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Georgianum ist „Denkmal nationaler Bedeutung“

Das Ingolstädter Georgianum wurde vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als „Baudenkmal mit nationaler Bedeutung“ anerkannt. Zur Begründung schreibt das Landesamt für Denkmalpflege: „Das Collegium Georgianum geht auf eine der bedeutendsten frühen Universitätsgründungen Deutschlands zurück. Die 1494 eingerichtete Stipendienstiftung steht in unmittelbaren Zusammenhang mit der Gründung der ersten bayerischen Landesuniversität in Ingolstadt. Der Komplex ist seltenes Zeugnis einer erhaltenen Gesamtanlage von Universitätsbau und zugehörigem Kolleg, der das Bildungsförderwesen seiner Zeit sowie den repräsentativen Anspruch des herrschenden Herzogstums spiegelt. Das Georgianum gehört zu den wenigen Studienbauten Deutschlands, die in dieser gut erhaltenen Form überliefert sind. Es ist ein besonderes bauliches Dokument für das spätmittelalterliche Bildungssystem sowie von herausragender historischer Bedeutung für die stadtgeschichtliche Entwicklung. Das Objekt ist daher national bedeutsam und prägt das kulturelle Erbe der Bundesrepublik Deutschland mit.“

„Die Anerkennung unseres Georgianums als national bedeutsames Baudenkmal durch das Landesamt für Denkmalpflege unterstreicht den wertvollen Charakter des Gebäudes. Besonders freut es mich, dass nach Beendigung der aufwändigen Sanierung des Gebäudes jeder Ingolstädter und Besucher die historischen Spuren selbst erleben wird: Wir haben von Anfang an ein Dokumentenkonzept miteingeplant, das neben der Gebäudeentwicklung auch die Themen Universitätsgeschichte, studentisches Leben und Bier aufgreifen wird“, so Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel.

Das Georgianum wird derzeit saniert und künftig kombiniert genutzt: Als Ethikzentrum der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, mit Gastronomie in der Fasshalle und einem städtischen Veranstaltungsraum in der ehemaligen Kapelle „Peter und Paul“. Geplanter Fertigstellungstermin ist Ende 2021.