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Kita Lichtblick

In der städtischen Kita Lichtblick werden 75 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren in drei Gruppen betreut.

Die Kita liegt im Süden von Ingolstadt umgeben von Wiesen. In der Nähe befindet sich der Kempe Weiher, ein Schlittenberg und der Zucheringer Wald.

 

Bring- & Abholzeiten

Die Bringzeit ist von 07:00 bis 08:30 Uhr.

Die Abholzeit richtet sich nach der Stundenbuchung.

Zur Abholung der Kinder sind berechtigt:

  • Personensorgeberechtigte des Kindes
  • Abholberechtigte durch Auflistung im Betreuungsvertrag
  • Personen, die nicht als abholberechtigt im Betreuungsvertrag aufgelistet sind, benötigen das schriftliche Einverständnis der Personensorgeberechtigten und müssen am Tag des Abholens ihren Personalausweis mit sich führen
  • Geschwister, die mindestens 13 Jahre alt sind

Schließzeiten

Tag/Zeitraum Grund der Schließung

Mo., 01.10. bis

Di., 02.10.2018

Planungs- und Konzeptionstage
Mo., 22.10.2018 Personalversammlung (schließt um 12 Uhr)

Mo., 24.12.2018 bis

Fr., 04.01.2019

Weihnachten

Mo., 04.03.2019

Planungstag

Di., 05.03.2019

Kita geschlossen

Mi., 17.04. bis

Do., 18.04.2019

Planungstage
Fr., 31.05.2019 Brückentag

Di., 11.06. bis

Fr., 14.06.2019

Pfingstferien

Mo., 29.07. bis

Fr., 16.08.2019

Sommerferien

Es ist jeweils der erste und letzte Ferientag angegeben.

Während der Sommerferien hat immer mindestens eine städtische Kindertageseinrichtung geöffnet, so dass Kindergartenkinder (ausgenommen Krippenkinder) bei Bedarf in einer anderen städtischen Kita betreut werden können.

Tagesablauf

Vormittag

Bringzeit

Eine aufmerksame Begrüßung der Kinder und deren Familien sowie die zugewandte Gestaltung des Übergangs von Familie in die Kita, leiten den Tag für das Kind ein.

Gleitende Brotzeit

Die Mahlzeit findet in einer wertschätzenden Atmosphäre statt und die individuellen Bedürfnisse der Kinder stehen im Mittelpunkt.

Morgenkreis mit allen Kindern der Kita

Der Morgenkreis fördert das Zugehörigkeitsgefühl und bietet Orientierung. Lieder, Geschichten, Spiele und Gespräche über den Verlauf des Tages, über die Ideen und Themen der Kinder, finden statt.

Freie Lern- und Spielzeit

Die Pädagogen/-innen beobachten aufmerksam und feinfühlig die Spielsituationen. Auf der Basis dieser Beobachtungen setzt die Fachkraft Impulse zu weiteren Entwicklungsschritten.

Gezielte Aktivitäten

Lerninhalte werden für die Kinder altersentsprechend aufbereitet und fokussieren unterschiedliche Bildungsbereiche, wie z. B. Schulvorbereitung oder Bewegung. Die Pädagogen/-innen motivieren und begleiten.

Projektarbeit

Der Fokus liegt auf den Fragen der Kinder. Pädagogen/-innen greifen die Interessen der Kinder auf, geben Impulse und ermutigen dadurch weiter an einem Thema zu forschen. Ein Projekt entsteht.

Gartenzeit und Spaziergänge

Aktivitäten außerhalb der Kita geben den Kindern die Möglichkeit, ihr Wissen über die Natur und die Umwelt zu erweitern. Bewegung ist für die gesamte Entwicklung der Kinder bedeutsam. Der natürlichen Bewegungsfreude des Kindes wird viel Raum gegeben.

Begleitung der Körperpflege

Die Körperpflege und das Wickeln der Kinder finden in liebevollem Umgang statt und werden begleitet von einer respektvollen Haltung und sprachlichem Dialog.

Mittagszeit

Gemeinsames Mittagessen

Mahlzeiten bieten den Kindern die Möglichkeit zur Begegnung und zur Bildung. Eine angenehme Atmosphäre bei Tisch entsteht, wenn Kinder selbstbestimmt für sich und für die Tischgemeinschaft agieren können.

Ruhe-/Schlafenszeit

Eine Ruhezeit ist für die Entwicklung der Kinder unabdingbar. Ruheinseln und feste Schlaforte bieten Antworten für die individuellen Bedürfnisse der Kinder. In dieser Zeit ist eine Abholung nicht sinnvoll.

Begleitung der Körperpflege*

Nachmittag

Freie Lern- und Spielzeit* / Gezielte Aktivitäten* / Gartenzeit und Spaziergänge* / Gleitende Brotzeit* / Begleitung der Körperpflege*

* wie oben beschrieben

Abholzeit je nach Buchung

Ein kurzer Austausch zwischen Erzieherin, Kind und Abholberechtigten gibt die Möglichkeit Wichtiges zu übermitteln.

Team

Das Team der Kindertageseinrichtung setzt sich, entsprechend der gesetzlichen Vorgaben, zusammen aus einer Leitung, einer stellvertretenden Leitung, pädagogischen Fachkräften, pädagogischen Ergänzungskräften sowie mindestens einer/m hauswirtschaftlichen/m Mitarbeiter/in. Die Stadt Ingolstadt bildet Personal aus und somit sind stets auch Praktikanten und Praktikantinnen aller pädagogischen Berufsgruppen in unseren Einrichtungen vertreten.

Räumlichkeiten & Außenanlage

Räumlichkeiten

Kita Lichtblick hat drei Kindergartengruppen. Die Gruppenräume erfüllen jeweils eine bestimmte Funktion. Es gibt einen Theaterraum, einen Kreativraum und einen Bauraum.
Der Kindergarten verfügt über eine Turnhalle, einen Sanitärbereich und einen Essbereich. 

Außenanlage

Der Kindergarten hat einen großen Garten mit Schatten im Sommer. Es gibt eine Matschanlage, einen Sandkasten, ein Piratenschiff, ein Klettergerüst, eine Wippe und Schaukeln.

Die öffentlichen Spielplätze, die Wege durch Feld und Flur und der Zucheringer Wald werden regelmäßig für Ausflüge genutzt.

Kooperation & Vernetzung

Zusammenarbeit mit der Schule

Die Kindertageseinrichtung pflegt einen engen Kontakt zur Grundschule im Stadtteil.
Die Kooperationspartner der Einrichtung besprechen gemeinsame Aktivitäten, die den Übergang für die Vorschulkinder erleichtern sollen. Erzieher/innen und Grundschullehrer/innen tauschen sich regelmäßig aus, die Einwilligung der Eltern vorausgesetzt.
Der Seh- und Hörtest und die Vorschuluntersuchung durch das städtische Gesundheitsamt finden jährlich in der Kindertageseinrichtung statt.

Fachdienste

Die Kooperation mit anderen fachlichen Einrichtungen und Diensten ist ein fester Bestandteil der Arbeit in der Kindertageseinrichtung. Bei Bedarf und in Absprache mit den Eltern wird mit mobilen Fachdiensten, Beratungsstellen, Logopäden, Ergotherapeuten, Ärzten zusammengearbeitet.

Kontakte im Umfeld

Kita Lichtblick ist eng mit der Grundschule Zuchering vernetzt.

Die städtische Simon-Mayr-Sing- und Musikschule bietet als externer Anbieter „Musikalische Frühförderung“ in den Räumen der Kita an.

Zudem besteht ein enger Kontakt zu folgenden Einrichtungen:

  • Stadtbücherei
  • Freiwillige Feuerwehr

Essen & Trinken

Frühstück

Die Kinder bringen ihre Brotzeit von zu Hause mit. Milch für Müsli steht zur Verfügung.

Mittagessen

Die städtischen Kindertageseinrichtungen bieten täglich ein warmes Mittagessen mit einem Bioanteil von mindestens 50 Prozent an.
Die Speisen werden nach dem Cook & Freeze-Verfahren vom Essensanbieter bis zu einem bestimmten Punkt vorgegart und anschließend in den „Tiefkühlschlaf“ versetzt, um die Frische der Produkte zu bewahren. In den Kitas werden diese dann auf den Punkt fertig zubereitet.
Ergänzend dazu gibt es Obst, Rohkost, Salate oder Milchprodukte. Gesundheitliche und religiöse Bedürfnisse werden berücksichtigt.
Die Abrechnung des Mittagessens erfolgt auf den Tag genau. Der Preis für ein Mittagessen ist der Gebührensatzung (§ 4 Abs. 5) zu entnehmen.

Nachmittagsbrotzeit

Die Kinder bringen ihre Brotzeit von zu Hause mit.

Getränke

Jeden Tag stehen den Kindern Getränke zur Verfügung, die von der Kita bereitgestellt werden. In den Wintermonaten wird zusätzlich ungesüßter Tee angeboten.

Frischkost: Obst, Gemüse als Rohkost, Milchprodukte

Über den Tag verteilt essen die Kinder zu den meisten Mahlzeiten entweder frisches Obst oder Gemüse als Rohkost oder Milchprodukte.

Pädagogische Konzeption

Die pädagogische Konzeption aller städtischen Kindertageseinrichtungen orientiert sich am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP), der als Grundlage der pädagogischen Arbeit im Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) verankert ist.

Sie übernimmt die Verantwortung für die Beachtung und Umsetzung der gesetzlichen Grundlagen (z. B.Grundgesetz, SGB VIII, BayKiBiG, BayIntG und der Ausführungsverordnung AVBayKiBiG), sowie der UN Kinderrechtskonvention (1989) und der UN Behindertenrechtskonvention (2009).  

Die pädagogische Konzeption aller städtischen Kindertageseinrichtungen orientiert sich am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP), der als Grundlage der pädagogischen Arbeit im Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) verankert ist und an der Handreichung Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren, sowie der Bayerischen Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit und der pädagogischen Empfehlung für die Arbeit in bayerischen Horten.

Wir gehen hierbei davon aus, dass das Kind von Geburt an seine Entwicklung und Bildung aktiv mit gestaltet. Die natürliche Wissbegier des Kindes wird dabei als wertvolle Voraussetzung angesehen. Die Kita bietet dazu, eine in Bezug auf die personalen, sozialen und physischen Kompetenzen, anregende Umgebung, die eine gute Voraussetzung für Lernen und Entwicklung darstellt. Wichtig ist uns dabei, das Spiel als die elementarste Form des Lernens anzusehen. In einer wertschätzenden Atmosphäre kann sich das Kind seinem individuellen Stand entsprechend entwickeln.

Das Kind kommt in den Kindergarten

Die Eingewöhnungszeit beginnt schon lange vor dem 1. Kindergartentag. Bereits am Tag der offenen Tür begrüßen wir interessierte Familien, um unser Haus kennen zu lernen. Unsere pädagogische Konzeption, die einen breit gefächerten Einblick in unsere Arbeit ermöglicht, gibt Hilfestellung sich auf den Kindergartenstart vorzubereiten. Ein Informationsabend, sowie ein ausführliches Aufnahmegespräch bieten die Möglichkeit Fragen, Ängste und Anliegen zu klären.

Ihrem Kind wollen wir durch einen Schnuppernachmittag den Kindergarten greifbar machen und positive Eindrücke hinterlassen. Die Eingewöhnungszeit gestaltet sich individuell nach den Bedürfnissen der Kinder und Eltern. Für viele ist es das erste Mal, dass ihr Kind eigene Wege in einer neuen Umgebung geht. Damit das Kind sich in der Eingewöhnung gut lösen kann, braucht es Unterstützung. Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern, Offenheit und gegenseitige Akzeptanz ist die Basis für eine gemeinsame, unterstützende Erziehungsarbeit. Eine Begleitung durch die Eltern unterstützt das Kind, Vertrauen in die neue Umgebung und zum Personal aufzubauen. Eine gestaffelte Aufnahme ermöglicht jedem Kind intensive Betreuung.

Die Eingewöhnungszeit sehen wir als abgeschlossen, wenn das Kind Vertrauen und eine gute Beziehung zum Personal aufgebaut hat und gerne am Gruppenalltag teilnimmt.

Vom Kindergarten in die Schule

Die gesamte Kindergartenzeit ist als Vorbereitung für die Schule zu sehen. Im letzten Kindergartenjahr bereiten wir die Kinder intensiv auf den Übergang zur Schule vor. Uns ist wichtig, dass sie in der Lage sind, mit ihrer Umwelt zu kommunizieren, dass sie ihre Gefühle kennen, äußern und steuern können, Aufgaben und Arbeiten motiviert gegenüber stehen und dabei Ausdauer zeigen und Herausforderungen annehmen. Mit wachsendem Alter steigt auch die Fähigkeit zur Verantwortungsübernahme. Dies fördern wir gezielt im letzten Jahr in der KiTa, indem wir den Kindern verstärkt Aufgaben und Verantwortlichkeiten übertragen.

In den verschiedenen Bereichen des Kindergartens werden altersentsprechende Materialien angeboten. Die täglichen Lernangebote werden auf die Altersgruppen abgestimmt. Die Kinder werden motiviert gelernte Inhalte auf den Kindergartenalltag zu übertragen.

Ein eigens erarbeitetes Konzept fördert die Kinder über das Jahr. Dieses beinhaltet:

  • Förderung nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan
  • Verkehrserziehung
  • Erste-Hilfe-Woche
  • Brandschutzerziehung durch die Freiwillige Feuerwehr
  • Besuch der Schule
  • Ausflüge, Theaterbesuch, Konzertveranstaltung
  • Arbeiten in Projektgruppen
  • Projekt Hören, Lauschen, Lernen
  • Verabschiedung der  Vorschulkinder
  • Vorschulausflug
  • Die 1. Klassen kommen zu Besuch in den Kindergarten

Um einen fließenden Übergang von der Kindertageseinrichtung zur Schule zu erreichen, ist eine enge Kooperation zwischen beiden Bildungseinrichtungen die Basis.

Kooperation mit Schule und Eltern

  • Entwicklungsgespräche mit den Eltern zur Einschulung ihres Kindes
  • Elternabend zur Schulreife gemeinsam mit einem Vertreter der Schule
  • Einwilligung der Eltern zu Kooperationsgesprächen mit der Schule
  • Kooperationstreffen mit den Lehrern für einen gemeinsamen Jahresplan

Pädagogischer Schwerpunkt

Unsere Kindertageseinrichtung besuchen hauptsächlich Kinder im Alter von 3-6 Jahren. Bei freien Kapazitäten nehmen wir auch gerne Kinder unter drei Jahren auf. Die breite Altersmischung bereichert unsere Gemeinschaft und trägt maßgeblich zum Erwerb der sozialen Kompetenzen bei.

Kinder sind Selbstgestalter (Akteure) ihrer Entwicklung. Sie lernen bei uns diese selbständig und selbst organisiert umzusetzen. Das pädagogische Personal bietet dazu ein anregendes Umfeld, um diesen Prozess zu unterstützen. Dabei sind wir zuerst einmal Beobachter und unterstützen das Kind dann bei seinem Lern-, Entwicklungs- und Bildungsprozess.

Uns ist es wichtig, dass wir die Kinder im Alltagsleben bei Entscheidungen die sie betreffen durch Kinderkonferenzen mit einbeziehen, damit sie demokratische Teilhabe erleben und leben lernen.

Unsere Räume sind in verschiedene kindgerechte Schwerpunkte aufgeteilt (Bauraum und Brotzeitraum, Kreativraum, Rollenspielraum, Bewegungsraum, Forscher-und Ruheraum). Eine entspannte Atmosphäre hilft den Kindern sich in einer Lebens- und Lerngemeinschaft verstanden zu fühlen.

Das Personal schafft die Strukturen für einen lernenden Spielraum.

Die Einrichtung ist während der Freispielzeit ein gruppenübergreifender Spiel- und Lernort. Die Kinder entscheiden nach ihren Bedürfnissen, wo, wann, wie lange, mit wem sie spielen und an welchen Aktivitäten sie sich beteiligen möchten.

Eine verbindliche Teilnahme an den Bildungsangeboten gewährleistet eine umfassende Förderung. Die gezielten Angebote finden in Kleingruppen statt. Wir berücksichtigen die Ideen und Wünsche der Kinder zur Gestaltung der Lernangebote, der Exkursionen und wecken das Interesse der Kinder für neue, ihnen bisher noch unbekannte Themen.

Durch die Pädagogik der Offenheit werden die Kinder selbstständiger und offener gegenüber Neuem und sie können sich besser auf unterschiedliche Personen und neue Situationen einlassen. Das Konzept fördert besonders die Teamfähigkeit und das eigenständige Denken und Handeln, sowie das soziale Lernen in der Gruppe.

Feste Strukturen geben den Kindern Sicherheit, Ordnung und fördern den Gemeinschaftssinn.

Ein weiterer Schwerpunkt bei uns ist das projekthafte Arbeiten. Projektarbeit zeichnet sich durch Erfahrungs- und Entdeckungslernen aus. Sie richtet sich nach den Interessen der Kinder, ihre Themen werden aufgegriffen und gemeinsam ausgeschöpft. Eine intensive Beobachtung der Kinder im Vorfeld zeigt uns, was die Kinder wirklich interessiert. Ist ein Thema gefunden, beginnt die Zeit des Forschens. Fragen tun sich auf und wir machen uns mit den Kindern auf den Weg, Antworten darauf zu finden. Kinder sollen lernen, wie sie notwendige Informationen beschaffen können. („Lernen, wie man lernt“) Entscheidend ist hierbei die Intensität nicht die Menge. Verschiedene Lösungswege werden von den Kindern ausprobiert. Dieses experimentelle Lernen beinhaltet Erfolge, wie Misserfolge.

Durchhaltevermögen und Widerstandskraft (Resilienz) können wachsen, wenn wir den Kindern in diesem Lernprozess motivierend zur Seite stehen. Wir setzen Impulse und achten auf eine Struktur, die das Projekt lebendig hält.

Das Thema und der Verlauf können sich während eines Projektes ändern. Der Erwachsene ist Beobachter und Begleiter. Seine Aufgabe ist es, das eigentliche Thema der Kinder zu erkennen. (Hinter dem Thema „Auto“, kann sich z. B. das eigentliche Thema „rollen - Bewegung“ verstecken.)

Das Ende des Projektes zeichnet sich ab wenn das Interesse der Kinder am Thema ausgeschöpft ist. Ein Projektabschluss (Fest, Ausstellung, Exkursion…) rundet das Projekt ab.

Eine bildliche Dokumentation ermöglicht den Kindern ihre Lernerfahrungen zu reflektieren.

Wertorientiert und verantwortungsvoll handelnde Kinder

Rituale, das Feiern von Festen im Jahreskreis und das Erleben in der Gemeinschaft helfen, dem Kind vertrauensbildende Grunderfahrungen machen zu können. Hierzu gehört die Vermittlung von grundlegenden Werten. Sich zu achten, sich höflich zu begegnen, Rücksicht nehmen, ohne sich selbst zu verlieren, erfahren die Kinder durch das tägliche Miteinander. Das positive Vorbild der Erwachsenen unterstützt diesen Prozess der Persönlichkeitsentwicklung. Die Kinder sollen sich als einzigartig und wertvoll erleben. Sie sollen erkennen, dass sie als Teil unserer Gemeinschaft Mitverantwortung für das tägliche Zusammenleben tragen.

Im gemeinsamen Morgenkreis erfahren sich die Kinder als einen wichtigen Teil der Kindergruppe. Wir beginnen den Morgen mit einem gemeinsamen Lied, dies erleben die Kinder als Gruppenritual.

Im Morgenkreis nehmen sich die Kinder bewusst wahr. Sie stellen fest, welche Kinder anwesend sind und klären im Gespräch, wer fehlt. Wichtig ist uns, den Kindern den Bezug, auch zu kranken Kindern, zu halten. Diese gemeinsame Zeit nutzen wir ebenso, um über Regeln des Zusammenlebens und deren Einhaltung zu sprechen.

Natürlich begegnen die Kinder in unserem Haus auch Konflikten. Sie hier zu unterstützen, ihnen die Möglichkeit zu geben diese auszutragen und Lösungsmöglichkeiten zu finden und somit ihr Verantwortungsbewusstsein zu stärken, ist Teil unserer Arbeit. Traditionen der christlich-abendländischen Kultur erfahren und miteinander Begehen stärkt Kinder in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung. So erleben sie z. B. das Martinsfest als eine gemeinsame, immer wiederkehrende Feier, die unsere Gemeinschaft (Kinder, Eltern und Personal) gerade am Beginn eines neuen Kindergartenjahres stärkt. Als Städtische Kindertageseinrichtung begegnen wir aber auch den unterschiedlichen Religionen offen und mit Wertschätzung. Dies möchten wir auch den Kindern vermitteln, indem wir uns mit verschiedenen Kulturen, religiösen Bräuchen und unterschiedlichen Wertesystemen auseinandersetzen.

Sprach- und medienkompetente Kinder

Wir legen Wert auf eine offene und wertschätzende Gesprächskultur. Gesprächsregeln, die wir mit den Kindern erarbeiten, dienen einem partnerschaftlichen Dialog. Offene Gruppenarbeit fördert die Kommunikationsbereitschaft. Sprachförderung begleitet die Kinder in allen Bereichen. Im Dialog mit den anderen lernen die Kinder, Gedanken und Gefühle zu äußern. Sie lernen Verhandlungsstrategien anzuwenden.

Eine sprachfördernde Gestaltung der Räume soll Impulse setzen.

Der Kreativraum und die Bauwerkstatt, sollen die Kinder ermuntern, zu forschen, sich über verschiedene Techniken zu unterhalten und Fachbegriffe zu erlernen.

Im Bau/Brotzeitbereich entstehen neben ausgiebigen Tischgesprächen auch Diskussionen über Statik und Dynamik. Materialien wie Magnete, Lupen, Schüttmaterial etc. sollen zu weiterem Austausch anregen.

Im Rollenspielbereich entstehen ganze Geschichten, die unsere Kinder verbinden. Anregendes Material (Kleider, Masken, Hüte, Decken, Puppenecke, Kaufladen, etc.) inspiriert in andere Rollen zu schlüpfen und mit der Sprache zu spielen.

Gezielte Angebote, wie Bilderbücher, Gespräche, Geschichten, Rollenspiele, Reime, Sprachspiele und Kinderkonferenzen unterstützen die Sprachentwicklung zusätzlich.

Das mit Einwilligung der Eltern bei Vorschulkindern durchgeführte „Bielefelder Screening“, lässt darauf schließen, ob ein Kind nach der Einschulung beim Lesen- und Schreiben lernen Schwierigkeiten haben könnte. Hier erreichen wir eine frühzeitige Förderung dieser Kinder mit dem täglichen Sprachspielprogramm: „Hören, Lauschen, Lernen“.

Kinder mit Migrationshintergrund werden im vorletzten Jahr vor der Einschulung auf ihren Sprachstand überprüft und nehmen bei Bedarf am gezielten „Vorkurs Deutsch“ teil. Dieser findet wöchentlich in der jeweiligen Schule und in unserer Einrichtung statt. Ziel ist es den Kindern optimale Bedingungen für einen gelingenden Schulbesuch zu ermöglichen.

Medien sind für Kinder heute ein täglicher Begleiter. Den richtigen und bewussten Umgang mit ihnen wollen wir den Kindern auf spielerische Weise vermitteln. Dazu gehören das Betrachten von Bilderbüchern, kompetenter Umgang mit CD-Player, Kopierer, Telefon. Eine positive Einstellung hilft den Kindern sich zu informieren, Meinungen zu bilden und ihre lernmethodische Kompetenz zu erweitern.

Fragende und forschende Kinder

Wir geben den Kindern frühzeitig die Möglichkeit in allen Bereichen Lernerfahrungen zu sammeln und dabei ihre Neigungen zu erproben. Durch Experimente, Beobachtung von Naturphänomenen und –gesetzten, Erforschen von technischen Geräten begreift das Kind einfache Zusammenhänge. Es lernt den Umgang mit Formen, Mengen, Zahlen, sowie Raum/Zeit und erfährt mathematische Denk- und Handlungsweisen, die es auch im Alltag anwenden kann. Das Prinzip der Projektarbeit kommt dem natürlichen Wissensdrang der Kinder nach. Kinder formulieren ihre Themen und wir nehmen diese auf. Wir achten darauf verständliche Fragen zurückzugeben. Wer fragt, drückt Respekt und Interesse aus. Offene Fragen und Impulse regen zum Forschen, zum Ausprobieren an. Auswahl geeigneter Materialien (Leuchttisch, Magnete, Schüttmaterial, Mikroskope, Lupen, Bücher und Alltagsgegenstände) halten das Interesse wach und sind Bedingung für das forschende Lernen. Aha- Erlebnisse regen Kinder dazu an, immer wieder neue Wege zu gehen und ihren kindlichen Forscherdrang auszuleben.

Die Lage unserer Einrichtung lädt zum Erforschen ein. Ein schöner Wald und ein angrenzender See geben Anreize und fordern die Kinder geradezu auf, sich näher damit zu befassen. Spaziergänge in der Natur lösen bei vielen Kindern die Lust zum Entdecken aus. Sie zeigen uns mit ihrer Begeisterungsfähigkeit sehr schnell, wie viel Freude sie in der Begegnung mit der Natur empfinden. Wir machen uns mit unseren Kindern auf den Weg nach draußen, um spannende Abenteuer aus erster Hand zu erleben.

Künstlerisch aktive Kinder

Kreatives Gestalten ist eine sinnliche Erfahrung und dient den Kindern zur Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt, fördert die Vorstellungskraft und Fantasie. In unserer Kreativwerkstatt können sich die Kinder bei verschiedenen Werk-, Mal-, und Bastelangeboten entfalten. In unserer Bauwerkstatt erwerben die Kinder feinmotorische Fertigkeiten, Erfinden, Bauen und Konstruieren. Zusätzliche Angebote, wie der Umgang mit Ton, Kennen lernen neuer Techniken und Materialien, sowie plastisches Gestalten wecken die Freude an der eigenen Kreativität. Museumsbesuche ergänzen diese künstlerischen Erfahrungen.

Das offene Haus fördert die Kreativität der Kinder. Sie verknüpfen Erfahrungen, die sie in einem Bereich haben immer wieder auch mit anderen Bereichen und Situationen.

Sie sind fähig, Erfahrungen zu übertragen: z. B. Baubereich: Flugzeug aus Bausteinen, Kreativbereich: Flugzeug falten oder aus Holz konstruieren, Rollenspielbereich: mit dem gefertigten Flugzeug als Pilot Erfahrungen sammeln. Die Kinder dürfen „am Ball bleiben“ und ihr Thema ausschöpfen.

Freude an der Musik – dies wollen wir in den Kindern wecken. Sie lassen sich von Klängen faszinieren, sie lauschen gespannt und werden von Melodien berührt. Die Musikerziehung leistet einen wichtigen Teil zur Persönlichkeitsentfaltung. Sprachentwicklung, Emotionalität, Ästhetik, Phantasie, Kreativität, Erkennen von Ordnungsprinzipien (Wiederholungen, Rhythmus, Notenwerte…) aber auch soziales Lernen sind nur ein Teil der Kompetenzen, die durch Musik gefördert werden.

 

Starke Kinder

Bewegung gilt als wesentlicher Bestandteil der kindlichen Entwicklung. Für Kinder ist Bewegung ein wichtiges Mittel, ihre Umwelt zu „begreifen“, ihren Körper mit seinen Stärken und Schwächen kennen zu lernen und sich ganzheitlich zu entwickeln. Wir legen deshalb Wert auf einen bewegten Kindergarten. In freien und angeleiteten Turn-, Rhythmik- und Psychomotorikstunden, im Rollenspiel, in den Naturwochen, und in der Nutzung des Gartens bei fast jedem Wetter, kommen wir dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder nach.

Ein gutes Körper- und Gesundheitsbewusstsein, sowie bewusste Ernährung, Kenntnisse über Körperpflege und Hygiene werden den Kindern grundlegend im Alltag näher gebracht. Ein gesundes Frühstück und Körperhygiene sind bei uns selbstverständlich. Die Kinder sollen ein Gespür für ihre körperlichen Bedürfnisse entwickeln, diese ernst nehmen und angemessen darauf reagieren. Sie sollen sich beispielsweise Ruhephasen gönnen, wenn sie diese benötigen. Wir bieten ihnen hierzu Raum und Zeit.

Sich vor Gefahren schützen, Tragen angemessener Kleidung, kennen lernen der wichtigsten körperlichen Zusammenhänge unterstützen einen verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Körper.

Emotionale und soziale Kompetenzen stärken die Kinder in ihrer gesunden Persönlichkeitsentwicklung. Durch einen wertschätzenden und einfühlsamen Umgang mit den Kindern, lernen sie, ihre Bedürfnisse und Gefühle wahr zu nehmen und zu äußern. Die Kinder sollen erkennen, dass jeder einzelne ein wichtiges Mitglied der Gemeinschaft ist, das selbstbewusst zum Gelingen des Zusammenlebens beitragen kann. Kinderkonferenzen und Kinderparlament stärken unsere Kinder in ihrer Selbsteinschätzung. Sie erhalten ein positives Selbstbild und erfahren sich als ein wichtiges Mitglied der Gesellschaft. Diese Erfahrungen sollen die Kinder stärken, um auch belastende Situationen als Herausforderung zu begreifen. Eine positive Lebenseinstellung ermöglicht eine gesunde Entwicklung. Dass unsere Kinder Lob und Anerkennung erfahren, ist selbstverständlich.

Unsere Kinder wachsen in einer multikulturellen Gesellschaft auf. Wir sehen es als unsere Aufgabe, dass unsere Kinder schon frühzeitig Interesse für andere Kulturen entwickeln und Achtung für diese empfinden. Sie sollen die Vielfältigkeit unserer Gesellschaft als Bereicherung erleben.

Je nach Projektthema fließt die multikulturelle Erziehung auf unterschiedliche Art und Weise mit ein:

  • Vorstellen anderer Sprachen durch die Kinder (z. B. Zählen in unterschiedlichen Sprachen)
  • Kennenlernen von anderen Bräuchen und Sitten (Wie feiern wir Weihnachten in England? Warum wird in der Türkei nicht Weihnachten gefeiert? Welche Feste gibt es dort?)
  • Bilder und Geschichten von Urlaubsländern
  • Kochen von internationalen Speisen
  • Auseinandersetzen mit dem Globus, der Weltkarte
  • Gespräche über unsere Stadt und ihre vielfältigen Bürger

Beteiligung der Kinder

Wir sind ein Offenes Haus und ein starkes Gemeinschaftsgefühl ist uns wichtig. Die Beteiligung der Kinder im Alltag stärkt dieses Gemeinschaftsgefühl und steigert die Verantwortungsübernahme jedes Einzelnen. Wir binden die Kinder in Entscheidungsprozesse ein, ohne sie zu überfordern, d.h. wir lassen sie dort entscheiden, wo sie auf Grund ihres Wissens und ihrer Entwicklung fähig sind, Entscheidungen zu treffen. Kinder sollen lernen, dass wir in einer Demokratie leben und Entscheidungen durch gemeinschaftliche Konsensfindung und Abstimmungsverfahren ermöglicht werden. Regelmäßige Kinderkonferenzen sind ein geeignetes Gremium hierfür. Hier lernen sie, Vorschläge und Gesprächsbeiträge einzubringen. Sie lernen unterschiedliche Abstimmungsverfahren kennen und üben demokratische Verhaltensweisen. Hierzu gehört auch, Standpunkte anderer abzuwägen und gegebenenfalls zu akzeptieren. Die Kinder werden erkennen, dass sie manchmal zum Wohle der Gemeinschaft auf eigene Vorstellungen verzichten müssen.

Wir beteiligen unsere Kinder in allen Fragen, die unser Haus und das Zusammenleben betreffen. So finden die Ideen und Wünsche der Kinder zur Gestaltung der Lernangebote ebenso Platz, wie die Gestaltung der Räume und die Auswahl des Spielmaterials. Unsere Kinder wachsen in einer demokratischen Gesellschaft auf, darauf wollen wir sie gut vorbereiten. Sie sollen sich engagieren, für die Gemeinschaft einsetzen, eigene Meinungen vertreten und auch überprüfen lernen. Projektarbeit lebt vom Engagement der Beteiligten.

Je intensiver die Beteiligung, desto lebendiger das Projekt. Der demokratische Gedanke erfährt in der Projektarbeit einen hohen Stellenwert. Gemeinsam muss geplant, diskutiert, erforscht, gearbeitet und wenn nötig verändert werden. Hierzu bedarf es guter Absprachen und der Fähigkeit zur Konsensbildung. Der gemeinsame Abschluss eines Projektes wirkt verbindend und soll den Erfolg der Gruppe unterstreichen.

Beschwerdemöglichkeiten für Kinder

Die Beteiligung der Kinder am Beschwerdemanagement wird im Morgenkreis, bei Kinderkonferenzen, beim Aufstellen von Hausregeln, beim Übernehmen von Aufgaben und im persönlichen Gespräch umgesetzt. In unserem offenen Haus haben die Kinder die Möglichkeit, sich die Fachkraft ihres Vertrauens auszusuchen, diese anzusprechen und von ihr gehört zu werden. Es ist uns wichtig, mit den Kindern die verschiedensten Situationen und Interaktionen zu reflektieren und mit ihnen adäquate Lösungsmöglichkeiten zu finden. Die Kinder erfahren über eine respektvolle Kommunikation, dass Beschwerden ernst genommen werden und entsprechende Lösungen bzw. Verbesserungsmöglichkeiten gemeinsam gefunden und umgesetzt werden.


Kommt es zu Konfliktsituationen oder Ärger zwischen Kindern bzw. Kindern und Erwachsenen, haben sie das Recht ihre persönliche Angelegenheit zu äußern.

Dabei gibt es fünf Schritte zur Problemlösung:

  1. Was ist das Problem?
  2. Was kann ich tun?
  3. Lösungen suchen, die ungefährlich, fair und für alle Beteiligten in Ordnung sind.
  4. Sich für eine Lösung entscheiden und ausprobieren.
  5. Wenn es nicht funktioniert, nach neuen Lösungsmöglichkeiten suchen.

Bei Bedarf werden die Problemsituationen auch in der Kinderkonferenz aufgegriffen und erörtert.

Die Fachkräfte sind hellhörig und umsichtig. Sie erkennen auch die nonverbalen Äußerungen der Kinder, wie zum Beispiel Unmut über das Verhalten eines anderen Kindes oder Erwachsenen und geben dem betroffenen Kind entsprechende Hilfestellung auf die Situation zu reagieren. Durch die aktive Beteiligung am Geschehen, erleben sich die Kinder als Gestalter ihres eigenen Lebens und erfahren somit Selbstwirksamkeit. Gemeinsam mit den Kindern werden in Gesprächen neue  Beschwerdeverfahren entwickelt.

Kinderschutz

Die Städtischen Kindertageseinrichtungen sind geschützte und sichere Räume für Kinder. Die Mitarbeiter*Innen sind sich der besonderen Verantwortung für das Wohl der Kinder bewusst, reagieren frühzeitig und sensibel auf Gefährdungsanzeichen und haben ein Handlungskonzept, wie in einer Gefährdungssituation vorzugehen ist. Dabei ist die frühzeitige Einbeziehung der Eltern sicher zu stellen und  auf die Beseitigung der Gefährdung hinzuwirken. In Kooperation mit den jeweiligen Beratungsdiensten können entsprechende Hilfsangebote gemacht werden bzw. kindeswohlsichernde Maßnahmen eingeleitet werden (§ 8a ff SGB VIII).

Kinder haben ein eigenständiges Recht auf altersentsprechende Beteiligung und  ein Recht sich in eigenen Angelegenheiten zu beschweren. Das Beschwerderecht gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Sorgen und Anliegen  den pädagogischen Mitarbeiter*Innen anzuvertrauen und dabei die Erfahrung zu machen, ernst genommen zu werden und Hilfe zu erhalten. Sie wissen, an wen sie sich wenden können und wie mit ihren Anliegen umgegangen wird. Das pädagogische Personal ist dafür verantwortlich eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder trauen, sich für die eigenen Interessen einzusetzen und das Recht der Beschwerde für eigene Belange wahrzunehmen.

Inklusion und Vielfalt

Inklusion ist ein Menschenrecht und eröffnet den Weg für Vielfalt, Zugewinn und Chancengleichheit. „In der Behindertenrechtskonvention geht es nicht mehr um die Integration von Ausgegrenzten, sondern darum, von vornherein allen Menschen die uneingeschränkte Teilnahme an allen Aktivitäten zu ermöglichen „(UN- Behindertenrechtskonvention)“.

Jedes Kind verfügt über Fähigkeiten, welche die Gemeinschaft in unseren Kindertageseinrichtungen bereichern. Das Lernen wird reichhaltig und bietet allen Kindern gleiche Entwicklungschancen, egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft und unabhängig von ihren körperlichen oder kognitiven Voraussetzungen.

Persönliches Potenzial findet Berücksichtigung, sodass sich das Kind in seiner Individualität wahrgenommen fühlt und seine Stärken entwickeln kann.

Die kulturelle Vielfalt in unseren Kindertageseinrichtungen spiegelt das reichhaltige Leben unserer Gesellschaft wider. Unser Bestreben richtet sich stets danach aus, dass Inklusion gelingen kann. Unsere Fachkräfte lassen sich auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes und seiner Familie ein und richten ihr pädagogisches Handeln danach aus.

Selbstbestimmtes Spielen und Lernen

„Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung von Geburt an aktiv mit und übernehmen dabei angemessen Verantwortung, denn der Mensch ist auf Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit hin angelegt.“ (BEP, S. 23)

Kinder sind in der Regel neugierig und aktiv, sie wollen von sich aus lernen. Wir geben ihnen für ihre einzelnen Entwicklungsschritte Raum und Zeit. Unser offenes Haus kommt diesem Prinzip entgegen. Gruppenübergreifende Lernorte geben dem Kind die Möglichkeit, dort Erfahrungen zu machen, wo seine momentanen Interessen liegen. Spiel ist die für Kinder gemäße Form von Lernen. Im Spiel entdecken sie Sinnzusammenhänge und eignen sich neue Kompetenzen an. Wann das einzelne Kind einen weiteren Schritt in seiner Entwicklung macht, hängt zunächst von seiner Bereitschaft ab. Wir bieten hierfür eine motivierende und anregende Umwelt. Unsere Aufgabe ist es, die Signale der Kinder zu erkennen und darauf zu reagieren.

Das Freispiel besitzt in der Entwicklung der Kinder einen besonderen Stellenwert.

Selbstverantwortlich entscheiden die Kinder:

  • Mit wem sie diese Zeit verbringen möchten
  • In welchem Bereich sie tätig sein wollen
  • Welches Material sie für ihr Spiel wählen
  • Wie lange und intensiv sie sich mit etwas beschäftigen

Sie lernen dabei:

  • Soziale Verhaltensweisen
  • Entscheidungen zu treffen
  • Eigene Bedürfnisse wahrzunehmen
  • Umgang mit Materialien
  • Durchhaltevermögen zu entwickeln
  • Kreativ zu sein
  • Gefühl für Zeit zu entwickeln
  • Ihr Wissen zu erweitern
  • Sich auf ihr Spiel zu konzentrieren, die Intensität des Spieles zu steigern und äußere Reize auszuschalten.
  • ... wie man lernt

Dokumentation der pädagogischen Arbeit

Diskussionen mit Eltern werden über die Dokumentation unserer Arbeit angeregt. Darum ist uns Transparenz so wichtig.

Nach Durchführung unserer Angebote geben wir durch zeitnahe Fotos einen lebendigen Einblick in die Arbeit mit den Kindern. Und auch die Kinder profitieren von diesen Aufnahmen. Sie erkennen sich wieder und können durch Nacherzählen, Erlerntes reflektieren und vertiefen.

Projekte dokumentieren wir in Bild- und Schriftform. Hierbei achten wir darauf, dass der gesamte Projektverlauf transparent gemacht wird. (Beobachtungsphase, Kinderkonferenz, Projektverlauf und Projektabschluss).

Einsatz moderner Medien (Videorekorder, Filmkamera, Beamer, Digitalkamera) unterstützen unsere Dokumentationsarbeit.

Beobachtung von Entwicklungsverläufen und deren Dokumentation

„Wenn man Erziehung als ein permanentes Wechselspiel von Gedanken, Praxis, Reflexion der Handlungen, neuen Erkenntnissen, einem Wechsel der Perspektive und veränderter Praxis ansieht, kommt man konsequenterweise zur Methode der Dokumentation.“

(Carla Rinaldi)

Wir unterstützen die Kinder in ihren Bildungsprozessen und möchten ihnen geben, was sie hierzu benötigen. Grundlage dafür ist es, dass wir die Kinder wirklich kennen lernen, dass wir ein starkes Interesse daran haben, was sie gerade bewegt und was sie tun. Um die Bedürfnisse der Kinder zu sehen, ist Beobachtung unerlässlich.

Beobachten wollen wir nach Möglichkeit in der natürlichen Lebenswelt des Kindes und nicht in einer künstlichen Testsituation. Im offenen Haus erlebt jede Kollegin alle Kinder in den einzelnen Bereichen. Dies erleichtert eine differenzierte Wahrnehmung der Kinder, da aus vielen Blickwinkeln beobachtet wird.

Unsere Beobachtungen werden nach einem im Haus allgemeingültigen System schriftlich fixiert und in Entwicklungsbögen übertragen. Diese dienen als Grundlage für unsere regelmäßigen Entwicklungsgespräche mit den Erziehungsberechtigten. Einzelne Fallbesprechungen helfen das Bild einer Entwicklungsgeschichte abzurunden.

Für jedes Kind haben wir ein Portfolio angelegt, welches die individuellen Entwicklungsverläufe festhält. Portfolios ergänzen unsere Beobachtungsverfahren. Arbeiten der Kinder, Fotos, Kommentare der Kinder, , besondere Ereignisse zeigen die Entwicklung des Kindes auf. Die Portfolios werden jederzeit für die Kinder zugänglich aufbewahrt. Das Kind kann verfolgen, welche Fortschritte es in seiner Kindergartenzeit macht. Dies ermöglicht eine bessere Selbsteinschätzung und unterstützt ein positives Selbstbild.

Das Fachwissen um kindliche Entwicklung ist Grundlage unserer Beobachtungen.

Die individuelle Entwicklung der Kinder steht jedoch im Vordergrund. Wir unterstützen das Kind in den Bereichen, in welchen es noch mehr Zeit für seine Entwicklung benötigt. Bei Bedarf leiten wir in Kooperation mit den Eltern notwendige Fördermaßnahmen ein.

Im Beratungsgespräch empfehlen wir im Einzelfall auch notwendige Optimierungsmaßnahmen einzuleiten und vermitteln Eltern an Fachdienste und andere Institutionen, mit welchen wir kooperieren:

  • Jugendamt
  • Mobiler heilpädagogischer Fachdienst
  • Erziehungsberatungsstelle
  • Sprachheilschule/Logopäden
  • Gesundheitsamt
  • Ergotherapeuten
  • Psychologen
  • Heilpädagogische Tagesstätten
  • Schulkindergarten

Beteiligung der Eltern

In gemeinsamer Verantwortung für die Kinder bilden wir mit unseren Eltern eine Erziehungs- und Bildungspartnerschaft. Eine positive Kooperation ermöglicht den Kindern, sich sicher und geborgen zu fühlen.

Elternbeirat

Ihr Engagement ist uns sehr willkommen. Wir profitieren von Ihrem lebendigen und kreativen Mitwirken im Elterngremium. Sie haben die Möglichkeit sich in unseren Sitzungen einzubringen. Hier tauschen wir uns mit Ihnen über unsere pädagogische Jahresplanung aus, legen Schließzeiten fest oder bereiten gemeinsam unsere Feste vor. Wir freuen uns über Ihre Ideen und versuchen diese zu berücksichtigen. Als Verbindungsglied zwischen Eltern und Team besprechen wir an diesen Sitzungen auch immer wieder aktuelle Anliegen der Elternschaft. Besprochenes wird zur Information für alle Eltern in einem Protokoll festgehalten.

Elternabende

Regelmäßig finden in unseren Räumen Elternveranstaltungen statt.

Wir möchten uns mit Ihnen über unsere pädagogische Arbeit austauschen. Gerne laden wir Referenten zu Themen ein, die Sie aktuell interessieren.

Im Rahmen der Einschulung erhalten Sie spezielle Informationen, die gemeinsam mit den Lehrkräften der örtlichen Schule gestaltet werden.

Elternmitwirkung

Als Bereicherung erfahren wir immer wieder Ihr Wissen und Ihre Kompetenz.

Gerne laden wir Sie zu themenbezogenen Projekten ein, wo Sie z. B. Ihren Beruf den Kindern näher bringen können. Bei der Festgestaltung freuen wir uns über Beiträge und kreative Ideen.

Sie haben auch die Möglichkeit einen Einblick in unseren Kindergartenalltag zu nehmen. Zur Hospitation Sind sie herzlich eingeladen.

Elternbefragung

Wir möchten, dass Sie und Ihre Kinder sich bei uns wohl fühlen. Qualitätsentwicklung ist uns wichtig. Ihre Meinung, Ihre Anregungen sind hierfür ein wichtiger Baustein.

Einmal im Jahr wird von allen Städtischen Kindertageseinrichtungen eine anonyme Elternbefragung durchgeführt. Sie haben die Möglichkeit, unsere pädagogische Arbeit zu bewerten. Sie haben ebenso Raum für Wünsche und Anliegen.

Das Ergebnis der Befragung können Sie nach der Auswertung an unserer Elterninfowand einsehen.

Details zu unserer jeweils aktuellen Elternbefragung finden Sie hier.

 

  • Kindertageseinrichtung - Rucksäcke
  • Kita "Am Eichenwald" in Gerolfing
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