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Parkerleichterung für Menschen mit Behinderung

Das Ausmaß der Parkerleichterungen und der räumliche Umfang der Genehmigung richten sich nach dem Grad der körperlichen Beeinträchtigung und der Merkzeichen, welche vom ZBFS (Zentrum Bayern Familie und Soziales) amtlich festgestellt werden.

Wir bitten Sie zu beachten, dass die Stadt Ingolstadt als Straßenverkehrsbehörde fachlich nicht in der Lage ist, Ihren gesundheitlichen Zustand objektiv zu bewerten.

Die Prüfung, ob die Kriterien erfüllt sind, wird ausschließlich vom ZBFS geführt. Anträge auf Parkerleichterungen können daher nur zu einer positiven Entscheidung führen, wenn die notwendigen medizinischen Anforderungen vorher amtlich durch das ZBFS bescheinigt wurden. Wenn bei Ihnen einer der folgenden medizinischen Voraussetzungen vorliegt und Ihnen eine entsprechende Bescheinigung durch das ZBFS ausgestellt wurde, können Sie einen Parkausweis erhalten. 

    Parkerleichterung für schwerbehinderte Menschen mit außergewöhnlicher Gehbehinderung, für Blinde und Personen mit beidseitiger Amelie oder Phokomelie oder mit vergleichbaren Funktionseinschränkungen

    Personen mit den oben genannten medizinischen Voraussetzungen erhalten einen EU-einheitlichen Parkausweis (hellblauer Parkausweis). Auf Antrag wird eine auf maximal 5 Jahre befristete Ausnahmegenehmigung mit dem EU-einheitlichen Parkausweis erteilt. Die Ausnahmegenehmigung (mit Parkausweis) wird durch die Stadt Ingolstadt erteilt, wenn die berechtigte Person mit ihrem Hauptwohnsitz in Ingolstadt gemeldet ist. Ansonsten ist die jeweilige Gemeinde des Hauptwohnsitzes zuständig.

    Welche Unterlagen werden für den EU-Parkausweis benötigt?

    Vorzulegen oder in Kopie einzureichen ist

    • der Schwerbehindertenausweis vom ZBFS - Zentrum Bayern Familie und Soziales (die einge­tragenen Merkmale "aG" oder "Bl" müssen deutlich erkennbar sein) bzw. eine Bescheinigung vom ZBFS über die festgestellte beidseitige Amelie oder Phokomelie oder vergleichbare Funktions­einschränkungen
    • der Personalausweis oder Reisepass der/des Berechtigten
    • ein Foto im Passbildformat
    • eine von der/von dem Berechtigten unterzeichnete Vollmacht, wenn eine andere Person die Ausnahmegenehmigung beantragt oder abholt
    • Schwerbehinderte, die im Besitz eines "alten" Parkausweises sind, legen diesen bitte im Original bei.

    Wer stellt den Antrag?

    Der Antrag kann durch die behinderte Person selbst oder durch eine bevollmächtigte Person schriftlich oder persönlich gestellt werden.

    Wo darf geparkt werden?

    Zusammen mit dem Parkausweis erhalten Sie einen Genehmigungsbescheid, der all jene Bereiche auflistet, in denen Sie außer auf den allgemeinen Behindertenparkplätzen auch parken dürfen.

    In Deutschland haben Sie die Möglichkeit im Rahmen des Genehmigungsbescheides

    • an Stellen, an denen das eingeschränkte Haltverbot (Zeichen 286, 290.1 StVO) angeordnet ist, bis zu drei Stunden zu parken. Die Ankunftszeit muss sich aus der Einstellung auf einer Parkscheibe (§ 13 Abs. 2 Nr. 2, Bild 291 StVO) ergeben (Ohnhänder und Ohnarmer sind von der Parkscheibenpflicht befreit)
    • im Bereich eines Zonenhaltverbots (Zeichen 290.1 StVO), in dem durch Zusatzschild das Parken zugelassen ist, die zugelassene Parkdauer zu überschreiten
    • an Stellen, die durch Zeichen "Parkplatz" (Zeichen 314 StVO), „Parkraumbewirtschaftungszone“ (Z. 314.1 StVO) oder "Parken auf Gehwegen" (Zeichen 315 StVO) gekennzeichnet sind und für die durch Zusatzzeichen eine Begrenzung der Parkzeit angeordnet ist, über die zugelassene Zeit hinaus zu parken
    • in Fußgängerzonen (Zeichen 242.1 StVO), in denen das Be- und Entladen für bestimmte Zeiten freigegeben ist, während der Ladezeit zu parken
    • an Parkuhren und bei Parkscheinautomaten zu parken, ohne Gebühr und zeitliche Begrenzung
    • auf Parkplätzen für Bewohner bis zu drei Stunden zu parken
    • in verkehrsberuhigten Bereichen (Zeichen 325.1 StVO) außerhalb der gekennzeichneten Flächen zu parken, ohne den durchgehenden Verkehr zu behindern
      zu parken. 

    Diese Sonderrechte dürfen nur in Anspruch genommen werden, wenn in zumutbarer Entfernung keine andere Parkmöglichkeit besteht. Die höchstzulässige Parkzeit beträgt 24 Stunden. Die Parkberechtigung ist während des Parkens durch den an der Innenseite der Windschutzscheibe gut lesbar ausgelegten Parkausweis nachzuweisen.

    Welche Kosten fallen an?

    Keine. Der Antrag und die Erteilung der Ausnahmegenehmigung mit Parkausweis sind kostenfrei.

    Geltungsbereich für Schwerbehinderte im Ausland

    Der EU-einheitliche Parkausweis gilt außer in Deutschland auch in allen anderen Mitgliedsstaaten des im Jahre 2006 -  als Erweiterung der früheren CEMT – gegründeten Internationalen Transportforums – ITF. Diesem gehören (Stand Januar 2017) 57 Länder an, darunter die Bundesrepublik Deutschland und alle Länder der Europäischen Union (EU).

    Mitgliedsländer sind:

    • Albanien,
    • Argentinien,
    • Armenien,
    • Aserbaidschan,
    • Australien,
    • Belarus (Weißrussland),
    • Belgien,
    • Bosnien und Herzegowina,
    • Bulgarien,
    • Chile,
    • China,
    • Dänemark,
    • Deutschland,
    • Estland,
    • Finnland,
    • Frankreich,
    • Georgien,
    • Griechenland,
    • Indien,
    • Irland,
    • Island,
    • Israel,
    • Italien,
    • Japan,
    • Kanada,
    • Korea,
    • Kroatien,
    • Lettland,
    • Liechtenstein,
    • Litauen,
    • Luxemburg,
    • Malta,
    • Marokko,
    • EJR Mazedonien,
    • Mexiko,
    • Moldawien,
    • Montenegro,
    • Neuseeland,
    • Niederlande,
    • Norwegen,
    • Österreich,
    • Polen,
    • Portugal,
    • Rumänien,
    • Russische Föderation,
    • Schweden,
    • Schweiz,
    • Serbien,
    • Slowakei,
    • Slowenien,
    • Spanien,
    • Tschechische Republik,
    • Türkei,
    • Ukraine,
    • Ungarn,
    • USA und
    • Vereinigtes Königreich (Großbritannien).
    Sie genießen in diesen Ländern dieselben Parkvergünstigungen, die dort wohnhafte behinderte Personen genießen. Eine Broschüre, wie die Parkkarte im europäischen Ausland benutzt werden kann, erhalten Sie von uns auf Wunsch mit dem Parkausweis.

    Ausländische Schwerbehinderte in Deutschland

    Die Bundesrepublik Deutschland ist als Gründungsmitglied des im Jahre 2006 (als Erweiterung der früheren CEMT) entstandenen Internationalen Transportforums – ITF verpflichtet, den Schwerbehinderten der anderen Mitgliedstaaten die gleichen Parkerleichterungen (bei gegenseitiger Anerkennung) wie inländischen Schwerbehinderten zu gewähren.

    Ausländischen Schwerbehinderten, die sich aus privaten oder beruflichen Gründen in Deutschland aufhalten und (als Fahrer oder Beifahrer) Parkerleichterungen für Behinderte beanspruchen möchten, empfehlen wir deshalb, den Behindertenparkausweis mit Rollstuhlfahrersymbol des Heimatlandes nach Deutschland mitzunehmen, und diesen bei Inanspruchnahme der Parkerleichterungen im Fahrzeug von außen gut lesbar auszulegen.

    Ob und unter welchen Bedingungen ein Parkausweis für Behinderte im Ausland erteilt werden kann, entscheidet allein die Straßenverkehrsbehörde des jeweiligen Heimatlandes. Nur ausländische Schwerbehinderte mit regelmäßigem Aufenthalt (Hauptwohnsitz) in der Stadt Ingolstadt können Parkerleichterungen für Behinderte nach den gleichen Vorgaben wie inländische Schwerbehinderte beantragen.

    Parkerleichterung für besondere Gruppen schwerbehinderter Menschen

    Erweiterter Personenkreis »nur BY«

    Wenn Sie die unten genannten medizinischen Voraussetzungen erfüllen, haben Sie die Möglichkeit einen dunkelblauen Parkausweis für Bayern und einen orangefarbenen Parkausweis für das Bundesgebiet zu erhalten. 

    • Merkzeichen "G" und "B" und gleichzeitig Grad der Behinderung von mindestens 80 allein für Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken)
       
      oder 

    • Merkzeichen "G" und "B" und gleichzeitig Grad der Behinderung von mindestens 70 allein für Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken) und gleichzeitig Grad der Behinderung von mindestens 50 für Funktionsstörungen des Herzens oder der Atmungsorgane

    Der bayernweit gültige dunkelblaue Parkausweis mit Rollstuhlsymbol bietet Ihnen den Vorteil, dass Sie Ihr Fahrzeug in Bayern auch auf allgemeinen Schwerbehindertenparkplätzen parken dürfen. Mit dem orangefarbenen Parkausweis ohne Rollstuhlsymbol dürfen Sie Ihr Fahrzeug dagegen nicht auf Schwerbehindertenparkplätzen abstellen. Dafür bietet dieser Ihnen eine Vielzahl an Parkerleichterungen im gesamten Bundesgebiet.

    Auf Antrag erhalten Sie die auf maximal 5 Jahre befristeten Ausnahmegenehmigungen mit den dazugehörigen Parkausweisen. Die jeweiligen Ausnahmegenehmigungen (mit Parkausweis) werden durch die Stadt Ingolstadt erteilt, wenn die berechtigte Person mit ihrem Hauptwohnsitz in Ingolstadt gemeldet ist. Ansonsten ist die jeweilige Gemeinde des Hauptwohnsitzes zuständig.

    Welche Unterlagen werden für den dunkelblauen Parkausweis für Bayern bzw. für den orangefarbenen Parkausweis für das Bundesgebiet benötigt?

    Vorzulegen oder in Kopie einzureichen ist:

    • der Schwerbehindertenausweis vom ZBFS - Zentrum Bayern Familie und Soziales (die eingetragenen Merkmale müssen deutlich erkennbar sein)
    • Bescheinigung vom ZBFS
    • der Personalausweis oder Reisepass der/des Berechtigten
    • eine von der/von dem Berechtigten unterzeichnete Vollmacht, wenn eine andere Person die Ausnahmegenehmigung beantragt oder abholt
      Schwerbehinderte, die im Besitz eines "alten" Parkausweises sind, legen diesen bitte im Original bei.

    Wer stellt den Antrag?

    Der Antrag kann durch die behinderte Person selbst oder durch eine bevollmächtigte Person schriftlich oder persönlich gestellt werden.

    Wo darf geparkt werden?

    In Deutschland bzw. Bayern (nur mit dem in Bayern geltenden Parkausweis) ist das Parken im Rahmen des Genehmigungsbescheides unter Beachtung der Bedingungen gestattet

    • an Stellen, an denen das eingeschränkte Haltverbot (Zeichen 286, 290.1 StVO) angeordnet ist, bis zu drei Stunden zu parken. Die Ankunftszeit muss sich aus der Einstellung auf einer Parkscheibe (§ 13 Abs. 2 Nr. 2, Bild 291 StVO) ergeben (Ohnhänder und Ohnarmer sind von der Parkscheibenpflicht befreit)
    • im Bereich eines Zonenhaltverbots (Zeichen 290.1 StVO), in dem durch Zusatzschild das Parken zugelassen ist, die zugelassene Parkdauer zu überschreiten
    • an Stellen, die durch Zeichen "Parkplatz" (Zeichen 314 StVO), „Parkraumbewirtschaftungszone“ (Z. 314.1 StVO) oder "Parken auf Gehwegen" (Zeichen 315 StVO) gekennzeichnet sind und für die durch Zusatzzeichen eine Begrenzung der Parkzeit angeordnet ist, über die zugelassene Zeit hinaus zu parken
    • in Fußgängerzonen (Zeichen 242.1 StVO), in denen das Be- und Entladen für bestimmte Zeiten freigegeben ist, während der Ladezeit zu parken
    • an Parkuhren und bei Parkscheinautomaten zu parken, ohne Gebühr und zeitliche Begrenzung
    • auf Parkplätzen für Bewohner bis zu drei Stunden zu parken
    • in verkehrsberuhigten Bereichen (Zeichen 325.1 StVO) außerhalb der gekennzeichneten Flächen zu parken, ohne den durchgehenden Verkehr zu behindern 

    Diese Sonderrechte dürfen nur in Anspruch genommen werden, wenn in zumutbarer Entfernung keine andere Parkmöglichkeit besteht. Die höchstzulässige Parkzeit beträgt 24 Stunden. Die Parkberechtigung ist während des Parkens durch den an der Innenseite der Windschutzscheibe gut lesbar ausgelegten Parkausweis nachzuweisen. Achtung: Nur mit dem dunkelblauen Parkausweis für Bayern (Rollstuhlsymbol und Eintrag "nur BY") dürfen Sie Ihr Fahrzeug auf einem allgemeinen Schwerbehindertenparkplatz im Freistaat Bayern abstellen.

    Welche Kosten fallen an?

    Keine. Der Antrag und die Erteilung der Ausnahmegenehmigung mit Parkausweis sind kostenfrei.

    Parkerleichterung für Menschen mit Behinderung - Stomaträger und Morbus-Crohn-Betroffene

    Wenn Sie folgende medizinischen Voraussetzungen erfüllen, haben Sie die Möglichkeit, den orangefarbenen Parkausweis für das Bundesgebiet zu erhalten: 

    • Grad der Behinderung von mindestens 60 auf Grund Erkrankung an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
    • Grad der Behinderung von mindestens 70 bei künstlichem Darmausgang und gleichzeitig künstlicher Harnableitung 

    Auf Antrag erhalten Sie die auf maximal 5 Jahre befristete Ausnahmegenehmigung mit dem dazugehörigen Parkausweis. Die Ausnahmegenehmigung (mit Parkausweis) wird durch die Stadt Ingolstadt erteilt, wenn die berechtigte Person mit ihrem Hauptwohnsitz in Ingolstadt gemeldet ist. Ansonsten ist die jeweilige Gemeinde des Hauptwohnsitzes zuständig.

    Welche Unterlagen werden benötigt?

    Vorzulegen oder in Kopie einzureichen ist

    • der Schwerbehindertenausweis vom ZBFS - Zentrum Bayern Familie und Soziales (die eingetragenen Merkmale müssen deutlich erkennbar sein)
    • Bescheinigung vom ZBFS
    • der Personalausweis oder Reisepass der/des Berechtigten
    • eine von der/von dem Berechtigten unterzeichnete Vollmacht, wenn eine andere Person die Ausnahmegenehmigung beantragt oder abholt
    • Schwerbehinderte, die im Besitz eines "alten" Parkausweises sind, legen diesen bitte im Original bei.

    Wer stellt den Antrag?

    Der Antrag kann durch die behinderte Person selbst oder durch eine bevollmächtigte Person schriftlich oder persönlich gestellt werden.

    Wo darf geparkt werden?

    In Deutschland ist das Parken im Rahmen des Genehmigungsbescheides unter Beachtung der Bedingungen gestattet 

    • an Stellen, an denen das eingeschränkte Haltverbot (Zeichen 286, 290.1 StVO) angeordnet ist, bis zu drei Stunden zu parken. Die Ankunftszeit muss sich aus der Einstellung auf einer Parkscheibe (§ 13 Abs. 2 Nr. 2, Bild 291 StVO) ergeben (Ohnhänder und Ohnarmer sind von der Parkscheibenpflicht befreit)
    • im Bereich eines Zonenhaltverbots (Zeichen 290.1 StVO), in dem durch Zusatzschild das Parken zugelassen ist, die zugelassene Parkdauer zu überschreiten
    • an Stellen, die durch Zeichen "Parkplatz" (Zeichen 314 StVO), „Parkraumbewirtschaftungszone“ (Z. 314.1 StVO) oder "Parken auf Gehwegen" (Zeichen 315 StVO) gekennzeichnet sind und für die durch Zusatzzeichen eine Begrenzung der Parkzeit angeordnet ist, über die zugelassene Zeit hinaus zu parken
    • in Fußgängerzonen (Zeichen 242.1 StVO), in denen das Be- und Entladen für bestimmte Zeiten freigegeben ist, während der Ladezeit zu parken
    • an Parkuhren und bei Parkscheinautomaten zu parken, ohne Gebühr und zeitliche Begrenzung
    • auf Parkplätzen für Bewohner bis zu drei Stunden zu parken
    • in verkehrsberuhigten Bereichen (Zeichen 325.1 StVO) außerhalb der gekennzeichneten Flächen zu parken, ohne den durchgehenden Verkehr zu behindern 

    Diese Sonderrechte dürfen nur in Anspruch genommen werden, wenn in zumutbarer Entfernung keine andere Parkmöglichkeit besteht. Die höchstzulässige Parkzeit beträgt 24 Stunden. Die Parkberechtigung ist während des Parkens durch den an der Innenseite der Windschutzscheibe gut lesbar ausgelegten Parkausweis nachzuweisen.

    Welche Kosten fallen an?

    Keine. Der Antrag und die Erteilung der Ausnahmegenehmigung mit Parkausweis sind kostenfrei.