben und positiv verstärken und den Kindern einen altersentsprechenden Gestaltungsfreiraum zugestehen. Eine Ausgewogenheit von Entscheidungsmöglichkeit und verbindlichen Pflichten ermöglicht die Entwicklung von Verantwortungsübernahme.

Die Kinder machen bei uns vertrauensvolle Grunderfahrungen und erleben in der Gemeinschaft Rituale und christliche Feste im Jahreskreis. Sie erfahren deren Hintergrund durch das Betrachten von biblischen Bilderbüchern, dem Erzählen von Geschichten und dem Singen von Liedern.

Wir berücksichtigen alle Religionen und Kulturen, da immer mehr Kinder aus anderen Kulturkreisen unsere Kita besuchen. Gerne nutzen wir den Erfahrungsschatz deren Eltern, als wertvolle Unterstützung. Die Sensibilisierung für Kulturvielfalt und für vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung ist uns wichtig. Wir wollen die Gemeinsamkeiten nutzen und von den Dingen, die unsere Kulturen unterscheiden, lernen.

Klare Regeln, fest umrissene Grenzen und unsere Vorbildwirkung tragen dazu bei, dass die Kinder Achtung vor Menschen, Tieren, Pflanzen und Dingen entwickeln.

Bei verschiedenen Exkursionen lernen die Kinder die nähere Umgebung kennen. Wir gehen mit ihnen zum Einkaufen, besuchen nahe gelegene Spielplätze und den Eichenwald bzw. das Vorwerk. Der sensible Umgang mit anderen Lebewesen und Pflanzen steht dabei im Vordergrund. Wir sammeln bei unseren Ausflügen auch immer wieder Naturmaterialien, mit denen wir im Kindergartenalltag spielen und arbeiten. Unsere Mitverantwortung für unsere Umwelt verdeutlichen wir den Kindern, indem mit ihnen den anfallenden Müll ordnungsgemäß trennen und entsorgen.

Sprach- und medienkompetente Kinder

Wichtig ist, dass das Kind Freude an der Sprache, am Sprechen und am Dialog erwirbt, da die Sprache Grundlage der zwischenmenschlichen Kommunikation und für den schulischen und beruflichen Erfolg ist. Zunehmend soll das Kind lernen, Gedanken und Gefühle sprachlich differenziert mitzuteilen.

Sprachkompetenz wird nicht isoliert erworben, sondern ist ein durchgängiges Prinzip im pädagogischen Alltag. Gesprochen, erklärt, diskutiert und ausgehandelt wird immer und überall. Durch die Gruppenöffnung erhalten die Kinder vielfältige sprachanregende Impulse, sie lernen Schritt für Schritt ihre eigenen Bedürfnisse mitzuteilen und mit anderen zu kooperieren.

Das Personal hat hier große Vorbildwirkung. Zusätzlich unterstützen wir die Entwicklung der sprachlichen Fähigkeiten durch Erzählen und Nacherzählen von Geschichten, Reimen und Märchen, dem Betrachten von Bilderbüchern und Erlebnissen aus dem Alltag. Eine dialogische Haltung führt zu anregenden Gesprächen und unterstützt die sprachlichen Kompetenzen.

Da Sprache eng mit Schrift verbunden ist, werden die Kinder auch in allen Bereichen mit Buchstaben konfrontiert. Buchstaben und andere Schriftzeichen sollen für die Kinder etwas Alltägliches sein. Hier geht es vielmehr um das Erkennen von Symbolen als Vorstufe zum Erlernen der Schriftsprache. Viele Kinder zeigen heute schon im vorschulischen Alter Interesse am Erlernen der Schriftsprache. Im Alltag und in Projekten bieten wir hier immer wieder Möglichkeiten.

Sprachliche Bildung in Kleingruppen erhalten bei uns Kinder, die Probleme in der phonologischen Bewusstheit zeigen, d.h. Kinder, die beim Schreiben- und Lesen lernen möglicherweise Probleme haben werden. Über 20 Wochen hinweg bieten wir täglich ca. 15 Minuten ein festes Programm, das sich „Hören – Lauschen – Lernen“ (nach dem „Würzburger Modell“) nennt.

Bei Bedarf bieten wir gezielte Unterstützung für Kinder mit und ohne Migrationshintergrund.

„Du öffnest die Bücher und sie öffnen dich.“

Ein wichtiges Medium ist das Buch. Deswegen lesen wir Kindern nicht nur viel vor, sondern stellen ihnen auch Bilderbücher und Lexika zur freien Verfügung. Kinder erfahren, dass Bücher nicht nur der Unterhaltung, sondern auch der Informationsbeschaffung dienen. Aus diesem Grund besuchen wir regelmäßig die Stadtbücherei.

Der kompetente Umgang mit Medien und den durch sie vermittelten Inhalten gilt als eine neue Kulturtechnik. Kinder wachsen von Geburt an mit Medien auf (Medien verstanden als Objekte zur Vermittlung von Informationen). Medienkompetenz bezieht sich bereits im frühen Kindesalter auf das gesamte Medienspektrum: Bücher, Zeitungen, Broschüren, Spiele, Computer, Video, DVD, Fernsehen, Kassettenrecorder, CD-Player, Fotos, Dias. Erweitert wird dieses Spektrum auch durch neue Medien. Wir vermitteln den Kindern frühzeitig einen kompetenten und bewussten Umgang, damit sie am kulturellen, sozialen und ökonomischen Leben der Gesellschaft teilhaben und es mit gestalten können. Die oben genannten Medien spielen eine zentrale Rolle im Rahmen der sprachlichen, sozialen, technischen und der allgemeinen Bildung und Förderung. Die Kinder lernen, dass z.B. Bücher, Hörkassetten und Computer-Lernprogramme bestimmte Sachthemen behandeln.

Dass Kinder die Medien gemeinsam nutzen, fördert ihre soziale Kompetenz und stärkt ihre Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme und demokratischen Teilhabe. Ebenso lernen die Kinder Geräte zur Information und Kommunikation selbständig zu bedienen und für eigene Zwecke einzusetzen. Sie machen dadurch die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, üben Kontrolle aus und erleben sich kompetent. Sie erfahren, wozu man Medien gebrauchen kann. Ein anderes wichtiges Ziel ist, durch den Einsatz von Medien das Symbolverständnis zu erweitern und zu vertiefen. Das Spiel mit Symbolen soll zu der Einsicht führen, dass sie für etwas anderes stehen und mit ihnen etwas dargestellt werden kann. Symbolverständnis ist darüber hinaus für den angemessenen Umgang mit Buchstaben, Schrift und Zahlen von zentraler Bedeutung.

Fragende und forschende Kinder

Mathematik, Naturwissenschaft und Technik, sowie unsere Umwelt sind die Bereiche, in denen die Kinder umfassende kognitive Kompetenzen erlangen.

Vor allem im Alltag ist der Umgang mit Mathematik präsent. Die Kinder sortieren verschiedene Dinge, vergleichen, wiegen und messen, gehen einkaufen, trainieren Raum–Lage-Positionen und erfahren Strukturen und regelmäßige Abläufe.

Unsere Räume laden zum Forschen ein. Im Rollenspielraum schlüpfen die Kinder in andere Rollen und machen z.B. beim Spiel mit dem Kaufladen Erfahrungen mit Wechselgeld und Mengen. Im Bistro helfen die Kinder beim tägl. Tische decken. (12 Teller, jeweils die gleiche Anzahl an Besteck und Gläser). Hier erleben sie Mathematik in ganz alltäglichen Situationen.

Im Atelier finden die Kinder verschiedene Farben und Formen.

Im Bauraum experimentieren die Kinder mit schiefen Ebenen und machen die ersten Erfahrungen mit der Statik. Sie befassen sich mit geometrischen Körpern und berücksichtigen physikalische Gesetze. Ihre Tätigkeit wird durch logische Operationen, wie Synthese (Zusammensetzen) und Analyse (Zerlegen), sowie durch Vergleichen, Schlussfolgern und In-Beziehung setzen bestimmt. In selbstbestimmten, sowie angeleiteten Experimenten machen sie u. a. Erfahrungen mit den Elementen. Lernmaterial aus dem mathematischen Bereich regen zum Zählen, Sortieren und Vergleichen an.

Künstlerisch aktive Kinder

„Man soll in Sachen der Kunst nicht vergleichen, sondern alles Gute und Schöne in seiner Weise würdigen und genießen.“

( F. Hebbel)

 

Die Kinder können sich in unserem Atelier, bei verschiedenen Angeboten und Projekten künstlerisch, ästhetisch, kulturell, musikalisch und handwerklich ausleben und erproben. Hier stehen für die Kinder als erstes Farben und Formen im Vordergrund. Sie experimentieren, mischen, pinseln, schneiden, kleben, kneten und malen mit einer Vielfalt kreativer Materialien, Werkzeugen, Techniken und Prinzipien, um Erfahrungen zu sammeln und eine gestalterische Formgebung kennen zu lernen. Das Atelier bietet den Kindern die Möglichkeit ihre Umwelt und Kultur mit allen Sinnen bewusst wahrzunehmen. Die Natur bietet auf vielfältige Weise, kreativ tätig zu werden. Der nahe gelegene Eichenwald bietet sich hier geradezu an. Hier finden die Kinder Naturmaterial zum Gestalten. Der Wald zeigt sich je nach Jahreszeit in den verschiedensten Farben.

Die Kunst an sich bietet den Kindern wiederum die Möglichkeit, einen Zugang zu anderen Kulturen zu finden, mit anderen über Kunstwerke und Darstellungsformen zu philosophieren.

Wir regen das ästhetische Bewusstsein der Kinder an, in dem wir Vernissagen mit selbst gestalteten Bildern veranstalten, Museen besuchen und Kunstbücher für die Kinder bereitstellen oder Arbeiten von Künstlern kindgerecht besprechen.

Die Kinder erlernen viele neue Techniken im gestalterischen Bereich. Hierdurch erfahren die Kinder dass es viele Wege gibt, seiner Kreativität Ausdruck zu verleihen  und eignen sich Wissen und gestalterische Geschicklichkeit an. Vor allem wollen wir in den Kindern die Freude am künstlerischen Gestalten wecken.

Ästhetik (Lernen mit allen Sinnen) und Bildung sind stark miteinander verknüpft. Wenn Kinder harmonische und anregende Sinneserfahrungen machen, erweitert sich ihr Erfahrungsschatz auf positive Weise. Unsere Materialien regen die Sinne der Kinder an. Sie werden geordnet und anregend angeboten. „Von der äußeren zur inneren Ordnung“ (Maria Montessori) Wir beobachten, dass Kinder zunehmend ausgeglichener spielen, wenn sie auf diese Grundordnung treffen.

Jedes Jahr besuchen wir das Stadttheater, gehen ins Kino und besuchen Aufführungen von Kinderklassikern. Der Rollenspielraum lädt anschließend zum kreativen Spiel ein.

 

„Hundert Sprachen hat das Kind, hundert Hände, hundert Gedanken, hundert Weisen zu denken, zu spielen und zu sprechen. Immer hundert Weisen zuzuhören, zu staunen und zu lieben….

(Loris Malaguzzi)

 

Im Dialog mit seiner Umwelt lernt das Kind, diese mit allen Sinnen bewusst wahrzunehmen und sie bildnerisch zu gestalten, sowie spielend in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Dabei entdeckt und erfährt es eine Vielfalt an Darstellungsformen und Möglichkeiten seine Eindrücke zu ordnen, seine Wahrnehmung zu strukturieren und Gefühle und Gedanken auszudrücken. Motor der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung sind Neugier, Lust und Freude, die im Rollenspielraum optimale Voraussetzungen finden. Kinder lieben es in neue Rollen zu schlüpfen. Diese stammen meist aus ihrer Erlebnis- und Erfahrungswelt, manchmal aus ihrer Fantasie, aus Fernsehsendungen, Märchen oder Bilderbüchern. Sie haben Gelegenheit Rollen zu übernehmen und sich so mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen und Erlebtes nachzuspielen. Mit Hilfe von Alltags- und Verkleidungsmaterialien können die Kinder sich immer wieder zu neuen Spielgruppen zusammen finden und Spielszenen erfinden, wobei die Kreativität, Phantasie und Produktivität angeregt wird.

Ähnlich wie im Theater, gibt es in diesem Raum eine kleine Bühne mit Vorhang, einer Verkleidungsecke und einem Requisitenraum, um den Wünschen der Kinder gerecht zu werden.

Musik beeinflusst unser Wohlbefinden, fördert Kreativität und Ausdrucksfähigkeit, erhöht soziale Kompetenzen, leistet einen Beitrag zur eigenen kulturellen Identitätsfindung, fördert die Sprachkompetenz und das Hörvermögen, bringt positive Effekte für die Gehirnentwicklung und stimuliert den Körper.

Neben dem täglichen Singen im Morgenkreis können die Kinder aus einem vielfältigen Angebot auswählen. Trommeln, Klatschspiele, Klanggeschichten, Einsatz von „Körperinstrumenten“ und Alltagsgegenständen, die umfunktioniert werden und natürlich der Einsatz verschiedener Orff– und Rhythmusinstrumente mit der entsprechenden Instrumentenkunde. Gerne begleiten wir die Kinder mit der Gitarre oder dem Klavier Ihre handwerklichen und motorischen Fähigkeiten üben die Kinder an der Werkbank im Umgang mit verschiedenen Holzarten und Werkzeugen. Hier können die größeren Kinder nach Ablegen eines Werkstattdiploms frei experimentieren und erstellen regelmäßig Werkstücke nach Anleitung. In Begleitung einer Fachkraft beteiligen sich auch die jüngeren Kinder gerne am Arbeiten in unserer Werkstatt.

Starke Kinder

In unserer täglichen Arbeit möchten wir die Kinder unterstützen, sich zu starken, selbstbewussten und gesunden Menschen zu entwickeln.

In unserem offenen Haus können die Kinder tragfähige Beziehungen auch außerhalb der Stammgruppe bilden, In unserer großen Gemeinschaft vermitteln wir ein starkes Wir-Gefühl und Wertschätzung jedem einzelnem Kind gegenüber.

Da Bewegung für Kinder ein elementares Bedürfnis ist, sind unsere Funktionsräume  bewusst sparsam möbliert. Die Kinder haben die Möglichkeit, sich ausreichend zu bewegen, sei es im Mehrzweckraum, im Garten, bei Ausflügen oder auch in den Räumen der Einrichtung. Es stehen ihnen unterschiedliche Turngeräte und Fahrzeuge zur Verfügung.

Regelmäßig begibt sich unsere „Freilandgruppe“ auf Entdeckungsreise. Sie erkunden entweder den naheliegenden Eichenwald, das Feld, den Stadtteil, gehen auf den Wochenmarkt, besuchen Museen und vieles mehr. Die Kinder können sich je nach Interesse daran beteiligen.

 

„Essen ist ein Bedürfnis, genießen eine Kunst!“

 

In unserem Bistro (Funktionsraum: Gesundheit und Ernährung) erwartet unsere Kinder Vielfältiges zum Thema. Essen hat einen hohen pädagogischen Stellenwert. Mahlzeiten sind ein kulturelles und soziales Ereignis mit Ritualen und ein wichtiges und vielseitiges Lern- und Erfahrungsfeld für Kinder.

Mit Unterstützung der Eltern gibt es in Form eines Buffets täglich eine große Auswahl an gesunder Brotzeit. Selbständig wählen die Kinder aus diesem reichhaltigen Angebot. Im Bistro lernen die Kinder, wie Speisen zubereitet werden, sie erweitern ihr Wissen über gesunde und ungesunde Ernährung und erwerben ein Grundverständnis über Produktion, Beschaffung, Zusammenstellung und Verarbeitung von Lebensmittel.

Unser warmes Mittagessen ist nahrhaft, gesund und abwechslungsreich. Individuelle Bedürfnisse (Allergien, Vegetarier, kulturelle Hintergründe) finden Berücksichtigung.

Das Mitwirken der Kinder an der Speiseplangestaltung dient der Verantwortungsübernahme und der Wissenserweiterung. Das gemeinsame Kochen und Backen vermittelt viel an Information und weckt Lust auf Genuss.

Beteiligung der Kinder

In den UN-Konventionen sind die Beteiligungsrechte von Kindern geregelt. Kinder haben ein Recht auf Information, sie haben ein Recht auf Gedanken-, Gewissens- u. Religionsfreiheit, sie haben Recht auf Privatsphäre und die persönliche Ehre. In Artikel 12 heißt es: „Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife.“ Entsprechend ihres jeweiligen Alters und Entwicklungsstandes beteiligen wir die Kinder in demokratischer Weise am pädagogischen Alltag und lassen sie ihre Belange betreffend mitentscheiden.

Im Morgenkreis reflektieren wir mit ihnen verschiedene Aktivitäten um positive Veränderungen herbeizuführen und versuchen in Alltagsgesprächen ihre Interessen und Bedürfnisse zu erfahren. Dazu stellen wir offene Fragen, um möglichst viel von den Kindern zu erfahren. Ebenso halten wir Kinderkonferenzen um Projekte- und sonstige aktuelle Themen mit den Kindern zu besprechen.

Durch diese verschiedenen Gesprächsformen unterstützen wir nicht nur aktiv die Sprachentwicklung. Besonders angesprochen werden soziale Kompetenzen, wie das Erkennen, Äußern, Begründen und Vertreten von eigenen Sichtweisen sowie der Respekt vor anderen. Demokratische Verhaltensweisen werden erlebt. In jeder Stammgruppe wird jährlich ein Gruppensprecher gewählt, der die Interessen der Kinder im  Kinderparlament vertritt. Konfliktlösungsmöglichkeiten werden erlernt und erweitert. Weitere Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder sind feste Dienste, wie z.B. kehren, die Mitsprache bei der Speiseplangestaltung, aktive Hilfe bei der Raumgestaltung, die gemeinsame Festlegung und Überprüfung von Regeln und Grenzen, Mitverantwortung für die Räume der KiTa, Botengänge.

Grenzen sind:

-       Überforderung bei der Entscheidungsfindung

-       Gefährdung der eigenen Gesundheit, sowie der Gesundheit anderer

Beschwerdemöglichkeiten für Kinder

Kinder haben Recht auf freie Meinungsäußerung. Wir bieten Raum für Mitsprache, Ideenvielfalt, Redefreiheit, Kritik und Beschwerden.

„Jede Beschwerde ist ein Geschenk!“

Wenn Kinder Ihre Beschwerden an uns richten ist das ein großer Vertrauensbeweis, der ernst zu nehmen ist und uns darüber hinaus bei der Qualitätssicherung unterstützt.     

Die Kinder haben täglich in den Gesprächs- und Morgenkreisen, in den Kinderkonferenzen und der Kindersprechstunde die Möglichkeit ihre Ideen Vorschläge, Kritik und Beschwerden einzubringen.

Am größten sehen wir die Chance im Alltag, in Spiel und in „Wohlfühlsituationen“ die Botschaften die Kinder durch Mimik, Gestik und Körperhaltung aussenden,  wahrzunehmen, ernst zu nehmen und angemessen darauf zu reagieren.

Dabei ist uns sehr wichtig, dass sich das Kind den Ort, die Zeit und vor allem die Person selber aussuchen kann, bei der es eine Beschwerde äußert.

Diese nimmt sich den Anliegen/Beschwerden des Kindes an und unterstützt es bei der Lösungsfindung. Diese Person(en) können sich von Zeit zu Zeit, von Anliegen zu Anliegen auch ändern.

Kinderschutz

Die Städtischen Kindertageseinrichtungen sind geschützte und sichere Räume für Kinder. Die Mitarbeiter*Innen sind sich der besonderen Verantwortung für das Wohl der Kinder bewusst, reagieren frühzeitig und sensibel auf Gefährdungsanzeichen und haben ein Handlungskonzept, wie in einer Gefährdungssituation vorzugehen ist. Dabei ist die frühzeitige Einbeziehung der Eltern sicher zu stellen und  auf die Beseitigung der Gefährdung hinzuwirken. In Kooperation mit den jeweiligen Beratungsdiensten können entsprechende Hilfsangebote gemacht werden bzw. kindeswohlsichernde Maßnahmen eingeleitet werden (§ 8a ff SGB VIII).

Kinder haben ein eigenständiges Recht auf altersentsprechende Beteiligung und  ein Recht sich in eigenen Angelegenheiten zu beschweren oder ihre Sorgen mitzuteilen. Das Beschwerderecht gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Sorgen und Anliegen  den pädagogischen Mitarbeiter*Innen anzuvertrauen und dabei die Erfahrung zu machen, ernst genommen zu werden und Hilfe zu erhalten. Sie wissen, an wen sie sich wenden können und wie mit ihren Anliegen umgegangen wird. Das pädagogische Personal ist dafür verantwortlich eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder trauen, sich für die eigenen Interessen einzusetzen und das Recht der Beschwerde für eigene Belange wahrzunehmen.

Inklusion und Vielfalt

Inklusion ist ein Menschenrecht und eröffnet den Weg für Vielfalt, Zugewinn und Chancengleichheit. „In der Behindertenrechtskonvention geht es nicht mehr um die Integration von Ausgegrenzten, sondern darum, von vornherein allen Menschen die uneingeschränkte Teilnahme an allen Aktivitäten zu ermöglichen „(UN- Behindertenrechtskonvention)“.

Jedes Kind verfügt über Fähigkeiten, welche die Gemeinschaft in unseren Kindertageseinrichtungen bereichern. Das Lernen wird reichhaltig und bietet allen Kindern gleiche Entwicklungschancen, egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft und unabhängig von ihren körperlichen oder kognitiven Voraussetzungen.

Persönliches Potenzial findet Berücksichtigung, sodass sich das Kind in seiner Individualität wahrgenommen fühlt und seine Stärken entwickeln kann.

Die kulturelle Vielfalt in unseren Kindertageseinrichtungen spiegelt das reichhaltige Leben unserer Gesellschaft wider. Unser Bestreben richtet sich stets danach aus, dass Inklusion gelingen kann.

Unsere Fachkräfte lassen sich auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes und seiner Familie ein und richten ihr pädagogisches Handeln danach aus.

Selbstbestimmtes Spielen und Lernen

In vielen ihrer Spiele ahmen Kinder die Erwachsenen – und auch die Medienwelt nach und verarbeiten so ihre Alltagseindrücke. Dabei lernen sie beiläufig, denn Spielen und Lernen sind eng miteinander verknüpft.

Unser offenes Haus bietet optimale Bedingungen für selbst bestimmtes Spielen und Lernen. Der Morgenkreis wird verantwortungsvoll von den Kindern geleitet. Dies stärkt ihre Selbstverantwortung und ihr Körperbewusstsein. Vor und nach dem Morgenkreis und den Projekten, sowie nach der Mittagsruhe haben die Kinder den Freiraum zu entscheiden, in welchem Bereich sie sich mit wem aufhalten möchten. Freie und eigenständige Aktivitäten werden unterstützt. Die Kinder übernehmen Verantwortung für sich selbst, indem sie abwägen, ob ihnen nach Ruhe oder Bewegung ist, ob sie kreativ gestaltend oder naturwissenschaftlich, forschend tätig werden möchten und tragen damit Sorge für ihre eigenen Bedürfnisse.

Jedes Kind ist einzigartig und hat ganz eigene Bedürfnisse. Kinder verspüren Hunger nicht zur gleichen Zeit, deshalb unterstützen wir sie dabei, auf ihr Hungergefühl zu hören. Soweit organisatorisch möglich, entscheiden die Kinder selbst, wann sie essen. Wir respektieren die Entscheidung der Kinder, was, wie viel und wie lange sie essen.

Wir respektieren diese Selbstbestimmung der Kinder auch bei der Wahl der Kleidung. Da Menschen unterschiedliche Empfindungen für Wärme und Kälte haben,  obliegt es auch jedem Individuum selbst, ob es z. B. eine Jacke, eine Matschhose etc. für den Aufenthalt im Freien wählt. Hierbei lassen wir die Kinder nicht alleine, wir begleiten Sie im Gespräch bei ihrer Entscheidung und bei dem gesamten Lernprozess. Auch hier ist das Ziel, sensibel für die eigenen Bedürfnisse zu werden und den Kindern das nötige Vertrauen zu schenken.

Im letzten Jahr vor der Einschulung übertragen wir den Kindern entwicklungs- angemessen noch mehr Eigenverantwortung.  Sie erhalten  einen „Vorschulpass“. In diesem sind Lernziele vermerkt, die für ein angehendes Schulkind wünschenswert sind. (z. B. „ich kenne meine Adresse und Telefonnummer, ich kenne den Notruf, ich kann die Anlaute von Wörtern richtig bestimmen…) Es gilt insgesamt 18 Aufgaben bis zum KiTa- Ende selbständig und bei freier Zeiteinteilung zu erledigen. So unterstützen wir die „Großen“ sich an eigenverantwortliches Arbeiten heranzutasten.

Dokumentation der pädagogischen Arbeit

Die Dokumentation unserer täglichen Arbeit mit den Kindern ist uns aus zwei Gründen sehr wichtig. Wenn wir das Spielverhalten der Kinder beachten, diese bildlich und schriftlich festhalten, erkennen wir noch leichter individuelle Stärken des Einzelnen. Nur so können wir jedem Kind entsprechend weitere geeignete Impulse für die individuelle Entwicklung bieten. Aber auch im Sinne einer konstruktiven Kooperation mit den Eltern ist uns die Transparenz der pädagogischen Arbeit sehr wichtig.

An unseren Pinnwänden finden die Eltern stets aktuelle Informationen zu unseren Projekten. Da Projekte längerfristig laufen, können die Eltern in Ordnern stets den gesamten Projektverlauf verfolgen.

Eindrücke aus den einzelnen Funktionsräumen finden an großen Dokumentationswänden in Form von Bildern ihren Raum.

Zusätzlich hängen oder stellen wir immer wieder Werke der Kinder aus und geben sie ihnen mit nach Hause. Des Weiteren dokumentieren wir unsere pädagogische Arbeit in den Entwicklungsordnern eines jeden Kindes.

Beobachtung von Entwicklungsverläufen und deren Dokumentation

Eine wertschätzende Aufmerksamkeit den Kindern gegenüber mit all ihren Kompetenzen, ist Basis für individuelle Begleitung auf ihren Lernwegen. Durch regelmäßige Dokumentation der Lernprozesse der Kinder erhalten wir eine solide Grundlage für die Entwicklungsgespräche mit den Eltern. Sie dienen aber auch dazu, die Perspektiven des einzelnen Kindes, sein Verhalten und sein Erleben besser zu verstehen und damit auch als Anlass und Basis für das Gespräch mit den Kindern.

Entwicklungsordner (Portfolios) dokumentieren die Stärken des einzelnen Kindes. Sie werden in Zusammenarbeit mit dem Kind und den Eltern geführt und sind stets für sie zugänglich. Das Kind soll selbst erkennen, dass es immer wieder Fortschritte macht und sich kontinuierlich weiter entwickelt. Die Portfolios bieten eine gute Grundlage unserer protokollierten Entwicklungsgespräche mit den Eltern, welche diese jederzeit einsehen und am Ende der Kindergartenzeit mit nach Hause nehmen.

Zusammen mit den Werken der Kinder ergibt sich ein umfassendes und aussagekräftiges Bild von der Entwicklung und vom Lernen des Kindes. Wir können so relativ schnell auf besondere Situationen in der Gruppe reagieren oder passende Unterstützung für einzelne Kinder anbieten.

Selbstverständlich sind uns Informationen der Eltern sehr wichtig, denn Sie sind schließlich die Experten für ihr Kind. In dem jährlichen Entwicklungsgespräch  werden die Stärken des Kindes, sowie eventuell notwendige Unterstützungsangebote besprochen.

Beteiligung der Eltern

Gemeinsam gestalten wir die Übergänge des Kindes vom Elternhaus oder der Krippe in den Kindergarten und vom Kindergarten in die Schule und wünschen uns einen kooperativen Austausch. Zum einen möchten wir die Erziehungskompetenz der Eltern stärken, indem wir Einzelgespräche führen, pädagogisches Informationsmaterial auslegen und Themenabende anbieten. Zum anderen unterstützt uns das Expertentum der Eltern, um das Kind während der Kindergartenzeit auf seinem Weg gut begleiten zu können. Uns ist wichtig, dass ein Informationsaustausch in gemeinsamer Verantwortung stattfindet. Wir als KiTa informieren gerne, sind aber auch mit Blick auf jedes einzelne Kind auf die Dialogbereitschaft der Eltern angewiesen. Die Teilnahme der Eltern am Alltag der Kita  ist erwünscht und willkommen. Sie können uns bei unserer täglichen Arbeit begleiten, an verschiedenen Aktionen teilhaben und sich ins Gruppengeschehen einbringen.

Beispiele hierfür sind die Begleitung bei Ausflügen, die unterstützende Beteiligung bei Projekten, dem Backen oder Kochen mit den Kindern, Mithilfe bei der Planung, Organisation und Durchführung von Festen.

Beteiligung, Mitverantwortung und Mitbestimmung von Eltern bereichert und unterstützt unsere Arbeit. Hier sprechen wir alle Eltern an, indem regelmäßige Elternbeiratssitzungen stattfinden. Hier tauschen sich die Mitglieder des Elternbeirates aus. Willkommen hierzu sind alle Eltern. Als Ansprechpartner wählt die Elternschaft je Gruppe einen Vertreter. Die jährlich stattfindende Elternbefragung, welche die Akzeptanz der Eltern zu den verschiedensten Bereichen, wie beispielsweise Pädagogik, Ausstattung und Mittagsessen, sowie die Bedarfe zu den Öffnungszeiten und Schließzeiten abfragt, unterstützt unsere qualitative Weiterentwicklung.

Details zu  unserer jeweils aktuellen Elternbefragung finden Sie hier.

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  • Kindergarten "Am Eichenwald" in Gerolfing
  • Kita "Am Eichenwald" in Gerolfing
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