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Lärmaktionsplanung der Stadt Ingolstadt

Wie geht es weiter?

Lärm ist eines der drängendsten Probleme unserer Zeit. Um sich des Themas auf politischer Ebene anzunehmen, hat die damalige Europäische Gemeinschaftam 25.06.2002 die EG Umgebungslärmrichtlinie erlassen. Am 16.03.2006 ist die Richtlinie durch die 34. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über die Lärmkartierung) in nationales Recht überführt worden. Zentrales Anliegen dieser Verordnung ist die Durchführung einer Lärmaktionsplanung.

Der erste Schritt der Lärmaktionsplanung ist in der Stadt Ingolstadt bereits abgeschlossen. Vom Montag, 29. Juli bis Freitag, 27. September 2019 hatten Bürger der Stadt Ingolstadt Gelegenheit, ihre Vorstellungen für besseren Lärmschutz darzulegen. Insgesamt sind bei der Stadtverwaltung 716 ausgefüllte Fragebögen eingegangen. Einige Bürger haben sich die Mühe gemacht, ihre Ideen mit Plänen und Skizzen zu verdeutlichen.

Die im Vergleich zu anderen Städten sehr hohe Anzahl von Teilnehmern ist auf einen offensiven Umgang des Umweltamtes mit der Thematik zurückzuführen. Neben ansprechend gestalteten Seiten im Internetauftritt der Stadt sind 6.000 Flyer ausgelegt oder an Hauptverkehrsstraßen ausgetragen worden. Die Gewinnerin des ausgelobten Fahrrads steht inzwischen fest.

Aktuelle Vorgehensweise

Aktuell befindet sich der zweite Schritt der Lärmaktionsplanung in Vorbereitung. Ein Schallgutachter wertet die eingegangenen Fragebögen und die zusätzlich eingegangenen Vorschläge aus und wird daraus bis Mitte Dezember eine erste Version des Lärmaktionsplanes erstellen. Nachdem der Entwurf von den Fachleuten der Stadt, insbesondere den Mitarbeitern des Tiefbauamtes und des Stadtplanungsamtes auf Realisierbarkeit geprüft worden ist, wird die Stadt den Plan im Rahmen einer zweiten Öffentlichkeitsbeteiligung zur Diskussion stellen. Wenn Beginn und Ende der Auslegung feststehen, wird die Stadt ihre Bürger zu der Teilnahme an der zweiten Öffentlichkeitsbeteiligung aufrufen.