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Kavalier Dalwigk - eine Brücke zum digitalen Zeitalter

Sanierung und Erstellung eines Neubaus - ein Projekt der INKoBau

https://www.ingolstadt.de/inkobauweb/

Ein 3D-Spaziergang durch das Kavalier Dalwigk

Das Kavalier Dalwigk, das bereits die Transformation von der militärischen zur industriellen Nutzung verkörpert, wird jetzt als wichtiger Baustein die Brücke in das digitale Zeitalter schlagen. Dafür werden einerseits durch die Sanierung des Denkmals, andererseits durch einen Neubau Flächen geschaffen.

Für das Digitale Gründerzentrum brigk entstehen im Bestandsgebäude mit einer Bruttogrundfläche von 2.400 Quadratmetern Flächen für Co-Working, Verwaltung und ein Veranstaltungsraum, der gleichzeitig als digitaler Präsentationsraum dient.

Die gesamte Geschichte des Bauwerkes wird ablesbar bleiben. Dies bedeutet, die Wunden und Fehlstellen am Gebäude sind weiterhin sichtbar und verleihen ihm ein einzigartiges, markantes Aussehen.

Auch für die Natur sind die aktuellen Planungen ein Gewinn. Es wird östlich des Neubaus Bepflanzungen und eine kleine Grünanlage mit Durchgang zu den Gebäuden geben. So wird das Glacis erstmalig in der Geschichte Ingolstadts lückenlos geschlossen.

Nach aktuellem Terminplan erfolgt die Fertigstellung im Frühjahr 2022.

Wie sieht die Planung im Detail aus?

Die Terrasse des Kavaliers wird durch einen Treppenneubau und einen Aufzug barrierefrei erschlossen und bildet einen neuen öffentlichen Platz für die Stadtbevölkerung. Das Trafogebäude auf der Terrasse wird entkernt, hier entsteht ein Veranstaltungsraum.

Ein acht Etagen hoher Turm, der südliche Neubaukörper, wird auf dem Sockelgeschoss errichtet. Dieses verbindet den Kavalier Dalwigk und die Schlosslände und führt die vom Kongresshotel kommenden Donauterrassen fort. Über eine attraktive Treppenanlage wird dieser Bereich mit der Schlosslände verbunden.

Der südlichste Teil des Sockelgeschosses wird unterkellert, um Flächen für Haustechnik, Anschlussleitungen etc. zu gewinnen. Zusätzlich werden im südöstlichen Teil notwendige Anlieferzonen geschaffen und Räume für Ver- und Entsorgung im Gebäude geplant.

Die obersten zwei Stockwerke des Neubaus beherbergen die Gastronomie, die in 23 Meter Höhe einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt mit Klenzepark und Gießereigelände ermöglicht. In den sechs Geschossen darunter finden Büroflächen Platz.

Der an den Hochpunkt anschließende neue Langkörper ist in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet und ebenfalls für Büroflächen vorgesehen. Das Flachdach ist technisch so ausgelegt, dass zu einem späteren Zeitpunkt Veränderungen vorgenommen werden können, eine Vielzahl von Nutzungen ist möglich.

Bautagebuch

Update 13 - November 2020

Für die an das historische Gebäude anschließenden Neubauteile fand die Grundsteinlegung am 24. November 2020 durch Oberbürgermeister Dr. Scharpf statt. Der eingebrachte Metallzylinder beinhaltet einen tagesaktuellen Donau Kurier, eine 10-Euro-Münze, Werkpläne und ein 3D-Modell des künftigen Neubaus sowie anlässlich der Corona-Pandemie einen Mund-Nasen-Schutz mit dem Logo der Stadt Ingolstadt. Damit wurde der Beginn der Rohbauarbeiten für die drei Gebäudeteile angezeigt.

Der Aufzugschacht an der Nord-Ost-Ecke des historischen Dalwigk wurde vom EG in das 1. OG fertiggestellt und darüber bereits geschalt und bewehrt. Auch die Erstellung des Haustechnik-Schachtes im Trafohaus wurde in Angriff genommen und parallel dazu Teile der Dachterrasse für die Erstellung der Dachentwässerung vorbereitet.

Mit dem Wiedereinbau der restaurierten Metallfenster wurde begonnen.

Aufgrund der günstigen Witterungsbedingungen konnte die Südfassade und die Fassaden des Trafohauses weiter bearbeitet werden. Neben dem Fugenausbau werden beschädigte Steine ausgebaut und teilweise durch neue ersetzt.

Fenstereinbau im Wasserturm
© Leitwerk AG

Fenstereinbau im Wasserturm

Fassadensanierung
© Leitwerk AG

Fassadensanierung

Aushub für den Hochpunkt
© Stadt Ingolstadt / Roessle

Aushub für den Hochpunkt

Grundsteinlegung Neubauteile
© Stadt Ingolstadt / Roessle

Grundsteinlegung Neubauteile

Update 12 - Oktober 2020

Inzwischen sind rund 90 Prozent der Leistungen zur Sanierungsarbeiten des Kavalier Dalwigk vergeben, bei den Neubauten sind es rund 40 Prozent.

Der Verbindungsgang zwischen dem Altbau und dem künftigen Neubau wurde fertiggestellt und die Arbeiten an der außenliegenden Sichtbetontreppe weiter in Angriff genommen.

Nach Fertigstellung des Wetterschutzes zwischen Wasserturm und Trafohaus haben dort die Abbrucharbeiten begonnen. Das aus der Industriezeit vorhandene Flachdach und die durchfeuchteten Verfüllungen (20 bis 100 cm) wurden entfernt. Dabei kamen die Entwässerungskuppeln aus der Bauzeit zum Vorschein.

Für den Abtransport der Abbruchteile im Wasserturm wurde eine Öffnung im Dach des Wasserturms hergestellt, welche später als Rauch- und Wärmeabzugsöffnung fungiert.

Das Bayrische Landesamt für Denkmalschutz hat die Ergebnisse der Fassadengutachten freigegeben. Die Reinigung und wo notwendig, die Erneuerung von Ziegeln in der Außenfassade, läuft entsprechend der Vorgaben. Hier wurden vorab Muster zur Farbbestimmung der Ziegel und Fugen erstellt.

Im Bereich der zukünftigen Anlieferungszone und donauseitig gut zu sehen wurden in den letzten Wochen die Fernwärmeleitungen durch die Stadtwerke umverlegt.

Mit den Rohbauarbeiten für die Neubauten wird nun begonnen.

Verbindungsgang zwischen Alt- und Neubau
© INKoBau

Verbindungsgang zwischen Alt- und Neubau

Entwässerungskuppel aus der Bauzeit
© Leitwerk AG

Entwässerungskuppel aus der Bauzeit

Umverlegung der Fernwärme
© INKoBau

Umverlegung der Fernwärme

Bemusterung Ziegelmauerwerk
© INKoBau

Bemusterung Ziegelmauerwerk

Update 11 - September 2020

Die Arbeiten an der Bodenplatte im Erdgeschoss des Kavalier Dalwigk sind abgeschlossen und auch im Verbindungsgang sind die Rohbauarbeiten fast fertiggestellt. Nach dem Einbringen der Sauberkeitsschicht im 1. Obergeschoss haben dort nun auch die Putzarbeiten begonnen.

Das Gerüst am Wasserturm wurde im Westen aufgestellt und der große Lastenaufzug fährt bis zur obersten Plattform. Auch das Gerüst an der Ost- und Südfassade wird derzeit aufgebaut und kann demnächst für die Fassadensanierung benutzt werden.

Am Trafohaus wurde nach dem Abriss des einsturzgefährdeten Daches ein profisorisches Wetterschutzdach angebracht.

Lastenaufzug
© Leitwerk AG

Lastenaufzug

Gerüst am Wasserturm
© Leitwerk AG

Gerüst am Wasserturm

Trafohaus von innen
© Leitwerk AG

Trafohaus von innen

Betonierarbeiten im Wasserturm
© Leitwerk AG

Betonierarbeiten im Wasserturm

Update 10 - August 2020

In den letzten Wochen hat sich viel getan. Das Trafohaus und die Hälfte des Sockelgebäudes wurden für die Fassadensanierung eingerüstet. Beim Trafohaus wurden das Dach und die Zwischendecken mit einem Presslufthammer abgebrochen und die Strahlrippen herausgeschnitten. Die Zwischendecken wurden mit einem großen Sägeblatt in kleinere Teile zerschnitten und mittels Kran herausgehoben und anschließend ein temporäres Dach als Wetterschutz für die weiteren Bauarbeiten installiert.

Die alten Holzbalken im 1. OG des Kavaliers wurden für die Einbringung einer ebenmäßigen Sauberkeitsschicht herausgenommen. Zwei gut erhaltene Holzbalken verbleiben, durch denkmalschutzrechtliche Maßnahmen vor Verfall geschützt, im Boden.

Im künftigen Verbindungsgang des Untergeschosses (Makerspace/Neubau) wurde ebenfalls der Boden gegossen und die Wände betoniert.

Wetterschutz für das Trafohaus
© INKoBau

Wetterschutz für das Trafohaus

Gut erhaltene Holzbalken verbleiben
© INKoBau

Gut erhaltene Holzbalken verbleiben

Betonierte Wände im Verbindungsgang
© INKoBau

Betonierte Wände im Verbindungsgang

Neu eingebrachte Sauberkeitsschicht
© INKoBau

Neu eingebrachte Sauberkeitsschicht

Update 09 - Juli 2020


Auf der Baustelle steht nun ein von weitem sichtbarer Kran. Er bedient die Baustelle im Altbau Kavalier Dalwigk.

Die Arbeiten für die große Außentreppenanlage wurden begonnen. Die Sauberkeitsschicht ist fertig und es finden Stemmarbeiten an der Natursteinmauer statt. Die Baustraße entlang des Altbaus ist bereit für die Gerüststellung. Im Erdgeschoss fanden weitere Abbrucharbeiten am Naturstein statt.

Die Baustelle wird jetzt mit Strom vom Baulogistiker versorgt und die Treppe wird nun erhellt. Das Trafohaus ist jetzt durch eine Holzkonstruktion gesichert.

Der Abbruch im Innenraum kann beginnen.

Baugrube mit Spundwand
© Leitwerk AG

Baugrube mit Spundwand

Stromversorgung
© Leitwerk AG

Stromversorgung

Fundament für Außentreppe
© Leitwerk AG

Fundament für Außentreppe

Arbeiten am Naturstein
© Leitwerk AG

Arbeiten am Naturstein

Nordseite des Dalwigk
© Leitwerk AG

Nordseite des Dalwigk

Abstützung Trafohaus
© Leitwerk AG

Abstützung Trafohaus

Update 08 - April 2020

Es wurde mit der Sanierung der Holzfenster und -dielen sowie der Metallfenster begonnen. Außerdem wird das Gutachten für die Ziegel der Außenfassade des Trafohauses auf dem Dach des Dalwigk erstellt. Die eingegangenen Angebote für die Baulogistik, die Sanierung der Putzflächen, des Mauerwerks und für die Stahlbau- und Rohbauarbeiten werden derzeit geprüft.

Vorbereitung Holzsanierung
© INKoBau

Vorbereitung Holzsanierung

Vorbereitung Holzsanierung
© INKoBau

Vorbereitung Holzsanierung

Update 07 - April 2020

Die Abbruch- und Rückbauarbeiten am Kavalier Dalwigk haben begonnen.

In einem ersten Schritt wird der Verbindungsgang vom Sockelgeschoss zur Treppe, der die Terrasse des Kavaliers erschließt, freigelegt. Parallel wird die Werkplanung erstellt und die entsprechenden Ausschreibungen zum Kavalier Dalwigk vorbereitet.

Freilegung Verbindungsgang
© INKoBau

Freilegung Verbindungsgang

Abbruch- und Rückbauarbeiten
© INKoBau

Abbruch- und Rückbauarbeiten

Update 06 - März 2020

Im Bereich des späteren Gebäudeteils C (Hochpunkt mit Panoramarestaurant) wird im Rahmen der Erdarbeiten eine teilweise rückverankerte Spundwand als Baugrubenverbau eingebracht.

Ziel ist es, dem späteren Rohbauunternehmer eine fertige Baugrube zu übergeben. Im direkten Anschluss kann mit dem Rohbau begonnen werden.

Archiv - Updates 2019

Update 05 - Oktober 2019

Die Sanierung des Kavalier Dalwigk und der Bau eines Büro- und Seminargebäudes mit Restaurant mit einem Projektvolumen von 41 Mio. Euro wurde vom Stadtrat Ingolstadt freigegeben.

Update 04 - Juli 2019

Der im März 2019 eingereichte Bauantrag Neubau eines Büro- und Seminargebäudes mit Werkstattbereich und Restaurant sowie Umbau und Sanierung eines Baudenkmals an der Schlosslände wurde Mitte Juli 2019 durch das Bauordnungsamt der Stadt Ingolstadt genehmigt. Die Ausschreibungen für diverse Gewerke befinden sich in Vorbereitung bzw. wurden auf der Vergabeplattform Bayern bereitgestellt.

Update 03 - Mai 2019

Die Grabungsarbeiten auf dem Gelände neben dem Kavalier Dalwigk sind im Gange. Aufgrund der historischen Entwicklung des Gießereigeländes erfolgt die Maßnahme unter ständiger Begleitung durch Bodengutachter und Archäologen. Rund ein Dutzend archäologische Mitarbeiter sichten und dokumentieren, was an Überresten aus Ingolstadts Geschichte noch zu finden ist.

Fast alles vom erhaltenen Mauerwerk stammt aus dem 19. Jahrhundert. Auch auf ältere Spuren sind die Archäologen gestoßen: Eine Mauer aus der Zeit der Renaissancefestung und eine Struktur aus dem Spätmittelalter, von der an der Grabungsstelle bislang einige Holzstümpfe zu sehen sind.

Grabungsarbeiten
© INKoBau

Grabungsarbeiten

Grabungsarbeiten
© INKoBau

Grabungsarbeiten

Update 02 - Mai 2019

Nach Einrichtung der Baustelle wurde das Gelände geräumt und als erstes größeres Gewerk werden die Erd- und Aushubarbeiten für die Baugrube in Angriff genommen.
Insgesamt werden ca. 10.000 cbm Aushub anfallen und in Haufwerken gelagert.

Ein Bodengutachter untersucht die Haufwerke auf Schadstoffe. Belastetes Material wird entsprechend der Belastungsklasse entsorgt. Das unbelastete Erdreich wird gelagert und weiterverwendet. Neben diesen Arbeiten wird die bestehende Stützmauer abgetragen.

  • Kavalier Dalwigk - Update 02 - Mai 2019 © INKoBau 1 / 5
  • Kavalier Dalwigk - Update 02 - Mai 2019 © INKoBau 2 / 5
  • Kavalier Dalwigk - Update 02 - Mai 2019 © INKoBau 3 / 5
  • Kavalier Dalwigk - Update 02 - Mai 2019 © INKoBau 4 / 5
  • Kavalier Dalwigk - Update 02 - Mai 2019 © INKoBau 5 / 5

Update 01 - Mai 2019

Am 17. Mai 2019 wurde mit der Legung der Zeitkapsel durch den Oberbürgermeister der Stadt Ingolstadt, Dr. Christian Lösel, der Startschuss für die Baumaßnahme gegeben.
Die Zeitkapsel wurde in feierlichem Rahmen mit folgendem Inhalt befüllt:

  • Geldsäckchen (Euro-Münzen, inkl. 10-Euro-Münze)
  • Dalwigk-Modell aus dem 3D-Drucker
  • tagesaktueller Donaukurier
  • Baupläne in DIN A4
  • Text zur historischen Grundsteinlegung mittels historisch gestalteter Papierrolle

Die Zeitkapsel befindet sich in einer Box mit gläsernem Deckel und wird zu einem späteren Zeitpunkt in einem öffentlichen Bereich sichtbar in eine Wand oder den Boden des Kavalier Dalwigk eingebracht.

Update 00 - März 2019

Projektstart

November 2017 - Planungsbeginn
März 2018 - Vorbereitende Maßnahmen (Untersuchungen, Beräumung)

Der Bauantrag Neubau eines Büro- und Seminargebäudes mit Werkstattbereich und Restaurant sowie Umbau und Sanierung eines Baudenkmals an der Schlosslände wurde von INKoBau zur Genehmigung im Bauordnungsamt eingereicht.


  • Kavalier Dalwigk Variante 3 © ARGE Falk von Tettenborn / Gina Architects Barcelona 1 / 4
  • Kavalier Dalwigk und Digitales Gründerzentrum © ARGE Falk von Tettenborn / Gina Architects Barcelona 2 / 4
  • Kavalier Dalwigk und Digitales Gründerzentrum © ARGE Falk von Tettenborn / Gina Architects Barcelona 3 / 4
  • Kavalier Dalwigk Anbau © ARGE Falk von Tettenborn / Gina Architects Barcelona 4 / 4