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Kita Südwind

In der städtischen Kita Südwind werden 82 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren in drei Gruppen betreut.

Die Kita liegt im Süden von Ingolstadt. Der Zucheringer Wald und der Spielpark Fort Peyerl in unmittelbarer Nähe werden für regelmäßige Spaziergänge und zum Erkunden der Natur und Umwelt genutzt.

Eine gute Verkehrsanbindung ist gegeben.

 

Bring- & Abholzeiten

Die Bringzeit ist von 07:00 bis 08:30 Uhr.

Die Abholzeit richtet sich nach der Stundenbuchung.

Zur Abholung der Kinder sind berechtigt:

  • Personensorgeberechtigte des Kindes
  • Abholberechtigte durch Auflistung im Betreuungsvertrag
  • Personen, die nicht als abholberechtigt im Betreuungsvertrag aufgelistet sind, benötigen das schriftliche Einverständnis der Personensorgeberechtigten und müssen am Tag des Abholens ihren Personalausweis mit sich führen
  • Geschwister, die mindestens 13 Jahre alt sind

Schließzeiten

Tag/Zeitraum Grund der Schließung
Fr., 26.10.2018 Teamqualifizierung Medienkompetenz
Fr., 02.11.2018 Brückentag

Mo., 24.12.2018 bis

Fr., 04.01.2019

Weihnachten

Mo., 04.03. bis

Di., 05.03.2019

Faschingsferien

Di., 16.04.2019

Teamqualifizierung Medienkompetenz

Mi., 17.04. bis

Do., 18.04.2019

Konzeptionstage
Fr., 31.05.2019 Brückentag

Mi., 19.06. bis

Fr., 21.06.2019

Pfingstferien

Mo., 05.08. bis

Fr., 23.08.2019

Sommerferien

Es ist jeweils der erste und letzte Ferientag angegeben.

Während der Sommerferien hat immer mindestens eine städtische Kindertageseinrichtung geöffnet, so dass Kindergartenkinder (ausgenommen Krippenkinder) bei Bedarf in einer anderen städtischen Kita betreut werden können.

Tagesablauf

Vormittag

Bringzeit

Eine aufmerksame Begrüßung der Kinder und deren Familien sowie die zugewandte Gestaltung des Übergangs von Familie in die Kita, leiten den Tag für das Kind ein.

Gleitende Brotzeit

Die Mahlzeit findet in einer wertschätzenden Atmosphäre statt und die individuellen Bedürfnisse der Kinder stehen im Mittelpunkt.

Morgenkreis in den Stammgruppen (dreijährige Kinder) / Gemeinsamer Morgenkreis aller vier bis sechsjährigen Kinder

Der Morgenkreis fördert das Zugehörigkeitsgefühl und bietet Orientierung. Lieder, Geschichten, Spiele und Gespräche über den Verlauf des Tages, über die Ideen und Themen der Kinder, finden statt.

Freie Lern- und Spielzeit

Die Pädagogen/-innen beobachten aufmerksam und feinfühlig die Spielsituationen und lassen sich aktiv von den Kindern in ihr Spiel einbinden. Auf der Basis dieser Beobachtungen setzt die Fachkraft Impulse zu weiteren Entwicklungsschritten.

Gezielte Aktivitäten

Lerninhalte werden für die Kinder altersentsprechend aufbereitet und fokussieren unterschiedliche Bildungsbereiche, wie z. B. Schulvorbereitung oder Bewegung. Die Pädagogen/-innen motivieren und begleiten.

Projektarbeit

Der Fokus liegt auf den Fragen der Kinder. Pädagogen/-innen greifen die Interessen der Kinder auf, geben Impulse und ermutigen dadurch weiter an einem Thema zu forschen. Ein Projekt entsteht.

Gartenzeit und Spaziergänge

Aktivitäten außerhalb der Kita geben den Kindern die Möglichkeit, ihr Wissen über die Natur und die Umwelt zu erweitern. Bewegung ist für die gesamte Entwicklung der Kinder bedeutsam. Der natürlichen Bewegungsfreude des Kindes wird viel Raum gegeben.

Begleitung der Körperpflege

Die Körperpflege und das Wickeln der Kinder finden in liebevollem Umgang statt und werden begleitet von einer respektvollen Haltung und sprachlichem Dialog.

Mittagszeit

Gemeinsames Mittagessen

Mahlzeiten bieten den Kindern die Möglichkeit zur Begegnung und zur Bildung. Eine angenehme Atmosphäre bei Tisch entsteht, wenn Kinder selbstbestimmt für sich und für die Tischgemeinschaft agieren können.

Ruhe-/Schlafenszeit

Eine Ruhezeit ist für die Entwicklung der Kinder unabdingbar. Ruheinseln und feste Schlaforte bieten Antworten für die individuellen Bedürfnisse der Kinder. In dieser Zeit ist eine Abholung nicht sinnvoll.

Begleitung der Körperpflege*

Nachmittag

Freie Lern- und Spielzeit* / Gezielte Aktivitäten* / Projektarbeit* / Gartenzeit und Spaziergänge* / Gemeinsame Brotzeit* / Begleitung der Körperpflege*

* wie oben beschrieben

Abholzeit je nach Buchung

Ein kurzer Austausch zwischen Erzieherin, Kind und Abholberechtigten gibt die Möglichkeit Wichtiges zu übermitteln.

Team

Das Team der Kindertageseinrichtung setzt sich, entsprechend der gesetzlichen Vorgaben, zusammen aus einer Leitung, einer stellvertretenden Leitung, pädagogischen Fachkräften, pädagogischen Ergänzungskräften sowie mindestens einer/m hauswirtschaftlichen/m Mitarbeiter/in. Die Stadt Ingolstadt bildet Personal aus und somit sind stets auch Praktikanten und Praktikantinnen aller pädagogischen Berufsgruppen in unseren Einrichtungen vertreten.

Räumlichkeiten & Außenanlage

Räumlichkeiten

Die Kindertageseinrichtung Südwind verfügt über drei Gruppenräume, die als Lernbereiche konzipiert sind. So stehen den Kindern ein Bauraum, ein Rollenspielraum und ein Kreativraum zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es für die Vorschulkinder die Lernwerkstatt und eine Holzwerkstatt.

Der Mehrzweckraum wird für freie Bewegungsangebote und als Ruheraum für die Kleinsten im Haus genutzt.

Im Flur ist der Speisebereich untergebracht sowie zwei kleine Spielbereiche.
Im Sanitärbereich befindet sich eine Wickelmöglichkeit.

Außenanlage

Der Kindergarten hat einen großen Garten mit Rasenfläche und Pflaster zum Befahren mit verschiedenen Fahrzeugen. Es gibt zwei Sandkästen mit Klettergerüsten sowie eine Wippe und eine Schaukel.
Unterschiedliches altersgerechtes Spielmaterial ist in einem Gartenhaus untergebracht und steht den Kindern zur freien Verfügung.

Das große Weidenhaus ist Spiel- und Ruheort für die Kinder.

Kooperation & Vernetzung

Zusammenarbeit mit der Schule

Die Kindertageseinrichtung pflegt einen engen Kontakt zur Grundschule im Stadtteil.
Die Kooperationspartner der Einrichtung besprechen gemeinsame Aktivitäten, die den Übergang für die Vorschulkinder erleichtern sollen. Erzieher/innen und Grundschullehrer/innen tauschen sich regelmäßig aus, die Einwilligung der Eltern vorausgesetzt.
Der Seh- und Hörtest und die Vorschuluntersuchung durch das städtische Gesundheitsamt finden jährlich in der Kindertageseinrichtung statt.

Fachdienste

Die Kooperation mit anderen fachlichen Einrichtungen und Diensten ist ein fester Bestandteil der Arbeit in der Kindertageseinrichtung. Bei Bedarf und in Absprache mit den Eltern wird mit mobilen Fachdiensten, Beratungsstellen, Logopäden, Ergotherapeuten, Ärzten zusammengearbeitet.

Kontakte im Umfeld

Die Kita Südwind ist eng mit der Grundschule Haunwöhr und der Grundschule an der Münchener Straße vernetzt.

Zudem besteht ein enger Kontakt zu folgenden Einrichtungen:

  • Stadtbücherei
  • Bauerngerätemuseum

Essen & Trinken

Frühstück

Die Kinder bringen ihre Brotzeit von zu Hause mit, Milch für Müsli wird vom Kindergarten zur Verfügung gestellt.
Einmal im Monat findet ein gesundes Geburtstagsbuffet statt. Eltern, die dazu etwas mitbringen möchten, tragen sich in die Listen ein.

Mittagessen

Die städtischen Kindertageseinrichtungen bieten täglich ein warmes Mittagessen mit einem Bioanteil von mindestens 50 Prozent an.
Die Speisen werden nach dem Cook & Freeze-Verfahren vom Essensanbieter bis zu einem bestimmten Punkt vorgegart und anschließend in den „Tiefkühlschlaf“ versetzt, um die Frische der Produkte zu bewahren. In den Kitas werden diese dann auf den Punkt fertig zubereitet.
Ergänzend dazu gibt es Obst, Rohkost, Salate oder Milchprodukte. Gesundheitliche und religiöse Bedürfnisse werden berücksichtigt.
Die Abrechnung des Mittagessens erfolgt auf den Tag genau. Der Preis für ein Mittagessen ist der Gebührensatzung (§ 4 Abs. 5) zu entnehmen.

Nachmittagsbrotzeit

Die Kinder bringen ihre Brotzeit von zu Hause mit.

Getränke

Jeden Tag stehen den Kindern Getränke zur Verfügung, die von der Kita bereitgestellt werden. In den Wintermonaten wird zusätzlich ungesüßter Tee angeboten.

Frischkost: Obst, Gemüse als Rohkost, Milchprodukte

Über den Tag verteilt essen die Kinder zu den meisten Mahlzeiten entweder frisches Obst oder Gemüse als Rohkost oder Milchprodukte.

Pädagogische Konzeption

Die Stadt Ingolstadt ist als Träger der Städtischen Krippen, Kindergärten, Häuser für Kinder und der Horte verantwortlich für die Betriebsführung, die Finanzierung und die Qualitätssicherung der Häuser.

Sie übernimmt die Verantwortung für die Beachtung und Umsetzung der gesetzlichen Grundlagen (z. B. Grundgesetz, SGB VIII, BayKiBiG, BayIntG und der Ausführungsverordnung AVBayKiBiG), sowie der  UN Kinderrechtskonvention (1989) und der  UN Behindertenrechtskonvention (2009).  

Die pädagogische Konzeption aller städtischen Kindertageseinrichtungen orientiert sich am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP), der als Grundlage der pädagogischen Arbeit im Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) verankert ist und an der Handreichung Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren, sowie der Bayerischen Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit und der pädagogischen Empfehlung für die Arbeit in bayerischen Horten.

Wir gehen hierbei davon aus, dass das Kind von Geburt an seine Entwicklung und Bildung aktiv mitgestaltet. Die natürliche Wissbegier des Kindes wird dabei als wertvolle Voraussetzung angesehen. Die Kita bietet dazu, eine in Bezug auf die personalen, sozialen und physischen Kompetenzen, anregende Umgebung die eine gute Voraussetzung für Lernen und Entwicklung darstellt. Wichtig ist uns dabei, das Spiel als die elementarste Form des Lernens anzusehen. In einer wertschätzenden Atmosphäre kann sich das Kind seinem individuellen Stand entsprechend entwickeln.

Das Kind kommt in den Kindergarten

Um einen guten Übergang vom familiären Umfeld in die Kindertageseinrichtung zu gewährleisten ist es uns wichtig, den Eltern gegenüber unserer Arbeit transparent zu machen und die Eingewöhnung der Kinder individuell zu gestalten.

Einen ersten Einblick in unsere Einrichtung bietet der jährliche Tag der offenen Tür, an dem sich interessierte Eltern über unser Konzept informieren können.

Durch kurze Anmeldegespräche in der Anmeldewoche bieten wir den Eltern die Möglichkeit zum Informationsaustausch und für individuelle Fragen.

Mit der Zusage des Kindergartenplatzes erhalten die Eltern die Einladung zu einem Infoelternabend. An dieser Veranstaltung übergeben wir an die Eltern wichtige Informationen zum Kindergartenalltag, detaillierte Angaben zur päd. Arbeit und zur Eingewöhnungsphase, sowie alle wichtigen Papiere für den Kindergartenstart.

Vor Beginn des neuen Kindergartenjahres bitten wir die Eltern noch zu einem individuellen Gespräch. An diesem Termin erstellen wir den Betreuungsvertrag, der Rechte und Pflichten beider Erziehungspartner regelt und uns im Vorfeld wichtige Informationen über das Kind liefert. Das Kind darf in dieser Zeit das erste Mal in seiner Gruppe schnuppern.

Eine weitere Kontaktaufnahme der Kinder mit uns erfolgt an der Sandkastenparty. Dazu treffen sich alle neuen Kinder mit ihren Eltern im Kindergarten. Es findet eine kleine Kennenlernrunde in den einzelnen Stammgruppen statt und danach schließt sich eine gemeinsame freie Spielzeit an.

Zusammen mit den Eltern lernen die Kinder den Kindergarten und das Personal kennen, und haben Kontakt zu den Kindergartenkindern. Sie werden mit einem Willkommenslied begrüßt, dürfen sich einen Platz in der Garderobe aussuchen und erhalten ein Gruppenzeichen, um ihre Zugehörigkeit zu einer Stammgruppe zu symbolisieren.

In der Eingewöhnungsphase wollen wir das Kind vom „Ich“ zum „Du“ zum „Wir“ führen. Dabei stehen für uns Wertschätzung und Individualität des Kindes an erster Stelle.

Jedem Kind steht eine Bezugserzieherin zur Seite, die es in den ersten Kindergartentagen begleitet und ihm hilft sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Größere Kinder übernehmen Patenschaften für unsere neuen Schützlinge und tragen Mitverantwortung für die gute Eingewöhnung der neuen Kindergartenkinder. Nach einer dem einzelnen Kind angepassten Eingewöhnungsphase soll es sich als Teil der Kindergartengemeinschaft sehen und seinen Tagesablauf bei uns aktiv und selbstverantwortlich mitgestalten, wobei wir dem Kind unterstützend zur Seite stehen.

Vom Kindergarten in die Schule

Bereits während der Kindergartenzeit gestalten wir aktiv den Übergang unserer Kindergartenkinder in die Grundschule.

Um unsere Arbeit aufeinander abzustimmen, stehen wir in ständigem Kontakt zu den jeweiligen Grundschulen.

Ein gemeinsamer Elternabend informiert die Vorschuleltern über die Kriterien der Schulfähigkeit, über die Kompetenzen, die ein Schulkind haben sollte und über die gezielte Förderung der Vorschulkinder in unserer Einrichtung.

Vor Übertritt in die Schule findet ein Besuchsvormittag mit den Vorschulkindern in der Schule statt, sowie ein Nachmittag in der Schule zum Kennenlernen des Schulhauses.

Für Vorschulkinder mit Migrationshintergrund, deren Deutsch für den Schulbesuch noch verbessert werden soll, bieten wir in Zusammenarbeit mit der Schule einen „Vorkurs Deutsch“ an. Dazu nehmen die Kinder an zwei Wochenstunden Deutschunterricht in der Schule und zwei Wochenstunden Sprachförderung im Kindergarten teil. Dabei wird der Wortschatz der Kinder erweitert und grammatikalisch richtiges Sprechen geübt.

Pädagogischer Schwerpunkt

Die Arbeit in unserem Haus ist geprägt durch ein gruppenoffenes Prinzip und die Projektarbeit.

Die Kinder gehören einer Stammgruppe an und haben zwei bis drei feste Bezugserzieherinnen. Diese Erzieherinnen sind die ersten Ansprechpersonen für die Eltern in Bezug auf ihr Kind. Beim Bringen werden die Kinder an diese Kolleginnen übergeben.

Alljährlich  zum Ende des Kindergartenjahres wechseln die Kinder gemeinsam mit Ihren Stammerzieherinnen den Stammgruppenraum. Damit gewährleisten wir, dass jedes Kind im Laufe eines dreijährigen Kindergartenlebens jeden Funktionsraum mit seinen Lernmöglichkeiten als Gruppenraum erlebt.

Während die Kinder bei uns sind, haben sie die Möglichkeit, sich in verschiedenen Lernbereichen zu betätigen. Sie können frei wählen, wo sie aktiv werden wollen. Dadurch fördern wir die Selbständigkeit und Selbstbestimmung der Kinder und regen sie zum selbst entdeckenden Lernen an.

Wir bieten den Kindern einen Kreativraum, in dem verschiedene Materialien zum Malen und Basteln bereitgestellt sind.

Im Rollenspielraum können die Kinder verschiedenste Lebensbereiche nachstellen, im Bauraum wird Material zum Konstruieren angeboten.

Die Turnhalle bietet unzählige Möglichkeiten zum bewegten Lernen und die Brotzeitoase Raum zum Stärken.

In unserer Holzwerkstatt können max. 4 Vorschulkinder selbständig mit Holz und den entsprechenden Werkzeugen hantieren. Voraussetzung dafür ist, dass die Kinder eine Einführung durch eine Mitarbeiterin erhielten und bewiesen haben, dass sie verantwortungsvoll mit den Werkzeugen und Materialien umgehen können (Werkstattdiplom).

Ein weiterer Raum dient den Vorschulkindern als „Wissenswerkstatt“. Dieser Raum wird  wechselnd einem Thema unterstellt.

In allen Lernbereichen erweitert das Kind seine sozialen Kompetenzen, erlebt sich selbst im Tun und erweitert körperliche und geistige und kognitive Fähigkeiten.

Gezielte Förderung erfährt das Kind in der Projektarbeit.

Die Projekte werden begleitet von jeweils ein - zwei Personalmitgliedern, die sich gemeinsam mit den Kindern auf das entsprechende Thema einlassen. Zusammen wird nach Möglichkeiten gesucht, das Thema zu erarbeiten und zu vertiefen.

Bei der Projektarbeit steht das Eigenengagement der Kinder an vorderster Stelle. Sie sollen motiviert werden Vorüberlegungen anzustellen, Abläufe zu planen und durchzuführen. Dabei werden die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Kinder gefördert, sowie die personalen Kompetenzen wie Selbstwertgefühl, Selbständigkeit und Denkfähigkeit. Darüber hinaus werden alle Förderschwerpunkte des Bayerischen Erziehungs- und Bildungsplanes in die einzelnen Projekte eingebunden.

Eine altersgemäße Förderung der Kleinsten im Kindergarten findet während des Mini-Morgenkreises statt. Nach der Eingewöhnungsphase, in der die Kinder sich gegenseitig und die Räume des Kindergartens kennenlernen, werden ihnen ihrem Alter entsprechende Inhalte vermittelt.

Unsere mittleren Kinder haben die Möglichkeit, sich mit einer Wochenaufgabe zu beschäftigen. An jedem Dienstag wird ihnen diese Tätigkeit in der Vollversammlung vorgestellt, und interessierte 4-5 jährige können an dieser arbeiten. Die Themen der Wochenaufgabe entsprechen dem, was ein Kind dieses Alters können sollte, z. B. Größenzuordnungen, motorische Fähigkeiten, Umgang mit Farben, Merkfähigkeit, sprachlicher Ausdruck.

Jeweils am Dienstag treffen sich alle Vorschulkinder. Sie erhalten gemeinsam eine Einführung in das  aktuelle Thema der „Wissenswerkstatt“. Danach haben die Großen zwei Wochen Zeit, sich selbstständig mit dem Thema der „Wissenswerkstatt“ auseinander zu setzen. Die Vorschulkinder müssen sich mindestens einmal mit dem aktuellen Thema beschäftigen, können aber auch bei Interesse mehrmals die „Wissenswerkstatt“ besuchen. Zur Unterstützung der Kinder und zur Dokumentation ist jeweils eine Kollegin in der „Wissenswerkstatt“ anwesend. Die Themen der „Wissenswerkstatt“ zielen darauf ab, alle Bereiche zu intensivieren, die die Kinder für einen guten Start ins Schülerleben benötigen. Dazu gehören unter anderem Feinmotorik, Konzentration, Sprache und soziale Kompetenzen, sowie lebenspraktische Fähigkeiten.

Die Erzieherinnen im Haus begleiten die Kinder in ihren Lernphasen. Sie verstehen sich als Mitlernende und Unterstützer. Sie schaffen Lernsituationen, in denen sie sich gemeinsam mit den Kindern auf den Weg machen um die Welt zu erforschen. In diesem sozialen Miteinander wird die geistige, sprachliche und soziale Entwicklung der Kinder gefördert.

Eine gleichberechtigte Erziehungspartnerschaft mit den Eltern ist uns sehr wichtig. Wir schätzen die Eltern als Experten für ihr Kind und sind an einer offenen Zusammenarbeit interessiert, um dem Kind ideale Entwicklungsbedingungen zu ermöglichen.

Das oberste Ziel unserer Arbeit ist es, ein mit vielfachen Kompetenzen ausgestattetes Vorschulkind aus dem Kindergarten zu verabschieden.

Diese Zielsetzung verfolgen wir ab dem ersten Kindergartentag und überprüfen sie kontinuierlich.

Wertorientiert und verantwortungsvoll handelnde Kinder

Wir wollen unsere Kinder zu verantwortungsvoll handelnden Kindern erziehen.

Sie sollen lernen selbstbestimmt zu agieren, anstatt sich von fremdem Aktionismus und Animation bestimmen zu lassen. Durch die freie Wahl der Lernbereiche und der Projekte in unserem offenen Haus erlebt sich das Kind als autonom und übernimmt Verantwortung für sein eigenes Tun.

Unsere Vorschulkinder übernehmen darüber hinaus zu Beginn des Kindergartenjahres noch Verantwortung für die neuen Kinder. Anhand von Patenschaften sorgt jeweils ein älteres für ein jüngeres Kind, und hilft ihm bei der Eingewöhnung in die Kindergartengemeinschaft.

Im täglichen Miteinander lernen die Kinder auftretende Konflikte auszuhalten und auszutragen. Wir halten sie dazu an, auf gewaltsame Auseinandersetzungen zu verzichten und strittige Punkte verbal auszuhandeln.

Wir wollen unsere Kinder zu wertorientierten Kindern erziehen, darum stehen wir ihren Fragen nach dem „Warum“ offen gegenüber. Sie sollen erfahren, dass ihre Fragen als etwas Positives empfunden werden und eine Bereicherung für die Gruppe darstellen. Eine gute Möglichkeit dazu bietet die Vollversammlung der 4 – 6 jährigen, bzw. der Morgenkreis der Kleinen.

Eine große Wertigkeit im Kindergartenleben stellt die Geburtstagsfeier eines jeden Kindes dar. Das Geburtstagskind erlebt sich dabei im Mittelpunkt der Gruppe. Durch ein Geburtstagssymbol z. B. eine Krone wird für alle Kinder im Haus das Geburtstagskind sichtlich gemacht. Einmal im Monat erleben dann nochmal alle Geburtstagskinder während unserer Geburtstagsparty eine besondere Beachtung.

Durch das Feiern der Feste im Jahreskreis erleben die Kinder einen Rhythmus im Jahresverlauf und lernen die religiösen Hintergründe der verschiedenen Feste kennen.

Sprach- und medienkompetente Kinder

Die Kinder sollen Freude am Dialog sowie Sprechfreude erwerben, und lernen verbal und nonverbal miteinander zu kommunizieren.

Der gesamte Kindergartentag basiert auf Kommunikation. Die Kinder treten dadurch zueinander in Kontakt, bauen Beziehungen auf und handeln Konflikte aus.

Dabei ist es notwendig, dass sie lernen aktiv zuzuhören und Gesten, Mimik und Tonfall deuten zu können.

Darüber hinaus gestalten sie aktiv das Tagesgeschehen in der Einrichtung mit, indem sie sich an gezielten Gesprächen beteiligen, abstimmen oder ihren Standpunkt zu einem Thema darlegen.

Wir motivieren die Kinder im sozialen Miteinander ihre Gefühle und Bedürfnisse sprachlich auszudrücken.

Durch gezielte Lernangebote fördern wir die Sprachkompetenz der Kinder.

Beim Vorlesen von Bilderbüchern und beim Erzählen von Märchen und Geschichten wird ihre Phantasie angeregt, sie lernen den Hintergrund des Erzählten zu verstehen und werden angehalten nachzuerzählen.

Durch Reime, Gedichte, Finger- und Sprachspiele lernen die Kinder noch weitere Sprachstile kennen und bilden ein differenziertes phonologisches Bewusstsein.

Vorschulkinder, bei denen nach einer Testung der Verdacht einer Lese- und Rechtschreibschwäche nahe liegt, werden bei uns in dem Präventionsprojekt „Hören-Lauschen-Lernen“ gezielt im Bereich der phonologischen Bewusstheit ab dem 2. Halbjahr täglich gefördert.

Fragende und forschende Kinder

Die Kinder lernen den Umgang mit Formen und Farben, Mengen, Zahlen, sowie mit Raum und Zeit.

Im täglichen Spiel werden sie mit unterschiedlichen Formen z. B. Viereck- Bausteinen konfrontiert. Die Kinder lernen Mengenverhältnisse kennen, üben bei Würfelspielen das Zählen und das Erfassen der Würfelaugen. Dabei schulen die Kinder ihre differenzierte Wahrnehmung und die Denkfähigkeit.

Bei freien und gezielten Bewegungsangeboten erlebt das Kind seinen Körper in Bezug auf den Raum. Es übt in der Bewegung Begrifflichkeiten wie auf, unter, über, neben, vor, hinter,...

Wir stehen der Neugier und den individuellen Interessen der Kinder an mathematischen Vorgängen offen gegenüber, indem wir ihnen Material zum Zählen, Sortieren, Messen und Wiegen zur Verfügung stellen.

Weiterhin sollen die Kinder lernen, die Umwelt mit allen Sinnen zu erfahren, und sie als unersetzlich und verletzbar wahrzunehmen. Sie lernen Verantwortung für die Ressourcen unserer Umwelt zu übernehmen.

Wir halten die Kinder zum bewussten Umgang mit Rohmaterial und zur Mülltrennung an und erproben mit ihnen, wie man „Abfallprodukte“ wieder verwenden kann, z. B. beim Papier schöpfen.

Wir wollen Ihre Freude am Beobachten von Phänomenen wecken, und ihre Neugier durch erforschen und experimentieren befriedigen.

In der Interessensgruppe „Wandern“ sind die Kinder regelmäßig in Wald und Flur unterwegs und erleben die Natur im Wechselspiel der Jahreszeiten.

Bei angeleiteten Experimenten lernen die Kinder Eigenschaften verschiedener Stoffe kennen, machen Erfahrungen mit physikalischen Gesetzmäßigkeiten und werden sich naturwissenschaftlicher Vorgänge bewusst.

Künstlerisch aktive Kinder

Neugier, Lust und Freude am eigenen schöpferischen Tun sind Motor der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung. Daher ist es uns sehr wichtig, den Kindern vielfältige Möglichkeiten zum kreativen Tun zu verschaffen.

Im Kreativraum stehen ihnen die unterschiedlichsten Materialien zur Verfügung. Sie werden vertraut mit ihnen und lernen sie zu verarbeiten und einzusetzen.

Dabei leben sie ihre Phantasie aus und können ihre Eindrücke zum Ausdruck bringen.

Die Kinder üben darüber hinaus feinmotorische Fähigkeiten und erhalten Wertschätzung für ihr Tun und das von ihnen Geschaffene.

Im Rollenspielraum können die Kinder unterschiedliche Lebensbereiche nachspielen und in neue Rollen schlüpfen. Das Spiel mit Handpuppen ermöglicht ihnen eine weitere Ausdrucksform.

Rollenspiele erfordern immer das Zusammenspiel mit anderen Kindern. Dabei üben sie Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit.

Beim Musizieren erlebt das Kind Spaß am Singen und am Umgang mit Instrumenten. Im Gruppenverband lernt es Lieder und Singspiele kennen und schult dabei sein Gedächtnis für Texte und Melodien. Singspiele ermöglichen ihm aus der Gruppe herauszutreten und selbstbewusst eine Rolle zu übernehmen.

Im Spiel mit dem Orffinstrumentarium lernt es verschiedene Klänge und Töne kennen.

In der rhythmischen Bewegung und beim Tanzen erlebt das Kind seinen Körper in Bezug auf die Musik und den Raum.

Bei Konzert- und Musicalbesuche lernt das Kind anspruchsvoller Musik zu lauschen und seine eigenen Bedürfnisse zurückzunehmen.

Starke Kinder

Im Kindergartenalter ist Bewegung unverzichtbar. Die Kinder befriedigen dabei elementare Bewegungsbedürfnisse und sammeln Bewegungserfahrungen. Auch in Bezug auf die Schulfähigkeit eines Kindes ist Bewegung enorm wichtig. Es lernt dabei sich im Raum zu orientieren und einen Bezug herzustellen zwischen sich und Gegenständen im Raum. Diese Fähigkeit ist später beim Lesen und Schreiben lernen wichtig.

In unserem offenen Haus haben die Kinder täglich die Möglichkeit, sich frei in der Turnhalle zu bewegen. Es stehen ihnen verschiedene Materialien zum Klettern, Schwingen, Balancieren und Wippen zur Verfügung.

Dabei erproben und verfeinern sie motorische und koordinative Fähigkeiten und Fertigkeiten wie z. B. Kraft, Schnelligkeit, Gleichgewicht, Raumorientierung.

Bei angeleiteten Bewegungsangeboten haben die Kinder die Möglichkeit ihre eigenen Grenzen zu erfahren und können selbst bestimmt damit umgehen, an oder über ihre Grenzen zu gehen. Sie entwickeln dabei Körpergefühl und Körperbewusstsein.

Teamgeist und Kooperation ist gefordert, wenn gemeinsam Bewegungsaufgaben bewältigt werden müssen, z. B. eine eigene Bewegungsbaustelle aufbauen.

In der Interessensgruppe „Fitness“ werden die Kinder herangeführt ihre konditionellen Fähigkeiten zu erweitern. Die Teilnahme der Kinder am Kinderlauf des Halbmarathons steigert ihr Selbstbewusstsein und ihr Selbstwertgefühl.

Durch unsere täglichen Aufenthalte im Garten können die Kinder auch im Außenbereich körperlich aktiv werden. Hier bieten die verschiedenen Spielgeräte Bewegungsmöglichkeiten und Bewegungsanreize.

Jedoch sollen die Kinder lernen, dass nicht nur Bewegung für einen gesunden Körper wichtig ist.

Daher führen wir die Kinder an kindgemäße Entspannung heran wie z. B. Traumreisen und spielerische Massage. Raum dazu bieten unser „Mittagsruhekreis“ und die Abschlussrunde bei angeleiteten Bewegungsangeboten. Die Kinder sollen dabei ein Gespür dafür bekommen, was ihrem Körper gut tut und Verantwortung für ihn übernehmen.

Um vor allem den jüngeren Kindern eine kurze „Auszeit“ nach dem Vormittag und ein Auftanken für den Nachmittag zu ermöglichen, gehen die „Kleinsten“ nach dem Essen zum „Ruhen“.

Durch das Aufgreifen des Themas „Ernährung“ vermitteln wir den Kindern ein Bewusstsein dafür. Sie erleben Essen mit allen Sinnen, machen Erfahrungen bei der Zubereitung von Speisen und lernen zwischen gesunden und ungesunden Lebensmitteln zu unterscheiden. Während unserer „Gesunden Woche“ gehen wir verstärkt auf dieses Thema ein.

Für die Mittagskinder bieten wir ein ausgewogenes Mittagessen an. Die gemeinsame Mahlzeit stellt für die Kinder ein soziales Miteinander dar. Sie lernen Rücksicht aufeinander zu nehmen und Tischmanieren einzuhalten. Darüber hinaus fördern wir die Selbständigkeit, indem die Kinder selbst den Tisch decken und abräumen.

Durch das selbständige Auflegen der Speisen auf ihre Teller üben die Kinder das eigene Hungergefühl einzuschätzen. Sie entscheiden eigenständig über die Menge der Speisen und darüber, was sie essen möchten.

Wir leben den Kindern eine gesunde Haltung unserem Körper gegenüber vor und nehmen an den Mahlzeiten mit den Kindern teil.

Kenntnisse über ihren Körper erlangen die Kinder durch angeleitete Angebote in allen Förderschwerpunkten.

Für den Bereich der Zahnpflege kommt jährlich einmal der Zahnarzt in den Kindergarten und vermittelt den Kindern Inhalte zur Zahn- und Mundhygiene.

Die Teilnahme am Projekt „Goldi“ motiviert die Kinder zweimal jährlich zum Zahnarzt zu gehen.

Beteiligung der Kinder

Unser Konzept des offenen Hauses ist in pädagogischer wie struktureller Hinsicht ein Partizipationskonzept.

Die Kinder haben ein hohes Maß an Selbstbestimmungsrechten, ihre Entscheidungsspielräume werden bewusst erweitert.

Es liegt in der Eigenverantwortung der Kinder, welchen Lernbereich sie sich für ihr freies Spiel wählen, mit welchem Material sie forschend tätig werden und an welchem Projekt sie sich aktiv beteiligen wollen.

Darüber hinaus ermöglichen wir den Kindern eine ihrem Entwicklungsstand angemessene Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung des Kindergartenalltags. Sie lernen dabei Verantwortung zu übernehmen, Gesprächs- und Abstimmungsregeln einzuhalten, Kompromisse einzugehen, eigene Ansichten zu äußern aber auch andere Ansichten zu respektieren und zu akzeptieren. In der täglich statt findenden Vollversammlung haben die 4 -6 jährigen das entsprechende Gremium dafür.

Unsere kleineren Kinder können sich im Mini-Morgenkreis entsprechend ihrem Alter einbringen.

Die Kinder übernehmen Arbeiten für die Gruppe wie z. B. Blumen gießen, Spielsachen sortieren und sie sind aktiv an der Gestaltung von Festen und Feiern beteiligt. Bei der Raumgestaltung können die Kinder mitbestimmen und ihre Bedürfnisse äußern.

Das gemeinsame Aufstellen von Regeln für Kleingruppen erhöht die Identifikation der Kinder mit diesen und sie sind eher bereit sie einzuhalten.

Beschwerdemöglichkeiten für Kinder

Ein täglich wiederkehrender Tagesordnungspunkt in der Vollversammlung sowie im Mini-Morgenkreis ist der Punkt „Das find ich gut! – Das ärgert/stört mich!“. Die Kinder haben an diesem Punkt Zeit für positive Anmerkungen, aber auch für Kritik, sowohl an anderen Kindern als auch am Fachpersonal. Es können Konfliktsituationen angesprochen werden, mit dem Ziel, gemeinsam nach einer für alle Beteiligten akzeptablen Lösung zu suchen.  Die Kinder lernen dabei, Konflikte offen und lösungsorientiert anzugehen.

Kinderschutz

Die Städtischen Kindertageseinrichtungen sind geschützte und sichere Räume für Kinder. Die Mitarbeiter*Innen sind sich der besonderen Verantwortung für das Wohl der Kinder bewusst, reagieren frühzeitig und sensibel auf Gefährdungsanzeichen und haben ein Handlungskonzept, wie in einer Gefährdungssituation vorzugehen ist. Dabei ist die frühzeitige Einbeziehung der Eltern sicher zu stellen und auf die Beseitigung der Gefährdung hinzuwirken. In Kooperation mit den jeweiligen Beratungsdiensten können entsprechende Hilfsangebote gemacht werden bzw. kindeswohlsichernde Maßnahmen eingeleitet werden (§ 8a ff SGB VIII).

Kinder haben ein eigenständiges Recht auf altersentsprechende Beteiligung und ein Recht sich in eigenen Angelegenheiten zu beschweren. Das Beschwerderecht gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Sorgen und Anliegen den pädagogischen Mitarbeiter*Innen anzuvertrauen und dabei die Erfahrung zu machen, ernst genommen zu werden und Hilfe zu erhalten. Sie wissen, an wen sie sich wenden können und wie mit ihren Anliegen umgegangen wird. Das pädagogische Personal ist dafür verantwortlich eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder trauen, sich für die eigenen Interessen einzusetzen und das Recht der Beschwerde für eigene Belange wahrzunehmen.

Inklusion und Vielfalt

Inklusion ist ein Menschenrecht und eröffnet den Weg für Vielfalt, Zugewinn und Chancengleichheit. „In der Behindertenrechtskonvention geht es nicht mehr um die Integration von Ausgegrenzten, sondern darum, von vornherein allen Menschen die uneingeschränkte Teilnahme an allen Aktivitäten zu ermöglichen „(UN- Behindertenrechtskonvention)"

Jedes Kind verfügt über Fähigkeiten, welche die Gemeinschaft in unseren Kindertageseinrichtungen bereichern. Das Lernen wird reichhaltig und bietet allen Kindern gleiche Entwicklungschancen, egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft und unabhängig von ihren körperlichen oder kognitiven Voraussetzungen.

Persönliches Potenzial findet Berücksichtigung, sodass sich das Kind in seiner Individualität wahrgenommen fühlt und seine Stärken entwickeln kann.

Die kulturelle Vielfalt in unseren Kindertageseinrichtungen spiegelt das reichhaltige Leben unserer Gesellschaft wider. Unser Bestreben richtet sich stets danach aus, dass Inklusion gelingen kann.

Unsere Fachkräfte lassen sich auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes und seiner Familie ein und richten ihr pädagogisches Handeln danach aus.

Selbstbestimmtes Spielen und Lernen

Das Spiel ist die ureigene Ausdrucksform des Kindes und die elementare Form des Lernens. Von Anfang an setzt sich das Kind über das Spiel mit sich und seiner Umwelt auseinander und lernt zumeist beiläufig beim Spielen. Daher nimmt das Spiel den größten Raum in unserem Tagesablauf ein.

Die erste Spielphase des Tages verläuft während der Bringzeit. Dazu verbleiben die Kinder in ihrer Stammgruppe und suchen sich dort ein Spielmaterial frei aus. Nach der Vollversammlung bzw. dem Mini-Morgenkreis haben die Kinder erneut Zeit selbständig aktiv zu werden. Nun entscheiden sie frei, in welchem Lernbereich und mit welchen Kindern sie tätig werden oder ob sie sich mit einem laufenden Projektthema beschäftigen wollen. Durch die lange zweite Spielphase haben die Kinder die Möglichkeit, sich intensiv mit etwas zu beschäftigen.

Dabei schulen sie je nach Aktivität ihre motorischen Fertigkeiten, ihre kognitiven und ihre sozialen Kompetenzen, und stärken ihre persönlichen Fähigkeiten. Frei nach dem Grundsatz: „Zeige mir und ich erinnere mich. Lass es mich selbst tun und ich verstehe.“

Wir unterstützen die Kinder in ihrem Tun, indem wir sie beobachten und ihre Bedürfnisse erkennen, Material zum Erforschen und Ausprobieren anbieten, eine angemessene Atmosphäre schaffen und uns selbst als „Mitlernende“ sehen.

Wir bilden mit den Kindern eine „lernende Gemeinschaft“ in die sich jeder mit seinen Stärken und seinem Wissen einbringt.

Dokumentation der pädagogischen Arbeit

Um unsere Arbeit für die Eltern transparent zu machen, dokumentieren wir sie auf vielfältige Weise.

Elternbriefe und unsere Elternzeitung „Flaschenpost“ informieren die Eltern über anstehende Termine und geben einen Rückblick auf Aktionen im Kindergarten.

Die Aktionen aus der „Wissenswerkstatt“ werden an unserer Vorschulwand dokumentiert.

Den Verlauf von Projekten können Eltern anhand unserer im Gang ausgelegten Projektmappen nachvollziehen. Einen groben Überblick über alle Projekte bietet die „Projektwand“, an der die Abläufe der einzelnen Projekte kurz dokumentiert werden.

Für jedes Kind erstellen wir ein Portfolio. Darin enthalten sind gezielte Bastelarbeiten der Kinder, Fotos, die die Kinder bei Aktivitäten oder in Lernsituationen darstellen und die Dokumentation der Projekte, an denen das Kind teilgenommen hat.

Teamintern dokumentieren wir unsere Arbeit, durch Beobachtungsbögen zu den einzelnen Kindern, durch Teamprotokolle, durch Zielbeschreibungen zu einzelnen Teilbereichen und durch Protokolle von Team- oder Konzeptionstagen.

Beobachtung von Entwicklungsverläufen und deren Dokumentation

Die Beobachtung von Lern- und Entwicklungsprozessen bildet eine wesentliche Grundlage für unser pädagogisches Handeln. Sie hilft uns die Qualität unserer Arbeit zu sichern und weiterzuentwickeln.

Wir beobachten alle Kinder gezielt und erfassen sie dabei ganzheitlich. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen uns auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen, auf den Stärken der Kinder aufzubauen um ihre Schwächen abzubauen.

Darüber hinaus bilden die Beobachtungsergebnisse die Grundlage für Gespräche mit den Kindern, den Eltern, den Kollegen und Fachdiensten.

Sollte es notwendig sein, einen Fachdienst einzuschalten, so werden die Eltern darüber im Vorfeld informiert und können ihr Einverständnis zur Weitergabe von Daten über ihr Kind geben.

Die Beobachtung der Entwicklung der Kinder erfolgt in unserem Haus anhand detaillierter einheitlicher Beobachtungsbögen.

Darüber hinaus werden Migrantenkinder im Alter von 4 ½ Jahren durch den Sismik-Bogen (Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Migrantenkindern in Kindertageseinrichtungen) auf ihre Sprachentwicklung hin getestet.

Alle Vorschulkinder unterziehen wir in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst einer Testung, um den Verdacht einer Lese- und Rechtschreibschwäche ausräumen zu können. Voraussetzung dafür ist die Einwilligungserklärung der Eltern.

Beteiligung der Eltern

Im Sinne einer Erziehungspartnerschaft begegnen wir den Eltern als gleichberechtigte Partner, mit denen wir gemeinsam die Verantwortung für das Kind übernehmen. Wir schätzen ihre Elternkompetenz, nehmen sie ernst und unterstützen sie.

Um dem Kind ideale Entwicklungsbedingungen zu bieten, tauschen wir unsere Erziehungsvorstellungen aus und ergänzen einander. Ein Ziel unserer Kooperation mit den Eltern ist es, sie beim Übergang ihres Kindes von der Familie in den Kindergarten und danach weiter in die Schule zu begleiten. Dazu gehören unter anderem Informationen über Eingewöhnung, Kindergartenabläufe, Schulfähigkeit z. B. in Form von Elternabenden oder Elterngesprächen.

Darüber hinaus erhalten die Eltern regelmäßige Informationen über Kindergartenbelange durch Tür- und Angelgespräche, Aushänge an der Pinnwand, Elternbriefe und die „Flaschenpost“. Mindestens einmal pro Kindergartenjahr führen wir mit den Eltern ein ausführliches Entwicklungsgespräch über ihr Kind. Dabei erhalten die Eltern auch Einblick in die Entwicklungsmappe ihres Kindes.

Bei Bedarf sind wir jederzeit für weitere Gespräche bereit. Zeigt das Kind Auffälligkeiten, führen wir mit den Eltern ein Beratungsgespräch und verweisen sie gegebenenfalls weiter an Fachdienste.

Die Mitarbeit der Eltern in unserem Kindergarten erfolgt in Form des Elternbeirates, der jährlich neu gewählt wird, durch Begleitung bei Ausflügen und Mithilfe bei der Organisation und Durchführung von Festen und Feiern. Außerdem haben die Eltern die Möglichkeit bei uns zu hospitieren. Sie erleben dabei einen Kindergartentag und ihr Kind im Umfeld Kindergarten hautnah. Jährlich führen wir eine anonyme Elternbefragung durch, bei der die Eltern die Abläufe in unserem Haus und unsere pädagogische Arbeit beurteilen können.

Anhand dieser Befragung reflektieren wir unser Tun und haben die Möglichkeit auf die Bedürfnisse der Eltern einzugehen und auf ihre Anregungen und Wünsche zu reagieren.

Details zu  unserer jeweils aktuellen Elternbefragung finden Sie hier.

 

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