Seiteninhalt

RadVerkehrPlanung

Das tun wir für unsere Radler

Errichtung einer Radabstellanlage am Kulturzentrum Halle neun

Am Kulturzentrum an der Halle neun, in der Elisabethstraße in Ingolstadt wurden für den Radverkehr eine überdachte Fahrradabstellanlage mit 30 Einstellungen errichtet. Zur Sicherheit der Nutzer und der Anlage wird diese in den Nachtstunden mittels LED-Leuchten ausgeleuchtet.

Die Gesamtmaßnahme kostet ca. 120.000 Euro. Zur Finanzierung der Maßnahme, wurden 25.000 Euro aus dem Bürgerhaushalt durch den Bezirksausschuss XII Münchener Straße bereitgestellt. Durch das BMU wurde eine Zuwendung in Höhe von 38.945 Euro als Festbetragsförderung bewilligt. Der Rest von ca. 56.000 Euro wird durch die Stadt Ingolstadt finanziert.

Errichtung einer Fahrradstraße als Vorrangroute 07 im Stadtgebiet Ingolstadt

Laufzeit: 01.08.2017 bis 31.12.2019
Förderkennzeichen: 03K06797

Ziel und Inhalt des Vorhabens:

Am 27.10.2016 wurde das Mobilitätskonzept für den Radverkehr in Ingolstadt dem Stadtrat vorgestellt und beschlossen. Wesentliche Elemente dieses Mobilitätskonzeptes sind die sog. Vorrangrouten, auf denen der Radverkehr gebündelt geführt werden soll. Durch einen optimierten Winterdienst und durch eine durchgehende Beleuchtung soll den Radfahrern ein erhöhter Komfort angeboten werden. Wesentliche Ziele sind einerseits die Steigerung des Radverkehrsanteils in Verbindung mit einer CO2-Reduzierung und andererseits die Erhöhung die Sicherheit für die Radfahrer. Als erste Vorrangroute soll die Süd-Südwest-Speiche realisiert werden. Der Trassenverlauf erfolgt ab der Konrad-Adenauer-Brücke über die Parkstraße / Luitpoldstraße / Gemmingerstraße und Gustav- Adolf-Straße.


Es sind folgende wesentliche Maßnahmen vorgesehen:

1. Einmündung Brückenkopf / Parkstraße (Plan 1/7, Plan 2/7)

Für die Radfahrer, welche von der Konrad-Adenauer-Brücke stadtauswärts in die Parkstraße fahren, wird eine Abbiegespur errichtet. Mittels einer Schutzstreifenmarkierung werden die Radfahrer sicher in die Parkstraße abgeleitet. An der Einmündung zum Klenzepark wird für die Radfahrer, welche nach Süden zur Parkstraße wollen, eine Aufstellfläche geschaffen.
Die Parkstraße wird am Einmündungsbereich als Fahrradstraße beschildert, um den Radverkehr zu bündeln. Der gemeinsame Fuß- und Radweg entlang der Donau soll künftig als Fußweg mit dem Zusatz „Radfahrer frei“ beschildert werden. Dadurch können die Radfahrer dazu animiert werden, dass sie verstärkt die Parkstraße benutzen und somit der Weg an der Donau mehr für die Fußgänger zur Verfügung steht. In dem Teilstück der Parkstraße, welches zur Wendeplatte in Richtung Steinmetzschule führt, wird eine Sperrfläche markiert, damit die Radfahrer vom Luitpoldpark auf die Parkstraße einbiegen können.

2. Kreuzung Luitpoldstraße / Baggerweg / Rankestraße / Gemmingerstraße (Plan 3/7)

An dieser Kreuzung sollen die Radfahrer in der Nord-Süd-Achse künftig Vorrang gegenüber dem Verkehr aus den anderen Richtungen erhalten. Um dies zu verdeutlichen wird der Straßenbelag in der Vorrangrichtung rot eingefärbt.
Durch eine entsprechende Beschilderung und die Errichtung eines Radar-Blinklichtes wird zudem auf die geänderte Vorfahrt hingewiesen. Die rechts-vor-links-Regelung auf der Gemmingerstraße bleibt, mit Ausnahme an der Gerstnerstraße, bestehen.

3. Kreuzung Haunwöhrer Straße / Gemmingerstraße (Plan 4/7)

An dieser Kreuzung soll die Signalisierung durch zusätzliche Signale und mit Anforderungstaster für Radfahrer ergänzt werden. Das heißt, der Verkehr aus den untergeordneten Straßenteilen kann künftig signalisiert über die Haunwöhrer Straße geführt werden. Im weiteren Verlauf nach Süden wird die Gemmingerstraße als Fahrradstraße ausgewiesen.

4. Einmündung Lindberghstraße / Gustav-Adolf-Straße (Plan 5/7)

Ziel ist eine bevorrechtigte Führung des Radverkehrs vom nördlichen gemeinsamen Fuß- und Radweg zur Gustav-Adolf-Straße. Daher wird eine rot eingefärbte Furt als Einschleusung der Radfahrer zur Gustav-Adolf-Straße angelegt. Die Einmündung der Lindberghstraße wird so umgestaltet, dass diese als untergeordnete Straße erkennbar wird. Durch eine entsprechende Beschilderung und die Errichtung eines zeitlich beschränkten Radar-Blinklichtes wird an der Lindberghstraße zudem auf die geänderte Vorfahrt hingewiesen. Die Gustav-Adolf-Straße wird als Fahrradstraße beschildert. Der dargestellte Gehwegausbau stellt nur eine Option dar, falls durch eine erhöhte Steigerung des Radverkehrs eine gemeinsame Benutzung des gemeinsamen Fuß- und Radweges am Sportplatzgelände die Verträglichkeit zwischen Fußgängern und Radfahrern abnimmt. Die Abkröpfung bzw. Trassenverlegung der Gustav-Adolf-Straße ist im Lageplan nachrichtlich dargestellt.

5. Kreuzung Gustav-Adolf-Straße / Am Pulverl und Kreuzung Gustav-Adolf-Straße / Speckweg (Plan 6/7)

Im weiteren Verlauf wird die Gustav-Adolf-Straße ebenso als Fahrradstraße ausgewiesen. Der Mini-Kreisverkehr an der Kreuzung Gustav-Adolf-Straße / Am Pulverl bleibt unverändert, das heißt, die Fahrzeuge im Kreisverkehr haben weiterhin Vorfahrt gegenüber den anbindenden Straßen. An der Kreuzung Gustav-Adolf-Straße / Speckweg bleibt die rechts-vor-links-Regelung bestehen.

6. Straßenzug „Auf der Höhe“ (Plan 7/7)

Der Straßenzug „Auf der Höhe“ wird nicht als Fahrradstraße ausgewiesen, da einerseits hier eine Zone 30 beschildert ist und andererseits die anliegenden Erschließungsstraßen als verkehrsberuhigte Bereiche ausgewiesen sind und somit die Verkehrsteilnehmer aus diesen Erschließungsstraßen gegenüber dem Verkehr auf der Straße „Auf der Höhe“ wartepflichtig sind. Das heißt, der Vorrang der Radfahrer ist hier bereits gewährleistet.

Die vorgenannten Maßnahmen wurden im Arbeitskreis fahrradfreundliches Ingolstadt in der Sitzung am 20.12.2016 besprochen. Durch eine Befahrung der Gesamtstrecke am 07.03.2017 konnten die Mitglieder vor Ort über die geplanten Maßnahmen diskutieren.

Die Errichtung einer Fahrradstraße als Vorrangroute 07 im Stadtgebiet Ingolstadt wird finanziell vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Die bewilligte Zuwendung beträgt 71.184 Euro.

Weitere Informationen:

Projektträger Jülich www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

Mobilitätskonzept Radverkehr

Laufzeit: 01.02.2015 bis 31.08.2016
Förderkennzeichen:  03K00441

Projekthintergrund und Ziel:
Die Stadt Ingolstadt betreibt große Anstrengungen, das Radverkehrsangebot weiter zu verbessern und ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V., welche mit eigenem Leitbild und Handlungspunkten eine aktive Förderung des Radverkehrs verfolgt.
Am 20.10.2015 wurde vom Stadtrat der Grundsatzbeschluss zur Förderung des Radverkehrs in Ingolstadt gefasst. Im Vortrag des Referenten wurde darauf hingewiesen, dass noch Beschlüsse zur Radverkehrsförderung einerseits im Verkehrsentwicklungsplan und anderseits in einem noch zu erstellenden Mobilitätskonzept (Ing. Büro Inovaplan) für den Radverkehr in Ingolstadt erfolgen sollen. Zudem fand zwischenzeitlich am 27.04.2016 die sogenannte Hauptbereisung durch Vertreter der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK-Bayern), der Obersten Baubehörde, dem Oberbürgermeister Dr. Lösel, Stadträten, Vertretern aus der Verwaltung sowie des ADFC statt. Ein wichtiges Ergebnis war, dass die Prüfungskommission die Empfehlung an die Oberste Baubehörde aussprach, dass die Stadt Ingolstadt im Oktober zur fahrradfreundlichen Kommune ernannt wird.
Wesentlicher Grund für diese Empfehlung war auch, dass die Stadt Ingolstadt ein Mobilitätskonzept für den Radverkehr erstellt, welches u. a. das Ziel verfolgt, den Radverkehrsanteil im Modal-Split in den nächsten sieben Jahren um drei bis vier Prozent zu erhöhen.
Das Mobilitätskonzept für den Radverkehr wird mit 50 Prozent gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Die bewilligte Zuwendung beträgt 13.387 Euro.

 

Weitere Informationen:

 

Das Mobilitätskonzept gliedert sich in folgende Bestandteile:

 

Radwegebeschilderungskonzept

Zur Förderung des Radverkehrs und zur besseren Orientierung für den Radverkehr im Ingolstädter Stadtgebiet, soll eine wegweisende Beschilderung aufgebaut werden.

Unterstützt und gewünscht wird dieses Vorhaben von den Bürgern der Stadt Ingolstadt und den politischen Gremien.
Hierzu zählen:

  • das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, das Zuwendungen aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative bereitstellt
  • das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr mit dem  „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“
  • der Oberbürgermeister der Stadt Ingolstadt, Dr. Christian Lösel, mit dem „10-Punkte-Plan für ein fahrradfreundliches Ingolstadt« vom 23.03.2015
  • das Stadtratsgremium der Stadt Ingolstadt mit dem aktuellen Mobilitätskonzept (Beschluss vom 27.10.2016)
  • die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e. V. (AGFK Bayern e. V.) mit dem Anforderungskatalog

Mit der wegweisenden Beschilderung werden folgende Ziele verfolgt:

  • Errichtung eines Wegweisungssystems als Orientierungshilfe für den Radverkehr im Ingolstädter Stadtgebiet
  • Einheitlicher landesweiter Standard in der Darstellung, wie auch bei der verwendeten Symbolik (Wiedererkennung)
  • Informationen über die Qualität der Route (Allwettertauglichkeit: geschotterte bzw. asphaltierte Wege oder über Steigungen / Gefälle im Streckenabschnitt)
  • Aufzeigen von Routenverlauf und möglichen Alternativverbindungen
  • Zuverlässige Anzeige der Entfernungen der einzelnen Ziele
  • den Radverkehr stärker in den Fokus der anderen Verkehrsteilnehmer zu rücken
  • beitragen zur Steigerung des Modal Split in den kommenden sieben Jahren von derzeit circa 21 Prozent um bis zu vier Prozent-Punkte und zur Reduzierung des „Motorisierten Individualverkehrs (MIV)“

Kosten:

Zur Realisierung der Maßnahme werden in den nächsten Jahren etwa 850.000 Euro durch die Stadt Ingolstadt bereitgestellt. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit beteiligt sich über die „Nationale Klimaschutzinitiative“ mit einer Förderquote von 40 Prozent an den förderfähigen Kosten.

Nationale Klimaschutzinitiative:

"Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemission leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.“

Ansprechpartner:

Stadt Ingolstadt, Tiefbauamt, Spitalstraße 3, 85049 Ingolstadt
Fahrradbeauftragter: Konrad Eckmann, Telefon 0841 305-2351
Projektleiter: Günther Eckert, Telefon 0841 305-2356
Sachbearbeiter: Volkmar Wagner, Telefon 0841 305-2350

Ablauf:

Die flächendeckende Radwegebeschilderung soll in drei aufeinanderfolgenden Realisierungsabschnitten innerhalb von vier bis sieben Jahren realisiert werden. Mit der Umsetzung des Realisierungsabschnitts 1, der sich von der Altstadt über das westliche und Teile des nördlichen Stadtgebietes erstreckt, wurde im März 2019 begonnen. Die Montagearbeiten wurden Ende Mai 2019 fertiggestellt.

Die Umsetzung des Realisierungsabschnitts 2, welcher südlich und östlich der Altstadt liegt, ist für den Herbst 2019 geplant. Fertigstellungstermin ist für das Frühjahr 2020 anvisiert.

Im 3. Realisierungsabschnitt sollen eventuelle Änderungen, Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge für die bereits umgesetzte wegweisende Radwegebeschilderung vorgenommen werden.

Projektstatus:

Realisierungsabschnitt 1

Nach Beendigung der Planung und dem Ausschreibungsverfahren wurde im Mai 2018 der Auftrag an die Montagefirma erteilt. Ab März 2019 konnte mit der Montage der wegweisenden Radwegebeschilderungen begonnen werden. Die Arbeiten dauerten zwei Monate und waren mit der Abnahme zum 1. Juni 2019 abgeschlossen.

Realisierungsabschnitt 2

Nach der Planung und Vergabe der Arbeiten für den Realisierungsabschnitt 1, wurde zeitnah mit der weiteren Planung der wegweisenden Radwegebeschilderung für den Realisierungsabschnitt 2 begonnen.
Im Mai 2019 wurde die Planungen für den Realisierungsabschnitt 2 abgeschlossen. Die Ausschreibung der Maßnahme erfolgte Mitte Juni. Die Auftragsvergabe an eine Montagefirma ist für Ende Juli 2019 anvisiert.
Die Produktion und das Aufstellen der Beschilderung sollen bis Ende November 2019 erfolgen. Die Endabnahme und eventuelle Nacharbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Dezember 2019 abgeschlossen werden.
Zum Realisierungsabschnitt 2 gehören folgende Stadtgebiete, in denen eine wegweisende Radwegebeschilderung aufgestellt wird:

  • Hagau
  • Ingolstadt-Mitte
  • Mailing
  • Oberhaunstadt
  • Unsernherrn
  • Winden
  • Zuchering