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Städtische Friedhöfe

Sie sind weitaus mehr als stumme Totenstätten, sie sind Orte der Besinnlichkeit und des Friedens, aber nicht ohne Leben: Friedhöfe haben eine große Bedeutung im religiösen und kulturellen Leben vieler Menschen; sie bieten Raum für Erholung und Kommunikation. Als grüne Inseln sind Friedhöfe aber auch Lebensraum für Pflanzen und Tiere und bieten dem Städter die seltene Möglichkeit zum Kontakt mit der Natur.

Die Stadt Ingolstadt unterhält vier Hauptfriedhöfe (Nord-, Ost-, Süd- und Westfriedhof) sowie sechs kleinere Friedhöfe in den Ortsteilen Dünzlau, Etting, Friedrichshofen Gerolfing Oberhaunstadt und Zuchering und mit insgesamt 36 Hektar Fläche und rund 24.300 Gräbern (Stand Oktober 2017).

Je nach Belegung und Bepflanzung wird unterschieden zwischen Waldabteilungen, Abteilungen oder Reihen. Innerhalb einer Abteilung besteht die Wahl zwischen Einzel- und Doppelgräbern, Platten- und Urnengräbern.

Auf den städtischen Friedhöfen werden folgende Grabarten angeboten:

  • Einfach-, Doppel, Dreifach- und Mehrfachgräber
  • Nischengräber (an drei Seiten von einer Hecke umschlossen)
  • Waldgräber in großzügigeren „Waldabteilungen“
  • Kindergräber
  • Grabstätte für Föten und Fehlgeburten
  • Urnengräber
  • Nischen in Urnenwandanlagen
  • Grabstätten im anonymen Urnengrabfeld
  • Grabstätten in den Urnengemeinschaftsanlagen
  • Urnenbaumgrabstätten

Informationen zu den Grabflächen

Seit den frühen 80er Jahren sind die Flächengrößen der Gräber genormt. Die vorgeschriebenen Größen können Sie folgender Tabelle entnehmen:

Grabarten Breite in cm Länge in cm
Einzelgrab 80 180
Doppelgrab 200 180
Einzelwaldgrab 100 200
Doppelwaldgrab 200 200
Urnengrab 100 100
Kindergrab 60 100

Gräber in den alten Abteilungen weichen von dieser Norm ab und müssen bei Neubelegung mit dem Friedhofsverwalter abgestimmt werden.

Im Nord- Ost- und Südfriedhof gibt es sogenannte ‘geschützte’ Abteilungen. ‘Geschützt’ bedeutet, dass auf die Größe der Ansichtsfläche des Grabmals zu achten ist.

Für eine hohe Recyclingquote werden alle Kränze, Gestecke und Schnittgut vom übrigen Abfall getrennt und kompostiert.

Alle Friedhöfe, bei denen keine Telefon- und Faxnummern angegeben sind, werden vom Nordfriedhof verwaltet.

Städtische Friedhöfe: der Nordfriedhof

An der Waldeysenstraße im Nordwesten von Ingolstadt bildet sich mit knapp 10 Hektar Größe der Nordfriedhof der Stadt Ingolstadt. Städtebaulich bildet er einen Puffer zwischen dem Gewerbegebiet des Güterverkehrszentrums und dem Wohngebiet Piusviertel. Mit seiner wallartigen dichten Einpflanzung bildet der Friedhof neben seiner eigentlichen Funktion eine grüne Oase für die Bewohner des Ingolstädter Nordwestens.

Das Netz aus Erschließungswegen besteht aus sternförmig wie auch radial angeordneten Wegen. Zentrum des Wegenetzes ist die Aussegnungshalle mit Glockenturm. Das schwarze Pyramidendach der Halle setzt ein markantes architektonisches Zeichen. Aus Kostengründen ist beim Bau der Anlage ein Tiefbaustützpunkt in den Gebäudekomplex integriert worden. Heckenpflanzungen mit Laubgehölzen unterteilen den Friedhof in unterschiedliche Grabfelder. Die Einzel- und Doppelgräber sind streng linienförmig angeordnet, Waldgräber dagegen sind in lockerer Struktur situiert und mit Bäumen überstanden.

In der Friedhofsanlage ist auch die Bestattung mit Gruftgräbern möglich. Außerhalb des Friedhofes sind zahlreiche durch Bäume beschattete Parkplätze vorhanden.

Der Friedhof ist 1979 eingeweiht worden, 1984 erfolgte eine erste Erweiterung in Richtung Westen. Eine Urnengemeinschaftsanlage wurde 1999 angelegt. Erweiterungsmöglichkeit des Friedhofes bietet sich noch in Richtung Osten an. Sie wird sich jedoch innerhalb des schon eingefriedeten Bereiches bewegen.

Tel.: 0841 305-2630
Fax: 0841 305-2639
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Städtische Friedhöfe: der Ostfriedhof

An der Nahtstelle der Stadtteile Mailing und Feldkirchen befindet sich der Ostfriedhof. Die Nähe zur Donau berücksichtigend, hat man sich bei der Anlage der Gehölzpflanzungen am Leitbild des Auwaldes orientiert. Die einzelnen Grabfelder werden durch Heckenpflanzungen unterteilt. Die Aussegnungshalle, gestaltet als schlichter Zweckbau, ordnet sich den auwaldartigen Bepflanzungen unter. Dafür ist der Eingang des Friedhofes repräsentativ gestaltet worden. Der Vorplatz ist mit einer geschnittenen Eibenhecke und Sitzbänken. Der Auwaldcharakter wird durch den gepflanzten Lindenhain angezeigt. Die Einweihung des Ostfriedhofes erfolgte 1977. Zwischen den Jahren 1983 und 1989 wurden drei Erweiterungen durchgeführt. Mit einer gegenwärtigen Größe von circa vier Hektar zählt der Ostfriedhof dabei zu den kleineren städtischen Friedhöfen.

Tel.: 0841 305-2630
Fax: 0841 305-2639

Städtische Friedhöfe: der Südfriedhof

Sie sind weitaus mehr als stumme Totenstädte, sie sind Orte der Besinnlichkeit und des Friedens, aber nicht ohne Leben: Friedhöfe haben eine große Bedeutung im religiösen und kulturellen Leben vieler Menschen; sie bieten Raum für Erholung und Kommunikation. Als grüne Inseln sind Friedhöfe aber auch Lebensraum für Pflanzen und Tiere und bieten dem Städter die seltene Möglichkeit zum Kontakt mit der Natur.

Konzipiert als „Grüner Friedhof“, ist der Südfriedhof ein "Aufenthaltsraum" im Freien, der vielfältige Nutzungen zulässt. Seine Lage im Süden der Stadt ist mit Bedacht gewählt: inmitten des zweiten Grünrings um die Kernstadt bildet er neben ehemaligen Vorwerken und Altarmen der Donau (Lohen) das grüne Zentrum des Ingolstädter Südens.

Herzstück des am 27.09.1965 eingeweihten Südfriedhofes ist die 14 Meter hohe Aussegnungshalle, ein freitragendes Kreuzgewölbe aus Sichtbeton und Betonglasfenstern, das eine Fläche von 256 bedeckt. Jede der vier freistehenden Sichtbetonfassaden wird durch ein ellipsenförmiges Betonglasfenster gerahmt und mit der Dachhaut verbunden. Die Fenster mit einer Fläche von 150 wurden von dem Ingolstädter Maler und Bildhauer Erich W. Torsten gestaltet. Die Betonreliefs im Halleninneren wurden von Knut Schnurrer als Negative in die Verschalungen eingebaut und gleichzeitig mit den Wänden gegossen. Der neben der Halle stehende Glockenturm aus Stahlbeton bildet die Form eines steilen, schlanken A.

Statistisches:

Der bisherige Ausbau erfolgte stufenweise, inzwischen sind bis heute vier Belegungsabschnitte gebaut: 

  • 1965: 1. Abschnitt 1.364 Gräber auf circa 20.700
  • 1973: 2. Abschnitt 743 Gräber auf circa 13.800
  • 1977: 3. Abschnitt 2.000 Gräber auf circa 33.000
  • 1989: 4. Abschnitt auf circa 19.100

Die einzelnen Grabfelder liegen entweder in "geschützten" oder "ungeschützten" Abteilungen. "Geschützt" bedeutet, dass besondere Gestaltungsvorschriften gelten, zum Beispiel die Größe des Grabmals oder ein Verzicht auf schwarze, hochglanzpolierte Steine mit Goldschrift oder auf steinerne Einfassungen.

Je nach Belegung und Bepflanzung wird unterschieden zwischen Waldabteilungen mit Einzelgräbern oder Reihen. Innerhalb einer Abteilung besteht die Wahl zwischen Einzel- und Doppelgräbern, Platten- und Urnengräbern.

Jährlich werden zum Gießen der Gräber circa 10.000 Wasser benötigt. Zu entsorgen sind neun Tonnen anorganischer Müll und über 100 Tonnen Grünabfälle. Für eine hohe Recyclingquote werden alle Kränze, Gestecke und Schnittgut vom übrigen Abfall getrennt und kompostiert.

Tel.: 0841 305-2650
Fax: 0841 305-2659
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Städtische Friedhöfe: der Westfriedhof

Bereits 1563 wurde auf Dekret des Herzogs aus Hygienegründen sowie aus Platzmangel im ehemaligen Friedhof an der Unteren Pfarr (Moritzkirche) außerhalb der Stadtmauern ein Friedhof vor dem Kreuztor angelegt, der heutige Westfriedhof. Erst 1803 wurde der Westfriedhof zum einzigen Friedhof der Stadt, wobei dieser 1892 um den Israelitischen Friedhof ergänzt wurde. Die erste Erweiterung erfolgte in den Jahren 1912 bis 25. Eine grundlegende Neugestaltung und Erweiterung des Westfriedhofs erfolgte 1933 bis 35 nach Entwürfen Dr. Schwäbels mit einer klassizistischen Aussegnungshalle und Einfriedungsmauern, überwiegend aus Naturstein.

Der Westfriedhof ist als charakteristischer Heckenfriedhof mit kreuzförmig ausgerichteten Wegen angelegt, begleitet von Alleen, Baumreihen und grabfeldüberstellenden Einzelbäumen überwiegend heimischer Arten wie Linde, Ahorn, Eiche oder Birke.

Er ist, was manchen überraschen mag, ein wertvolles Stadtbiotop, insbesondere für Brutvögel aller Art. Neben den Baumbeständen dienen die rund 6.400 Meter langen Hecken aus Hainbuche, Feldahorn, Hartriegel, Eibe usw., die zweimal im Jahr geschnitten werden, um ihre gliedernde und platzsparende Funktion zu erhalten, als Futter- und Nistmöglichkeit.

Bedingt durch das Alter des Friedhofes befinden sich auf dem Westfriedhof eine Vielzahl von Denkmälern vergangener Kriege. Besonders zu erwähnen ist der Ehrenhain nahe der Aussegnungshalle für die Gefallenen der beiden Weltkriege aber auch die zivilen Opfer dieser Zeit. Viele Persönlichkeiten und angesehene Familien aus Ingolstadt fanden hier ihre letzte Ruhestätte, so zum Beispiel der Komponist Adolf Scherzer, die Schriftstellerin Marieluise Fleißer, der Motorradweltmeister Hermann Müller, der letzte Scharfrichter Johann Ritzer und andere. Nicht wenige, heute als historisch zu bezeichnende Grabmale, gelten als wertvoll und bedürfen der Erhaltung für künftige Generationen.

Heute ist der Westfriedhof von Bebauung und Verkehrsstraßen vollständig umgeben, so dass künftig eine Erweiterung nicht mehr möglich ist. Als Bindeglied zwischen der freien Landschaft, dem Schuttertal, der angrenzenden Winklermühle (Winklerweiher) und dem Glacis stellt der Westfriedhof einen wesentlichen Bestandteil des vernetzten Grünsystems der Stadt Ingolstadt dar, das es zu erhalten und zu entwickeln gilt.

Diesen Friedhof als öffentliche Grünfläche zu pflegen und in seiner Grünstruktur vor allem für ältere Menschen als Ort der Besinnung und Erholung zu erhalten, ist wesentliche Aufgabe des Ingolstädter Gartenamts.

Sanierung der Wege im Westfriedhof

Auch der Westfriedhof als ältester Friedhof Ingolstadts kommt in die Jahre – nun soll daher das gesamte, rund 3,5 km lange Wegenetz saniert werden. Ziel ist vor allem der barrierefreie Ausbau, damit Bürgerinnen und Bürger, die auf Gehhilfen wie Rollatoren oder auf Rollstühle angewiesen sind, zukünftig uneingeschränkten Zugang zu allen Bereichen des Friedhofs haben.

Nach einer Testphase im Sommer 2012 hat das städtische Gartenamt mit der Wegesanierung begonnen: auf mehreren hundert Metern Länge wurde die bisher vorhandene Deckschicht aus Rundriesel abgetragen und durch eine spezielle wassergebundene Wegedecke ersetzt. Mit dieser strukturfesteren Oberfläche lassen sich die bestehenden Unebenheiten ausgleichen und eine deutlich verbesserte Begehbarkeit erreichen.

Auf den Wegen um die Kapelle wurde außerdem der historische Pflasterbelag wieder freigelegt. Damit die Höhenanschlüsse an die angrenzenden Grabfelder beibehalten werden können, war dies allerdings nur auf dem mittleren Wegestreifen möglich.

Tel.: 0841 305-2640
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Fax: 0841 305-2649

Städtische Friedhöfe in den Ortsteilen

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Friedhof Dünzlau (PDF, 549 KB | Dokument vorlesen)

Mühlackerweg
Telefon: 0841 305-2630

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Friedhof Etting (PDF, 2,9 MB | Dokument vorlesen)

Ostenbrunnenstraße 13
Telefon: 0841 305-2630

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Friedhof Friedrichshofen (PDF, 2,1 MB | Dokument vorlesen)

Kronkorbstraße 21
Telefon: 0841 305-2630

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Friedhof Gerolfing (PDF, 2 MB | Dokument vorlesen)

Sanddornstraße 18
Telefon: 0841 305-2630

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Friedhof Oberhaunstadt (PDF, 2,3 MB | Dokument vorlesen)

Weckenweg 6
Telefon: 0841 305-2630

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Friedhof Zuchering (PDF, 3,1 MB | Dokument vorlesen)

Wallmeisterstraße 19
Telefon: 0841 305-2630